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Forbes veröffentlicht neue Liste der reichsten Immigranten in den Vereinigten Staaten – vier Unternehmer aus der Ukraine unter den Top 100. Die Ukraine belegt damit Platz neun im weltweiten Herkunftsvergleich. Mit der jüngsten Publikation seines Billionaire Immigrant Index 2025 wirft das US-Wirtschaftsmagazin Forbes ein Licht auf die wachsende wirtschaftliche Bedeutung von Einwanderern. Im Mittelpunkt stehen vier Persönlichkeiten mit ukrainischen Wurzeln, die in den Vereinigten Staaten zu milliardenschweren Unternehmern avancierten. Das berichtet NUME.ch unter Berufung auf Forbes.

Einwanderung und Unternehmertum: Die vier Ukrainer im Detail

Jan Koum – Kommunikationspionier im Silicon Valley

Jan Koum, geboren 1976 in Kiew, verließ die Ukraine im Jugendalter gemeinsam mit seiner Mutter und Großmutter. In den USA wuchs er unter prekären Bedingungen auf, erlernte das Programmieren autodidaktisch und gründete 2009 den Messenger-Dienst WhatsApp.

Die Übernahme durch Facebook im Jahr 2014 für rund 19 Milliarden US-Dollar gilt als Meilenstein der Tech-Geschichte. Heute wird Koums Vermögen auf 16,9 Milliarden US-Dollar geschätzt – er belegt Rang 9 im Forbes-Ranking der reichsten Immigranten.

Leonid Radvinsky – Digitale Plattformökonomie mit globaler Reichweite

Der in Odessa geborene Leonid Radvinsky emigrierte als Kind mit seiner jüdischen Familie nach Chicago. Seine Karriere verlief zunächst abseits des öffentlichen Interesses – als Investor im Bereich Online-Zahlungssysteme und Nischensoftware. Internationale Bekanntheit erlangte er durch den Erwerb und Ausbau der Plattform OnlyFans, auf der Inhalte gegen direkte Bezahlung bereitgestellt werden.

Mit einem geschätzten Vermögen von 3,8 Milliarden US-Dollar belegt Radvinsky Platz 50 der Rangliste.

Michael Polsky – Energiewende als Geschäftsmodell

Michael Polsky wanderte 1976 gemeinsam mit seiner Frau in die USA ein – im Gepäck: ein Diplom in Elektrotechnik und 500 Dollar Startkapital. Er gründete Invenergy, heute einer der größten privaten Entwickler und Betreiber von Wind-, Solar- und Speicherprojekten in Nordamerika.

Polsky ist ein Beispiel für ein unternehmerisches Selbstverständnis, das langfristige Energielösungen mit wirtschaftlichem Erfolg verbindet. Sein Vermögen wird von Forbes auf 2,5 Milliarden US-Dollar beziffert (Rang 75).

Max Levchin – FinTech-Innovation aus Chicago

Max Levchin, geboren 1975 in Kiew, kam 1991 in die Vereinigten Staaten. Als Mitgründer von PayPal wurde er Teil einer Gründerelite, die das moderne Internet mitgestaltete. Heute ist er CEO des börsennotierten Unternehmens Affirm Holdings, spezialisiert auf flexible Zahlungsmodelle im E-Commerce.

Levchins Vermögen beträgt laut Forbes 2,1 Milliarden US-Dollar, womit er Platz 85 des Rankings einnimmt.

Die Ukraine als Herkunftsland – Platz 9 im globalen Vergleich

In der Aufstellung der Länder mit den meisten Milliardären, die als Einwanderer in den USA leben, liegt die Ukraine auf Platz 9 – hinter Staaten wie Indien, Israel und Kanada. Dies unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz der ukrainischen Diaspora, insbesondere in den Bereichen Technologie, Finanzen und erneuerbare Energien.

Die Top 3 laut Forbes (Stand Juli 2025)

RangNameHerkunftslandVermögen
1Elon MuskSüdafrika393,1 Mrd. USD
2Sergey BrinRussland139,7 Mrd. USD
3Jensen HuangTaiwan137,9 Mrd. USD

Einordnung und Kontext

Der Index erscheint in einer Zeit, in der politische Debatten um Migration, wirtschaftliche Teilhabe und Integration in vielen westlichen Gesellschaften an Schärfe zunehmen. Die Beispiele von Koum, Radvinsky, Polsky und Levchin verdeutlichen jedoch eine andere Realität: Migration als Quelle von Innovationskraft und Wachstum.

Ob Energie, Finanzen, Kommunikation oder digitale Plattformen – ukrainischstämmige Unternehmer gehören heute zu den führenden Akteuren zentraler Branchen in den USA. Ihre Geschichten sind nicht nur persönliche Erfolgserzählungen, sondern Teil eines umfassenderen ökonomischen Narrativs über globale Mobilität und unternehmerische Leistung.

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