The Witcher 3 steht erneut im Mittelpunkt der Diskussionen unter Schweizer PC-Spielern, da Geralt von Riva in einer groß angelegten Prequel-Erweiterung mit dem Titel The Last Sacrifice zurückkehren soll. Das Fan-Projekt, das erstmals 2025 öffentlich vorgestellt wurde, befindet sich derzeit in aktiver Entwicklung und wird frühestens Ende 2026 erwartet. Während sich die offiziellen Pläne von CD Projekt Red weiterhin auf The Witcher 4 konzentrieren, gilt diese inoffizielle Erweiterung für viele Spieler in der Schweiz – insbesondere im Raum Zürich – als die derzeit wichtigste erzählerische Brücke zwischen der klassischen Geralt-Ära und der Zukunft der Reihe.
Das Interesse ist spürbar gestiegen – vor allem in Schweizer Gaming-Foren, deutschsprachigen Modding-Communities sowie PC-Kreisen in Zürich, Basel und Bern. Zusätzlichen Auftrieb erhielt das Thema durch erneute Winter-Rabattaktionen von The Witcher 3: Wild Hunt auf Steam Schweiz und GOG. Laut Community-Beobachtungen zählt die Schweiz weiterhin zu den Ländern mit der höchsten PC-RPG-Nutzung pro Kopf in Kontinentaleuropa, was die intensive Resonanz auf Projekte dieser Art erklärt. Darüber berichtet das Redaktionsteam von Nume.ch.
Eine Rückkehr, die viele Schweizer Fans nicht erwartet hatten – aber klar begrüßen
Für viele Spieler schien Geralts Geschichte nach Blood and Wine abgeschlossen. Die Erweiterung bot einen seltenen erzählerischen Abschluss und gilt – auch unter Schweizer und deutschsprachigen Kritikern – als Maßstab für hochwertiges Post-Launch-Storytelling. Dennoch hat Geralt nichts von seiner Bedeutung verloren. In der Schweiz, wo erzählungsstarke Singleplayer-Titel weiterhin erfolgreicher sind als viele Live-Service-Games, bleibt er eine Referenzfigur für reifes, moralisch komplexes Game-Writing. The Last Sacrifice bringt Geralt nicht über offizielle Kanäle zurück, sondern über eines der ambitioniertesten Community-Projekte, die das Witcher-Universum bislang hervorgebracht hat.

Was The Last Sacrifice tatsächlich ist
The Last Sacrifice ist eine vollwertige Prequel-DLC, entwickelt von einem erfahrenen Team aus Witcher-Moddern. Das Projekt wurde 2025 erstmals angekündigt und widmet sich Geralts früheren Jahren, lange vor der politischen Eskalation von Wild Hunt. Wichtig für Schweizer Spieler mit hohen Qualitätsansprüchen: Es handelt sich nicht um ein kleines Quest-Modul. Laut den Entwicklern soll die Erweiterung Folgendes enthalten:
- Eine neue Region, größenmäßig vergleichbar mit White Orchard
- Mehrere originelle Story-Quests, die klassische Witcher-Moralfragen aufgreifen
- Neue Monsterarten mit eigenen Kampfmechaniken
- Einen vollständig neuen Soundtrack
- Exklusive Gwent-Karten, eigens für die Erweiterung entworfen
Ziel ist ein in sich geschlossenes narratives Erlebnis, das Tempo, Tonfall und ethische Tiefe respektiert, die The Witcher 3 europaweit – und besonders im deutschsprachigen Raum – so erfolgreich gemacht haben.
Warum ein Prequel gerade jetzt Sinn ergibt
Die Entscheidung für ein Prequel ist nicht nur erzählerisch sicher, sondern auch strategisch klug. Durch den Rückgriff auf eine frühere Zeitlinie vermeiden die Entwickler Konflikte mit den zahlreichen kanonischen Enden von The Witcher 3. Gleichzeitig eröffnet dies kreative Freiheit bei gleichzeitiger Treue zur bestehenden Lore – ein Aspekt, der in der Schweiz besonders geschätzt wird, da Diskussionen über Buch- und Spielekanon hier sehr präsent sind. Das Prequel-Format erlaubt unter anderem die Erkundung von:

