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Merenschwand AG, 23. Juni 2026: Die Suche nach dem fünfjährigen Aron B., der seit Samstag nach einem Gummiboot-Unfall auf der Reuss vermisst wurde, hat ein tragisches Ende genommen. Die Redaktion von Nume.ch berichtet unter Berufung auf Blick, dass ein lebloses Kind am Dienstagnachmittag in der Gemeinde Merenschwand AG an der Reuss entdeckt wurde; nach Angaben der Kantonspolizei Aargau deuten die bisherigen Hinweise darauf hin, dass es sich um den vermissten Buben handelt.

Der Fall begann am Samstag, 20. Juni 2026, kurz vor 14 Uhr bei Mühlau AG. Eine Familie war mit einem Schlauchboot auf der Reuss unterwegs: zwei Erwachsene und zwei Kinder, darunter Aron B. und seine siebenjährige Schwester. Das Boot kollidierte nach bisherigen Angaben mit einem im Fluss liegenden Baum und kenterte. Die Eltern und das Mädchen konnten sich ans Ufer retten. Der fünfjährige Bub verschwand im Wasser.

Was danach folgte, war eine mehrtägige Suche unter schwierigen Bedingungen. Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und später auch zahlreiche Freiwillige suchten entlang der Reuss nach dem Kind. Die Strömung des Flusses, die Uferbereiche und die unübersichtliche Lage nach dem Kentern machten die Suche besonders belastend. Bereits am Montag hatte sich die Familie öffentlich an die Bevölkerung gewandt und um Unterstützung gebeten. Am Dienstag beteiligten sich nach Medienangaben Dutzende Freiwillige an der Suche. Der Fundort liegt in Merenschwand AG, flussabwärts vom Unfallort bei Mühlau. Nach den vorliegenden Berichten wurde der leblose Körper am Dienstagnachmittag entdeckt. Blick schreibt, dass Drittpersonen das Kind fanden. Die Kantonspolizei Aargau bestätigte auf Anfrage, dass ein totes Kind aufgefunden worden sei. Eine endgültige formelle Identifikation wurde in den ersten Berichten vorsichtig formuliert; die Polizei sprach jedoch davon, dass zum damaligen Zeitpunkt alle Anzeichen auf den vermissten Aron B. hindeuteten.

Besonders bedrückend ist, dass der Fund offenbar von einem freiwilligen Helfer gemacht wurde. Ein Leserreporter schilderte gegenüber Blick, es sei ein Freiwilliger gewesen, der die Leiche entdeckt habe. Danach seien mehrere Polizeipatrouillen und auch eine Ambulanz vor Ort gewesen. Der Bereich wurde abgesperrt. Für die Menschen, die seit Stunden und teils seit Tagen entlang des Flusses gesucht hatten, wurde aus Hoffnung in diesem Moment traurige Gewissheit.

Der Unfall selbst zeigt, wie schnell eine Fahrt mit einem Schlauchboot auf einem Fluss gefährlich werden kann. Die Reuss ist kein stehendes Gewässer, sondern ein Fluss mit Strömungen, Hindernissen und wechselnden Bedingungen. Wenn ein Boot mit einem Baum oder einem anderen Hindernis kollidiert, kann es innerhalb weniger Sekunden kippen. Genau das soll bei Mühlau AG geschehen sein. Die Familie verlor im Moment des Kenterns die Kontrolle über die Situation. Während drei Personen das Ufer erreichten, blieb der fünfjährige Bub verschwunden. Die Suche konzentrierte sich in den Tagen danach auf den Flusslauf und die Uferbereiche. Nach früheren Berichten wurden Rettungsteams, Drohnen und Einsatzkräfte eingesetzt. Auch Bereiche weiter flussabwärts wurden überprüft. Solche Suchaktionen sind kriminalistisch und rettungstechnisch schwierig, weil Wasserstände, Strömungsgeschwindigkeit, Treibgut, Uferbewuchs und Sichtverhältnisse eine Rolle spielen. Jeder Meter kann entscheidend sein, gleichzeitig kann der Fluss einen Körper weit vom ursprünglichen Unfallort wegtragen.

