Die Schweiz startet in einen Juli 2026 ohne einen einzigen gesetzlichen Feiertag – und trotzdem in einen der dichtesten Veranstaltungsmonate des Jahres. Wie die Redaktion von Nume berichtet, verwandeln sich zwischen dem 3. und dem 31. Juli praktisch alle Landesteile in Festivalgelände: Das Montreux Jazz Festival feiert vom 3. bis 18. Juli seine 60. Ausgabe im frisch renovierten Kongresszentrum am Genfersee, das Paléo in Nyon folgt vom 21. bis 26. Juli, das Gurtenfestival bespielt vom 15. bis 18. Juli den Berner Hausberg, Moon&Stars bringt vom 9. bis 19. Juli Weltstars auf die Piazza Grande in Locarno, und das Basel Tattoo marschiert Mitte Juli durch die Kaserne. Parallel dazu gehen die Kantone gestaffelt in die Sommerferien – vom Tessin, das bereits seit Mitte Juni frei hat, bis Zürich, wo die Schulen erst Mitte Juli schliessen. Wer wann wo feiert, welche Traditionen dahinterstecken und wie man den Monat plant: Hier ist der komplette Überblick, Kanton für Kanton, berichtet die Redaktion von Nume.
Juli 2026 auf einen Blick: Die wichtigsten Daten
| Datum | Anlass | Ort / Kanton | Status |
|---|---|---|---|
| Fr 3. – Sa 18. Juli | Montreux Jazz Festival, 60. Ausgabe | Montreux, Waadt | Ticketpflichtig + Gratisbühnen |
| Do 9. – So 19. Juli | Moon&Stars | Locarno, Tessin | Ticketpflichtig |
| Do 9. – So 26. Juli | Longlake Festival | Lugano, Tessin | Grösstenteils gratis |
| Mo 13. – Sa 18. Juli | Les Georges | Freiburg | Ticketpflichtig |
| Mi 15. – Sa 18. Juli | Gurtenfestival, 43. Ausgabe | Bern | Ticketpflichtig |
| Mitte Juli (Parade Sa 18. Juli) | Basel Tattoo | Basel-Stadt | Ticketpflichtig, Parade gratis |
| Do 16. – Sa 25. Juli | Luzern Live | Luzern | Ticketpflichtig |
| Di 21. – So 26. Juli | Paléo Festival | Nyon, Waadt | Ticketpflichtig |
| Mi 29. Juli – 8. Aug | Stars in Town | Schaffhausen | Ticketpflichtig |
| ganzer Monat | Kantonale Sommerferien | alle Kantone gestaffelt | Schulfrei |
| Sa 1. August | Bundesfeiertag (Ausblick) | ganze Schweiz | Gesetzlicher Feiertag |
Feiertage im Juli 2026: Warum der Kalender leer bleibt
Der Juli ist der einzige Sommermonat, in dem kein Kanton der Schweiz einen gesetzlichen Feiertag kennt. Die letzten kantonalen Feiertage des Frühsommers liegen im Juni – das Fest der Unabhängigkeit im Jura am 23. Juni und Peter und Paul am 29. Juni im Tessin. Danach herrscht bis zum Bundesfeiertag am 1. August durchgehend Werktagsbetrieb: Banken, Behörden und Geschäfte arbeiten in allen 26 Kantonen nach normalem Fahrplan.
Für 2026 kommt eine Besonderheit hinzu: Der 1. August fällt auf einen Samstag. Weil der Bundesfeiertag der einzige eidgenössisch garantierte arbeitsfreie Tag ist und die meisten Kantone keinen Ersatztag vorsehen, geht das lange Nationalfeiertagswochenende für viele Angestellte 2026 schlicht im Wochenende auf. Wer Brücken bauen will, muss sie sich mit Ferientagen selbst zimmern – ein Grund mehr, warum die Juli-Wochen 2026 zu den beliebtesten Ferienwochen des Jahres gehören.
Was der Juli statt Feiertagen bietet, ist das inoffizielle Schweizer Sommerprogramm: Festivals, Älplerfeste, Schwinget, Open-Air-Kinos und die Vorbereitung auf die Bundesfeier. Die Redaktion hat den Monat nach Kantonen aufgeschlüsselt.
Waadt: Montreux Jazz und Paléo – der Festival-Doppelschlag am Genfersee
Kein Kanton dominiert den Schweizer Juli so wie die Waadt. Gleich zwei Grossanlässe von internationalem Rang liegen 2026 im selben Monat.
Montreux Jazz Festival: 60. Ausgabe, 3.–18. Juli 2026
Das 1967 von Claude Nobs gegründete Festival feiert 2026 ein doppeltes Jubiläum: 60. Ausgabe und Rückkehr ins Stammhaus. Nach drei Jahren Umbau und Investitionen von 94 Millionen Franken öffnet das Montreux Music & Convention Centre – neu 2m2c genannt – wieder seine Türen, mit dem Auditorium Stravinski (4000 Plätze) und dem Montreux Jazz Lab als Hauptbühnen. Über 700 Konzerte, DJ-Sets und Aktivitäten bespielen 16 Tage lang das Seeufer; rund 40 Acts – mehr als die Hälfte des Programms – treten exklusiv in der Schweiz auf, RAYE eröffnet am 3. Juli das Stravinski, John Legend und Sting gehören zu den Headlinern. Erwartet werden rund 250'000 Besucherinnen und Besucher.
Neu 2026: Der «Duplex» bringt ein zweistöckiges Electro-Club-Erlebnis ins 2m2c, die «Paloma» verwandelt den Parc Vernex in einen Beach Club, und die Jubiläumsausstellung «Putting Montreux on the Map» zeigt erstmals öffentlich Objekte und Archivstücke aus sechs Jahrzehnten Festivalgeschichte. Das offizielle Plakat stammt vom Walliser Modedesigner Kévin Germanier – eine Premiere, denn nie zuvor gestaltete ein Modeschöpfer das Montreux-Plakat.
Geschichte und Tradition: Montreux ist Musikgeschichte in Reinform. Der Casino-Brand während eines Frank-Zappa-Konzerts 1971 lieferte Deep Purple die Vorlage für «Smoke on the Water», Miles Davis, Nina Simone, David Bowie und Prince prägten die Bühnen, Freddie Mercury machte Montreux zur Wahlheimat. Seit 2013 gehören die über 5000 Stunden Konzertaufnahmen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
Praktisch: Bezahlte Konzerte früh buchen (Insider-Vorverkauf läuft jeweils einen Tag vor dem öffentlichen Start), die Gratisbühnen am Seeufer sind frei zugänglich. Anreise per Bahn direkt bis Montreux; Hotels in Montreux und Vevey sind während der 16 Tage praktisch ausgebucht – Lausanne ist die realistische Ausweichbasis.
Paléo Festival Nyon: 21.–26. Juli 2026
Eine Woche nach Montreux übernimmt das grösste Open Air der Schweiz: Das Paléo auf der Plaine de l'Asse bei Nyon zieht an sechs Tagen gegen 250'000 Menschen an. Das vollständige Programm mit Stundenplan wurde Ende Juni veröffentlicht; die Tickets sind traditionell innert Stunden vergriffen – wer keine hat, findet über die offizielle Ticketbörse noch Chancen. Das 1976 gegründete Festival gilt als Modell des «Festival à taille humaine»: 5000 Freiwillige, ein eigenes Quartier für Weltmusik (Village du Monde) und eine Camping-Kultur, die Generationen von Westschweizerinnen und Westschweizern geprägt hat.
Bern: Gurtenfestival auf dem Hausberg
Gurtenfestival: 15.–18. Juli 2026
Zum 43. Mal steigt das Gurtenfestival auf dem Berner Hausberg – vier Tage Musik mit Blick über die Bundesstadt. 2026 stehen unter anderem Lorde und Kraftklub im Programm, dazu über 60 weitere Acts auf Haupt-, Zelt- und Waldbühne; letztere ist exklusiv Schweizer Künstlerinnen und Künstlern vorbehalten. Der Anlass ist ein Berner Klassenzusammentreffen: Die Gurtenbahn bringt die Besucherströme ab Wabern auf den Berg, wer klug ist, läuft den Hügel hinunter statt auf die letzte Bahn zu warten.
Daneben läuft in der Stadt vom 9. bis 25. Juli das Parkonia Festival, und auf dem Land beginnt die Saison der Älplerfeste und Bergschwinget – die traditionellen Kranzfeste im Berner Oberland gehören zum Juli wie das Postauto zum Pass.