- Geralts früher beruflicher Identität, noch vor seinem legendären Ruf
- Einer raueren, pragmatischeren Moral, geprägt von Überleben statt Philosophie
- Randregionen des Kontinents, fernab der bekannten Machtzentren
- Eigenständigen Aufträgen und Monstern, unabhängig von der Wild-Hunt-Mythologie
Leser, die mit Andrzej Sapkowskis frühen Kurzgeschichten vertraut sind, erkennen hier den gleichen intimen, konsequenz getriebenen Ton wieder, den viele Schweizer und deutsche Fans als Kern des Witcher-Universums betrachten.
Entwicklungsstand und realistischer Zeitrahmen
Ein offizielles Veröffentlichungsdatum gibt es bislang nicht. Das Entwicklerteam kommuniziert offen, dass die Arbeit ohne Studio-Finanzierung erfolgt und parallel zu regulären Berufen stattfindet. Fortschrittsberichte erscheinen regelmäßig auf Discord und in sozialen Netzwerken und geben Einblicke in Story-Entwicklung, Level-Design und technische Meilensteine – ohne verbindliche Versprechen zum Release-Zeitpunkt. Diese Zurückhaltung wird innerhalb der Schweizer Witcher-Community überwiegend positiv aufgenommen. Viele Spieler verweisen auf Blood and Wine als Beleg dafür, dass Zeit und erzählerische Disziplin wichtiger sind als ein schneller Release. Entsprechend rechnet man derzeit mit einer Veröffentlichung nicht vor Ende 2026 oder später.
Einordnung im Kontext von The Witcher 4
CD Projekt Red arbeitet parallel intensiv an The Witcher 4 und hat bereits eine technische Demo mit Ciri in der nördlichen Region Kovir gezeigt. Auch wenn diese Präsentation kein finales Gameplay darstellt, deutet sie auf einen strategischen Wandel hin:
- Stärker reaktive Spielsysteme und vernetzte Mechaniken
- Größere, lebendigere Hubs statt statischer Areale
- Langfristig skalierbare visuelle und narrative Strukturen
Gleichzeitig hat CD Projekt Red mehrfach angedeutet, dass Geralt in zukünftigen Haupttiteln eine deutlich reduzierte Rolle einnehmen wird – eher als Mentor oder symbolische Figur. Für Schweizer Fans erhöht das die Bedeutung von The Last Sacrifice zusätzlich: Es könnte eine der letzten Gelegenheiten sein, Geralt als zentrale spielbare Perspektive zu erleben.
Warum das Interesse in der Schweiz besonders stark ist
Die Schweiz zeigt seit Jahren eine ausgeprägte Affinität zu story-getriebenen Singleplayer-PC-Spielen, insbesondere zu Titeln mit moralischer Tiefe statt permanenter Online-Bindung. Geralts Anziehungskraft beruht hier nicht allein auf Nostalgie, sondern auf einer klaren Wertschätzung für zurückhaltendes Erzählen, ethische Ambivalenz und spürbare Konsequenzen. Das anhaltende Interesse an The Witcher 3 in Zürich und anderen urbanen Zentren unterstreicht eine grundlegende Erkenntnis: Das Spiel prägt die Erwartungen an narrative RPGs noch immer – fast ein Jahrzehnt nach seinem Erscheinen.

Bis CD Projekt Red den nächsten offiziellen Schritt bekannt gibt, steht The Last Sacrifice exemplarisch für das Potenzial engagierter Communities, eine Marke weiterzuentwickeln, ohne ihre Identität zu verwässern. Sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden, könnte es sich zu einer der angesehensten Fan-Erweiterungen der RPG-Geschichteentwickeln – weit über das Witcher-Universum hinaus.
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