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DFB Pokal aktuell: Werder Bremen hat am Samstag, 22. August 2026, sein erstes Pflichtspiel der neuen Saison gewonnen und sich mit einem 3:0 gegen den Lüneburger SK Hansa für die zweite Runde qualifiziert. Im Mittelpunkt stand Niclas Füllkrug: Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr an die Weser verwandelte der 33-Jährige beim Pflichtspiel-Comeback einen Foulelfmeter zum 2:0. Jens Stage hatte Bremen bereits in der 11. Minute in Führung gebracht, Ludovit Reis stellte in der 76. Minute den Endstand her. Gespielt wurde nicht in Lüneburg, sondern im Millerntor-Stadion in Hamburg, weil dem Oberligisten kein geeignetes eigenes Stadion für diese Partie zur Verfügung stand. Damit vermied der Bundesligist die im DFB Pokal immer wieder mögliche Erstrundenüberraschung und startete unter Trainer Daniel Thioune mit einem kontrollierten Sieg in die Saison, berichtet NUME.CH unter Berufung auf Werder Bremen, den DFB und aktuelle deutsche Sportmedien.

Für Füllkrug war die Partie mehr als nur ein gewöhnlicher Saisonauftakt. Der frühere deutsche Nationalstürmer war erst am 18. August auf Leihbasis von West Ham United zu Werder Bremen zurückgekehrt und stand damit nur vier Tage später bereits wieder in einem Pflichtspiel für seinen früheren Klub auf dem Platz. Die Leihe gilt für die Saison 2026/27. Bremen ist für den Angreifer eine besondere Station seiner Karriere: Dort begann vor rund 14 Jahren seine Profikarriere, von 2019 bis 2023 spielte er erneut für Werder und wurde in seiner letzten vollständigen Bremer Bundesliga-Saison 2022/23 mit 16 Treffern gemeinsam Torschützenkönig. Nach Stationen bei Borussia Dortmund, West Ham und zuletzt auf Leihbasis beim AC Mailand soll die erneute Rückkehr an die Weser nun auch sportlich einen Neustart ermöglichen.

DFB Pokal: So fiel die Entscheidung beim 3:0 von Werder Bremen

Der Spielverlauf entsprach am Ende dem deutlichen Klassenunterschied, auch wenn sich Lüneburger SK Hansa über längere Phasen kompakt verteidigte. Werder übernahm von Beginn an die Kontrolle und benötigte lediglich elf Minuten für das erste Tor. Jens Stage traf nach Vorarbeit von Olivier Deman per Kopf zum 1:0 und nahm damit früh Druck aus einer Partie, in der Bremen als klarer Favorit angetreten war. Der LSK, der in der Oberliga und damit mehrere Spielklassen unter Werder spielt, versuchte anschliessend, die Räume eng zu halten und den Bundesligisten von klaren Abschlüssen fernzuhalten.

Die endgültige Vorentscheidung fiel nach der Pause. In der 53. Minute bekam Werder einen Foulelfmeter zugesprochen. Füllkrug übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 2:0. Damit erzielte er ausgerechnet bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz nach der Rückkehr nach Bremen sofort wieder ein Tor für seinen alten und neuen Klub. Gerade für einen Angreifer, dessen vergangene Monate von begrenzter Spielzeit, Verletzungen und schwierigen Stationen geprägt waren, ist dieser Auftakt sportlich relevant: Das Comeback begann nicht nur mit Einsatzzeit, sondern unmittelbar mit einem Treffer.

Ludovit Reis sorgte in der 76. Minute schliesslich für das 3:0. Marco Grüll bereitete den Treffer vor, Reis schloss mit links ab. Die Partie war damit entschieden. Lüneburg hatte sich trotz des Ergebnisses über längere Strecken gegen einen wesentlich stärker besetzten Gegner behauptet und verhinderte eine deutlich höhere Niederlage. Am Weiterkommen des Bundesligisten bestand in der Schlussphase jedoch kein ernsthafter Zweifel mehr.

Die Tore im Überblick:

MinuteSpielstandTorschützeSituation
11.0:1Jens StageKopfball, Vorlage Olivier Deman
53.0:2Niclas FüllkrugFoulelfmeter
76.0:3Ludovit ReisLinksschuss, Vorlage Marco Grüll

Damit steht Werder Bremen in der zweiten Runde des DFB Pokal. Diese ist für den 27. und 28. Oktober 2026 angesetzt. Das Achtelfinale folgt am 1. und 2. Dezember, die Viertelfinals werden im Februar 2027 ausgetragen. Das Finale des Wettbewerbs findet am 29. Mai 2027 im Berliner Olympiastadion statt.

