Am Sonntag, dem 21. Dezember 2025, ist es in San Francisco zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Nach Angaben der Stadt und des Energieversorgers waren rund 130.000 Haushalte und Betriebe zeitweise ohne Strom – das entspricht etwa einem Drittel aller angeschlossenen Kunden innerhalb der Stadtgrenzen. Der Ausfall begann in den frühen Morgenstunden und führte binnen Minuten zu spürbaren Einschränkungen in mehreren dicht besiedelten Vierteln. Darüber berichtet nume.ch unter Berufung auf NBC News.
Konkrete Orte: betroffene Viertel, Straßen und Achsen

Nach offiziellen Lagebildern konzentrierte sich der Blackout auf den Norden und Nordwesten der Stadt. Besonders betroffen waren:
- Richmond District: Stromausfälle entlang der Geary Boulevard, Clement Street und California Street
- Presidio & Park Presidio: Unterbrechungen rund um Lombard Street, Letterman Drive und angrenzende Wohnstraßen
- Gebiete am Golden Gate Park: Dunkelheit entlang der Lincoln Way sowie in angrenzenden Blocks
In diesen Zonen fielen Straßenbeleuchtung, Ampelanlagen und Schaufensterbeleuchtung gleichzeitig aus. Mehrere Supermärkte und Cafés schlossen kurzfristig, da Kassensysteme und Kühlanlagen nicht mehr betrieben werden konnten.
Zahlen & Infrastruktur: was genau ausfiel
- ca. 130.000 Anschlüsse ohne Strom
- mehr als 30 % der städtischen Stromkunden betroffen
- Dutzende Kreuzungen ohne Ampelbetrieb, insbesondere entlang großer Ost-West-Achsen
- ÖPNV mit Verzögerungen, da Signal- und Sicherungssysteme geprüft werden mussten
Das Department of Emergency Management sprach von „erheblichen Einschränkungen für Verkehr und öffentliche Sicherheit“ und setzte zusätzliche Einsatzkräfte in den betroffenen Bezirken ein.
Offizielle Stimmen und Einordnung
Ein Sprecher der Stadt erklärte laut NBC News:
„Der Stromausfall betrifft einen großen Teil des nördlichen Stadtgebiets. Unsere Priorität liegt auf Verkehrssicherheit, medizinischer Versorgung und der schrittweisen Stabilisierung des Netzes.“
Der Energieversorger teilte mit, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen technischen Defekt im Verteilnetzhandele. Weitere Details zur genauen Ursache wurden zunächst nicht genannt. Reparaturteams arbeiteten zeitgleich an mehreren Netzknoten, um die Versorgung blockweise wiederherzustellen.
Zeitlicher Verlauf: Wiederherstellung in Etappen
- ca. 06:00–07:00 Uhr: erste Meldungen über großflächige Ausfälle
- ab 08:30 Uhr: schrittweise Rückkehr der Versorgung in einzelnen Straßenzügen
- Vormittag: weiterhin instabile Lage in Teilen des Richmond Districts
Behörden warnten davor, Geräte sofort wieder vollständig zu belasten, solange die Netzstabilität nicht offiziell bestätigt sei.
Wirtschaftliche Folgen kurz vor den Feiertagen
Der Zeitpunkt gilt als besonders kritisch: Eine Woche vor Weihnachten verzeichnet San Francisco traditionell hohe Umsätze im Einzelhandel. Durch den Blackout kam es zu:
- Betriebsunterbrechungen in Gastronomie und Einzelhandel
- Ausfällen digitaler Zahlungssysteme
- Verderb von Kühlware in Restaurants und Supermärkten
Branchenvertreter sprechen von spürbaren wirtschaftlichen Schäden, deren Umfang noch geprüft wird.
Internationaler Kontext
Der Vorfall reiht sich in eine Serie größerer Stromausfälle ein. Bereits im Frühjahr 2025 kam es in Spanien, Portugal und Andorra zu großflächigen Unterbrechungen, später auch in Teilen Frankreichs und Belgiens. Energieexperten sehen darin ein wachsendes Risiko für Metropolen mit alternder Infrastruktur und steigender Netzbelastung.
Die Behörden rieten:
- unnötige Fahrten zu vermeiden
- Kreuzungen ohne Ampeln mit besonderer Vorsicht zu passieren
- empfindliche Elektrogeräte erst nach offizieller Entwarnung wieder voll zu nutzen
- sich ausschließlich über städtische Kanäle und den Energieversorger zu informieren
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