Die Planung von Arbeitszeit und Logistik im März 2026 erfordert in der Schweiz eine präzise Differenzierung zwischen kantonalen Feiertagsrechten, da der Internationale Frauentag am 8. März und der Josefstag am 19. März zu regional unterschiedlichen Schliessungszeiten führen. Während der Frauentag 2026 auf einen Sonntag fällt und damit die regulären Ladenöffnungszeiten im Kanton Zürich nicht beeinträchtigt, bleibt der Josefstag ein gesetzlicher Feiertag in den Kantonen Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Luzern, Uri, Tessin und Wallis, was dort zu vollständigen Betriebsschliessungen führt. Im Wirtschaftsraum Zürich gelten diese Tage als normale Werktage, was Auswirkungen auf Pendlerströme, den Zahlungsverkehr und das LKW-Fahrverbot in der Zentralschweiz hat. Die Redaktion von Nume Schweiz.
Kantonale Feiertagshoheit: Die gesetzliche Basis für den März 2026
In der Schweiz existiert kein einheitlicher Feiertagskalender, da die Kompetenz zur Festlegung von Ruhetagen gemäss Art. 110 Abs. 2 der Bundesverfassung bei den Kantonen liegt. Einzige Ausnahme ist der 1. August. Dies führt im März 2026 zu einer signifikanten administrativen Spaltung der Schweiz. Während die protestantisch geprägten oder säkularen Kantone wie Zürich den März ohne gesetzliche Arbeitsunterbrechung durchlaufen, halten die katholisch geprägten Kantone an religiösen Traditionen fest.
Für den Kanton Zürich ist das „Gesetz über die Ruhetage und die Ladenöffnungszeiten“ massgebend. Da der 19. März dort nicht als offizieller Feiertag gelistet ist, wird er rechtlich wie ein gewöhnlicher Donnerstag behandelt. Dies bedeutet für Arbeitgeber im Kanton Zürich, dass kein Anspruch auf Feiertagszuschläge besteht und die Arbeitspflicht vollumfänglich gewahrt bleibt. Im Gegensatz dazu gilt in Luzern oder Schwyz die sonntägliche Ruhezeit, was bedeutet, dass Arbeit nur in gesetzlich definierten Ausnahmefällen (z.B. Notfalldienste) zulässig ist.
8. März 2026: Internationaler Frauentag und die Sonntagsregelung
Der Internationale Frauentag gewinnt in der politischen Landschaft der Schweiz an Gewicht, hat jedoch bis zum Frühjahr 2026 keine Einstufung als arbeitsfreier Feiertag in den Gesetzessammlungen gefunden. Da der 8. März 2026 auf einen Sonntag fällt, verschmelzen die Forderungen nach Gleichstellung mit der traditionellen Sonntagsruhe.
Ladenöffnungszeiten in Zürich am 8. März
In der Stadt Zürich bleiben die Geschäfte aufgrund der kantonalen Sonntagsruhe geschlossen. Ausnahmen bilden lediglich die „Zentren des öffentlichen Verkehrs“ gemäss § 5 des Ruhetagsgesetzes.
- Zürich Hauptbahnhof (ShopVille): Geöffnet von 09:00 bis 20:00 Uhr (einige Läden bis 21:00 Uhr).
- Flughafen Zürich (Airport Shopping): Geöffnet von 09:00 bis 21:00 Uhr.
- Bahnhof Stadelhofen & Enge: Eingeschränktes Angebot für den Reisebedarf.
Politisch wird der 8. März 2026 in Zürich durch Grossveranstaltungen am Helvetiaplatz und Demonstrationszüge durch das Quartier Aussersihl geprägt sein. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) rechnen zwischen 13:00 und 17:00 Uhr mit Umleitungen der Tramlinien 2, 3, 8 und 14.

19. März 2026: Der Josefstag als logistische Herausforderung
Der Josefstag am Donnerstag, dem 19. März 2026, ist der markanteste Ruhetag des Monats. Er wird in den Kantonen Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Uri, Tessin und Wallis als gesetzlicher Feiertag begangen. Für die Logistikbranche in Zürich ist dies von hoher Relevanz, da wichtige Transitrouten durch diese Kantone führen.
