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Der saudische Prinz Al-Waleed bin Khalid bin Talal Al Saud ist im Alter von 36 Jahren gestorben, nachdem er zwei Jahrzehnte lang im Koma lag. Die Nachricht verbreitete sich am Abend des 19. Juli 2025, als sein Vater, Prinz Khalid bin Talal, ein prominentes Mitglied des Hauses Saud, den Tod seines Sohnes auf der Plattform X (vormals Twitter) bekanntgab. NUME.ch berichtet unter Berufung auf das Magazin People.

„Mit Herzen, die an Allahs Willen und Schicksal glauben, und mit tiefer Trauer und Schmerz beklagen wir den Verlust unseres geliebten Sohnes“, schrieb Khalid bin Talal. (Zitat aus dem offiziellen Post auf Arabisch)

Al-Waleed war der Neffe des bekannten Multimilliardärs und Investors Al-Waleed bin Talal, einer der prominentesten Mitglieder der saudischen Königsfamilie, der unter anderem Anteile an Unternehmen wie Citigroup, Twitter und dem Hotelkonzern Four Seasons hielt.

Hintergrund: Wer war Al-Waleed bin Khalid

Al-Waleed wurde im April 1990 geboren. Seine Jugend verlief zunächst unspektakulär, bis es zu dem tragischen Ereignis kam, das sein Leben veränderte.

Im Jahr 2005, damals war er gerade einmal 15 Jahre alt, absolvierte er ein militärisches Ausbildungsprogramm in London – Berichten zufolge an einem renommierten College für angehende Offiziere. Bei einem schweren Autounfallerlitt er mehrere schädelhirntraumatische Verletzungen und innere Blutungen. Er wurde notfallmedizinisch behandelt, fiel jedoch in ein tiefes Koma, aus dem er nie wieder vollständig erwachte.

Laut medizinischen Berichten war die Schädigung des Gehirns so massiv, dass die Ärzte keine Aussicht auf Besserung sahen. Dennoch entschied sich seine Familie, insbesondere sein Vater, gegen das Abschalten lebenserhaltender Maßnahmen. Stattdessen wurde Al-Waleed in das renommierte King Abdulaziz Medical City Hospital in Riadüberführt, wo er bis zu seinem Tod betreut wurde.

Zwischen Hoffnung und Realität: Zwei Jahrzehnte in der Schwebe

Während der 20 Jahre im Koma entwickelte sich Al-Waleed in der saudischen Öffentlichkeit zu einer symbolischen Figur für Hoffnung, Glaube und familiäre Treue. Sein Vater, Prinz Khalid bin Talal, teilte regelmäßig Videos und Fotos aus dem Krankenzimmer seines Sohnes, vor allem an religiösen Feiertagen oder Geburtstagen.

In diesen Clips war oft zu sehen, wie Familienmitglieder beteten, den Raum dekorierten oder mit dem „schlafenden Prinzen“ sprachen. Besonders berührend waren Aufnahmen, auf denen leichte Bewegungen von Händen oder Fingern zu erkennen waren – Gesten, die von der Familie als Zeichen eines möglichen Erwachens gedeutet wurden.

Viele dieser Beiträge gingen viral und wurden millionenfach in der arabischen Welt und darüber hinaus angesehen. Für viele war der Prinz eine stille Mahnung an den Wert des Lebens – auch im Zustand der Bewusstlosigkeit.

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