Eine Gedenkstätte für die Opfer des tödlichen Feuers in der Le-Constellation-Bar in Crans-Montana, Schweiz, geriet am Sonntagmorgen, dem 8. Februar 2026, in Brand. Die Polizei teilte mit, dass der Brand wahrscheinlich durch brennende Kerzen ausgelöst wurde, die im provisorischen Mahnmal aufgestellt waren. Darüber berichtet die Redaktion von NUME.ch unter Verweis auf Recherchen von The Guardian.
Details des Vorfalls
Die Gedenkstätte war eine improvisierte Einrichtung, die nach dem Brand am 1. Januar errichtet wurde, bei dem 41 Menschen ums Leben kamen und 115 weitere verletzt wurden. Das Feuer im Barraum hatte sich in den frühen Morgenstunden während einer Neujahrsfeier ereignet und traf vor allem Jugendliche und junge Erwachsene.
Die Gedenkstätte, die mit Blumen, Kerzen und Kondolenznachrichten geschmückt war, befand sich in der Nähe der Le-Constellation-Bar. Gegen 6 Uhr morgens bemerkten Sicherheitskräfte das Feuer. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden, und niemand wurde verletzt. Dennoch wurden mehrere Gedenkobjekte beschädigt, während das große Kondolenzbuch mit den Nachrichten von Besuchern gerettet werden konnte.

Ursachen und Ermittlungen
Die Polizei berichtete, dass das Feuer vermutlich in der Mitte der Gedenkstätte auf einem Tisch in der Nähe der Kerzen begann. Ein Fremdverschulden kann nach den ersten Ermittlungen ausgeschlossen werden. Die Gedenkstätte war ursprünglich direkt vor der ausgebrannten Bar aufgestellt, wurde aber kürzlich ein Stück weiter entfernt.
Der ursprüngliche Brand in der Le-Constellation-Bar hatte laut Ermittlern begonnen, als Sektflaschen mit angebrachten Wunderkerzen zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die darunterliegende Schalldämmung entzündete sich, was zu der verheerenden Katastrophe führte.
Strafrechtliche Ermittlungen
Die französischen Eigentümer der Bar, Jacques und Jessica Moretti, stehen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung unter Anklage. Auch der Leiter der öffentlichen Sicherheit von Crans-Montana sowie ein ehemaliger Feuerwehrbeamter stehen im Zusammenhang mit dem Brand unter strafrechtlicher Untersuchung. Berichten zufolge hatte die Bar seit 2019 keine obligatorischen jährlichen Brandschutzinspektionen mehr erhalten.
Reaktionen von Angehörigen
Die Familien der Opfer reagierten mit Bestürzung auf das Feuer der Gedenkstätte. Laetitia Brodard-Sitre, deren 16-jähriger Sohn Arthur Brodard bei der Katastrophe ums Leben kam, äußerte auf Facebook: „Was soll man sagen? Es liegt in der Verantwortung der Gemeinde, eine sichere Gedenkstätte zu gewährleisten.
Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, Gedenkstätten sicher und stabil zu gestalten, insbesondere wenn sie brennbare Materialien wie Kerzen enthalten. Während das Feuer am Sonntag glücklicherweise keine Verletzten forderte, bleibt es ein emotionaler Rückschlag für die Angehörigen und die Gemeinde Crans-Montana. Die Ermittlungen zur Brandursache der Gedenkstätte laufen weiterhin.
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