Am Sonntag, 28. Dezember 2025, treffen die Weltnummer 1 Aryna Sabalenka und Tennis-Showman Nick Kyrgios in Dubai beim offiziell betitelten „Battle of the Sexes – The Dubai Showdown“ aufeinander. Gespielt wird in der Coca-Cola Arena, einer der modernsten Indoor-Arenen des Nahen Ostens, die regelmässig für internationale Sport- und Entertainment-Produktionen genutzt wird. Für die Schweiz ist der Start besonders attraktiv, da der erste Ball zwischen 16:45 und 17:00 Uhr MEZ erwartet wird, während die Übertragung je nach Plattform bereits früher mit Vorberichten beginnt. Das Event ist kein klassisches Turnierspiel, sondern ein global vermarktetes Premium-Showmatch, das auf TV-Rechte, Sponsorenverträge und weltweite Reichweite ausgerichtet ist — darüber berichtet die Redaktion von Nume.
Wo kann man den Match in der Schweiz sehen
Für Schweizer Tennisfans gibt es mehrere legale Möglichkeiten:
Offizielle Übertragungen
- Sporteurope.TV – der Veranstalter nennt die Schweiz ausdrücklich als Ausstrahlungsgebiet
- Sky Sport Schweiz – der Event ist im Programm als Live-Übertragung gelistet
Je nach Abo kann der Match via TV, App oder Browser gestreamt werden. Die meisten Plattformen starten den Livestream rund 30 Minuten vor dem ersten Aufschlag.
Zeitplan für die Schweiz (MEZ)
Der Match beginnt in Dubai um 20:00 Uhr Ortszeit. Umgerechnet auf die Schweiz ergibt sich:
| Quelle | Zeit in der Schweiz |
|---|---|
| Arena-Listing Dubai | 17:00 Uhr MEZ |
| Britische TV-Guides | 16:45 Uhr MEZ |
| Sky Schweiz (Vorlauf) | ab 16:00 Uhr MEZ |
Praxis-Tipp: In der Schweiz sollte man spätestens um 16:30 Uhr einschalten, damit man Einlauf und erste Bälle nicht verpasst.
Was ist das „Battle of the Sexes“ überhaupt

Der Begriff „Battle of the Sexes“ stammt aus einem der bedeutendsten Momente der Sportgeschichte. Am 20. September 1973 besiegte Billie Jean King in Houston den früheren Wimbledon-Champion Bobby Riggs vor über 30 000 Zuschauern im Astrodome und rund 90 Millionen TV-Zuschauern weltweit. Dieses Match war weit mehr als ein Tennisspiel: Es wurde zum Symbol für den Kampf um Anerkennung, gleiche Bezahlung und Respekt für Frauen im Profisport.
Riggs hatte öffentlich behauptet, auch im Alter von über 50 Jahren jede Frau schlagen zu können. King nahm die Herausforderung an – und gewann in drei klaren Sätzen. Der Sieg veränderte die Wahrnehmung des Frauentennis nachhaltig und gilt bis heute als Wendepunkt in der Gleichstellung im Sport.
Die Version 2025 in Dubai ist keine nostalgische Wiederholung dieses historischen Duells. Sie ist ein bewusst konstruiertes Medienereignis, das eine neue, wirtschaftlich entscheidende Frage stellt: Kann gemischtes Spitzentennis als weltweit vermarktbares Premium-TV-Format funktionieren?
Während das Match von 1973 ein gesellschaftlicher Protest war, ist das Event in Dubai ein wirtschaftliches und medialstrategisches Experiment. Es testet, ob Zuschauer bereit sind, Frauen- und Männertennis nicht getrennt, sondern in einem gemeinsamen Narrativ zu konsumieren – in einem Format, das für Streaming, Sponsoren und internationale Rechtepakete optimiert ist.
Dass dieses Experiment ausgerechnet in Dubai stattfindet, ist kein Zufall. Die Stadt verfügt über globale Sponsoren, modernste Arenen, ein zahlungskräftiges Live-Publikum und eine TV-freundliche Zeitzone, die Europa, Asien und den Nahen Osten gleichzeitig erreicht. Genau deshalb eignet sie sich perfekt als Bühne für ein Event, das weniger sportliche Tradition als vielmehr mediale Wirkung und internationale Reichweite sucht.
