Teilen Sie dies:

Zürich/Bern, 2. Juni 2026, 12:30 Uhr. Die aktuelle starkes gewitter – warnung betrifft am Dienstag weite Teile der Schweiz. Meteorologen von SRF Meteo rechnen zwischen dem frühen Nachmittag und den späten Abendstunden mit einer deutlich erhöhten Gefahr von Gewittern, die lokal Unwetterstärke erreichen können. Besonders betroffen sind das Mittelland, die Alpennordseite, die Nordwestschweiz, die Region Zürich sowie Teile der Ostschweiz. Erwartet werden Hagel, Starkregen, Blitzschläge und Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h.

Bereits in der Nacht zogen erste kräftige Gewitter über das Tessin hinweg. Im Laufe des Tages verlagert sich die instabile Wetterlage nach Norden. Feuchtwarme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum treffen auf kühlere Luft aus Frankreich. Diese Wetterkonstellation gilt als klassischer Auslöser für sogenannte Superzellen und besonders intensive Gewittercluster. Experten schliessen lokale Überflutungen, umgestürzte Bäume sowie Verkehrsbehinderungen auf Strassen, Bahnstrecken und an Flughäfen nicht aus, berichtet NUME.CH.

Wetter heute: Diese Regionen stehen besonders im Fokus der Gewitter

Die höchste Gewitterwahrscheinlichkeit wird zwischen 14:00 Uhr und 22:00 Uhr erwartet. Nach aktuellen Wettermodellen entstehen erste Gewitterzellen entlang des Juras, der Voralpen und im westlichen Mittelland, bevor sich die Aktivität in Richtung Nordostschweiz verlagert. Besonders betroffen könnten sein:

RegionKritischer Zeitraum
Zürich15:00–21:00 Uhr
Bern14:00–20:00 Uhr
Basel14:00–19:00 Uhr
Luzern15:00–21:00 Uhr
Aargau15:00–21:00 Uhr
Solothurn14:00–20:00 Uhr
St. Gallen16:00–22:00 Uhr
Thurgau16:00–22:00 Uhr
Schaffhausen16:00–22:00 Uhr
Jura13:00–18:00 Uhr
Wallis14:00–19:00 Uhr
Zentralschweiz15:00–22:00 Uhr

Auch rund um den Bodensee, den Zürichsee, den Vierwaldstättersee sowie den Genfersee können sich Gewitter innerhalb kurzer Zeit entwickeln.

Hagel, Starkregen und Windböen: Welche Intensitäten möglich sind

Die grösste Gefahr geht heute nicht von langanhaltendem Regen, sondern von lokal sehr intensiven Gewitterzellen aus. Meteorologen rechnen regional mit:

  • Windböen zwischen 70 und 90 km/h
  • lokal über 100 km/h auf exponierten Höhenlagen
  • Hagelkörnern von 2 bis 4 Zentimetern Durchmesser
  • Niederschlagsmengen von 20 bis 50 Millimetern innerhalb einer Stunde
  • einzelnen Blitzentladungen im Minutentakt
  • kurzfristig stark eingeschränkter Sicht im Strassenverkehr

Besonders gefährdet sind:

  • Fahrzeuge ohne Unterstand
  • Baustellen
  • Campingplätze
  • Landwirtschaftliche Flächen
  • Weinbaugebiete
  • Obstplantagen
  • Freiluftveranstaltungen
  • Bergwanderer und Velofahrer

Bereits eine einzelne Gewitterzelle kann lokal Schäden in Millionenhöhe verursachen.

Flughäfen, Bahnverkehr und Strassen könnten beeinträchtigt werden

Wetterexperten beobachten die Entwicklung auch mit Blick auf die Verkehrsinfrastruktur. Mögliche Auswirkungen:

BereichRisiko
Flughafen ZürichVerzögerungen bei Starts und Landungen
EuroAirport Baselmögliche temporäre Einschränkungen
Flughafen GenfGewitterbedingte Verzögerungen
SBB-Bahnverkehreinzelne Störungen durch Äste und Blitzschläge
Autobahnen A1, A2, A3Aquaplaning-Gefahr
Alpenpässekurzfristig schlechte Sicht
SchifffahrtSturmwarnungen auf Seen möglich

Vor allem auf den grossen Seen können sich Böenfronten innerhalb weniger Minuten entwickeln. Die Schifffahrt beobachtet die Wetterentwicklung daher besonders aufmerksam.