Basel-Stadt: Basel Tattoo und Rheinsommer
Basel Tattoo: Mitte Juli, grosse Parade am Samstag, 18. Juli 2026
Das Basel Tattoo ist nach Edinburgh das zweitgrösste Militärmusikfestival der Welt: Militär- und Brassformationen aus aller Welt marschieren in der Arena im Kasernenhof auf, die Shows dauern rund zwei bis zweieinhalb Stunden (frühe Vorstellungen ab 17.30 Uhr, späte um 21 oder 21.30 Uhr). Höhepunkt für die ganze Stadt ist die grosse Tattoo-Parade am Samstag, 18. Juli, wenn die Formationen gratis durch die Basler Innenstadt ziehen. Wetterfeste Kleidung empfiehlt sich – die Arena ist offen, Regenponchos gibt es vor Ort.
Parallel lebt Basel im Juli seinen Rheinsommer: Rheinschwimmen mit dem Wickelfisch, Buvetten am Ufer, Open-Air-Kino auf dem Münsterplatz. Die Basler Sommerferien beginnen bereits Ende Juni und dauern sechs Wochen – die Stadt gehört im Juli den Daheimgebliebenen und den Gästen.
Zürich: Sommer ohne Züri Fäscht – aber nicht ohne Programm
Eine Nachricht vorweg, die viele überrascht: Das Züri Fäscht findet 2026 nicht statt. Das grösste Volksfest der Schweiz, das turnusgemäss wieder fällig gewesen wäre, wurde wegen der laufenden Neuausrichtung abgesagt. Zürich verliert damit seinen Dreijahres-Höhepunkt mit Feuerwerk über dem Seebecken – und weicht auf das dichte Sommerprogramm aus: Open-Air-Kino am Zürichhorn, Konzerte, Badi-Kultur an See und Limmat, dazu kleinere Open Airs wie das Openair Wollishofen (10./11. Juli). Der grosse Zürcher Sommermoment folgt erst im August mit der Street Parade am 8. August.
Die Zürcher Sommerferien beginnen Mitte Juli und dauern fünf Wochen – der Kanton ist damit einer der spätesten der Deutschschweiz. Für Familien heisst das: Die erste Julihälfte ist noch Schulzeit, ab Mitte Monat leeren sich Stadt und Agglomeration spürbar.
Tessin: Moon&Stars, Longlake und der längste Sommer der Schweiz
Das Tessin hat im Juli einen strukturellen Vorteil: Die Schulen sind bereits seit Mitte Juni geschlossen und bleiben es bis Ende August – rund elf Wochen, die längsten Sommerferien des Landes.
Moon&Stars Locarno: 9.–19. Juli 2026
Die Piazza Grande in Locarno – im August Heimat des Filmfestivals – wird im Juli zur schönsten Konzertarena der Schweiz. Moon&Stars bringt an elf Tagen internationale und Schweizer Stars vor die Kulisse der Altstadt; das Festival gilt als das beliebteste Musikereignis des Tessins und ist für viele Deutschschweizer der Anlass für ein verlängertes Südwochenende.
Longlake Festival Lugano: 9.–26. Juli 2026
Lugano antwortet mit dem Longlake, einem über zweieinhalb Wochen gestreckten Stadtfestival mit hunderten grösstenteils kostenlosen Konzerten, Strassenkunst- und Familienformaten entlang der Seepromenade. Dazu kommt das Valle Maggia Magic Blues (ab 10. Juli), das Blueskonzerte in die Dörfer des Maggiatals bringt – Festivalkultur im Piazza-Format.
Luzern und Zentralschweiz: Luzern Live und Seesommer
Luzern Live bespielt vom 16. bis 25. Juli die Leuchtenstadt mit rund 80 Acts – das Nachfolgeformat in der Tradition des Blue Balls Festivals nutzt Bühnen rund um das Seebecken und das KKL. Die Zentralschweiz kombiniert das mit klassischem Seesommer: Dampferrundfahrten, Rigi- und Pilatusfahrten, dazu auf dem Land die ersten Bergschwinget der Saison. Die Sommerferien beginnen in Luzern Anfang Juli – die Innerschweiz ist im Juli komplett im Ferienmodus.
Freiburg, Wallis, Graubünden und die Ostschweiz: Die Regionen im Takt
Freiburg: Das Boutique-Festival Les Georges verwandelt vom 13. bis 18. Juli den Georges-Python-Platz in ein urbanes Konzertwohnzimmer – 2026 unter anderem mit Oklou und Benjamin Biolay.
Wallis: Der Juli gehört den Bergen. Das Verbier Festival bringt ab Mitte Juli die klassische Weltelite in die Walliser Alpen, das SaasFeestival startet am 12. Juli in Saas-Fee, und in Vispterminen spielt vom 10. bis 12. Juli das höchstgelegene Open Air der Region. Dazu beginnen die Alpsommer-Anlässe: Älplerfeste, Alpkäse-Degustationen, die ersten Folklore-Abende der Saison.
Graubünden: Bergbahnen und Bike-Trails laufen ab Anfang Juli im Vollbetrieb; Davos, Flims-Laax und das Engadin positionieren sich mit Musik- und Sportwochen. Der Bündner Juli ist weniger Festival- als Aktivmonat – Wandern, Trailrunning und die Vorbereitung auf die grossen August-Anlässe.
Schaffhausen / Ostschweiz: Stars in Town eröffnet am 29. Juli auf dem Herrenacker die Übergangswoche in den August – 2026 mit Lenny Kravitz und Sting im Programm. Die Ostschweizer Kantone starten ihre Sommerferien Anfang bis Mitte Juli.
Genf: Die Rhonestadt lebt im Juli ihre Seekultur mit Buvetten, Bains des Pâquis und Open-Air-Kino; die grossen Genfer Festmomente (Fêtes de Genève in neuer Form) konzentrieren sich auf den August. Genfer Schulen sind bereits ab Ende Juni für rund acht Wochen geschlossen.
Sommerferien 2026 nach Kantonen: Die Übersicht
Die Schweiz kennt keine nationalen Schulferien – jeder Kanton entscheidet selbst. Für den Juli 2026 ergibt sich folgendes Grundmuster:
| Kanton / Region | Ferienbeginn (ca.) | Ferienende (ca.) | Dauer |
|---|---|---|---|
| Tessin | Mitte Juni | Ende August | ~11 Wochen |
| Genf | Ende Juni | Ende August | ~8 Wochen |
| Basel-Stadt | Ende Juni | Anfang August | ~6 Wochen |
| Waadt | Anfang Juli | Ende August | ~7–8 Wochen |
| Bern | Anfang Juli | Anfang/Mitte August | ~5–6 Wochen |
| Luzern / Zentralschweiz | Anfang Juli | Mitte August | ~5–6 Wochen |
| Ostschweiz (SG, TG, SH) | Anfang–Mitte Juli | Mitte August | ~5–6 Wochen |
| Zürich | Mitte Juli | Mitte August | ~5 Wochen |
| Graubünden | variiert stark nach Gemeinde | Mitte August | ~5–10 Wochen |
Die genauen Daten legen die Gemeinden und Schulbehörden fest; vor Buchungen lohnt der Blick auf den offiziellen Ferienkalender des Wohnkantons. Die Staffelung hat handfeste Folgen: Die erste Julihälfte ist die günstigste Reisezeit für Zürcher Familien (Schulen noch offen, Tessin und Romandie schon in den Ferien), ab Mitte Juli erreichen Gotthard, Flughäfen und Feriendestinationen den Jahreshöchststand.
Traditionen im Schweizer Juli: Vom Alpsommer zur Bundesfeier
Der Juli ist der Monat, in dem die Schweiz ihre Sommertraditionen lebt – auch ohne offiziellen Feiertag:
Alpsommer und Älplerfeste. Nach den Alpaufzügen im Juni ist das Vieh oben; im Juli folgen die ersten Älplerfeste mit Alpsegnungen, Käseteilet-Vorläufern und Folkloreabenden. Wer authentisches Brauchtum sucht, findet es auf den Alpen des Berner Oberlands, der Innerschweiz und des Wallis – nicht in den Städten.