Niclas Füllkrug: Warum sein Tor im DFB Pokal besonders wichtig ist

Die Aufmerksamkeit rund um Füllkrug erklärt sich nicht allein durch seinen Treffer gegen Lüneburg. Seine Rückkehr nach Bremen ist eines der auffälligsten Personalthemen bei Werder vor der Saison 2026/27. Der Klub verpflichtete den 33-Jährigen auf Leihbasis von West Ham United. Nach Angaben Werders war der Transfer nach Abschluss des Medizinchecks perfekt. Füllkrug selbst machte bei seiner Rückkehr deutlich, wie eng seine Verbindung zum Verein geblieben ist. Gegenüber dem Klub und in den anschliessenden Medienberichten bezeichnete er Werder sinngemäss als einen für ihn aussergewöhnlich wichtigen Verein und erklärte, für die Rückkehr auch wirtschaftliche Abstriche akzeptiert zu haben.

Der sportliche Hintergrund ist eindeutig. Nach seinen erfolgreichen Bremer Jahren wechselte Füllkrug 2023 zu Borussia Dortmund, erreichte mit dem BVB das Champions-League-Finale und ging anschliessend in die Premier League zu West Ham United. Dort gelang es ihm jedoch nicht, dauerhaft eine vergleichbare Rolle einzunehmen. Im weiteren Verlauf wurde er an den AC Mailand verliehen. Auch in Italien fand er nicht konstant zu jener Abschlussstärke zurück, die ihn zuvor in der Bundesliga und in der deutschen Nationalmannschaft ausgezeichnet hatte.

Deshalb ist der erneute Wechsel nach Bremen gleichzeitig eine Rückkehr in ein bekanntes sportliches Umfeld. Werder kennt seine Spielweise, Füllkrug kennt Verein, Stadt und Erwartungen. Dass der erste Treffer nur wenige Tage nach der Vertragsunterzeichnung gelang, ist noch kein Beweis für eine vollständige sportliche Wiederbelebung. Es nimmt dem Angreifer aber unmittelbar Druck und liefert Trainer Thioune eine zusätzliche Option für das Sturmzentrum.

Werder-Legende Ivan Klasnic hatte bereits vor dem DFB-Pokal-Spiel gegenüber SPORT1 betont, wie wichtig Füllkrugs Erfahrung für die Mannschaft werden könne. Seine zentrale Einschätzung: Füllkrug müsse zunächst wieder einen regelmässigen Rhythmus finden. Klasnic hält es grundsätzlich für möglich, dass der Stürmer in vertrauter Umgebung noch einmal seine frühere Stärke erreicht. Gleichzeitig warnte der ehemalige Werder-Angreifer davor, die Verantwortung für die gesamte Saison auf einen einzelnen Rückkehrer zu übertragen.

Das ist entscheidend. Bremen hatte in der vergangenen Saison grosse Schwierigkeiten und musste lange darauf achten, nicht tiefer in den Abstiegskampf zu geraten. Füllkrug kann die Offensive verändern, aber weder die Defensive stabilisieren noch strukturelle Probleme im Spielaufbau alleine lösen. Das 3:0 im DFB Pokal ist deshalb vor allem ein erster positiver Test unter Pflichtspielbedingungen.

Schweizer Cedric Itten bekommt Konkurrenz im Werder-Sturm

Für Leserinnen und Leser in der Schweiz besitzt die Rückkehr Füllkrugs noch eine zweite sportliche Dimension: Mit Cedric Itten steht ebenfalls ein Schweizer Mittelstürmer im Werder-Kader. Der 29-Jährige gehört damit nun zu einer Offensive, in der der Konkurrenzkampf im Sturm deutlich grösser geworden ist.

Im Pokalspiel gegen Lüneburger SK Hansa kam Itten nach Füllkrug zum Einsatz. Der deutsche Rückkehrer wurde nach rund einer Stunde ausgewechselt, danach erhielt der Schweizer seine Chance. Itten traf zwar nicht, sorgte aber in der Schlussphase ebenfalls für Gefahr und hatte unter anderem einen Abschluss, der am Aluminium landete. Damit zeigte bereits die erste Pflichtpartie, dass Thioune zwischen unterschiedlichen Stürmertypen wählen kann.