Warum diese Wetterlage für Meteorologen schwierig vorherzusagen ist

Gewitter gehören zu den komplexesten Wetterereignissen überhaupt. Anders als grossräumige Regengebiete entstehen sie oft innerhalb weniger Minuten und reagieren auf kleinste Veränderungen der Atmosphäre.

Meteorologen sprechen von sogenannten konvektiven Prozessen. Das bedeutet:

  • starke Erwärmung am Boden
  • feuchte Luftmassen
  • schnelle vertikale Luftbewegungen
  • Bildung mächtiger Gewitterwolken
  • spontane Entwicklung lokaler Starkregenkerne

Dadurch kann es vorkommen, dass eine Gemeinde nahezu trocken bleibt, während wenige Kilometer entfernt Hagel, Überschwemmungen und Sturmböen auftreten.

SRF Meteo warnt vor lokalen Unwetterschäden

(SRF Meteo, Schweiz)

„Die Gewitter könnten lokal für Schäden sorgen. Im Norden geschieht dies insbesondere durch Sturmböen und Hagel, die intensivsten Niederschläge gibt es voraussichtlich im Süden.“

Nach Einschätzung der Meteorologen liegt der Schwerpunkt der stärksten Regenfälle weiterhin im Tessin und in Teilen Graubündens. Die höchste Hagel- und Sturmgefahr wird dagegen nördlich der Alpen erwartet.

So entwickelt sich das Wetter am Mittwoch, 3. Juni 2026

In der Nacht zieht die Kaltfront langsam ostwärts weiter. Für Mittwoch erwarten Meteorologen:

  • Höchstwerte zwischen 18 und 23 Grad
  • weitere Schauer
  • lokale Gewitter vor allem am Nachmittag
  • frischen West- bis Nordwestwind
  • wechselnde Bewölkung

Erst ab Donnerstag könnten sich in einigen Regionen längere sonnige Abschnitte durchsetzen. Die neuesten Modelle deuten ausserdem auf eine mögliche Erwärmung in der zweiten Juniwoche hin.

Fragen und Antworten zur Gewitterlage in der Schweiz

Starkes Gewitter – Warnung für die Schweiz am 2. Juni 2026: SRF Meteo erwartet Hagel, Starkregen und Sturmböen. Wetter heute mit erhöhter Unwettergefahr in vielen Regionen.

Wann werden die stärksten Gewitter erwartet?

Zwischen 14:00 Uhr und 22:00 Uhr. In der Ostschweiz kann die Aktivität bis in die Nacht andauern.

Welche Städte sind besonders betroffen?

Zürich, Bern, Basel, Luzern, Aarau, Solothurn, St. Gallen, Winterthur, Schaffhausen und Teile der Zentralschweiz.

Wie stark können die Windböen werden?

Lokal sind 70 bis 90 km/h wahrscheinlich. Auf exponierten Hügeln und Bergen sind über 100 km/h möglich.

Ist grosser Hagel zu erwarten?

Ja. Einzelne Gewitterzellen können Hagelkörner zwischen zwei und vier Zentimetern Durchmesser produzieren.

Können Flüge beeinträchtigt werden?

Ja. Vor allem an den Flughäfen Zürich, Basel und Genf sind kurzfristige Verzögerungen möglich.

Welche Regionen erhalten den meisten Regen?

Tessin, Misox, Bergell, Südbünden sowie einzelne Gewittergebiete entlang der Alpennordseite.

Was sollten Autofahrer beachten?

Aquaplaning, plötzlich auftretende Windböen und eingeschränkte Sicht können die Unfallgefahr deutlich erhöhen.

Wann beruhigt sich die Wetterlage?

Eine schrittweise Entspannung wird ab Donnerstag erwartet. Lokal bleiben jedoch weitere Gewitter möglich.

Verwendete Quellen: SRF Meteo, Wetter Schweiz, Blitzortung Europa, Wetterradar Schweiz, Niederschlagsmodelle ICON-D2 und ECMWF, Wetteranalysen vom 2. Juni 2026.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht – in der Schweiz und der Welt: Schutz kritischer Infrastruktur: Wie bereiten sich Berner Polizei und Armee auf den Ernstfall vor

Teilen Sie dies: