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Vier Tage nach ihrem letzten Saisonwettkampf musste sich Angelica Moser an der rechten Hand operieren lassen. Die 28-jährige Schweizer Stabhochspringerin hatte nach eigenen Angaben bereits seit längerer Zeit Schmerzen, beendete ihre Saison aber noch am 12. September bei der World Athletics Ultimate Championship in Budapest. Dort überquerte sie 4,85 Meter und wurde Dritte hinter Sandi Morris und Hana Moll. Am Mittwoch, 16. September, folgte der Eingriff; am nächsten Tag meldete Moser, dass die Operation gut verlaufen sei und sie bereits wieder zu Hause erhole, wie NUME.CH berichtet.

Der entscheidende Punkt für die nächsten Wochen ist deshalb nicht ihr sportlicher Status, sondern die Genesung der rechten Hand. Eine genaue Diagnose, die operierte Struktur und einen Termin für die Rückkehr ins Stabtraining hat Moser bislang nicht öffentlich genannt. Klar ist dagegen, dass ihre Saison ohnehin beendet war und sie bereits unmittelbar nach Budapest von Müdigkeit und dem Wunsch nach einer Pause gesprochen hatte. Die Operation fällt damit genau in jene Phase, in der nach einem langen Wettkampfjahr ohnehin Regeneration vorgesehen war.

Was bei Angelica Moser passiert ist

Die Nachricht über die Angelica Moser Hand-OP kam unerwartet. Auf ihrem Instagram-Profil veröffentlichte die Zürcherin am 17. September ein Foto aus dem Spitalbett. Sie erklärte, am Vortag an der rechten Hand operiert worden zu sein, nachdem sie dort schon länger Beschwerden verspürt hatte. Welche medizinische Diagnose hinter den Schmerzen steht, teilte sie nicht mit.

«Nicht die Nachrichten, die ich gerne teile.»
(Angelica Moser, Instagram, 17. September 2026; wiedergegeben von Blick)

Moser schrieb weiter, der Eingriff sei erfolgt, um jene Schmerzen behandeln zu lassen, die sie «schon seit geraumer Zeit» begleitet hätten. Daraus lässt sich ableiten, dass die Beschwerden nicht erst nach dem Saisonfinale entstanden. Nicht öffentlich bekannt ist dagegen, wann sie erstmals auftraten oder ob sie sich im Verlauf des Sommers verschlimmerten.

Eine Verbindung zwischen der Handoperation und Mosers früherer Fussverletzung ist nicht bekannt; es handelt sich um zwei unterschiedliche gesundheitliche Probleme.

Die unmittelbar wichtigste Nachricht lieferte Moser selbst noch am Tag nach dem Eingriff. Sie konnte das Spital verlassen und begann die Erholung zu Hause. SRF bestätigte am 17. September unter Berufung auf ihre Mitteilung ebenfalls, dass die Operation abgeschlossen sei und Moser bereits wieder zu Hause sei.

«Alles ist gut verlaufen und ich bin bereits wieder zu Hause für die Genesung.»
(Angelica Moser, soziale Medien, 17. September 2026; wiedergegeben von SRF)

Für eine ernsthafte Einordnung ist ebenso wichtig, was nicht bekannt ist. Moser hat weder eine konkrete Ausfallzeit noch einen Termin für die Wiederaufnahme des Trainings genannt. Auch öffentlich zugängliche Berichte enthalten bislang keine Angabe dazu, ob Knochen, Bänder, Sehnen oder eine andere Struktur der rechten Hand betroffen waren.

Warum die Operation erst nach dem Saisonfinale kam

Sportlich hatte Moser ihre Saison bis zum letzten Wettkampf durchgezogen. Am Samstag, 12. September, trat sie bei der ersten World Athletics Ultimate Championship in Budapest an. Nach den offiziellen Angaben von World Athleticsüberquerte sie 4,85 Meter im ersten Versuch. Sandi Morris und Hana Moll schafften jeweils 4,90 Meter; Morris gewann aufgrund der Fehlversuchsregel, Moll wurde Zweite und Moser Dritte.

Bei 4,90 Metern scheiterte Moser dreimal. Mit 4,85 Metern erreichte sie dennoch erneut eine Höhe, die nur drei Zentimeter unter ihrem Schweizer Freiluftrekord von 4,88 Metern liegt. Entscheidend für die aktuelle Geschichte ist der zeitliche Ablauf: Vier Tage nach diesem Wettkampf lag sie für die Operation im Spital.

