Der Wolfsmond 2026 ist der Vollmond im Januar – und in diesem Jahr zugleich ein Supermond, der in der Schweiz besonders eindrucksvoll über Zürich und Basel zu sehen sein wird. Der Name „Wolfsmond“ geht auf nordeuropäische Wintertraditionen zurück: In den kältesten Wochen des Jahres waren Wolfsrufe nahe menschlicher Siedlungen häufiger zu hören, und der Januar-Vollmond bekam in der Volkskunde diesen symbolischen Titel. Astronomisch entscheidend ist 2026 jedoch etwas anderes: Der Vollmond fällt sehr nahe an das Perigäum, also den erdnächsten Punkt der Mondbahn. Genau diese Kombination macht den Supermond aus – eine Vollmondnacht, in der der Mond für Beobachter sichtbar größer und heller wirkt als gewöhnlich.

Wolfsmond 2026 in Zürich und Basel: Exakte Zeiten für den Supermond

Der Vollmond erreicht seine maximale Phase am Freitag, 3. Januar 2026, um 11:02 Uhr (MEZ). Weil dieser Zeitpunkt in der Schweiz am späten Vormittag liegt, ist der „perfekte“ Moment nicht dann, wenn die Uhr 11:02 zeigt, sondern dann, wenn der Mond am Abend wieder am Himmel steht – ein Effekt, den Nume in seiner astronomischen Analyse ausdrücklich hervorhebt. Die stärkste Wirkung haben Sie in Zürich und Basel am Donnerstag, 2. Januar, und am Freitag, 3. Januar, jeweils direkt nach Mondaufgang, wenn der Mond noch tief über dem Horizont hängt. In dieser Phase greifen drei Effekte gleichzeitig: die Supermond-Nähe (Perigäum), die Mondillusion (der Mond wirkt am Horizont subjektiv größer) und die atmosphärische Filterung, die den Mond oft golden bis kupferorange färbt. Wer den Wolfsmond 2026 in der Schweiz wirklich „groß“ sehen will, plant deshalb nicht rund um den Begriff Vollmond, sondern rund um den Mondaufgang in Zürich und Basel – mit freier Sicht Richtung Ost bis Nordost, wie NUME.ch weiter erklärt.

Warum sieht der Supermond größer aus

Beim Perigäum befindet sich der Mond mit rund 356.000 Kilometern in seiner geringsten Entfernung zur Erde – das sind etwa 50.000 Kilometer weniger als bei einem sogenannten Mikromond, wenn der Vollmond besonders weit entfernt steht. Diese geringere Distanz führt dazu, dass die Mondscheibe am Himmel messbar größer erscheint und mehr Sonnenlicht zur Erde reflektiert.

In Zahlen bedeutet das: Ein Supermond kann für Beobachter in der Schweiz bis zu 14 Prozent größer und rund 30 Prozent heller wirken als ein durchschnittlicher Vollmond. Dieser Unterschied ist nicht nur technisch messbar, sondern auch mit bloßem Auge sichtbar – vor allem in klaren Winternächten über Städten wie Zürich und Basel, wo der Mond hell genug ist, um selbst urbane Lichtquellen zu überstrahlen.

Hinzu kommt die sogenannte Mondillusion. Wenn der Mond kurz nach dem Aufgang noch tief über dem Horizont steht, interpretiert das menschliche Gehirn ihn als besonders groß, weil er in Relation zu Gebäuden, Bäumen und der Skyline gesehen wird. Genau deshalb wirkt der Supermond über dem Zürcher See oder entlang des Rheins in Basel noch eindrucksvoller als hoch oben am Nachthimmel.

Exakte Mondzeiten für Zürich und Basel

Damit der Wolfsmond 2026 als Supermond wirklich seine volle Wirkung entfaltet, ist nicht nur das Datum entscheidend, sondern vor allem der genaue Zeitpunkt des Mondaufgangs. In diesen Minuten erscheint der Mond am größten, färbt sich gold-orange und steht tief genug über dem Horizont, um den Supermond-Effekt sichtbar zu machen. Die folgenden Zeiten zeigen, wann der Mond in Zürich und Basel am 2. und 3. Januar 2026 aufgeht und untergeht.

Zürich

DatumMondaufgangMonduntergangBeste Beobachtungszeit
Donnerstag, 2. Jan15:5908:21 (3. Jan)16:15–18:00
Freitag, 3. Jan16:4809:03 (4. Jan)16:50–18:30

Basel

DatumMondaufgangMonduntergangBeste Beobachtungszeit
Donnerstag, 2. Jan15:5308:17 (3. Jan)16:00–17:45
Freitag, 3. Jan16:4108:59 (4. Jan)16:45–18:15

Der Mond geht in beiden Städten in Richtung Nordost bis Ost auf – offene Sicht in diese Richtung ist entscheidend.

Beste Orte in Zürich und Basel

Um den Wolfsmond 2026 als Supermond optimal zu erleben, müssen Sie Zürich oder Basel nicht verlassen. Der Mond ist so hell, dass er selbst durch städtische Lichtquellen deutlich sichtbar bleibt. Entscheidend für eine eindrucksvolle Beobachtung ist jedoch eine freie Sicht auf den Horizont in Richtung Ost bis Nordost, da der Mond dort an beiden Abenden aufsteigt. Orte mit Wasserflächen oder erhöhten Aussichtspunkten verstärken den visuellen Effekt zusätzlich.

