Boca Raton, 17. Juli 2025 – Die US-amerikanische Popsängerin Connie Francis ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Wie ihr Publizist Ron Roberts mitteilte, starb die Künstlerin in der Nacht auf Mittwoch in ihrem Zuhause in Florida. Mit Hits wie „Who's Sorry Now?“ und „Everybody’s Somebody’s Fool“ wurde Francis zur ersten Frau, die Platz eins der Billboard Hot 100 erreichte. Doch hinter dem Ruhm stand ein Leben voller Rückschläge, Operationen, psychischer Krisen und Gewalt, wie NUME.ch unter Berufung auf ABC News und ihren langjährigen Sprecher berichtet.
Geboren wurde sie 1937 als Concetta Franconero in Newark, New Jersey. Schon früh zeigte sich ihr musikalisches Talent, und mit 13 riet ihr der Fernsehmoderator Arthur Godfrey, einen einprägsameren Namen zu wählen – Connie Francis war geboren. Ihren Durchbruch feierte sie 1957 mit einer Neuaufnahme des Liedes „Who’s Sorry Now?“, das monatelang in den US-Charts blieb.
Bis zu ihrem 25. Lebensjahr hatte sie über 40 Millionen Tonträger verkauft, 16 davon mit Goldstatus. 1960 landete sie mit „Everybody’s Somebody’s Fool“ ihren größten Erfolg. Parallel begann sie eine Schauspielkarriere, die sich jedoch auf einige romantische Komödien beschränkte.
Tragödien überschatteten ihre Karriere
Ab Mitte der 1960er Jahre wurde ihr Leben zunehmend von dramatischen Ereignissen geprägt. 1967 wurde eine enge Freundin in ihrem Haus ermordet, und eine misslungene Nasenoperation schädigte ihre Stimme schwer. In einem Interview mit dem US-Sender NPR sagte sie später:
„Ich konnte nicht mehr in klimatisierten Räumen singen – das war ein Problem in Las Vegas. Die Leute litten, ich auch.“
1974 wurde Francis nach einem Auftritt in Westbury (New York) Opfer einer Vergewaltigung mit vorgehaltener Waffe. Sie verklagte die Hotelkette Howard Johnson erfolgreich – das damalige Urteil in Höhe von 2,5 Millionen Dollar galt als Meilenstein im Umgang mit Sicherheitsverpflichtungen bei sexueller Gewalt.
Weitere Operationen waren notwendig, bis sie ihre Stimme wiedererlangte. Doch die psychischen Belastungen forderten ebenfalls ihren Tribut: Immer wieder wurde sie wegen bipolaren Störungen in Kliniken behandelt.
Ein weiterer Schock folgte 1981, als ihr Bruder George Franconero – ein Anwalt, der zuvor gegen die Mafia ausgesagt hatte – vor seinem Haus erschossen wurde. Kurz darauf, so erzählte Francis dem NPR, sei plötzlich ihre Stimme zurückgekehrt:
„Ich sang leise ein Lied mit – und stellte fest, dass ich es ganz durchgesungen hatte. Ich lief auf die Straße und rief: ‚Ich kann wieder singen!‘“
Sie nahm ihre Karriere wieder auf, gründete ein eigenes Plattenlabel und trat noch bis ins hohe Alter auf. Zuletzt lebte sie in Boca Raton, Florida, trat jedoch gelegentlich öffentlich auf. Anfang 2025 erlangte sie neue Popularität auf TikTok – ihr Song „Pretty Little Baby“ wurde von Millionen gehört und geteilt.
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