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Der Nachthimmel im Jahr 2026 verspricht beeindruckende astronomische Ereignisse für Beobachter in der Schweiz und Europa. Besonders herausragend ist eine partielle Sonnenfinsternis, bei der bis zu 90 % der Sonne verdeckt werden, berichtet NUME.ch mit Verweis auf das Royal Observatory in Greenwich. Zudem erwarten Hobbyastronomen mehrere Supermonde, ein seltener Blaumond, eine Planetenkonstellation im Februar sowie zahlreiche Meteorschauer, die den Himmel erleuchten werden.

Meteorschauer: Ein Himmel voller Sternschnuppen

Die Quadrantiden eröffnen das Jahr bereits in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar zwischen 4:00 und 5:00 Uhr CET. Die Quadrantiden sind bekannt für ihre kurze, aber intensive Aktivität und können bei optimalen Bedingungen über 100 Meteore pro Stunde erzeugen. In Zürich und Bern eignen sich Hügel und Parks für die Beobachtung, in Genf ist das Seeufer ideal, um Lichtverschmutzung zu vermeiden. In Basel sollte man freie Felder außerhalb der Stadt wählen, während in Lugano die nördlichen Hügel die beste Sicht bieten.

Weitere Meteorschauer 2026:

  • Lyriden: 22.–23. April, mit bis zu 20 Meteoren pro Stunde, verursacht durch Trümmer des Kometen C/1861 G1 Thatcher.
  • Eta-Aquariden: 6.–7. Mai, besonders sichtbar vor Sonnenaufgang, Reste des Halley-Kometen.
  • Perseiden: 12.–13. August, einer der bekanntesten Schauer mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde, optimale Sicht in ländlichen Regionen.
  • Geminiden: 13.–14. Dezember, stammen vom Asteroiden 3200 Phaethon, oft sehr hell und farbig.

Tipps für Beobachter: Dunkle Kleidung, Decke, warme Getränke, Augen mindestens 15 Minuten an die Dunkelheit gewöhnen, Fernglas optional, aber nicht notwendig.

Supermonde und Blaumond: Näher und größer als üblich

Drei Supermonde prägen 2026:

  • Wolfsmond: 3. Januar, sichtbar in allen Schweizer Städten, erscheint bis zu 15 % heller und 30 % größer.
  • Biber-Mond: 24. November, besonders eindrucksvoll in ländlichen Gegenden.
  • Kalter Mond: 23. Dezember, klare Sicht über Hügel und Flüsse empfohlen.

Am 31. Mai fällt zudem ein Blaumond, der zweite Vollmond desselben Monats. Der Name „Blue Moon“ rührt daher, dass ein zusätzlicher Vollmond nur etwa alle zweieinhalb Jahre vorkommt. Für die beste Sicht sollten Beobachter erhöhte Punkte nutzen: in Zürich und Bern Hügel, in Genf das Seeufer, in Lugano freie Aussicht von Berghängen.

Partielle Sonnenfinsternis am 12. August

Die partielle Sonnenfinsternis beginnt um 19:17 Uhr CEST und erreicht ihr Maximum um 20:13 Uhr CEST. In Zürich, Bern und Basel werden bis zu 90 % der Sonnenscheibe verdeckt, in Genf kann die Sicht durch Gebäude eingeschränkt sein, in Lugano ist der niedrige Sonnenstand ein Faktor. Diese Finsternis ist besonders bemerkenswert, da die nächste volle Sonnenfinsternis in der Schweiz erst 2090 erwartet wird.

Beobachtungstipps: Nie direkt in die Sonne schauen; nur geprüfte Sonnenfilterbrillen verwenden, Standort mit freier Sicht nach Südwesten wählen, Kamera mit Sonnenschutzfilter nutzen.

Partielle Mondfinsternis am 28. August

Am 28. August ab 20:30 Uhr CEST verdunkelt der Erdschatten etwa 90 % des Mondes. Im Gegensatz zur Sonnenfinsternis ist die Mondfinsternis mit bloßem Auge ungefährlich. In Zürich und Bern bieten Hügel die beste Sicht, in Genf und Basel offene Felder, in Lugano erhöhtes Gelände für freie Sicht auf den Mond.

Planetenkonstellation am 28. Februar

Am 28. Februar ab 18:00 Uhr CET stehen sechs Planeten am Himmel: Jupiter, Saturn, Venus und Merkur sind ohne Hilfsmittel sichtbar, Uranus und Neptun nur mit Fernglas oder kleinem Teleskop. Besonders beeindruckend ist die Nähe des fast vollen Mondes zu Jupiter, sichtbar besonders in Zürich und Bern. Der Anblick dieser seltenen Planetenkette bietet Hobbyastronomen einmalige Fotomöglichkeiten.

Polarlichter: Farbenpracht am Himmel

Dank erhöhter Sonnenaktivität in der ersten Jahreshälfte könnten 2026 Polarlichter in der Schweiz auftreten. Optimal sind dunkle Nächte ohne Wolken und freie Horizonte: Hügel rund um Zürich, Bern und Basel, Seeufer in Genf und erhöhte Aussichtspunkte in Lugano. Auroren können leuchtende Farben von Rot über Grün bis Blau und Violett zeigen, besonders nach Sonnenstürmen, wenn Coronal Mass Ejections die Magnetosphäre der Erde treffen.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht – in der Schweiz und der Welt: Wolfsmond 2026 in Zürich und Basel: Exakte Zeiten für den Supermond.

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