Schwingen. Die Bergkranzfeste des Sommers beginnen: Schwingen, der Schweizer Nationalsport im Sägemehl, füllt im Juli Arenen von der Rigi bis ins Emmental. Die Feste verbinden Sport, Jodel, Alphorn und Festwirtschaft zu einem Format, das es nur hier gibt.
Rhein-, See- und Flussschwimmen. Basel schwimmt den Rhein hinunter, Bern die Aare, Zürich und Genf leben ihre Badi-Kultur. Das öffentliche Flussschwimmen ist gelebte Schweizer Sommeridentität – gratis, unorganisiert und für Gäste das vielleicht eindrücklichste Ferienerlebnis.
1.-August-Vorbereitung. Ab Mitte Juli hängen die Fahnen, Gemeinden publizieren ihre Bundesfeier-Programme, die Höhenfeuer werden geschichtet. Der Bundesfeiertag erinnert an den Bundesbrief von 1291; gefeiert wird mit Brunch auf dem Bauernhof, Ansprachen, Lampionumzügen und Feuerwerk – 2026 eben an einem Samstag.
Praktische Planung: So navigiert man den Juli 2026
Verkehr: Die Gotthard-Achse erreicht an den Juli-Wochenenden ihre Jahresspitze – Staus von mehreren Stunden vor dem Nordportal sind ab Ferienbeginn der Deutschschweizer Kantone die Regel. Ausweichrouten (San Bernardino, Simplon-Verlad) oder Bahnreisen einplanen. Während Montreux Jazz und Paléo verdichtet die SBB das Angebot am Genfersee mit Extrazügen bis in die Nacht.
Unterkünfte: Montreux/Vevey (3.–18. Juli), Locarno/Ascona (9.–19. Juli) und Nyon (21.–26. Juli) sind Monate im Voraus ausgebucht. Lausanne, Bellinzona und Genf sind die funktionierenden Ausweichbasen mit Bahnanschluss.
Budget: Festivaltickets bewegen sich von gratis (Longlake, Montreux-Gratisbühnen, Tattoo-Parade) über Tagespässe ab rund 80–120 Franken (Gurten, Paléo) bis zu Premiumkategorien in Montreux. Wer sparen will, kombiniert Gratisbühnen mit einem einzigen bezahlten Hauptkonzert.
Wetter: Juli ist Gewittermonat. Open Airs auf dem Gurten und der Piazza Grande finden grundsätzlich bei jedem Wetter statt – Regenschutz gehört ins Gepäck, Föhnlagen im Tessin können Programmänderungen auslösen.
Business-Hinweis: Da der Juli feiertagsfrei ist, laufen Fristen, Zahlungen und Behördentermine ohne Unterbruch. Die faktische Verlangsamung kommt trotzdem: Ab Mitte Juli sind viele KMU, Kanzleien und Behörden ferienbedingt reduziert besetzt – wichtige Geschäfte gehören in die erste Monatshälfte.
FAQ: Die häufigsten Fragen zum Juli 2026 in der Schweiz

Gibt es im Juli 2026 einen Feiertag in der Schweiz? Nein. Kein Kanton kennt im Juli einen gesetzlichen Feiertag. Der nächste ist der Bundesfeiertag am 1. August 2026 – der auf einen Samstag fällt und in den meisten Kantonen nicht durch einen Ersatztag kompensiert wird.
Wann findet das Montreux Jazz Festival 2026 statt? Vom 3. bis 18. Juli 2026. Die 60. Ausgabe kehrt ins für 94 Millionen Franken renovierte 2m2c zurück; zu den Headlinern gehören RAYE, John Legend und Sting, dazu kommen die traditionellen Gratisbühnen am Seeufer.
Wann ist das Paléo Festival 2026? Vom 21. bis 26. Juli 2026 auf der Plaine de l'Asse in Nyon. Die Tickets sind weitgehend ausverkauft; Restkontingente laufen über die offizielle Börse.
Findet das Züri Fäscht 2026 statt? Nein. Das grösste Volksfest der Schweiz wurde wegen der Neuausrichtung abgesagt. Zürichs nächster Grossanlass ist die Street Parade am 8. August 2026.
Welche Daten hat das Gurtenfestival 2026? Mittwoch, 15. bis Samstag, 18. Juli 2026 auf dem Gurten in Bern – die 43. Ausgabe, unter anderem mit Lorde und Kraftklub.
