In Russland wurde am Sonntag, dem 22. Februar, über einen mutmaßlichen Angriff unbekannter Drohnen auf Moskau berichtet. Der zivile Luftverkehr in der russischen Hauptstadt wurde zeitweise eingeschränkt, mehrere große Flughäfen stellten ihren Betrieb vorübergehend ein. Wie Redaktion Nume Schweiz unter Berufung auf Mitteilungen des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin sowie russische Medien berichtet, reagierten die Behörden mit sofortigen Sicherheitsmaßnahmen, während offizielle Stellen von abgewehrten Flugobjekten und herabgefallenen Trümmern sprachen.

Einschränkungen im Luftverkehr

Nach Angaben der russischen Luftfahrtbehörde Rosawiazija wurden vorübergehende Beschränkungen für Starts und Landungen an mehreren Moskauer Flughäfen verhängt. Betroffen waren unter anderem Wnukowo, Domodedowo, Schukowski sowie Scheremetjewo. Passagiere wurden darüber informiert, dass es zu längeren Wartezeiten kommen könne. In offiziellen Hinweisen war von „Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit“ die Rede, die eine verzögerte Abfertigung von Flügen erforderlich machten. Details zur Dauer der Einschränkungen oder zur Anzahl betroffener Flüge wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Angaben der Stadtverwaltung

Bürgermeister Sobjanin erklärte über seinen offiziellen Telegram-Kanal, dass die russische Luftabwehr angeblich sieben Drohnen abgefangen habe, die sich in Richtung Moskau bewegt hätten. Nach Darstellung der Stadtverwaltung sei es zu keinen schwerwiegenden Schäden gekommen. Meldungen über Explosionen oder Einschläge wurden von offizieller Seite nicht bestätigt. Wie in vergleichbaren Fällen verwiesen die Moskauer Behörden darauf, dass Berichte über Schäden in Wohngebieten oder an Infrastruktur auf herabfallende Trümmer abgeschossener Fluggeräte zurückzuführen seien. Unabhängige Bestätigungen dieser Angaben lagen zunächst nicht vor.

Wiederholte Vorfälle in der russischen Hauptstadt

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Meldungen der vergangenen Monate ein. Bereits am 15. Februar war Moskau nach offiziellen Angaben seit den frühen Morgenstunden Ziel mehrerer Drohnen gewesen. Auch damals wurden Flughäfen zeitweise geschlossen, und die Behörden berichteten über Trümmerfunde in verschiedenen Stadtteilen. In der Neujahrsnacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar meldete die Moskauer Stadtverwaltung ebenfalls einen Drohnenangriff. Während Bürgermeister Sobjanin über die Abwehr mehrerer unbemannter Fluggeräte berichtete, wurde parallel der Flughafen Domodedowo vorübergehend geschlossen. Der Zeitpunkt sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit, da der Vorfall offenbar während der Neujahrsansprache des russischen Präsidenten stattfand.

Auch in der Nacht zum 15. Dezember 2025 hatten russische Medien über Drohnenaktivitäten über Moskau und dem Umland berichtet. Infolge dessen wurden die Flughäfen Domodedowo und Schukowski zeitweise gesperrt. Offizielle Stellen erklärten auch in diesem Fall, dass die Situation unter Kontrolle sei und keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

Sicherheitslage und Informationspolitik

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind Berichte über Drohnenangriffe auf russisches Staatsgebiet deutlich häufiger geworden. Die russischen Behörden veröffentlichen in solchen Fällen in der Regel nur begrenzte Informationen. Schäden werden meist als geringfügig dargestellt und mit herabfallenden Trümmern erklärt. Unabhängige Medien und internationale Beobachter weisen darauf hin, dass eine Überprüfung dieser Angaben oftmals nicht möglich ist. Bilder oder Videos aus sozialen Netzwerken werden von offiziellen Stellen häufig kommentarlos gelassen oder als unzuverlässig eingestuft.

Auswirkungen auf den zivilen Alltag

Die wiederholten Sperrungen des Moskauer Luftraums führen regelmäßig zu erheblichen Einschränkungen für den zivilen Flugverkehr. Neben Verspätungen und Flugausfällen berichten Passagiere über chaotische Zustände in den Terminals, insbesondere bei kurzfristig verhängten Start- und Landeverboten. Fluggesellschaften sind in solchen Situationen verpflichtet, Passagiere umzubuchen oder zu betreuen. Konkrete Angaben zu Entschädigungen oder Ersatzleistungen wurden im Zusammenhang mit dem aktuellen Vorfall nicht gemacht.

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