Am Freitagmittag kam es in Urtenen-Schönbühl im Kanton Bern zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Auf der Bernstrasse wurde eine Frau von einem Lieferwagen erfasst und dabei schwer verletzt. Der Fahrer des Lieferwagens setzte seine Fahrt fort, ohne anzuhalten. Drei Personen wurden insgesamt verletzt, zwei davon leicht. Mehrere Ambulanzteams sowie ein Notarzt waren im Einsatz. Der Unfall ereignete sich im Bereich einer stark frequentierten Verkehrsachse nahe der Autobahn A6. Die Kantonspolizei Bern leitete Ermittlungen ein und sucht Zeuginnen und Zeugen. Über den Vorfall berichtet die NUME.ch unter Berufung auf die Blick.

Unfallhergang auf der Bernstrasse in Urtenen-Schönbühl

Der Unfall ereignete sich am Freitag gegen Mittag auf der Bernstrasse in Urtenen-Schönbühl BE. Nach Angaben der Kantonspolizei Bern wollte ein aus Richtung Moosseedorf kommendes Personenauto nach links auf die Autobahn A6 in Richtung Biel abbiegen. Dabei kam es zu einer Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. In der Folge prallte das abbiegende Auto zusätzlich in ein drittes Fahrzeug, das sich ebenfalls im Kreuzungsbereich befand.

Durch die Kollisionen entstand eine unübersichtliche Verkehrssituation. Trümmerteile lagen auf der Fahrbahn, mehrere Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. In diesem Zusammenhang wurde eine Beifahrerin eines der beteiligten Fahrzeuge von einem Lieferwagen erfasst, der sich durch den Unfallbereich bewegte.

Schwer verletzte Frau nach Kollision mit Lieferwagen

Die Frau wurde nach Polizeiangaben von einem grauen Lieferwagen mit roter Beschriftung erfasst. Der Lieferwagen fuhr nach dem Zusammenstoss weiter in Richtung Schönbühltunnel, ohne anzuhalten oder Hilfe zu leisten. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und musste umgehend medizinisch versorgt werden.

Sie wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht. Zwei weitere am Unfall beteiligte Personen erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt waren drei Ambulanzteams sowie ein Notarzt im Einsatz. Die medizinischen Einsatzkräfte waren während mehrerer Stunden vor Ort, um die Verletzten zu betreuen und den Abtransport zu koordinieren.

Einsatzkräfte und Rettungsmassnahmen vor Ort

Unmittelbar nach dem Unfall wurden die Rettungsdienste alarmiert. Die Einsatzleitung koordinierte drei Ambulanzteams und einen Notarzt. Die schwer verletzte Frau wurde stabilisiert und unter ärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus transportiert. Die beiden leicht verletzten Personen wurden ebenfalls medizinisch untersucht und versorgt.

Parallel dazu sicherten Feuerwehr und Polizei die Unfallstelle. Auslaufende Flüssigkeiten wurden gebunden, beschädigte Fahrzeuge entfernt und der Verkehr umgeleitet. Die Polizei dokumentierte den Unfallhergang und sicherte Spuren für die weiteren Ermittlungen.

Sachschäden und beteiligte Fahrzeuge

Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden mindestens drei Fahrzeuge stark beschädigt. Bilder vom Unfallort zeigen einen roten Suzuki mit erheblichen Front- und Seitenschäden sowie einen dunkelgrauen Peugeot, der ebenfalls schwere Beschädigungen aufweist. Der Lieferwagen, der die Frau erfasste, entfernte sich vom Unfallort und wurde bislang nicht identifiziert.

Der entstandene Sachschaden wurde von der Polizei noch nicht beziffert. Die Ermittlungen zur genauen Schadenshöhe und zur Verantwortlichkeit der beteiligten Fahrzeuglenker dauern an.

Verkehrsbehinderungen und Sperrungen

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Autobahnausfahrt Schönbühl sowie die Bernstrasse ab der Kreuzung Industriestrasse bis zum Schönbühltunnel wurden für mehrere Stunden vollständig gesperrt.

Der Verkehr wurde grossräumig umgeleitet. Pendlerinnen und Pendler mussten mit längeren Fahrzeiten rechnen. Die Polizei informierte über lokale Verkehrsmeldungen und bat Verkehrsteilnehmende, den betroffenen Bereich zu meiden. Erst nach Abschluss der Reinigungs- und Sicherungsarbeiten konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

Ermittlungen der Kantonspolizei Bern

Die Kantonspolizei Bern hat umgehend Ermittlungen aufgenommen. Ziel ist es, den genauen Ablauf des Unfalls zu rekonstruieren und insbesondere den Lieferwagen sowie dessen Fahrer zu identifizieren. Die Ermittler prüfen Videoaufnahmen aus dem Umfeld, darunter mögliche Aufzeichnungen von Verkehrskameras oder privaten Überwachungssystemen.

Auch Zeugenaussagen spielen eine zentrale Rolle. Die Polizei bittet Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum grauen Lieferwagen mit roter Beschriftung geben können, sich zu melden.

Zeugenaufruf und Kontaktmöglichkeiten

Die Kantonspolizei Bern ruft Zeuginnen und Zeugen auf, sich zu melden, wenn sie Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Lieferwagen machen können. Hinweise werden unter der Telefonnummer +41 31 303 26 31 entgegengenommen. Meldungen können auch bei jeder Polizeidienststelle im Kanton Bern gemacht werden.

Die Polizei weist darauf hin, dass auch scheinbar nebensächliche Beobachtungen hilfreich sein können, etwa zur Fahrtrichtung, zum Kennzeichen oder zu besonderen Merkmalen des Lieferwagens.

Rechtliche Einordnung: Fahrerflucht im Schweizer Strassenverkehr

Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort stellt nach Schweizer Recht eine Straftat dar. Gemäss Strassenverkehrsgesetz sind Fahrzeuglenker verpflichtet, nach einem Unfall anzuhalten, Hilfe zu leisten und ihre Personalien anzugeben. Insbesondere bei Unfällen mit Verletzten drohen empfindliche strafrechtliche Konsequenzen.

Im vorliegenden Fall prüfen die Behörden den Tatbestand der Fahrerflucht sowie mögliche weitere Delikte. Die Ermittlungen richten sich gegen unbekannt, solange der Fahrer des Lieferwagens nicht identifiziert ist.

Was Betroffene und Zeugen tun können

Personen, die direkt oder indirekt vom Unfall betroffen sind, können sich an die Kantonspolizei Bern wenden. Für Zeuginnen und Zeugen gilt:

– Beobachtungen möglichst zeitnah melden
– Gesehene Kennzeichen oder Fahrzeugmerkmale notieren
– Eigene Kontaktdaten für Rückfragen hinterlassen

Auch Verkehrsteilnehmende, die über Dashcam-Aufnahmen verfügen, werden gebeten, diese der Polizei zur Verfügung zu stellen.

Bedeutung des Unfalls für die Region

Der Unfall auf der Bernstrasse in Urtenen-Schönbühl zeigt die Risiken an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten. Die Ermittlungen der Polizei sollen klären, wie es zur Kollision kam und welche Rolle die einzelnen Beteiligten spielten. Für die Bevölkerung der Region ist der Vorfall vor allem mit Blick auf Verkehrssicherheit und das Verhalten nach Unfällen relevant.

Der laufende Zeugenaufruf unterstreicht die Bedeutung von Hinweisen aus der Bevölkerung, um den flüchtigen Lieferwagen zu identifizieren und den Unfall vollständig aufzuklären.

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