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Dubai, Sonntag, 28. Dezember 2025 — Aryna Sabalenka, die amtierende Weltnummer eins im Damentennis, unterlag Nick Kyrgios, dem ehemaligen Wimbledon-Finalisten, mit 6–3, 6–3 beim international beachteten Schaukampf «Battle of the Sexes» in Dubai — einem Event, das grosse Emotionen und einen historischen Moment versprach, am Ende jedoch eher als sorgfältig inszeniertes Medienspektakel wahrgenommen wurde.

Das Match fand während der tennisspielfreien Zeit statt und wurde als moderne Hommage an Billie Jean Kingslegendären Sieg gegen Bobby Riggs im Jahr 1973 vermarktet. Statt eines echten sportlichen Vergleichs entwickelte sich jedoch eine streng regulierte Show, die stärker von kommerziellen Interessen und Sonderregeln geprägt war als von authentischer sportlicher Rivalität. Wie Nume unter Berufung auf BBC Sport und The WP Times berichtet, blieb die erhoffte Intensität und emotionale Wucht aus.

Beide Spieler hatten im Vorfeld mit provokanten Medienauftritten die Erwartungen angeheizt. Sabalenka erklärte im US-Fernsehen, sie werde „Nick den Hintern versohlen“, während Kyrgios sagte, das Event werde „neue Zuschauer für den Tennissport gewinnen“. Auf dem Platz änderte sich der Ton jedoch deutlich. Statt eines harten Duells zweier Spitzensportler sah das Publikum eine Off-Season-Show innerhalb klar definierter physischer und taktischer Grenzen.

Trotz Sonderregeln zur Verringerung des körperlichen Vorteils — darunter nur ein Aufschlag für Kyrgios und eine verkleinerte Platzhälfte für Sabalenka — kontrollierte der Australier den Rhythmus des Spiels. Mit kurzen Ballwechseln, starker Netzarbeit und kluger Tempowechsel setzte er die Akzente, während er zugleich Kräfte für sein geplantes Comeback auf der ATP-Tour 2026 nach mehreren verletzungsbedingten Saisonausfällen schonte.

Sabalenka, vierfache Grand-Slam-Siegerin, zeigte phasenweise ihre gewohnte Durchschlagskraft und Kreativität und lächelte oft nach gelungenen Ballwechseln. Nach dem Match blieb sie dennoch kämpferisch.

Ich habe mich grossartig gefühlt. Ich denke, ich habe gut gekämpft, viele starke Schläge gespielt, bin oft ans Netz gegangen und habe Stoppbälle eingesetzt. Ich habe die Show wirklich genossen“, sagte sie.
Beim nächsten Mal kenne ich seine Taktik bereits, und es wird ein besseres Match. Ich liebe Herausforderungen und würde gerne wieder spielen.

Kyrgios äusserte sich ebenfalls respektvoll über seine Gegnerin und den besonderen Charakter des Events.

Sie ist eine grossartige Spielerin und eine echte Championne“, sagte er.
Ich wusste nicht genau, was mich erwarten würde. Es war einfach eine weitere Gelegenheit, hier draussen zu spielen.

Die beiden Spieler, die von derselben Agentur vertreten werden, scherzten während des Matches miteinander und beendeten es mit einer freundlichen Umarmung am Netz — ein Bild, das deutlich machte, wie weit dieses Ereignis von einem klassischen Wettkampf entfernt war.

Ganz ohne Kontroversen blieb das Schaulaufen dennoch nicht. Kritiker stellten Kyrgios als männliches Aushängeschild der Veranstaltung infrage, während andere argumentierten, dass keine Regelanpassung einen wirklich fairen Vergleich zwischen männlichen und weiblichen Tennisprofis ermöglichen könne.

Was als Würdigung eines der bedeutendsten Momente der Tennisgeschichte gedacht war, hat damit eine neue Debatte eröffnet: Stehen moderne «Battle of the Sexes»-Events für Gleichberechtigung — oder untergraben sie diese leise?

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