Fahrverbote und Schwerverkehr
An gesetzlichen Feiertagen gilt in den betroffenen Kantonen das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen über 3,5 Tonnen. Dies bedeutet:
- Durchgangsverkehr: LKW, die vom Kanton Zürich in das Tessin oder nach Italien fahren wollen, dürfen die Kantone Schwyz, Uri und Luzern am 19. März nicht durchqueren, sofern kein internationaler Korridorstatus dies erlaubt.
- Lieferstopp: Warenlieferungen aus dem Kanton Zürich in die Zentralschweiz sind am 19. März nicht möglich. Logistikzentren in Dietikon oder Hinwil planen ihre Touren für diesen Tag primär innerhalb des Kantons Zürich oder Richtung Aargau/Bern, wo der Josefstag kein Feiertag ist.
Vergleich der kantonalen Verfügbarkeit am 19. März 2026
| Institution / Dienstleistung | Kanton Zürich | Kanton Luzern / Schwyz |
| Kantonsverwaltung | Voll erreichbar | Geschlossen |
| Banken (Schalter) | Geöffnet (08:30–16:30) | Geschlossen |
| Poststellen | Regulärer Betrieb | Geschlossen (keine Zustellung) |
| Öffentliche Schulen | Regulärer Unterricht | Schulfrei |
| Detailhandel (Bahnhofstrasse) | Geöffnet (bis 20:00 Uhr) | Geschlossen |
| Abendverkauf | Findet statt | Entfällt |
Arbeitsrechtliche Implikationen für Pendler
Zürich ist ein Magnet für Arbeitspendler aus der gesamten Zentralschweiz. Am 19. März 2026 entsteht die paradoxe Situation, dass Tausende Pendler aus Luzern oder Schwyz (wo Feiertag ist) zur Arbeit nach Zürich (wo Werktag ist) fahren müssen.
Welches Recht gilt für den Pendler
Gemäss Schweizer Arbeitsrecht gilt das Arbeitsortprinzip. Wer im Kanton Zürich arbeitet, unterliegt dem Zürcher Feiertagskalender.
- Wohnort Schwyz / Arbeitsort Zürich: Der Arbeitnehmer muss arbeiten. Der 19. März gilt für ihn nicht als freier Tag.
- Wohnort Zürich / Arbeitsort Luzern: Der Arbeitnehmer hat frei, da sein Betrieb im Kanton Luzern aufgrund des kantonalen Feiertagsgesetzes geschlossen bleiben muss. Er erhält für diesen Tag den vollen Lohn ohne Abzug von Ferientagen.
Arbeitgeber in der Stadt Zürich sind gesetzlich nicht verpflichtet, Mitarbeitenden aus Feiertagskantonen frei zu geben. In der Praxis gewähren viele Grossbetriebe (Versicherungen, Banken) jedoch die Möglichkeit zur Kompensation oder zum Homeoffice, da Schulen und Kitas am Wohnort der Mitarbeitenden geschlossen sind.
Ökonomische Aspekte: Der „Feiertagstourismus“ und seine Folgen für Zürich
Die Tatsache, dass der Josefstag am 19. März 2026 in der Zentralschweiz ein gesetzlicher Feiertag ist, im Kanton Zürich jedoch nicht, führt zu einer massiven Verschiebung der Konsumströme. Ökonomen bezeichnen dieses Phänomen als „interkantonalen Feiertagstourismus“. Während die Geschäfte in Luzern, Zug (in einigen Gemeinden) und Schwyz geschlossen bleiben, verzeichnen die Zürcher Einkaufszentren an diesem Donnerstag Spitzenwerte bei der Kundenfrequenz.
Fokus: Einkaufszentren und Gastronomie
Besonders betroffen sind Standorte mit guter Autobahnanbindung. Das Sihlcity (Zürich-Wiedikon) und das Glattzentrum (Wallisellen) kalkulieren für den 19. März 2026 mit einem Besucherplus von bis zu 30 % gegenüber einem normalen Donnerstag.
- Umsatzsteigerung: Branchenexperten schätzen, dass der Einzelhandel im Kanton Zürich an einem solchen „versetzten“ Feiertag zusätzliche Umsätze im einstelligen Millionenbereich generiert.
- Gastronomie: Auch die Zürcher Gastronomie, insbesondere rund um das Seebecken und die Bahnhofstrasse, profitiert von Ausflugsgästen aus den katholischen Kantonen.
