Die Stadt Sursee im Kanton Luzern hat eine wegweisende Entscheidung getroffen, um dem steigenden Bedarf an erschwinglichem Wohnraum gerecht zu werden. In Zusammenarbeit mit der Habitas Wohnbaugenossenschaft ist geplant, im Gebiet Dägerstein gemeinnützigen Wohnraum zu schaffen. Am 19. August 2025 unterzeichneten beide Parteien eine Absichtserklärung, die den Weg für dieses Projekt ebnet. Darüber berichtet nume.ch unter Berufung auf swissinfo.ch.
Geplant ist, dass die Stadt Sursee ab dem Jahr 2027 ein städtisches Grundstück an der Dägersteinstrasse im Baurecht an die Habitas Wohnbaugenossenschaft überträgt. Auf dem Areal soll ausschließlich preisgünstiger Wohnungsbau entstehen. Die Stadtverwaltung sieht darin einen bedeutenden Schritt, um den anhaltend hohen Bedarf an günstigem Wohnraum in der Region zu decken. Der genaue Umfang des Bauvorhabens wird in der Mitteilung der Stadt Sursee noch nicht detailliert beschrieben, doch es ist klar, dass hier eine langfristige und nachhaltige Lösung für die Wohnraumknappheit angestrebt wird.
Aktuell wird das städtische Grundstück von der Gärtnerei Pflugshaupt AG genutzt, deren Mietvertrag jedoch Ende März 2026 ausläuft. Die Gärtnerei plant, mittelfristig in ein anderes Gebäude innerhalb der Stadt Sursee umzuziehen, was den Weg für den geplanten Wohnbau ebnen wird. Die Gemeinde Sursee setzt auf eine schrittweise Umnutzung des Grundstücks, wobei zunächst die notwendigen rechtlichen Schritte unternommen werden müssen.
Ein entscheidender Schritt in diesem Prozess ist die Umzonung des Grundstücks von einer Industrie- in eine Wohnzone. Diese Umzonung wird im Rahmen der Ortsplanungsrevision 2024/25 vorgenommen und muss von der Gemeindeversammlung verabschiedet werden. Der entsprechende Entscheid wird voraussichtlich am 15. Dezember 2025 getroffen. Sollte dieser Plan genehmigt werden, könnte die Bauphase bald darauf beginnen, und die ersten Wohnungen wären voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 bezugsfertig.
Die Stadt Sursee setzt mit diesem Projekt einen wichtigen Akzent im Bereich der sozialen Wohnraumförderung und möchte durch den Bau von erschwinglichen Wohnungen insbesondere jungen Familien und weniger gutverdienenden Bürgern eine Perspektive auf dem Wohnungsmarkt bieten. Mit der Unterstützung der Habitas Wohnbaugenossenschaft wird das Projekt nicht nur ein wichtiger Beitrag zur sozialen Infrastruktur der Stadt sein, sondern auch ein Vorbild für ähnliche Initiativen in anderen Städten und Gemeinden.
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Foto von Keystone-SDA