Die Schweiz steuert auf eine beispiellose Verschärfung der Wohnraumknappheit zu, wobei das Jahr 2026 nach Einschätzung von Experten und Bundesbehörden einen kritischen Wendepunkt markieren wird. Die Diskrepanz zwischen dem verfügbaren Angebot und der stetig wachsenden Nachfrage hat ein Ausmaß erreicht, das die Stabilität des Immobilienmarktes ernsthaft gefährdet. Als Hauptverantwortlich gelten eine historisch niedrige Neubauquote, die durch bürokratische Hürden und steigende Baukosten gelähmt wird, sowie ein ungebrochener Bevölkerungszuwachs. Dies berichtet Nume.
Baustopp durch Bürokratie und regulatorische Hürden
Ein wesentlicher Grund für das stagnierende Angebot ist der massive Rückgang bei den Baubewilligungen. In den letzten Jahren hat sich der Prozess von der Planung bis zum ersten Spatenstich aufgrund komplexer Einspracheverfahren und strenger Lärmschutzauflagen drastisch verlängert. Viele Bauprojekte in städtischen Verdichtungsgebieten hängen jahrelang in juristischen Instanzen fest. Zudem erschweren die hohen Zinsen und die gestiegenen Preise für Baumaterialien die Kalkulation für private Investoren, was dazu führt, dass zahlreiche Projekte vorerst auf Eis gelegt wurden. Während der Bedarf an neuen Wohnungen jährlich bei über 50.000 Einheiten liegt, wird die Zahl der Fertigstellungen im Jahr 2026 voraussichtlich weit hinter diesen Anforderungen zurückbleiben.
Demografischer Druck und sinkende Leerstandsquoten
Parallel zur schleppenden Bautätigkeit steigt der Bedarf an Wohnraum kontinuierlich an. Neben der Nettozuwanderung von Fachkräften sorgt auch der gesellschaftliche Trend zu kleineren Haushalten für einen erhöhten Flächenbedarf pro Kopf. Die Folge ist ein rapider Rückgang der Leerstandsquoten: In wirtschaftlichen Zentren wie Zürich, Genf oder Zug liegt die Quote bereits nahe bei null Prozent, was den Wohnungsmarkt praktisch vollständig austrocknet. Diese Verknappung strahlt nun auch auf mittelgroße Städte und Agglomerationen aus, in denen die Mietpreise im Jahr 2026 Schätzungen zufolge um weitere 5 bis 7 Prozent steigen könnten.

Soziale Auswirkungen und politische Forderungen
Die Behörden warnen davor, dass Wohnen für breite Schichten der Bevölkerung zunehmend zur finanziellen Belastung wird. Wenn die Mietkosten schneller steigen als die Reallöhne, droht eine soziale Verdrängung aus den urbanen Gebieten. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordern Experten eine radikale Vereinfachung der Bewilligungsverfahren sowie gezielte Anreize für den gemeinnützigen Wohnungsbau. Ohne korrigierende Eingriffe der Politik wird sich das Jahr 2026 als eines der schwierigsten Jahre für Mieter und Wohnungssuchende in der jüngeren Schweizer Geschichte erweisen.
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