Die Sommerhitze hat die Autobahn A13 bei Buchs SG am Wochenende erneut zu einem Problemfall im St. Galler Rheintal gemacht: Am Samstagabend, 20. Juni 2026, brach in Fahrtrichtung St. Gallen der Fahrbahnbelag auf, weil sich unter dem Asphalt liegende Betonplatten bei hohen Temperaturen ausdehnten und den Belag nach oben drückten. Der Schaden wurde kurz nach 17.30 Uhr gemeldet, die Stelle wurde gesichert, am Sonntag musste der Abschnitt für Reparaturen zeitweise komplett gesperrt werden, berichtet NUME.CH unter Berufung auf Schweizer Medien und BRK News.
Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutete der Vorfall konkrete Einschränkungen: Die A13 wurde am Sonntag zwischen 10.00 und 15.30 Uhr im betroffenen Abschnitt gesperrt, der Verkehr beim Anschluss Buchs ausgeleitet und über eine parallele Verbindungsstrasse geführt. Laut den vorliegenden Angaben wurden rund 35 Quadratmeter beschädigter Belag abgefräst und mit etwa sieben Tonnen frischem Asphalt ersetzt; weil der neue Belag bei Aussentemperaturen von rund 35 Grad langsam auskühlt, bleibt die Normalspur bis Montagmorgen, 22. Juni 2026, 05.00 Uhr gesperrt.
Wie der Hitzeschaden auf der Autobahn A13 entstand
Der Vorfall bei Buchs ist ein typischer sogenannter Blow-up: Unter starker Hitze dehnen sich ältere Betonplatten unter dem Asphalt aus, die Spannung steigt, und die Fahrbahn kann sich plötzlich aufwölben oder aufbrechen. Solche Schäden treten nicht einfach wegen warmem Wetter auf, sondern vor allem dann, wenn hohe Temperaturen, ältere Bauweise, Fugen oder bereits sanierte Abschnitte zusammenkommen. Der ADAC beschreibt als Hauptproblem ältere Betonfahrbahnen, weil Beton weniger verformbar ist als Asphalt und bei starker Erwärmung aufplatzen kann.
Im Fall Buchs lag der Schaden nicht auf einem kleinen Nebenstrassenabschnitt, sondern auf einer wichtigen Verkehrsachse im Rheintal. Die A13 verbindet den Raum St. Gallen, das Rheintal, Graubünden und den Transitverkehr Richtung Sargans/Chur; jede Sperrung trifft deshalb Pendler, Wochenendverkehr und regionale Umleitungen sofort. Entscheidend war, dass eine Verkehrsteilnehmerin den Schaden rasch meldete. Dadurch konnten Polizei und Tiefbauamt die Gefahrenstelle absichern, bevor es nach den vorliegenden Berichten zu Schäden an Fahrzeugen kam.
| Punkt | Stand laut Berichten |
|---|---|
| Ort | A13 bei Buchs SG, Fahrtrichtung St. Gallen |
| Zeitpunkt der Meldung | Samstagabend, 20. Juni 2026, kurz nach 17.30 Uhr |
| Ursache | Ausdehnung von Betonplatten unter dem Asphalt durch Hitze |
| Reparaturzeit | Sonntag, 21. Juni 2026, 10.00 bis 15.30 Uhr |
| Sanierte Fläche | rund 35 Quadratmeter |
| Material | rund sieben Tonnen neuer Asphalt |
| Verkehr | Umleitung beim Anschluss Buchs, zeitweise Rückstau |
| Vollständige Freigabe | geplant Montag, 22. Juni 2026, 05.00 Uhr |
Warum die A13 im Rheintal besonders im Fokus steht
Der neue Vorfall ist brisant, weil die A13 bereits im Mai 2026 wegen eines ähnlichen Hitzeschadens in den Schlagzeilen war. Damals kam es bei Sennwald/Haag zu einem Blow-up, bei dem die Fahrbahn explosionsartig aufriss; zwei Autos wurden beschädigt, verletzt wurde nach den damaligen Berichten niemand. SRF zitierte die Einschätzung der Kantonspolizei St. Gallen, dass ein solches Ereignis bei extrem hohen Temperaturen auftreten könne, wenn eine ältere Betonkonstruktion unter modernem Belag liege.
Der aktuelle Schaden bei Buchs verlief offenbar glimpflicher, weil die Stelle rechtzeitig entdeckt und gesichert wurde. Trotzdem zeigt der zweite Fall innerhalb weniger Wochen, dass Hitze für ältere Autobahnabschnitte kein theoretisches Risiko ist. Besonders problematisch sind plötzliche Aufwölbungen, weil sie für Fahrerinnen und Fahrer kaum vorhersehbar sind. Wer mit Autobahntempo über eine aufgebrochene Stelle fährt, kann Kontrolle verlieren oder das Fahrzeug beschädigen.
Die Behörden reagierten deshalb mit einer Kombination aus Sofortmassnahme und Reparatur. Zuerst wurde die Normalspur gesperrt und der Verkehr einspurig über die Überholspur geführt. Am Sonntag folgte die komplette Sperrung für Fräs- und Asphaltarbeiten. Danach blieb die Normalspur geschlossen, weil der frische Asphalt vollständig auskühlen muss, bevor er wieder sicher befahren werden kann.
