Microsoft hat eine grundlegende Änderung an der Bereitstellungsstrategie von Windows 11 angekündigt, die erhebliche Auswirkungen auf die Schweizer IT-Landschaft im Jahr 2026 haben wird. Ab den kommenden Plattform-Releases, die auf die Version 25H2 folgen, wird das .NET Framework 3.5 nicht mehr als integraler, optionaler Bestandteil des Betriebssystems mitgeliefert. Schweizer Unternehmen und Privatanwender, die auf ältere Fachanwendungen angewiesen sind, müssen diese Komponente künftig aktiv über die Cloud-Infrastruktur von Microsoft beziehen. Während bestehende Installationen bis Version 25H2 sowie das kostenpflichtige ESU-Programm für Windows 10 unberührt bleiben, markiert dieser Schritt die finale Konsolidierung des Systems vor dem Support-Ende des Frameworks am 9. Januar 2029, berichtet die Redaktion von Nume.ch unter Berufung auf microsoft.

Auswirkungen auf den Schweizer Mittelstand und Industrie 4.0

In der Schweiz, insbesondere im Industriesektor und bei kleinen bis mittleren Unternehmen (KMU), wird das .NET Framework 3.5 nach wie vor zur Steuerung von älteren ERP-Systemen, Buchhaltungssoftware oder proprietären Maschinensteuerungen genutzt. Bisher waren die benötigten Quelldateien direkt im Windows-Image enthalten und konnten ohne externen Download aktiviert werden.

Künftig erfordert die Aktivierung zwingend eine Verbindung zu den Windows-Update-Servern. Für Schweizer Firmen mit restriktiven Firewall-Regeln oder Offline-Umgebungen in der Produktion bedeutet dies eine Umstellung der Deployment-Prozesse. Ohne manuelle Intervention werden betroffene Programme beim Starten den Fehlercode 0x800F0954 ausgeben. Administratoren müssen die Komponente nun explizit in die Software-Verteilung (z. B. via Microsoft Endpoint Configuration Manager) aufnehmen.

Das neue Windows 11 Startmenü: Ergonomie und Datenschutz

Parallel zur technischen Anpassung rollt Microsoft im Februar 2026 ein überarbeitetes Startmenü aus. Für Schweizer Anwender, die Wert auf eine effiziente Arbeitsweise legen, bietet das neue Design eine vertikale Ausdehnung auf bis zu 90 Prozent der Bildschirmhöhe. Dies reduziert die Notwendigkeit des Scrollens in umfangreichen App-Listen erheblich.

Eine zentrale Neuerung ist die automatische Kategorisierung von Applikationen in Gruppen wie „Produktivität“ oder „Engineering“. In Bezug auf den Datenschutz – ein in der Schweiz besonders sensibles Thema – hat Microsoft die Steuerung der „Empfohlen“-Sektion präzisiert. Nutzer können die Anzeige zuletzt verwendeter Dokumente nun detaillierter unterbinden, wobei zu beachten ist, dass dies auch die Sprunglisten in der Taskleiste beeinflusst.

Handlungsempfehlungen für IT-Verantwortliche in der Schweiz

Um die Betriebskontinuität sicherzustellen, sollten IT-Verantwortliche ihre Software-Inventur dahingehend prüfen, welche Legacy-Anwendungen weiterhin auf die Version 3.5 angewiesen sind.

Installationsmethoden für .NET Framework 3.5 ab 2026

MethodeZielgruppeUmsetzung in der Schweiz
Windows-FeaturesEinzelnutzerAktivierung über Einstellungen (Internetverbindung via Swisscom/Sunrise erforderlich)
DISM-BefehlSystemadministratorendism /online /enable-feature /featurename:NetFX3 /all über die PowerShell
Lokale Quelle (Side-by-Side)Industrie-PCs (Offline)Bereitstellung via /Source-Parameter von einem internen Server oder USB-Medium
GruppenrichtlinienKMU/KonzerneZentrale Steuerung über das Active Directory zur Freigabe optionaler Komponenten

Besonders für Nutzer des Windows 10 ESU-Programms bleibt der Zugriff auf .NET 3.5 bis zum Ende der verlängerten Support-Laufzeit stabil. Bei der Neuanschaffung von Hardware mit künftigen Windows 11-Builds ist die manuelle Nachinstallation jedoch unumgänglich.

Verifizierung und Support-Ressourcen

Microsoft verweist für technische Details auf das Portal Microsoft Learn. Schweizer Anwender können bei Problemen zudem auf die regionalen Support-Seiten unter support.microsoft zugreifen. Dort finden sich spezifische Anleitungen zur Fehlerbehebung bei fehlgeschlagenen Framework-Installationen in komplexen Netzwerkumgebungen.

Die Entscheidung von Microsoft unterstreicht das Ziel, das Betriebssystem durch das Entfernen alter Code-Bibliotheken sicherer und performanter zu machen. Während die optische Modernisierung des Startmenüs den Workflow verbessert, erfordert die technische Ausgliederung von Systemkomponenten eine proaktivere Wartung durch den Anwender.

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