Für Itten bedeutet Füllkrugs Verpflichtung zunächst stärkeren Wettbewerb um Einsatzminuten. Gleichzeitig muss die Situation nicht zwangsläufig auf ein direktes Entweder-oder hinauslaufen. Belastungssteuerung, taktische Systeme, Form und Verletzungen werden im Verlauf einer langen Bundesliga-Saison eine Rolle spielen. Auch Varianten mit zwei zentralen Angreifern sind grundsätzlich denkbar.

Aus Schweizer Perspektive wird deshalb besonders interessant sein, welche Hierarchie Thioune für die Bundesliga entwickelt. Dass Füllkrug unmittelbar einen Elfmeter übernahm und bei seinem Pflichtspiel-Comeback traf, verschafft ihm einen gelungenen Einstieg. Itten wird seinerseits versuchen müssen, durch Tore, Präsenz im Strafraum und verlässliche Leistungen Argumente für regelmässige Einsatzzeit zu liefern.

Warum Lüneburger SK Hansa im Millerntor-Stadion spielte

Der ungewöhnliche Austragungsort gehört zu den Besonderheiten dieser Partie. Obwohl Lüneburger SK Hansa offiziell Heimrecht hatte, wurde das Spiel im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli in Hamburg ausgetragen. Der Grund lag in den infrastrukturellen Voraussetzungen: Der LSK verfügte für ein DFB-Pokal-Spiel dieser Grössenordnung nicht über eine passende eigene Arena. Bereits Wochen vor der Partie stand deshalb fest, dass das Millerntor die Bühne für das Duell sein würde. Der DFB setzte die Begegnung offiziell für Samstag, 22. August, 15.30 Uhr, in Hamburg an.

Für Lüneburg war die Begegnung eines der grössten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte. Der Klub hatte vor dem Duell auf seine besondere Pokalgeschichte verwiesen und sich trotz des deutlichen Klassenunterschieds selbstbewusst präsentiert. Trainer Tarek Gibbah erinnerte insbesondere an den spektakulären Weg über den Niedersachsen-Pokal, in dem Lüneburg im Finale einen 0:3-Rückstand gegen TuS Bersenbrück aufholte und später das Elfmeterschiessen gewann.

Gegen Werder war die Ausgangslage jedoch eine andere. Der Bundesligist verfügte über wesentlich mehr individuelle Qualität und Kaderbreite. Trotzdem gelang es dem LSK, die Partie über weite Phasen geordnet zu halten. Das 0:3 bedeutete das vierte Erstrunden-Aus des Vereins im DFB Pokal nach früheren Teilnahmen 1992, 2008 und 2017.

Was der DFB-Pokal-Sieg für Werder vor dem Bundesliga-Start bedeutet

Für Bremen war der Pokalauftritt nicht nur wegen des Weiterkommens wichtig. Die Mannschaft absolvierte damit ihre erste Pflichtpartie der Saison 2026/27. Der eigentliche Bundesliga-Auftakt folgt am Sonntag, 30. August, auswärts beim SC Freiburg. Damit bleiben Thioune und seinem Trainerteam acht Tage, um die Erkenntnisse aus dem Pokalspiel auszuwerten und die Mannschaft auf einen Gegner aus derselben Liga vorzubereiten.

Der Unterschied zwischen Lüneburger SK Hansa und Freiburg ist erheblich. Gegen den Oberligisten konnte Bremen über weite Strecken selbst bestimmen, wo und in welchem Tempo gespielt wurde. In der Bundesliga werden Pressingintensität, Geschwindigkeit und individuelle Qualität deutlich höher sein. Deshalb sollte das 3:0 weder überbewertet noch als reine Pflichtaufgabe abgetan werden.

Positiv für Werder sind drei Punkte. Erstens hat die Mannschaft das potenziell unangenehme erste Pokalspiel ohne Verlängerung oder Elfmeterschiessen erledigt. Zweitens trafen drei unterschiedliche Spieler, darunter zwei prominente Sommerzugänge beziehungsweise Rückkehrer. Drittens konnte Füllkrug unmittelbar nach seiner Verpflichtung unter Wettbewerbsbedingungen eingesetzt werden und erzielte sein erstes Tor.

Die entscheidenden Fragen beginnen dennoch erst jetzt: Wie fit ist Füllkrug für regelmässige 90-Minuten-Einsätze? Welche Rolle erhält Cedric Itten? Wie organisiert Thioune seine Offensive gegen Bundesliga-Gegner? Und kann Werder seine Heimschwäche aus der vergangenen Saison reduzieren? Genau daran wird sich in den kommenden Wochen zeigen, ob der Pokalsieg tatsächlich der Beginn einer stabileren Saison war.