Was Autofahrer jetzt auf der Autobahn A13 beachten müssen
Für den Montagmorgen ist die vollständige Öffnung aller Fahrspuren rechtzeitig zum Pendlerverkehr vorgesehen. Bis dahin wird der Verkehr einspurig an der Reparaturstelle vorbeigeführt, was besonders bei dichterem Verkehr zu Verzögerungen führen kann. Wer am frühen Montag über Buchs, Sennwald oder das St. Galler Rheintal fährt, sollte die aktuelle Verkehrslage vor der Abfahrt prüfen und zusätzliche Zeit einplanen. Das gilt besonders für Pendlerinnen und Pendler, Lieferverkehr und Reisende Richtung St. Gallen, Sargans oder Graubünden.
Praktisch wichtig ist nicht nur die Sperrung selbst, sondern auch die Reaktion im Fahrverhalten. Bei Hitze und Baustellenlage sollten Fahrer Abstand halten, Tempo reduzieren und besonders auf ungewöhnliche Fahrbahnunebenheiten achten. Ein Blow-up kann wie eine Kante, Welle oder kleine Rampe wirken. Wer eine solche Stelle sieht, sollte nicht abrupt ausweichen, sondern Geschwindigkeit kontrolliert reduzieren und die Polizei oder den Strassenunterhalt informieren.
Wichtig für Reisende:
- Vor der Fahrt Verkehrsmeldungen zur A13 prüfen.
- Bei Buchs SG bis Montagmorgen mit einspuriger Verkehrsführung rechnen.
- Bei Hitze Abstand halten und nicht dicht auffahren.
- Ungewöhnliche Wellen, Risse oder Kanten sofort melden.
- Keine Vollbremsung ohne Blick auf den nachfolgenden Verkehr riskieren.
- Bei Umleitungen mehr Zeit einplanen, besonders im Rheintal.
- Baustellenpersonal und Signalisation strikt beachten.
Warum Hitze ältere Fahrbahnen stärker belastet
Blow-ups entstehen, wenn sich Fahrbahnplatten durch Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen ausdehnen und die vorhandenen Fugen oder Schichten die Spannung nicht mehr aufnehmen können. Besonders ältere Betonfahrbahnen reagieren empfindlich, weil sie starrer sind als reine Asphaltkonstruktionen. Wenn über alten Beton später Asphalt gelegt wurde, kann der Schaden für Fahrerinnen und Fahrer zunächst unsichtbar bleiben. Erst wenn der Druck gross genug ist, hebt sich der Belag plötzlich oder reisst auf.
Der ADAC weist darauf hin, dass vor allem ältere, mehrfach reparierte Autobahnabschnitte, Fugen und Nahtstellen betroffen sein können. Auch Fachberichte aus Deutschland und der Schweiz beschreiben, dass hohe Sonneneinstrahlung, Dauerhitze und Materialalterung zusammenwirken. Das bedeutet nicht, dass jede heisse Autobahn gefährlich ist. Es bedeutet aber, dass Strassenunterhalt und Verkehrsteilnehmer bei Hitzewellen besonders aufmerksam sein müssen.
Für die Schweiz ist das Thema auch deshalb relevant, weil heisse Sommerphasen zunehmen und Verkehrsinfrastruktur stärker belasten. Die A13 ist eine stark genutzte Achse, die nicht nur regionalen Verkehr, sondern auch Transit- und Ferienverkehr aufnimmt. Wenn dort ein Abschnitt ausfällt, verlagert sich der Verkehr schnell auf Nebenachsen. Genau das war am Sonntag bei Buchs sichtbar: Die Umleitung über eine parallele Strasse führte zeitweise zu Behinderungen und Rückstaus.
Was nach der Reparatur bei Buchs offen bleibt
Nach der Reparatur ist die akute Gefahr an der betroffenen Stelle voraussichtlich behoben. Offen bleibt aber die grössere Frage, ob weitere ältere Abschnitte der A13 bei starker Sommerhitze besonders überwacht oder saniert werden müssen. Bereits Mitte Juni berichtete die Südostschweiz über hitzebedingte Aufwölbungen auf der A13 zwischen Maienfeld und Landquart und über geplante Sanierungsschritte.
Für die Behörden zählt nun vor allem Prävention: kritische Abschnitte kontrollieren, Schäden früh erkennen, Temporeduktionen prüfen und bei Bedarf Fahrspuren rechtzeitig sperren. Für Autofahrer zählt Geschwindigkeit und Abstand. Die Ereignisse bei Sennwald und Buchs zeigen, dass eine schnelle Meldung entscheidend sein kann. In Buchs verhinderte die frühe Alarmierung offenbar grössere Folgeschäden.
Der Fall ist damit mehr als eine kurze Verkehrsmeldung. Er zeigt, wie verletzlich ältere Strassenkonstruktionen bei extremer Hitze werden können. Für den Pendlerverkehr am Montag ist entscheidend, ob die Freigabe um 05.00 Uhr wie geplant erfolgt. Für den Sommer 2026 bleibt entscheidend, ob ähnliche Schäden auf der A13 oder anderen älteren Autobahnabschnitten früh genug erkannt werden.
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