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ROM, 1. Februar 2026. Ab diesem Datum wird der direkte Zugang zum weltberühmten Trevi-Brunnen im historischen Zentrum Roms kostenpflichtig. Touristinnen und Touristen müssen künftig zwei Euro Eintritt bezahlen, um sich im unmittelbar abgesperrten Bereich vor der Fontana di Trevi aufzuhalten. Für Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Rom bleibt der Zugang weiterhin kostenlos.

Wie die NUME Redaktion berichtet, stützt sich die Entscheidung auf offizielle Mitteilungen der Stadtverwaltung Rom sowie auf Berichte italienischer Leitmedien. Ziel der Massnahme ist es, den zunehmenden Massentourismus zu regulieren, den Brunnen besser zu schützen und die Aufenthaltsqualität vor Ort zu verbessern.

Was genau ab Februar 2026 gilt

Der neue Eintrittspreis betrifft ausschliesslich den direkten Aufenthaltsbereich unmittelbar vor dem Brunnen. Die angrenzenden Strassen und Plätze bleiben weiterhin frei zugänglich. Geplant ist zudem ein kontrolliertes Zugangssystem mit zeitlich begrenzten Slots, um Besucherströme besser zu steuern und Überfüllung zu vermeiden.

An Spitzentagen halten sich bislang bis zu 30’000 Personen täglich am Trevi-Brunnen auf. Jährlich sind es mehrere Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Die Einnahmen aus dem Eintritt sollen zweckgebunden in Erhalt, Reinigung, Sicherheit und Besucherlenkung fliessen.

Teil eines landesweiten Kurses gegen Overtourism

Rom folgt mit dieser Massnahme einem Trend, der sich in mehreren italienischen Städten abzeichnet. Venedig erhebt bereits eine Tagesgebühr für Tagesbesucher, Verona verlangt Eintritt für den Zugang zur Julia-Statue. Ziel ist es, historische Zentren vor Übernutzung zu schützen und den Tourismus nachhaltiger zu gestalten.

Der Trevi-Brunnen gilt dabei als besonders sensibler Ort: Kaum ein Monument in Rom wird so stark frequentiert, fotografiert und beansprucht wie dieser Platz.

Geschichte und architektonische Bedeutung

Der Trevi-Brunnen wurde in seiner heutigen Form 1762 fertiggestellt. Die Entwürfe stammen vom Architekten Nicola Salvi, die Vollendung übernahm Giuseppe Pannini. Der Brunnen markiert den Endpunkt des antiken Aquädukts Aqua Virgo, das seit der Römerzeit Wasser in die Stadt leitet.

Im Zentrum der monumentalen Anlage steht die Figur des Meeresgottes Oceanus, eingebettet in eine palastartige Fassade. Die Verbindung von antiker Wassertechnik, barocker Architektur und urbanem Raum macht den Trevi-Brunnen zu einem der bedeutendsten Kunstwerke des öffentlichen Raums in Europa.

Münzwurf, Mythen und Zahlen

Der Münzwurf in den Trevi-Brunnen zählt zu den bekanntesten touristischen Ritualen Europas, ist jedoch jünger, als oft angenommen wird. Die heute verbreitete Regel — eine Münze mit der rechten Hand über die rechte Schulter — setzte sich erst im 19. Jahrhundert durch, zeitgleich mit dem Aufkommen des modernen Städtetourismus. Ursprünglich galt der Münzwurf als stilles Versprechen, nach Rom zurückzukehren.

Spätere Deutungen kamen hinzu: Zwei Münzen sollen Liebe bringen, drei Münzen Trennung oder einen Neuanfang symbolisieren. Diese Varianten sind historisch nicht belegt und gelten als populärkulturelle Erweiterungen, verbreitet durch Filme, Reiseführer und soziale Medien.

Die Dimensionen sind dennoch real: jährlich landen schätzungsweise 1 bis 1,5 Millionen Euro im Becken des Brunnens. Die Münzen werden regelmässig von städtischen Diensten eingesammelt und vollständig an soziale Einrichtungen weitergeleitet, unter anderem an Caritas Romana, die damit Armuts- und Hilfsprogramme finanziert. Gleichzeitig stellen Metallablagerungen und Wasserchemie eine Belastung für das Denkmal dar — ein weiterer Grund für die neue Zugangskontrolle.

Was sich ab 1. Februar 2026 für Touristen in Italien am Trevi-Brunnen ändert

Warum sich ein Besuch weiterhin lohnt

Trotz Eintrittsgebühr bleibt der Trevi-Brunnen ein zentraler Anziehungspunkt. Die Stadt verspricht sich von der Regulierung mehr Ruhe, bessere Sichtverhältnisse und kürzere Aufenthaltszeiten, insbesondere ausserhalb der Hochsaison. Im Vergleich zu Museumseintritten oder geführten Besichtigungen gilt der Preis von zwei Euro als moderat.

Praktische Informationen für Besucherinnen und Besucher

Adresse:
Piazza di Trevi, 00187 Roma, Italien

Eintritt:
– Ab 1. Februar 2026: 2 Euro
– Kostenlos für Einwohnerinnen und Einwohner Roms

Öffnungszeiten:
Täglich, voraussichtlich mit zeitlich begrenztem Zutrittssystem
Abend- und Nachtzugang abhängig von Regelung und Auslastung

Buchung:
Ein offizielles Online-Reservierungssystem ist angekündigt. Details sollen vor Inkrafttreten veröffentlicht werden.

Mit der Einführung des Eintrittspreises verändert Rom den Umgang mit einem seiner bekanntesten Wahrzeichen. Der freie Zugang wird nicht abgeschafft, sondern neu organisiert. Ziel ist ein Gleichgewicht zwischen öffentlicher Zugänglichkeit, Schutz des Kulturerbes und der Realität des globalen Tourismus.

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