Die Schweizer Regierung reagiert auf die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen und hat einen neuen Berufszweig genehmigt: den KI-Spezialisten mit eidgenössischem Diplom. Die Ausbildung soll Fachkräfte qualifizieren, die das Potenzial von KI systematisch nutzen und in Unternehmen verantwortungsvoll implementieren können. Darüber berichtet die Redaktion von NUME.ch unter Verweis auf Recherchen von AI Business Specialist.
Aufgaben und Ziele der KI-Spezialisten
Laut dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) sind KI-Spezialisten dafür verantwortlich, Anwendungsmöglichkeiten von KI zu prüfen, Projekte über ihren gesamten Lebenszyklus zu begleiten und operative Prozesse zu optimieren. Dazu gehört die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie die Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Die Verwendung von KI muss dabei verantwortungsvoll, effizient und den wirtschaftlichen, sozialen sowie ethischen Anforderungen entsprechend erfolgen.
Der Abschluss als KI-Spezialist ist ein tertiärer Berufsabschluss, der auf praxisorientierte Anwendungen ausgerichtet ist und den Absolventen die Möglichkeit gibt, aktiv an der Gestaltung moderner Arbeitsprozesse mitzuwirken.

Anpassung anderer Berufsausbildungen
Mit Beginn des Schuljahres 2026 wurden außerdem 42 weitere Ausbildungsberufe überarbeitet, darunter Elektromonteur, Landwirt, Orthopädieschuhmacher und Fachmann/Fachfrau für technische Betriebsführung. Das SBFI betont, dass wirtschaftliche, technologische, ökologische und bildungspolitische Entwicklungen eine regelmäßige Überprüfung von Berufsbildern erfordern. Eine Revision der Berufe findet mindestens alle fünf Jahre statt.
Die Rolle des Schweizer Bildungssystems
Die Umsetzung der Ausbildung liegt bei den Kantonen, Berufsorganisationen und Hochschulen. Rund zwei Drittel der jungen Menschen in der Schweiz absolvieren nach der obligatorischen Schulbildung eine Berufsausbildung. Das neue KI-Programm fügt sich in dieses bewährte System ein und zeigt, wie die Schweiz innovative Technologien in praxisnahe Bildungsangebote integriert.
Bedeutung für den Arbeitsmarkt
Die neue Ausbildung zum KI-Spezialisten stärkt den Schweizer Arbeitsmarkt in einem Bereich mit wachsender Nachfrage. Unternehmen profitieren von qualifizierten Fachkräften, die KI-Projekte effizient umsetzen und gleichzeitig ethische Standards einhalten. Für Absolventen eröffnet sich ein zukunftsorientierter Berufsweg in einem hochrelevanten Technologiebereich.
Mit der Einführung des KI-Spezialisten setzt die Schweiz ein deutliches Zeichen: Berufsausbildung muss dynamisch, technologieorientiert und praxisnah sein. Die Kombination aus traditionellem Berufsbildungssystem und innovativen KI-Kompetenzen zeigt, wie Bildung und Wirtschaft Hand in Hand gehen können, um den Herausforderungen der digitalen Transformation zu begegnen.
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