Am Dienstag kam zusätzlich private Hilfe hinzu. Freiwillige verabredeten sich über soziale Medien, um die Uferbereiche abzusuchen. Unter ihnen waren auch Eltern, die nach eigenen Angaben aus Mitgefühl halfen. Ein Helfer, Mehmet Miftari aus Bremgarten AG, beschrieb die Stimmung gegenüber Blick als sehr emotional. Er sagte: «Es war ganz emotional. Ich habe auch zwei Kinder.» Die Suche habe früh am Morgen begonnen, die Anspannung sei über Stunden spürbar gewesen. Nach seinen Angaben wurde der Bub gegen 17.30 Uhr gefunden. Auch die Familie sei danach zum Ort gekommen. Für die Angehörigen muss dieser Moment kaum fassbar gewesen sein: Nach Tagen zwischen Hoffnung, Angst und Erschöpfung endete die Suche mit der Nachricht, vor der alle Beteiligten sich gefürchtet hatten. Miftari sagte weiter: «Es tut weh. Es tut mir mega leid für die ganze Familie.» Diese Aussage zeigt, wie stark der Fall nicht nur die Familie, sondern auch die Helferinnen und Helfer getroffen hat. Die Anteilnahme war während der Suche offenbar gross. Laut den Schilderungen brachten Menschen den Freiwilligen Essen und Wasser. Einige Helfer suchten bereits am Montag bis in die Nacht hinein. Der Fall entwickelte sich dadurch zu einer gemeinsamen, aber sehr belastenden Suchaktion, bei der offizielle Einsatzkräfte und private Helfer nebeneinander ein Ziel hatten: das Kind zu finden. Dass dies nun gelang, bringt den Angehörigen keine Rettung mehr, aber zumindest Gewissheit.

Für die Ermittlungsbehörden bleibt der genaue Ablauf des Unfalls zentral. Entscheidend ist, wie das Schlauchboot in die gefährliche Lage geriet, welche Bedingungen auf der Reuss herrschten und wie es zur Kollision mit dem Baum kommen konnte. Bislang gibt es keine belastbaren Hinweise auf ein Fremdverschulden in den veröffentlichten Angaben. Die bekannten Fakten sprechen für ein schweres Bootsunfall-Drama auf einem Fluss, bei dem ein Hindernis im Wasser zur unmittelbaren Gefahr wurde.

Auch die Frage der Sicherheit auf Flüssen rückt durch den Fall erneut in den Vordergrund. Gummiboote wirken im Sommer oft harmlos, doch Flüsse wie die Reuss können besonders für Kinder gefährlich sein. Ein Boot kann kippen, wenn es auf Treibholz, Steine, Brückenpfeiler oder Bäume trifft. Selbst wenn Erwachsene schwimmen können, ist eine plötzliche Kenterung in bewegtem Wasser eine Extremsituation. Kinder sind in solchen Momenten besonders gefährdet, weil Strömung, Schock, Kleidung und Panik jede Reaktion erschweren.

Der Tod von Aron B. ist deshalb nicht nur ein lokales Unglück, sondern auch eine ernste Warnung. Wer mit Kindern auf einem Fluss unterwegs ist, muss Wetter, Wasserstand, Strömung, Hindernisse und Ausstiegsmöglichkeiten vorher prüfen. Schwimmwesten, Erfahrung auf Fliessgewässern und ein realistischer Blick auf die Route sind entscheidend. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass selbst eine Familienfahrt innerhalb weniger Sekunden in eine lebensgefährliche Situation kippen kann. In Merenschwand herrschte am Dienstagabend Trauer. Die Helfer blieben teilweise noch vor Ort, um das Geschehene zu verarbeiten. Für sie endete ein Tag, der mit der Hoffnung begonnen hatte, ein vermisstes Kind zu finden, mit einer Nachricht, die niemand aussprechen wollte. Der Fall Aron B. wird im Aargau in Erinnerung bleiben: als tragisches Reuss-Drama, als Beispiel grosser Solidarität und als Mahnung, die Risiken von Fliessgewässern niemals zu unterschätzen.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht – in der Schweiz und der Welt: Warum die Reuss-Suche bei Mühlau AG nach dem Bootsunfall weiterläuft und was bekannt ist

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