Dass Moser unmittelbar vor dem Eingriff noch 4,85 Meter sprang, sagt nichts über die genaue medizinische Schwere der Handbeschwerden aus.

Nach dem Wettkampf in Budapest sprach Moser bereits offen über die körperliche Belastung ihrer Saison. Gegenüber World Athletics sagte sie, die Saison sei sehr lang gewesen und sie sei müde. Nach der EM habe sie wegen der eng aufeinanderfolgenden Meetings kaum Gelegenheit gehabt, sich zu erholen.

Noch deutlicher wurde sie im Interview mit SRF:

«Es ist unglaublich, am Ende der Saison noch so springen zu können.»
(Angelica Moser, SRF, Budapest, 12. September 2026)

Sie bezeichnete die Saison dort als lang und emotional und zeigte sich mit dem letzten Resultat zufrieden. Gegenüber World Athletics sagte sie zudem, sie freue sich nun darauf, sich zu erholen und eine Auszeit zu nehmen. Diese Aussagen fielen vier Tage vor der Operation und zeigen, dass eine längere Regenerationsphase ohnehin unmittelbar bevorstand.

Was jetzt nach der Handoperation folgt

Bei der Angelica Moser Verletzung lässt sich der weitere Verlauf derzeit nur anhand der von ihr selbst bestätigten Informationen beschreiben. Ein medizinischer Zeitplan wurde nicht veröffentlicht. Aussagen darüber, wann sie wieder einen Stab halten, technische Einheiten absolvieren oder vollständig trainieren kann, wären deshalb Spekulation.

Was bereits feststeht

  1. Die Wettkampfsaison 2026 ist für Moser abgeschlossen. Ihr letzter Start war am 12. September in Budapest.
  2. Die Operation an der rechten Hand erfolgte am 16. September, nachdem dort schon längere Zeit Schmerzen bestanden hatten.
  3. Der Eingriff verlief nach Mosers eigener Aussage gut. Sie konnte danach nach Hause zurückkehren.
  4. Die nächste Phase besteht zunächst aus Erholung. Einen Termin für die Rückkehr ins Training oder den ersten Wettkampf 2027 hat sie nicht genannt.
  5. Auch zur konkreten Diagnose und zur vorgesehenen Rehabilitation gibt es bisher keine öffentlich bestätigten Details.

Für Moser kommt der Eingriff zu einem günstigeren Zeitpunkt als eine Operation mitten in der Freiluftsaison. Zwischen September und der Hallensaison liegt normalerweise die wettkampffreie Trainingsphase. Ob sie diese regulär nutzen kann oder ihr Trainingsaufbau wegen der Hand angepasst werden muss, hängt jedoch von der Art des Eingriffs und dem Heilungsverlauf ab. Dazu liegen bislang keine bestätigten Angaben vor.

Eine seriöse Prognose für ihr Comeback ist deshalb derzeit nicht möglich; bestätigt ist nur die begonnene Erholung zu Hause.

Auch von Trainer Adrian Rothenbühler liegt in den zugänglichen aktuellen Berichten keine konkrete öffentliche Aussage zur Dauer der Rehabilitation nach der Handoperation vor. Der Coach hatte Mosers Saison zuvor sportlich sehr hoch eingeschätzt. Nach ihrer Titelverteidigung an der EM sagte Rothenbühler im SRF-Interview, er bewerte diesen Titel «höher als jenen in Rom».

Diese Einschätzung gehört zum Hintergrund der Operation: Moser beendet kein verlorenes Jahr, sondern eine Saison mit mehreren internationalen Spitzenresultaten. Die Pause beginnt nach dem sportlichen Höhepunkt und nicht infolge eines vorzeitigen Saisonabbruchs.

Fussverletzung, EM-Gold und Handprobleme: Mosers Saison 2026

Die Angelica Moser Stabhochsprung-Saison war bereits vor der Operation von gesundheitlichen Problemen begleitet. Bei der Hallen-WM in Toruń gewann Moser am 22. März mit 4,70 Metern Bronze; den dritten Platz teilte sie sich aufgrund des Wettkampfverlaufs mit Amálie Švábíková und Imogen Ayris. Molly Caudery gewann mit 4,85 Metern, Tina Šutej wurde mit 4,80 Metern Zweite.

