Russland hat am Sonntag, dem 28. Dezember, drei iranische Kommunikationssatelliten in den Orbit gebracht. Es handelt sich bereits um den zweiten iranischen Satellitenstart durch Russland seit Juli dieses Jahres. Wie Nume.ch unter Berufung auf Associated Press berichtet, wurden die Satelliten mit den Namen Paya, Kowsar und Zafar-2 von der Startrampe des Kosmodroms Wostotschny im Osten des Aggressorstaates in die Erdumlaufbahn gebracht. Sie kreisen in einer Höhe von rund 500 Kilometern.

Der Satellit Paya mit einer Masse von 150 Kilogramm ist der bislang schwerste Satellit, den der Iran je in den Orbit gebracht hat. Der Satellit Kowsar wiegt 35 Kilogramm, während die Masse von Zafar-2 offiziell nicht bekannt gegeben wurde.

Die Satelliten können Bilder mit einer Auflösung von bis zu drei Metern übertragen. Damit lassen sie sich unter anderem für das Management von Wasserressourcen, die Landwirtschaft sowie den Umweltschutz einsetzen. Die iranischen Satelliten sind auf eine Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren ausgelegt.

Das Medium schreibt weiter, dass der Start iranischer Satelliten durch Russland ein weiteres deutliches Zeichen für die engen Beziehungen zwischen Moskau und Teheran sei. Zudem wird daran erinnert, dass Russland bereits im Juli den iranischen Kommunikationssatelliten Nahid-2 in den Orbit gebracht hatte.

Zur Erinnerung: Russland entwickelt derzeit eine neue Anti-Satelliten-Waffe, die gezielt gegen das Starlink-Systemgerichtet ist. Das Konzept sieht die Platzierung von Hunderttausenden kleiner Projektilkörper im Orbit vor.

Solche Projektilkörper könnten in der Lage sein, mehrere Starlink-Satelliten gleichzeitig außer Betrieb zu setzen. Gleichzeitig würden sie jedoch ein erhebliches Risiko für großflächige Kollisionsschäden an anderen Satellitensystemen darstellen.

Zuvor hatte der ukrainische Auslandsgeheimdienst erklärt, dass China dem Aggressor Satellitendaten übermittelt. In Reaktion darauf erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Russland verfüge angeblich über eigene weltraumgestützte Fähigkeiten, um den Krieg gegen die Ukraine zu führen.

Hintergrund: Welche Rolle spielen diese iranischen Satelliten

Die von Russland gestarteten Satelliten Paya, Kowsar und Zafar-2 gehören zur Klasse der Erdbeobachtungs- und Kommunikationssatelliten im niedrigen Erdorbit. Solche Systeme liefern Bild- und Sensordaten aus dem All und werden für Landwirtschaft, Umweltüberwachung, Infrastrukturkontrolle und staatliche Kommunikation genutzt.

Mit einer Auflösung im Meterbereich können diese Satelliten Veränderungen von Landschaften, Wasserläufen, Städten und Verkehrswegen erfassen. In modernen Konflikten sind solche Daten ein zentraler Bestandteil von Logistik, Planung und Aufklärung. Der wiederholte Start iranischer Satelliten über russische Trägersysteme zeigt, dass der Iran seine eigene Satelliteninfrastruktur schrittweise ausbaut, während Russland seine Rolle als technischer Zugang zum Weltraumfür Partnerstaaten festigt.

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