DFB Pokal 2026/27: Was jetzt wichtig ist

Der DFB Pokal läuft in der Saison 2026/27 erneut im klassischen K.-o.-System. Die erste Hauptrunde wird zwischen dem 21. und 24. August ausgetragen; zwei Begegnungen folgen wegen des Franz-Beckenbauer-Supercups erst am 1. und 2. September. Borussia Dortmund und Bayern München steigen deshalb verspätet in den Pokal ein. Der DFB bestätigte diesen Sondertermin bereits bei der Veröffentlichung des Spielplans.

Für Werder ist nach dem 3:0 gegen Lüneburg zunächst Warten angesagt. Der Gegner für Runde zwei wird erst nach Abschluss und Auslosung der ersten Runde feststehen. Die zweite Hauptrunde ist für den 27. und 28. Oktober vorgesehen.

Die wichtigsten Rahmentermine:

  • 1. Hauptrunde: 21.–24. August sowie 1./2. September 2026
  • 2. Hauptrunde: 27./28. Oktober 2026
  • Achtelfinale: 1./2. Dezember 2026
  • Viertelfinale: 2./3. und 9./10. Februar 2027
  • Halbfinale: 20./21. April 2027
  • Finale: 29. Mai 2027 im Olympiastadion Berlin

Fragen und Antworten zum DFB Pokal und zum Werder-Spiel

DFB Pokal aktuell: Werder Bremen schlägt Lüneburger SK Hansa 3:0. Niclas Füllkrug trifft bei seinem Pflichtspiel-Comeback, dazu treffen Jens Stage und Ludovit Reis in Hamburg.

Wie endete Lüneburger SK Hansa gegen Werder Bremen?

Werder Bremen gewann am 22. August 2026 mit 3:0. Jens Stage erzielte das 1:0 in der 11. Minute, Niclas Füllkrug erhöhte in der 53. Minute per Foulelfmeter auf 2:0, Ludovit Reis traf in der 76. Minute zum Endstand.

Hat Niclas Füllkrug bei seinem Werder-Comeback getroffen?

Ja. Füllkrug erzielte bei seinem ersten Pflichtspiel nach der Rückkehr zu Werder Bremen direkt ein Tor. Er verwandelte in der 53. Minute einen Elfmeter zum 2:0.

Warum ist Niclas Füllkrug wieder bei Werder Bremen?

Werder hat Füllkrug für die Saison 2026/27 von West Ham United ausgeliehen. Der Transfer wurde am 18. August nach dem Medizincheck bestätigt. Für Füllkrug ist es bereits seine dritte Phase bei Werder: Er begann dort seine Profikarriere und spielte später von 2019 bis 2023 erneut für Bremen.

Wie lange bleibt Füllkrug bei Werder?

Die aktuell vereinbarte Leihe gilt für eine Saison, also für die Spielzeit 2026/27.

Was bedeutet Füllkrugs Rückkehr für Cedric Itten?

Der Schweizer Nationalstürmer bekommt im Bremer Angriff zusätzliche Konkurrenz. Im DFB-Pokal-Spiel wurde Itten nach Füllkrug eingesetzt. Welche Hierarchie Trainer Daniel Thioune langfristig festlegt, lässt sich nach einer Pflichtpartie noch nicht seriös bestimmen.

Wo wurde Lüneburger SK Hansa gegen Werder Bremen gespielt?

Im Millerntor-Stadion in Hamburg, der Heimstätte des FC St. Pauli. Lüneburg hatte offiziell Heimrecht, wich für das DFB-Pokal-Spiel jedoch nach Hamburg aus.

Wann spielt Werder Bremen als Nächstes?

Der Bundesliga-Auftakt von Werder ist für Sonntag, 30. August 2026, um 15.30 Uhr beim SC Freiburg angesetzt.

Wann findet die zweite Runde des DFB Pokal statt?

Die zweite Hauptrunde ist für 27. und 28. Oktober 2026 vorgesehen.

Wann ist das DFB-Pokal-Finale 2027?

Das Finale soll am 29. Mai 2027 im Olympiastadion Berlin stattfinden.

Wie oft hat Werder Bremen den DFB Pokal gewonnen?

Werder gehört historisch zu den erfolgreichsten Vereinen im Wettbewerb und hat den DFB Pokal sechsmal gewonnen. Für die Saison 2026/27 ist das 3:0 gegen Lüneburger SK Hansa zunächst nur der erste Schritt eines langen K.-o.-Weges.

Verwendete Materialien: DFB, SV Werder Bremen, SRF Sport, SPORT1, WELT/dpa, aktuelle Spiel- und Ergebnisdaten zum DFB-Pokal 2026/27.

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