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Boom (Belgien), 17. Juli 2025 – Nach dem verheerenden Brand am Mittwochabend auf dem Gelände des international renommierten Musikfestivals Tomorrowland steht die Durchführung der Veranstaltung vor erheblichen logistischen und sicherheitstechnischen Herausforderungen. Gegen 18:00 Uhr war die ikonische Hauptbühne im Provinciaal Recreatiedomein De Schorre während der Aufbauarbeiten in Brand geraten und wurde vollständig zerstört. Die Staatsanwaltschaft Antwerpen hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Verletzt wurde niemand. Das berichtet NUME.ch unter Berufung auf den belgischen öffentlich-rechtlichen Sender VRT NWS.

Am Donnerstag teilte das Festivalteam in einer internen Mitteilung an die für Freitag gebuchten Künstler mit:

„Unsere Teams arbeiten intensiv an der Errichtung einer neuen Mainstage, um das Line-up beizubehalten und die Auftritte so sicher wie möglich durchführen zu können.“

Der Aufbau der Ersatzbühne erfolgt laut Medienberichten in unmittelbarer Nähe zur zerstörten Struktur. Seit Donnerstagmorgen sind Bagger und Kräne im Einsatz. Die Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der Feuerwehr und technischen Sicherheitsdiensten koordiniert. Feuerwehrkommandant François Van den Eynde warnte:

„Bestimmte Bereiche der beschädigten Struktur sind noch instabil und müssen gesichert werden, bevor eine Freigabe erfolgen kann.“

Trotz der schwierigen Lage wurde der Campingplatz DreamVille in Rumst am Donnerstagmorgen wie geplant geöffnet. Laut Veranstalter werden bereits am ersten Tag rund 38.000 Festivalbesucherinnen und -besucher erwartet. Auch der Empfang internationaler Gäste in Brüssel findet regulär statt. Tomorrowland-Sprecherin Debby Wilmsen sagte im belgischen Radio:

„Das Einzige, was derzeit sicher ist, ist die Öffnung des Campingplatzes und die Ankunft der internationalen Gäste.“

Die genaue Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Augenzeugen berichteten von lauten Knallgeräuschen, die möglicherweise im Zusammenhang mit Feuerwerkstests standen. Fachleute kritisieren die Materialwahl der Bühnenkonstruktion. Diese bestand unter anderem aus 2.616 Kubikmetern Styropor, 2.278 Sperrholzplatten und 2.460 Dosen PUR-Schaum – allesamt hochentzündliche Baustoffe.

Am Donnerstagnachmittag kam ein Krisenstab unter Beteiligung der Bürgermeister der Gemeinden Boom und Rumst sowie Vertretern der Polizei und Feuerwehr zusammen. Bürgermeister Jurgen Callaerts (N-VA) erklärte:

„Ein vollständiger Abbruch des Festivals ist das Letzte, was wir wollen. Es gibt noch Optionen.“

Ob und in welchem Umfang das Festival am Freitag wie geplant beginnen kann, hängt nun maßgeblich von den kommenden Sicherheitseinschätzungen der Behörden und dem raschen Fortschritt beim Aufbau der Ersatzbühne ab.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht: Tomorrowland 2025 in Belgien: Hauptbühne in Boom nur zwei Tage vor Festivalbeginn komplett abgebrannt

Foto von www.vrt.be

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