Wann ist die Basel-Tattoo-Parade 2026? Die grosse Parade durch die Basler Innenstadt findet am Samstag, 18. Juli 2026 statt und ist gratis; die Arena-Shows in der Kaserne laufen in den Tagen davor (frühe Shows 17.30 Uhr, späte 21/21.30 Uhr).
Wann beginnen die Sommerferien 2026 in Zürich, Bern und Basel? Basel-Stadt startet bereits Ende Juni (6 Wochen), Bern Anfang Juli (5–6 Wochen), Zürich Mitte Juli (5 Wochen). Massgeblich sind die offiziellen Ferienkalender der Kantone und Gemeinden.
Was läuft im Tessin im Juli 2026? Moon&Stars auf der Piazza Grande in Locarno (9.–19. Juli), das Longlake Festival in Lugano (9.–26. Juli, grösstenteils gratis) und Magic Blues im Maggiatal (ab 10. Juli). Die Tessiner Schulen haben von Mitte Juni bis Ende August frei.
Lohnt sich ein Festivalbesuch ohne Ticket? Ja. Montreux bespielt kostenlose Bühnen am Seeufer, das Longlake in Lugano ist grösstenteils gratis, die Basel-Tattoo-Parade ebenso – und die Städte selbst liefern mit Fluss-Schwimmen, Buvetten und Open-Air-Kino ein Gratisprogramm.
Wie voll wird es am Gotthard? Sehr. Mit dem gestaffelten Ferienbeginn der Deutschschweizer Kantone ab Anfang/Mitte Juli erreichen die Juli-Samstage die höchsten Staupegel des Jahres. Frühmorgens fahren, auf den San Bernardino ausweichen oder den Zug nehmen.
Kalender Juli 2026: Woche für Woche
| Woche | Daten | Höhepunkte |
|---|---|---|
| Woche 1 | Mi 1. – So 5. Juli | Start Montreux Jazz (3.), Ferienbeginn Waadt/Bern/Zentralschweiz, Alpsommer-Anlässe |
| Woche 2 | Mo 6. – So 12. Juli | Montreux in Vollbetrieb; Start Moon&Stars Locarno (9.), Longlake Lugano (9.), Magic Blues (10.), Openair Wollishofen (10./11.) |
| Woche 3 | Mo 13. – So 19. Juli | Les Georges Freiburg (13.–18.), Gurtenfestival (15.–18.), Luzern Live (ab 16.), Basel-Tattoo-Parade (Sa 18.), Finale Montreux Jazz (18.) und Moon&Stars (19.); Ferienbeginn Zürich |
| Woche 4 | Mo 20. – So 26. Juli | Paléo Nyon (21.–26.), Longlake-Finale (26.), Hochsaison an Gotthard und Flughäfen, Bergschwinget |
| Woche 5 | Mo 27. – Fr 31. Juli | Start Stars in Town Schaffhausen (29.), 1.-August-Vorbereitungen, Höhenfeuer werden geschichtet – Ausblick: Bundesfeier am Samstag, 1. August |
Der Juli 2026 ist der Schweizer Sommer in Reinkultur: kein einziger Feiertag, aber ein Programm, das jedem Landesteil seinen eigenen Höhepunkt gibt – der Waadt das Jubiläums-Montreux und das Paléo, Bern den Gurten, Basel das Tattoo samt Parade am 18. Juli, dem Tessin die Piazza-Grande-Abende und Luzern sein Seefestival. Wer plant, plant um drei Fixpunkte: die gestaffelten Sommerferien der Kantone, die ausgebuchten Festivalorte am Genfersee und im Tessin – und den 1. August, der 2026 auf einen Samstag fällt und damit ohne Brückentag auskommen muss. Früh buchen, den Gotthard meiden, Regenschutz einpacken: Dann liefert dieser Juli einen der stärksten Veranstaltungsmonate, den die Schweiz seit Jahren gesehen hat.
Alle Daten entsprechen dem Stand bei Publikation. Programme und Zeiten können sich ändern – massgeblich sind die Angaben der Veranstalter und die offiziellen Ferienkalender der Kantone.
Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht – in der Schweiz und der Welt: Gotthard-Stau im Juli 2026: An diesen Tagen wird es am schlimmsten