Ende Juni folgte beim Diamond-League-Meeting in Paris ein weiterer Rückschlag. Moser hatte den Wettkampf mit 4,77 Metern bereits gewonnen und versuchte sich anschliessend an 4,90 Metern. Beim ersten Versuch verlor sie beim Absprung den Griff am Stab und musste den Wettkampf beenden. Swiss Athletics bestätigte den Sturz; in den folgenden Berichten wurde eine mittelgradige Bänderverletzung am rechten Fuss genannt.

Trotzdem kehrte sie nach einer kurzen Wettkampfpause zurück. Vor der EM sagte Moser gegenüber SRF, sie werde den Fuss vorsichtshalber noch tapen, spüre von der Verletzung aber nichts mehr. Am 13. August folgte in Birmingham der wichtigste Erfolg des Jahres: Moser überquerte 4,80 Meter und verteidigte ihren Europameistertitel.

Auf der offiziellen Seite von Swiss Athletics wird ihre Serie im EM-Final dokumentiert. Moser benötigte bis einschliesslich der Siegerhöhe keinen zweiten Versuch. Nach dem Wettkampf sagte sie im SRF-Siegerinterview: «Ich musste nie in den zweiten Versuch gehen. Es war ein super Wettkampf.»

ZeitpunktWettkampf oder EreignisResultat / Befund
22. März 2026Hallen-WM ToruńBronze mit 4,70 m
28. Juni 2026Diamond League ParisSieg mit 4,77 m, danach Sturz bei 4,90 m
Juli 2026Rückkehr nach FussverletzungWiederaufnahme der Wettkämpfe
13. August 2026EM BirminghamGold mit 4,80 m
26. August 2026Weltklasse Zürich4,85 m, Schweizer Hallenrekord
5. September 2026Diamond-League-Final Brüssel2. Rang
12. September 2026Ultimate Championship Budapest3. Rang mit 4,85 m
16. September 2026OperationEingriff an der rechten Hand
17. September 2026Erste Meldung danachMoser wieder zu Hause

In Zürich überquerte Moser am 26. August 4,85 Meter und verbesserte damit ihre Schweizer Indoor-Bestmarke um fünf Zentimeter. Swiss Athletics hielt damals fest, dass sie bei ihrem sechsten Diamond-League-Start der Saison zum sechsten Mal unter den besten drei lag. In Budapest setzte sie ihre Podestserie nach dem Diamond-League-Final nochmals fort.

Die Abfolge macht deutlich, warum die Angelica Moser Operation nach aussen überraschend wirkte. Ihre Leistungen brachen trotz der Handbeschwerden nicht ein. Zwischen dem EM-Titel und dem Saisonende sprang sie zweimal 4,85 Meter und stand auch beim Diamond-League-Final sowie bei der Ultimate Championship auf dem Podest.

Was Moser selbst zur Saison und zur Erholung gesagt hat

Für die Einschätzung der nächsten Wochen sind Mosers eigene Aussagen wichtiger als Vermutungen über eine mögliche Rückkehr. Bereits in Budapest sprach sie nicht über einen nächsten Wettbewerb, sondern über Ruhe. Gegenüber World Athletics erklärte sie am 12. September, nach der EM habe eine Veranstaltung die nächste abgelöst und echte Erholungszeit gefehlt. Jetzt freue sie sich auf Regeneration und eine Pause.

Fünf Tage später wurde öffentlich, dass diese Erholungsphase gleichzeitig für die Rehabilitation der rechten Hand genutzt werden muss. Ihre Nachricht auf Angelica Moser Instagram war insofern präzise: Schmerzen seit längerer Zeit, Operation am Mittwoch, Eingriff gut verlaufen, Erholung zu Hause. Angaben zu einer Verschlechterung, Komplikationen oder einem weiteren medizinischen Eingriff machte sie nicht.

Die Aussagen aus Budapest und jene nach der Operation passen zeitlich zusammen. Am 12. September sprach Moser von Müdigkeit und gewünschter Erholung; am 16. September wurde die Hand operiert. Für ihre unmittelbare Planung bedeutet das zunächst keine Wettkämpfe, sondern Rehabilitation und die anschliessende Vorbereitung auf die nächste Saison.

Eine konkrete Zielmarke für die Rückkehr fehlt allerdings. Es ist auch nicht bestätigt, ob Moser die kommende Hallensaison vollständig bestreiten will oder wann ihr erster Start 2027 vorgesehen ist. Diese Fragen bleiben offen, bis Moser oder ihr Team einen Trainings- beziehungsweise Wettkampfplan kommunizieren.