In diesem Sinn ist das „Battle of the Sexes“ 2025 nicht nostalgisch, sondern hochaktuell: Es ist ein Test dafür, ob der Sport der Zukunft nicht mehr in getrennten Ligen, sondern in gemeinsamen globalen Shows gedacht werden kann.
Spieler-Dossier: Aryna Sabalenka
Aryna Sabalenka reist als Weltnummer 1 der WTA nach Dubai und gilt als die aktuell wirtschaftlich und sportlich einflussreichste Spielerin im Frauentennis. Seit ihrem Durchbruch gehört sie zur absoluten Weltspitze und hat sich als eine der wenigen Athletinnen etabliert, die regelmässig sowohl Grand-Slam-Titel als auch die grossen WTA-1000-Turniere gewinnen.
In offiziellen Event-Materialien wird sie als mehrfache Grand-Slam-Siegerin geführt – ein Status, der sie in eine exklusive Gruppe von Spielerinnen hebt, deren Namen auch ausserhalb der Tenniswelt bekannt sind. Ihre Karriere ist geprägt von hohen Preisgeldern, Sponsorenverträgen und Medienpräsenz, die sie zu einer der kommerziell wertvollsten Marken im Frauensport machen. Branchenberichte beziffern ihre jährlichen Einnahmen aus Preisgeld und Sponsoring auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, was sie auf Augenhöhe mit den grössten globalen Sportstars positioniert.
Sportlich ist Sabalenka vor allem durch ihren explosiven Spielstil definiert. Ihr Aufschlag gehört zu den härtesten auf der WTA-Tour, ihre Returns sind aggressiv, und sie spielt konsequent auf den direkten Punktgewinn. Anders als viele defensive Topspielerinnen sucht sie nicht die Länge des Ballwechsels, sondern den frühen Abschluss, was sie für ein Fernsehformat wie das „Battle of the Sexes“ besonders wertvoll macht. Jeder Punkt hat das Potenzial, spektakulär zu enden – genau das, was Produzenten und Zuschauer erwarten.
Für die Veranstalter in Dubai ist Sabalenka deshalb der entscheidende sportliche Anker. Sie liefert die Glaubwürdigkeit, die ein solches Event benötigt, um nicht als reine Show abgetan zu werden. Gleichzeitig geht sie persönlich ein erhebliches Risiko ein. Eine Niederlage gegen einen Mann – selbst unter klar definierten Handicap-Regeln – würde weltweit interpretiert, diskutiert und politisiert. Dass Sabalenka diesen Schritt dennoch wagt, zeigt, wie sehr sie bereit ist, ihre Rolle als globale Repräsentantin des Frauentennis auch ausserhalb der klassischen Tour zu verteidigen.
Spieler-Dossier: Nick Kyrgios
Nick Kyrgios gehört trotz seines sportlichen Absturzes im Jahr 2025 weiterhin zu den wertvollsten Marken im Herrentennis. Der Australier erreichte 2022 das Wimbledon-Finale, gewann mehrere ATP-Titel und zählte über Jahre zu den wenigen Spielern, die regelmässig hohe TV-Quoten erzeugten – nicht wegen Konstanz, sondern wegen seiner spektakulären Spielweise und seiner polarisierenden Persönlichkeit.
Nach wiederholten Knie-, Fuss- und Handgelenksverletzungen bestritt Kyrgios im Jahr 2025 nur eine Handvoll offizieller Matches, wodurch er in der Weltrangliste auf einen Platz jenseits der Top 500 zurückfiel. Sportlich ist er damit kein Faktor mehr für Grand-Slam-Titel oder ATP-Finals. Kommerziell jedoch ist seine Position völlig anders.
Kyrgios gehört weiterhin zu den reichweitenstärksten Tennisspielern weltweit. Seine Social-Media-Profile zählen Millionen Follower, seine Matches generieren überdurchschnittliche TV-Einschaltquoten, und sein Name zieht Sponsoren an, die gezielt ein junges, digitales Publikum erreichen wollen. Für Event-Promoter ist das entscheidend, denn ein Showmatch lebt nicht von Rankings, sondern von Aufmerksamkeit und Vermarktungspotenzial.
