Amazon bringt seine größte Überarbeitung der Fire-TV-Plattform seit mehr als zehn Jahren auf den Markt. Vorgestellt wurden eine vollständig neu entwickelte Benutzeroberfläche, eine überarbeitete Fire-TV-App, das generative KI-System Alexa+ sowie eine neue TV-Kategorie unter der Marke Ember. Der Rollout startet mit dem Amazon Fire TV Stick 4K Max, der als erstes Gerät bereits ab Februar 2026 das neue System erhält, bevor die Plattform auf Amazons eigene Smart-TVs und Partnergeräte von Panasonic, TCL und Hisense ausgeweitet wird. Dies berichtet Nume.ch unter Berufung auf aktuelle Produktinformationen von Amazon.
Der Fire TV Stick 4K Max wurde bewusst als Startpunkt gewählt. Das Gerät verfügt über einen leistungsstärkeren Prozessor, Wi-Fi 6E und eine höhere Grafikleistung, die für die neuen KI- und Suchfunktionen erforderlich sind. Damit wird der Stick nicht mehr nur als Streaming-Adapter genutzt, sondern als zentrale Steuereinheit des gesamten Fernsehsystems.
Amazon reagiert mit dem Umbau auf ein zentrales Nutzungsproblem: Zuschauer verbringen heute zu viel Zeit mit der Suche nach Inhalten. Interne Analysen zeigen, dass Nutzer inzwischen im Schnitt rund zwölf Minuten benötigen, um sich für einen Film oder eine Serie zu entscheiden – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023. Ursache ist nicht mangelndes Angebot, sondern die Zersplitterung über zahlreiche Apps und Plattformen.
Die neue Fire-TV-Oberfläche ersetzt diese Fragmentierung durch ein einheitliches Entdeckungssystem. Filme, Serien, Sport, Nachrichten und Live-TV werden in eigenen Bereichen angezeigt und aus allen abonnierten Diensten zusammengeführt. Statt zwischen Netflix, Prime Video, Mediatheken oder Live-Kanälen zu wechseln, erhalten Nutzer eine einzige Übersicht mit Inhalten aus allen Quellen.
Unter der Oberfläche wurde das System vollständig neu programmiert. Amazon gibt an, dass sich Navigation und Ladezeiten um 20 bis 30 Prozent beschleunigt haben. Diese Leistungsgewinne sind insbesondere auf dem Fire TV Stick 4K Max sichtbar, der durch seine Hardware die neue Architektur optimal unterstützt.
Ein zentraler Bestandteil der neuen Plattform ist Alexa+. Die generative KI-Version von Amazons Sprachassistenten versteht nun komplexe Suchanfragen wie „Zeig mir einen Thriller für zwei Personen“ oder „Finde Filme mit Cate Blanchett“. Fire TV liefert daraufhin kuratierte Vorschläge aus allen verfügbaren Streamingdiensten.
Neu ist auch die szenengenaue Navigation. Nutzer können beispielsweise sagen „Springe zur Gerichtsszene“ oder „Zeig mir den letzten Kampf“, woraufhin das System direkt zur entsprechenden Stelle im Film springt. Diese Funktion ist erstmals für ein Massenprodukt im Streaming-Bereich verfügbar.
Darüber hinaus integriert Alexa+ Live-Sportdaten, ermöglicht das Hinzufügen von Inhalten zur Watchlist per Sprachbefehl und steuert angeschlossene Smart-Home-Geräte. Beleuchtung, Kameras oder Lautsprecher lassen sich bedienen, ohne das laufende Programm zu verlassen.

Fire TV wird damit zunehmend zur Steuerzentrale des Wohnzimmers. Über ein neues Schnellmenü lassen sich Audio- und Bildeinstellungen, Ring-Kameras, Lichtsysteme und Thermostate direkt aufrufen. Der Fire TV Stick 4K Max fungiert dabei als zentrales Interface zwischen Unterhaltung und Hausautomation.
Parallel dazu wurde auch die Fire-TV-App für Smartphones neu entwickelt. Nutzer können darin Inhalte durchsuchen, Watchlists verwalten und Wiedergaben auf dem Fernseher starten. Amazon reagiert damit auf verändertes Nutzungsverhalten, da Empfehlungen heute oft über soziale Medien oder Messenger geteilt werden.
Eine weitere Säule der neuen Strategie ist der Amazon Ember Artline. Dabei handelt es sich um einen Lifestyle-Fernseher mit 4K-QLED-Panel, Dolby Vision, HDR10+, Wi-Fi 6 und einer entspiegelten matten Oberfläche. Im Ruhemodus zeigt das Gerät Kunstwerke oder persönliche Fotos und soll optisch wie ein gerahmtes Bild wirken.
Bewegungssensoren aktivieren oder deaktivieren den Bildschirm automatisch, wenn Personen den Raum betreten oder verlassen. Über Amazon Photos stehen mehr als 2.000 kostenlose Kunstwerke sowie eigene Bilder zur Verfügung. Ein integriertes KI-System kann anhand von Fotos des Raumes passende Kunstempfehlungen generieren.
Magnetische Rahmen in verschiedenen Farben – darunter Walnuss, Gold, Graphit und Nachtblau – erlauben eine Anpassung an unterschiedliche Einrichtungsstile.
Der neue Fire-TV-Softwarestand wird ab Februar auf dem Fire TV Stick 4K Plus, dem Fire TV Stick 4K Max (2. Generation) sowie der Fire TV Omni Mini-LED Serie ausgerollt. Im Frühjahr folgen weitere Geräte und Partnerfernseher.
Der Amazon Ember Artline wird in den USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada verfügbar sein, mit Preisen ab 899 Dollar für Modelle zwischen 55 und 65 Zoll.
Mit dieser Umstellung wird Fire TV zu einer zentralen Betriebsschicht für Unterhaltung, Suche und Smart-Home-Funktionen. Der Amazon Fire TV Stick 4K Max ist dabei das Gerät, über das diese neue Plattform in Millionen Haushalten umgesetzt wird.
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