Wolfsmond 2026 in Zürich und Basel: Exakte Zeiten für den Supermond

Zürich

  • Uetliberg – bietet einen weiten Blick über die Stadt, den Zürichsee und den östlichen Horizont; ideal, um den Supermond groß und klar über der Landschaft aufgehen zu sehen.
  • Zürichhorn – offene Wasserfläche in Richtung Osten, perfekt für ruhige Spiegelungen des Mondlichts auf dem See.
  • Lindenhof – erhöhte Lage mitten in der Altstadt, von der aus der Mond zwischen historischen Gebäuden sichtbar wird.
  • Seepromenade – besonders geeignet für Fotografen, die den Supermond mit der Wasserlinie und der Stadtsilhouette kombinieren möchten.

Basel

  • Rheinufer (Kleinbasel) – freier Blick über den Fluss in Richtung Osten; der Mond steigt hier direkt über dem Rhein auf und wirkt besonders groß.
  • St. Chrischona – die höchste Erhebung der Region mit weiter Horizontlinie, ideal für ungestörte Beobachtungen.
  • Dreirosenbrücke – bietet eine starke Stadtkulisse im Vordergrund, was die Größe des Supermonds optisch betont.
  • Birskopf – ruhiger Ort am Wasser mit offenem Blick zum Himmel, gut geeignet für längeres Beobachten ohne Ablenkung.

Was ist sonst noch am Himmel zu sehen

In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2026 fällt der Wolfsmond mit dem Höhepunkt des Quadrantiden-Meteorstromszusammen – einem der aktivsten Sternschnuppenereignisse des Jahres. Zwar wird der helle Supermond viele der schwächeren Meteore überstrahlen, doch die Quadrantiden sind bekannt für ihre außergewöhnlich hellen Feuerkugeln, die selbst bei starkem Mondlicht gut sichtbar bleiben, vor allem in den Stunden nach Mitternacht.

Gleichzeitig bietet der Winterhimmel über der Schweiz mehrere markante Orientierungspunkte:

  • Jupiter steht in unmittelbarer Nähe des Mondes und ist als extrem heller, ruhiger Lichtpunkt leicht zu erkennen.
  • Das markante Sternbild Orion steigt am Abend deutlich im Südosten auf, mit seinem charakteristischen Gürtel aus drei Sternen.
  • Saturn ist kurz nach Sonnenuntergang tief im Südwesten sichtbar, bevor er später in der Nacht untergeht.

Diese Kombination aus Supermond, Planeten und Sternbildern macht den Himmel über Zürich und Basel in diesen Januarnächten besonders reich an Beobachtungsmöglichkeiten.

Wie beeinflusst der Supermond den Schlaf

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Menschen während eines Vollmondes im Durchschnitt 20 bis 30 Minuten kürzer schlafen und häufiger aufwachen. Beim Supermond wird dieser Effekt durch die höhere Lichtintensität zusätzlich verstärkt, da selbst schwaches Mondlicht die Ausschüttung von Melatonin, dem zentralen Schlafhormon, hemmen kann. Besonders im Januar, wenn Tageslicht ohnehin knapp ist und der biologische Rhythmus bereits unter Druck steht, reagieren viele Menschen empfindlicher auf diese nächtliche Helligkeit.

In diesen Nächten berichten Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz häufiger über:

  • Einschlafprobleme und verzögertes Einschlafen
  • unruhigen, fragmentierten Schlaf
  • Kopf- und Migräneschmerzen
  • innere Unruhe und erhöhte Nervosität

Um den Schlaf während des Wolfsmonds möglichst stabil zu halten, empfehlen Schlafmediziner:

  • Verdunkelung des Schlafzimmers durch Vorhänge oder Rollläden
  • Verzicht auf Koffein ab dem frühen Nachmittag
  • früheres Zubettgehen zwischen dem 2. und 4. Januar
  • Reduktion von Bildschirmlicht und emotionalem Stress in den Abendstunden

Diese einfachen Maßnahmen helfen, die biologischen Effekte des hellen Supermondes auf den Körper abzufedern.

So fotografieren Sie den Wolfsmond über Zürich und Basel

Die eindrucksvollsten Aufnahmen des Wolfsmonds 2026 entstehen in den ersten 20 bis 40 Minuten nach dem Mondaufgang, wenn der Mond noch tief über dem Horizont steht und durch die Erdatmosphäre seine typische gold- bis kupferfarbene Tönung erhält. In dieser Phase wirken sowohl Größe als auch Kontrast des Supermondes am stärksten – besonders über dem Zürichsee oder dem Rhein in Basel.

So fotografieren Sie den Wolfsmond über Zürich und Basel

Für scharfe Ergebnisse ist ein stabiles Stativ unverzichtbar, da schon kleinste Bewegungen bei langen Brennweiten zu Unschärfen führen. Nutzen Sie nach Möglichkeit ein Teleobjektiv oder den optischen Zoom Ihrer Kamera, um Details der Mondoberfläche sichtbar zu machen, und vermeiden Sie digitale Vergrößerung, da sie das Bildrauschen deutlich erhöht. Wenn Sie Gebäude, Brücken, Bäume oder Wasserflächen bewusst in den Vordergrund einbeziehen, entsteht ein räumlicher Bezug, der die tatsächliche Größe des Supermondes für den Betrachter greifbar macht.

Gesundheitlicher Hinweis zum Supermond

Der sehr helle Supermond kann in den Nächten rund um den 2. bis 4. Januar nicht nur den Himmel, sondern auch den menschlichen Biorhythmus beeinflussen. Besonders in Städten wie Zürich und Basel, wo reflektiertes Mondlicht an Fassaden und Wasserflächen verstärkt wird, kann die nächtliche Helligkeit den Schlaf zusätzlich stören.

Wer den Wolfsmond bewusst genießen möchte, sollte daher auch an den eigenen Körper denken: Schlafräume abdunkeln, Bildschirme am Abend meiden und ausreichend Ruhe einplanen, damit das außergewöhnliche Himmelsereignis nicht zu unnötiger Erschöpfung führt.

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