EU-Ratspräsident António Costa hat erklärt, dass der internationale Druck auf Russland nicht nachlassen dürfe und die Einhaltung der Preisobergrenze für russisches Öl weiter kontrolliert werden müsse. Das berichtet NUME.ch unter Berufung auf eine Veröffentlichung auf Х.

Nach Angaben von Costa standen bei den Beratungen der G7 die Folgen der Entwicklungen im Iran und im Nahen Osten für die globale Sicherheit und den internationalen Energiemarkt im Mittelpunkt. Ziel sei es, die Risiken für die Stabilität der Märkte und die Energieversorgung zu begrenzen. Ein zentrales Thema der Gespräche war demnach die Energiesicherheit. Costa erklärte, eine verlässliche und stabile Energieversorgung bleibe für die Europäische Union und ihre Partner von zentraler Bedeutung. Gemeinsam mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe er zudem die strategische Bedeutung sicherer Lieferwege hervorgehoben.

António Costa warnt vor weniger Druck auf Russland. Die EU will die Preisobergrenze für russisches Öl weiter überwachen und Sanktionen nicht lockern.

Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Straße von Hormus. Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport und ist für die internationale Schifffahrt sowie für die Stabilität der Energiemärkte von großer Bedeutung. Mit Blick auf Russland betonte Costa, dass die Kontrolle der Preisobergrenze für russisches Öl ein wesentliches Instrument des wirtschaftlichen Drucks bleibe. Die Maßnahme solle dazu beitragen, die Einnahmen Russlands aus dem Ölgeschäft zu begrenzen und zugleich die Lage auf den Märkten zu stabilisieren.

„Die Sicherstellung der Einhaltung der Preisobergrenze für Öl wird helfen, die Märkte zu stabilisieren und die Einnahmen Russlands zu begrenzen. Jetzt ist nicht die Zeit, die Sanktionen gegen Russland zu lockern“, erklärte Costa.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico erklärte unterdessen, er habe mit Ursula von der Leyen über die Wiederherstellung der Druschba-Pipeline gesprochen. Nach seinen Angaben habe er in diesem Zusammenhang auch darauf verwiesen, dass die Pipeline weiterhin intakt sei. Darüber hinaus will die Europäische Union der Ukraine den zugesagten Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro auch dann bereitstellen, wenn Ungarn und die Slowakei die Freigabe der Mittel weiter blockieren sollten.

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