Rechtliche Vertiefung: Feiertagsentschädigung und Pikettdienst
Die rechtliche Handhabung von Feiertagen ist im Arbeitsgesetz (ArG) sowie in den jeweiligen kantonalen Einführungsgesetzen geregelt. Für den März 2026 ergeben sich spezifische Fragen zur Entlohnung, wenn Betriebe kantonsübergreifend agieren.
Lohnfortzahlung am Josefstag
Gemäss Art. 110 der Bundesverfassung ist der 1. August der einzige eidgenössische Feiertag. Alle anderen Tage, wie der Josefstag am 19. März, sind den Sonntagen gleichgestellte Feiertage, sofern der Kanton dies so bestimmt hat.
- Anspruch: In Kantonen wie Schwyz oder Luzern haben Arbeitnehmer, die im Monatslohn angestellt sind, Anspruch auf den vollen Lohn, auch wenn sie nicht arbeiten.
- Stundenlöhner: Für Mitarbeitende im Stundenlohn besteht im Kanton Zürich am 19. März kein gesetzlicher Anspruch auf Feiertagsentschädigung. In den Feiertagskantonen hingegen hängt der Anspruch oft vom Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ab. Viele GAVs sehen vor, dass auch Stundenlöhner entschädigt werden müssen, wenn sie normalerweise an diesem Donnerstag gearbeitet hätten.
Pikettdienst und Notfalleinsätze
Für Unternehmen in Zürich, die Wartungsverträge für Kunden in der Zentralschweiz haben, ist der 19. März 2026 ein komplexer Tag. Da in Luzern Feiertag herrscht, gelten dort strengere Regeln für Sonntagsarbeit. Wenn ein Zürcher Techniker für eine Reparatur nach Luzern gerufen wird, muss geprüft werden, ob es sich um eine „dringende Notwendigkeit“ im Sinne des Arbeitsgesetzes handelt, um die sonntägliche Ruhezeit zu unterbrechen.
Infrastruktur und Transport: SBB-Sonderfahrpläne und Baustellenmanagement
Der öffentliche Verkehr in der Schweiz passt sich den kantonalen Gegebenheiten an, was im März 2026 zu einem hybriden Fahrplanmodell führt.
SBB und Regionalverkehr
Am 19. März 2026 gilt auf den Linien der SBB (Schweizerische Bundesbahnen) grundsätzlich der Werktagsfahrplan, da der Josefstag kein gesamtschweizerischer Feiertag ist. Es gibt jedoch Ausnahmen:
- Zentralschweizer S-Bahnen: Die S-Bahn-Linien innerhalb der Kantone Luzern und Zug verkehren teilweise nach dem Sonntagsfahrplan oder mit reduzierten Kompositionen.
- Angebotsverdichtung: Aufgrund des erwarteten Einkaufstourismus Richtung Zürich verstärken die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) oft die Frequenzen auf den Linien Richtung Einkaufszentren, während Pendlerzüge Richtung Zentralschweiz am Morgen weniger stark ausgelastet sind.
Baustellenstopp in Feiertagskantonen
Auf Baustellen in den Kantonen Uri, Schwyz und Luzern ruht am 19. März 2026 die Arbeit vollständig. Dies betrifft auch grosse Infrastrukturprojekte, an denen Zürcher Baufirmen beteiligt sind. Im Kanton Zürich hingegen laufen alle Baustellen, einschliesslich der grossen Projekte rund um den Ausbau des Zürcher Hauptbahnhofs und der Limmattalbahn, ohne Unterbrechung weiter.

Bildungswesen: Schulferien und schulfreie Tage
Die Bildungslandschaft im März 2026 zeigt ebenfalls die föderale Zersplitterung. Während im Kanton Zürich am 19. März regulärer Unterricht in allen Volksschulen und Gymnasien stattfindet, ist in den Nachbarkantonen schulfrei.
Auswirkungen auf Lehrkräfte und Eltern
- Lehrpersonen: Lehrkräfte, die im Kanton Zürich unterrichten, aber in Schwyz wohnen, müssen zur Arbeit erscheinen. Da ihre eigenen Kinder in Schwyz schulfrei haben, entsteht ein erhöhter Bedarf an privater Kinderbetreuung im März.