Wer ist Angelica Moser und welchen Schweizer Rekord hält sie

Moser wurde am 9. Oktober 1997 in Plano im US-Bundesstaat Texas geboren und startet für den LC Zürich. Laut Vereinsprofil wird sie von Adrian Rothenbühler trainiert. Seit ihren Nachwuchsjahren gehört sie zu den erfolgreichsten Schweizer Stabhochspringerinnen; zu ihren frühen Titeln zählen Gold bei den Olympischen Jugendspielen 2014 sowie der U20-WM-Titel 2016.

Bei der Elite gewann sie 2024 in Rom erstmals EM-Gold im Freien und verteidigte diesen Titel 2026 in Birmingham. Hinzu kommen unter anderem Hallen-EM-Titel sowie Medaillen bei Hallen-Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris belegte sie Rang vier.

Der Angelica Moser Rekord im Freien steht bei 4,88 Metern. Diese Höhe überquerte sie am 12. Juli 2024 beim Diamond-League-Meeting in Monaco. Ihre 4,85 Meter in Zürich und Budapest 2026 lagen damit nur drei Zentimeter unter der nationalen Bestmarke. Das aktualisierte Profil des LC Zürich führt ausserdem 4,85 Meter als Schweizer Indoor-Rekord.

Der sportliche Ausgangspunkt vor der Operation war damit ungewöhnlich stark: Moser beendete die Saison mit ihrer zweitbesten Höhe überhaupt.

Fragen zur Hand-OP von Angelica Moser

Angelica Moser wurde am 16. September 2026 an der rechten Hand operiert. Was über Schmerzen, Eingriff, Klinik, Genesung und ihre letzten Wettkämpfe in Budapest, Brüssel und Birmingham bekannt ist.

Was ist mit Angelica Moser passiert?

Moser wurde am 16. September 2026 an der rechten Hand operiert. Sie erklärte einen Tag später, dass sie dort schon seit längerer Zeit Schmerzen gehabt habe. Eine genaue Diagnose veröffentlichte sie nicht.

Wie geht es Angelica Moser nach der Operation?

Nach eigener Aussage verlief der Eingriff gut. Sie konnte das Spital verlassen und befindet sich zu Hause in der Erholungsphase. Hinweise auf postoperative Komplikationen wurden nicht veröffentlicht.

Wann kann Angelica Moser wieder trainieren?

Ein Datum für die Rückkehr ins Training ist nicht bekannt. Moser hat bisher weder eine Reha-Dauer noch einen Zeitpunkt für das erste Stabtraining genannt. Auch ein erster Wettkampf 2027 wurde im Zusammenhang mit der Operation nicht angekündigt.

War die Hand schon beim Wettkampf in Budapest verletzt?

Moser erklärte nach der Operation, dass die Schmerzen bereits «seit geraumer Zeit» bestanden. Damit waren die Beschwerden nicht erst nach Budapest aufgetreten. Wie stark die Schmerzen während des Wettkampfs am 12. September waren, hat sie öffentlich nicht genauer beschrieben.

Wie hat Angelica Moser ihren letzten Wettkampf beendet?

Bei der World Athletics Ultimate Championship in Budapest sprang sie 4,85 Meter und wurde Dritte. Sandi Morris gewann mit 4,90 Metern vor Hana Moll, die ebenfalls 4,90 Meter überquerte. Moser schaffte 4,85 Meter im ersten Versuch und scheiterte danach dreimal an 4,90 Metern.

Welche Verletzungen hatte Angelica Moser 2026?

Neben den nun öffentlich gewordenen Problemen an der rechten Hand war Moser während des Jahres auch am Fuss verletzt. Ende Juni kam es in Paris beim Versuch über 4,90 Meter zu einem Sturz und anschliessend zu einer Wettkampfpause. Die spätere Handoperation betrifft ein anderes gesundheitliches Problem.

Was ist für Angelica Moser als Nächstes geplant?

Bestätigt ist zunächst nur die Erholung nach der Operation. Bereits unmittelbar nach ihrem letzten Wettkampf hatte Moser erklärt, dass sie sich nach der langen Saison auf Regeneration und freie Zeit freue. Wann der normale Trainingsaufbau beginnt und ob ihr nächstes grosses Ziel die Hallensaison 2027 sein wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Verwendete Materialien: Instagram von Angelica Moser, World Athletics, Swiss Athletics, LC Zürich, SRF Sport, Blick.

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