Nach einer langen Durstrecke für Wintersportfreunde hat ein heftiger Wetterumschwung weite Teile der Schweiz in eine dicke Schneedecke gehüllt und für massive Behinderungen gesorgt. Besonders die Walliser Alpen und die Zentralschweiz sind von den extremen Niederschlägen betroffen, die seit dem vergangenen Wochenende ununterbrochen anhalten. In der Gemeinde Leukerbad im Kanton Wallis wurde eine Schneehöhe von deutlich über 120 Zentimetern gemessen, wobei allein am Montagmorgen innerhalb weniger Stunden rund 50 Zentimeter Neuschnee fielen. Die prekäre Lage auf den Verkehrswegen und die akute Glättegefahr haben die Behörden dazu veranlasst, für weite Gebiete des Landes offizielle Warnungen auszusprechen. Darüber berichtet NUME.ch unter Berufung auf Berichte von 20min.

Verkehrschaos und eingeschneite Fahrzeuge in den Bergkantonen

Die enormen Schneemengen haben den Alltag in den betroffenen Regionen weitgehend zum Erliegen gebracht. Im Kanton Uri, insbesondere rund um Meien, wurden Fahrzeuge von den Schneemassen nahezu vollständig begraben, sodass Autofahrer ihre Wagen nur noch mit Schaufeln befreien konnten. Zahlreiche Verbindungsstraßen mussten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, während der Winterdienst auf den Autobahnen im ununterbrochenen Einsatz steht, um die Durchgängigkeit der Hauptachsen zu gewährleisten. Die Situation stellt eine enorme Herausforderung für die Logistik und den Personenverkehr dar, da die Räumungstrupps kaum gegen die ständigen Neuzugänge ankommen.

Während der Verkehrssektor mit den negativen Folgen kämpft, herrscht in den Skigebieten wie Laax vorsichtige Erleichterung. Nach den außergewöhnlich niederschlagsarmen Monaten Dezember und Januar bietet die aktuelle Schneelage eine dringend benötigte Basis für den weiteren Verlauf der Wintersportsaison. Dennoch mahnen Experten zur Vorsicht, da die hohen Neuschneemengen die Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten drastisch ansteigen lassen.

Gefahrenstufen und behördliche Warnungen im Überblick

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) hat eine differenzierte Warnkarte für die Schweiz veröffentlicht. Rund die Hälfte des Landes ist derzeit von Gefahrenmeldungen betroffen. Während im Flachland, im Jura und in Teilen des Tessins die Warnstufe 2 (mäßige Gefahr) aufgrund von Glätte und verschneiten Fahrbahnen gilt, wurde für den gesamten Alpenraum von Gstaad bis Vaduz die Warnstufe 3 verhängt. Dies bedeutet erhebliche Einschränkungen im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr.

Region / KantonSchneehöhe aktuellWarnstufeVerkehrsauswirkungen
Leukerbad (VS)> 120 cmStufe 3Lokale Sperrungen, Räumpflicht
Meien (UR)~ 100 cmStufe 3Fahrzeuge komplett eingeschneit
Laax (GR)> 80 cmStufe 3Bahnbetrieb teilweise eingeschränkt
Mittelland (BE/ZH)5 – 15 cmStufe 2Schneematsch, Rutschgefahr

Die aktuellen Warnungen der Stufen 2 und 3 sind seit Sonntagnachmittag in Kraft und werden nach derzeitigen Prognosen voraussichtlich bis Mittwoch um Mitternacht aufrechterhalten. Pendler und Reisende werden dringend gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage zu informieren und unnötige Fahrten in die Hochlagen zu vermeiden. Erst ab Donnerstag wird mit einer leichten Entspannung der Wetterlage gerechnet, wenngleich die Lawinensituation aufgrund der instabilen Schneeschichten weiterhin kritisch bleiben dürfte.

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