- Universitäten: Die Universität Zürich (UZH) und die ETH Zürich kennen den Josefstag nicht als akademischen Feiertag. Vorlesungen und Prüfungen finden am 19. März 2026 regulär statt. Studierende aus der Zentralschweiz müssen trotz des Feiertags in ihrem Heimatkanton zu den Lehrveranstaltungen in Zürich erscheinen.
Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen für Unternehmen
Für Firmen im Wirtschaftsraum Zürich lässt sich die Strategie für den März 2026 wie folgt zusammenfassen:
- Personalplanung: Identifizieren Sie frühzeitig Mitarbeitende mit Wohnsitz in Feiertagskantonen. Bieten Sie flexible Lösungen (Homeoffice) an, falls die Kinderbetreuung aufgrund geschlossener Schulen am 19. März problematisch ist.
- Lieferketten: Avisieren Sie Kunden in der Zentralschweiz, dass am 19. März keine Regellieferungen erfolgen können. Nutzen Sie den Tag für interne Logistikoptimierungen oder verstärkte Belieferung der Ostschweiz (St. Gallen/Thurgau), wo Normalbetrieb herrscht.
- Marketing: Einzelhändler in Zürich können gezielte Werbekampagnen für Kunden aus Luzern und Schwyz schalten, um den Josefstag als „Shopping-Erlebnis“ in der Limmatstadt zu positionieren.
Auswirkungen auf den Finanzplatz und Behördenwege
Der 19. März 2026 hat Auswirkungen auf das Fristenwesen bei Gerichten und Behörden. Wenn das Ende einer gesetzlichen Frist auf einen staatlich anerkannten Feiertag fällt, verlängert sich diese bis zum nächsten Werktag. Da der Josefstag in Zürich kein Feiertag ist, laufen alle Fristen bei Zürcher Gerichten (z.B. Bezirksgericht Zürich am Badenerstrasse 90) regulär ab. Wer jedoch eine Eingabe an ein Gericht im Kanton Schwyz machen muss, profitiert von der Fristverlängerung bis zum 20. März.
Bankwesen und Zahlungsverkehr
Die SIX Interbank Clearing AG mit Sitz in Zürich betreibt die Zahlungssysteme am 19. März 2026 ohne Einschränkungen, da der Tag kein Bankfeiertag gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) für den Standort Zürich ist. Überweisungen von einer Zürcher Bank zu einer Bank in Luzern werden jedoch erst am Folgetag wertgestellt, wenn die dortigen Institute ihre Verarbeitungssysteme im Feiertagsmodus betreiben.
Tipps für Bürger und Unternehmen
Um den März 2026 effizient zu gestalten, sollten folgende Schritte beachtet werden:
- Logistik-Check: Planen Sie Lieferungen in die Zentralschweiz für den 18. oder 20. März. Vermeiden Sie den 19. März aufgrund der geschlossenen Warenannahmen.
- Terminkoordination: Prüfen Sie Termine bei Notariaten oder Anwaltskanzleien. In Schwyz und Luzern sind diese am 19. März nicht besetzt.
- Einkaufsplanung: Erwarten Sie im Kanton Zürich am 19. März ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in Einkaufszentren wie dem Glatt oder dem Shoppi Tivoli, da viele „Feiertagstouristen“ aus den Nachbarkantonen zum Shoppen kommen.
- Informationsquellen: Nutzen Sie die offizielle App der SBB für den Fahrplan, da regionale Buslinien in den Feiertagskantonen auf den Sonntagsfahrplan umstellen.
Die Bedeutung für das gesellschaftliche Gefüge
Das Nebeneinander von Werktag und Feiertag im März 2026 illustriert die Komplexität des Schweizer Föderalismus. Während Zürich die wirtschaftliche Kontinuität priorisiert, bewahren die Zentralschweizer Kantone ihre religiöse Identität. Für die Bevölkerung bedeutet dies eine ständige Anpassung an regionale Gegebenheiten. Die ökonomische Vernetzung sorgt dafür, dass ein „freier Tag“ in Luzern unmittelbare Auswirkungen auf die Kundenfrequenz und den Verkehr im Kanton Zürich hat.
Letztlich ist der März 2026 ein Beispiel für die Schweizer Fähigkeit, trotz unterschiedlicher Kalender und Traditionen ein funktionierendes Gesamtsystem aufrechtzuerhalten. Für den Einzelnen bedeutet dies vor allem: Informationen vorab prüfen (via www.feiertagskalender.ch oder kantonale Webseiten), um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen.
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