Bei der 82. Austragung des Inferno-Abfahrtsrennens in Mürren kam es am Samstag, dem 23. Januar 2026, zu einem tragischen Zwischenfall. Ein 69-jähriger Teilnehmer brach nur 100 Meter vor dem Ziel zusammen und verstarb trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch das Rettungsteam. Das Organisationskomitee (OK) entschied daraufhin, das Rennen erstmals in seiner 98-jährigen Geschichte abzubrechen, wertete aber die bis dahin erzielten Ergebnisse. Insgesamt nahmen rund 1850 Skifahrer an der Veranstaltung teil. Die Siegerehrung und Feierlichkeiten im Sportzentrum Mürren wurden angepasst durchgeführt. Darüber berichtet NUME unter Berufung auf die offizielle Website der Inferno-Abfahrt in Mürren.

Zusammenbruch des Teilnehmers und Abbruch des Rennens

OK-Präsident Christoph Egger erklärte:
„Der Rennfahrer brach etwa 100 Meter vor dem Ziel zusammen. Unsere Rettungskräfte haben sofort mit der Wiederbelebung begonnen. Leider konnten wir nur noch den Tod feststellen.“

Nach dem Vorfall habe das Organisationskomitee gemeinsam mit der Rennleitung entschieden, das Rennen abzubrechen. Die Ergebnisse bis zum Zeitpunkt des Abbruchs wurden jedoch gewertet.

Offizielle Resultate bis zum Abbruch:

KategoriePlatz 1Platz 2Platz 3
HerrenMathias Reber (Niedersimmental)Michel Stähli (Grund/Gstaad)Elia Saurer (Aeschlen)
DamenMichelle Hurni (Unterseen)Arianne Wenger (Niedersimmental)Lara Stern (Bönigen)

OK-Vizepräsident Bernhard Spörri ergänzte:
„Wir mussten die Siegerehrung und Feierlichkeiten im Sportzentrum Mürren in einem angepassten Rahmen durchführen, um dem Vorfall Rechnung zu tragen.“

Maßnahmen des Organisationskomitees

Das OK teilte mit, dass folgende Maßnahmen unmittelbar nach dem Zwischenfall umgesetzt wurden:

  1. Abbruch des laufenden Rennens
  2. Sicherstellung der medizinischen Versorgung vor Ort
  3. Kommunikation mit Teilnehmern, Helfern und Behörden
  4. Anpassung der Siegerehrung und Öffentlichkeitsinformationen

Rettungskräfte und Sanitäter waren während der gesamten Strecke präsent, um im Notfall schnell eingreifen zu können.

Offizielle Empfehlungen und Hinweise für Teilnehmer

Das OK weist Teilnehmer und Zuschauer darauf hin, dass bei Notfällen:

  • sofort die Rettungskräfte über die Notfallnummer 144 oder die Streckenposten informiert werden sollen
  • präzise Standortangaben gemacht werden (z. B. Kilometerpunkt oder markante Strecke)
  • keine eigenständigen Wiederbelebungsmaßnahmen ohne Ausbildung unternommen werden sollen

Teilnehmer müssen außerdem alle vorgeschriebenen Unterlagen bereithalten, darunter:

  • Anmeldeformular vollständig ausgefüllt
  • Ärztliches Attest über Wettkampftauglichkeit
  • Vollständige Sicherheitsausrüstung

Reaktionen und Bedeutung für das Rennen

Christoph Egger betonte:
„Dies ist der erste Todesfall in der 98-jährigen Geschichte des Inferno-Rennens. Trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen zeigt der Vorfall, dass Extremsportarten Risiken bergen.“

Bernhard Spörri ergänzte:
„Unsere Priorität liegt jetzt darin, die Abläufe zu prüfen, die Sicherheit für Teilnehmer zu erhöhen und die medizinische Absicherung weiter zu verbessern.“

Für die Bevölkerung und die Rennteilnehmer bedeutet dies, dass bei zukünftigen Veranstaltungen noch größere Vorsicht und strikte Einhaltung der Sicherheitsregeln erforderlich ist.

Einfluss auf das Rennen und zukünftige Veranstaltungen

Der Todesfall hat direkte Folgen für das Inferno-Rennen:

  • Zukünftige Veranstaltungen werden mit erhöhter medizinischer Präsenz und schnellerer Alarmierungssystematik durchgeführt
  • Teilnehmer über 60 Jahre sollen verstärkt ärztlich überprüft werden
  • Streckenposten erhalten erweiterte Schulungen für Notfallsituationen

Egger betonte:
„Wir setzen alles daran, dass die Veranstaltung weiterhin sicher abläuft. Die Risikobereitschaft der Teilnehmer bleibt hoch, aber wir müssen vorbereitet sein.“

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