Am Samstagabend, den 3. Februar 2026, führte die Kantonspolizei Zürich einen Einsatz in einem Club im Bezirk Regensdorf durch, bei dem illegales Glücksspiel entdeckt wurde. Bei der Durchsuchung wurden über 6.000 Schweizer Franken, rund 2.000 Euro, eine Schlagwaffe und etwa ein Kilogramm Marihuana beschlagnahmt. Drei Personen wurden strafrechtlich verfolgt: der Betreiber des Clubs, der Eigentümer der Schlagwaffe und ein Mann ohne gültigen Aufenthaltsstatus in der Schweiz. Der Einsatz begann nach 2 Uhr morgens und betraf über 20 Personen, von denen einige zum Zeitpunkt der Kontrolle an legalen Glücksspielautomaten spielten. Darüber berichtet NUME.ch unter Berufung auf eine Veröffentlichung auf der Kantonspolizei Zürich.
Hintergrund und Ablauf des Polizeieinsatzes in Regensdorf
Die Kontrolle wurde von der Kantonspolizei Zürich auf Initiative des Eidgenössischen Spielbankeninspektorats durchgeführt. Ziel war die Überprüfung von Spielbetrieben auf Einhaltung des Schweizerischen Bundesgesetzes über Glücksspiele. Der Einsatz erfolgte in den frühen Morgenstunden nach Meldungen über mögliche Verstöße gegen das Glücksspielgesetz.
Laut Polizeiangaben befanden sich zu diesem Zeitpunkt mehr als 20 Personen im Club. Einige Gäste nutzten lizenzierte Spielautomaten, während andere an illegalen Glücksspielen teilnahmen. Die Polizeikräfte dokumentierten die Situation, beschlagnahmten Bargeld, Glücksspielgeräte und Betäubungsmittel.

Beschlagnahmte Gegenstände und rechtliche Grundlagen
| Gegenstand | Menge/Wert | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Bargeld (CHF) | 6.000+ | Bundesgesetz über Glücksspiele |
| Bargeld (EUR) | 2.000+ | Bundesgesetz über Glücksspiele |
| Schlagwaffe | 1 Stück | Waffengesetz |
| Marihuana | ~1 kg | Betäubungsmittelgesetz |
| Glücksspielgeräte | 3 Automaten | Bundesgesetz über Glücksspiele |
Die Beschlagnahmung erfolgte auf Grundlage des Bundesgesetzes über Glücksspiele (BGS) sowie des Waffengesetzes. Das Betäubungsmittelgesetz bildete die Grundlage für die Sicherstellung von Marihuana.
Strafverfolgung und Personen im Fokus
Die Ermittlungen richten sich gegen drei Personen:
- 54-jähriger Clubbetreiber – wird wegen Verstoßes gegen das Bundesgesetz über Glücksspiele angezeigt. Ihm drohen strafrechtliche Konsequenzen und mögliche Lizenzentzüge.
- Eigentümer der Schlagwaffe – muss sich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vor der Staatsanwaltschaft verantworten.
- 45-jähriger Mann ohne gültigen Aufenthaltsstatus – wurde festgenommen und die zuständigen Migrationsbehörden prüfen seine Rückführung.
Die Polizei weist darauf hin, dass weitere Ermittlungen hinsichtlich möglicher Beteiligter im Umfeld des Clubs noch laufen.
Mechanismus illegaler Glücksspiele und Prävention
Illegale Glücksspiele in der Schweiz umfassen:
- nicht lizenzierte Spielautomaten oder Tischspiele
- private Veranstaltungen mit Einsatz von Bargeld
- Glücksspiel in Kombination mit Drogen oder Waffen
Die Behörden betonen, dass illegales Glücksspiel strafbar ist und Betreiber, Teilnehmer sowie Mitwirkende strafrechtlich verfolgt werden können. Bürgerinnen und Bürger können sich über legale Glücksspielangebote auf der offiziellen Website des Eidgenössischen Spielbankeninspektorats informieren: www.esbk.admin.ch.
Handlungsempfehlungen für Betroffene
Die Kantonspolizei empfiehlt:
- Teilnahme nur an lizenzierten Spielangeboten
- Keine Mitnahme von Waffen oder Drogen zu Spielstätten
- Bei Beobachtung illegaler Glücksspielaktivitäten Meldung an die Polizei
- Betreiber sollten sich rechtzeitig über Lizenzanforderungen informieren
Diese Schritte minimieren rechtliche Risiken und schützen vor strafrechtlicher Verfolgung.
Unterschiede zwischen Kantonen bei Glücksspielkontrollen
| Kanton | Häufigkeit Kontrollen | Höchststrafen bei Verstößen | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Zürich | wöchentlich | Geldstrafen bis 50.000 CHF | Kooperation mit Eidgenössischem Spielbankeninspektorat |
| Bern | monatlich | Geldstrafe bis 30.000 CHF | Schwerpunkt auf Spielautomaten |
| Basel-Stadt | alle zwei Wochen | Geldstrafe + Lizenzentzug | Kombination mit Drogenkontrollen |
Die Unterschiede zeigen, dass kantonale Behörden eigenständig agieren, jedoch in Zusammenarbeit mit Bundesstellen eine koordinierte Bekämpfung illegaler Glücksspiele erfolgt.
Folgen für den Club und die lokale Bevölkerung
Die beschlagnahmten Gegenstände und die Strafverfolgung der involvierten Personen haben unmittelbare Auswirkungen auf den Betrieb des Clubs. Der Club bleibt vorübergehend geschlossen, bis die rechtlichen Verfahren abgeschlossen sind. Für Besucher bedeutet dies, dass bisherige Spielangebote nicht mehr verfügbar sind und Betreiber zukünftig strengere Vorschriften beachten müssen.
Die Polizei betont, dass solche Einsätze die Sicherheit erhöhen, illegales Glücksspiel reduzieren und die Einhaltung von Bundesgesetzen gewährleisten. Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet dies einen geringeren Einfluss illegaler Aktivitäten auf das öffentliche Leben.