Sein wirtschaftlicher Wert zeigt sich auch in den Antrittsgagen, die Kyrgios für Exhibitions und Spezialevents erhält. In der Branche gilt er als einer der wenigen Spieler, die für ein einzelnes Show-Event hohe sechs- bis siebenstellige Beträge verlangen können – selbst in Phasen, in denen er kaum Turniere bestreitet. Diese Summen werden aus TV-Rechten, Streaming-Deals und Sponsorengeldern finanziert, nicht aus klassischen Preisgeldern.
Sportlich bringt Kyrgios genau das mit, was dieses Format braucht: einen der schnellsten Aufschläge der Tennisgeschichte, extreme Risikobereitschaft und die Fähigkeit, Ballwechsel mit einem einzigen Schlag zu entscheiden. In einem Match mit nur einem Aufschlag pro Punkt wird dieser Faktor noch sichtbarer, weil jeder Service zum Hochrisiko-Moment wird.
Für die Organisatoren des „Battle of the Sexes“ ist Kyrgios deshalb nicht trotz, sondern wegen seiner aktuellen sportlichen Situation interessant. Er ist kein Teil der regulären Tour-Maschinerie, sondern ein freier, global vermarktbarer Showstar, dessen Name allein Zuschauer, Medien und Sponsoren anzieht. Genau diese Kombination aus sportlicher Unberechenbarkeit und wirtschaftlicher Zugkraft macht ihn zum perfekten Gegenspieler für Aryna Sabalenka in Dubai.
Wie „gleich“ sind die beiden wirklich

| Kategorie | Sabalenka | Kyrgios |
|---|---|---|
| Weltrangliste | Nr. 1 (WTA) | ausserhalb Top 500 |
| Titel | Mehrere Grand Slams | Keine |
| Spielpraxis 2025 | Volles Spitzenniveau | Sehr wenige Matches |
| Stärke | Konstanz & Power | Aufschlag & Explosivität |
Damit der Match nicht einseitig wird, braucht es die Sonderregeln.
Wie die Regeln den Match spannend machen
Der Veranstalter hat ein Handicap-System eingeführt, um die körperlichen Unterschiede auszugleichen:
- nur ein Aufschlag pro Punkt (keine zweite Chance)
- verkleinertes Spielfeld für Sabalenka
- Best-of-Three-Format
- Match-Tiebreak bis 10 bei Bedarf
Diese Regeln nehmen Kyrgios den automatischen Vorteil über den Aufschlag und sorgen dafür, dass Breaks, lange Ballwechsel und Wendepunkte möglich werden. Genau das braucht ein TV-Event mit Millionenpublikum.
Preisgeld: Wie wird hier tatsächlich bezahlt
Für den Dubai Showdown gibt es kein offizielles Preisgeld, weil das Event kein Turnier, sondern ein kommerzielles Medienprodukt ist. Die Bezahlung folgt daher nicht dem Modell von ATP- oder WTA-Events, sondern dem von Boxkämpfen und Showfights.
Beide Spieler werden über drei Einnahmequellen vergütet:
- Fixe Antrittsgage für die Teilnahme
- Anteile an den weltweiten TV- und Streamingrechten
- Beteiligung an Sponsoren- und Hospitality-Einnahmen (VIP-Logen, Premium-Tickets, Markenpartner)
Diese Struktur erlaubt es den Veranstaltern, die Gagen direkt an die Vermarktungsleistung des Events zu koppeln. Je höher die Einschaltquoten und je wertvoller die Sponsoren, desto höher fällt die Auszahlung an die Spieler aus.
In der internationalen Sportvermarktung gelten für Events dieser Grössenordnung hohe sechsstellige bis siebenstellige Honorare pro Spieler als branchenüblich. Genau deshalb kann ein einziger Abend in Dubai für Sabalenka und Kyrgios finanziell lukrativer sein als mehrere Wochen auf der regulären Tour.
Dieser Showdown entscheidet nicht nur über einen Sieger. Er entscheidet darüber, ob gemischtes Elite-Tennis als Premium-Unterhaltung funktioniert. Wenn die Quoten in der Schweiz, in Grossbritannien und weltweit stimmen, wird dieses Format in Zukunft öfter kommen.
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