Papst Leo XIV hat Russland dazu aufgerufen, die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur einzustellen. Er warnte davor, dass die anhaltenden Schläge während der Wintermonate schwere humanitäre Folgen für die Zivilbevölkerung hätten, da die Temperaturen sinken und der Bedarf an Strom und Heizung steigt. Die Erklärung wurde am Sonntag, dem 11. Januar, auf dem offiziellen Konto des Papstes auf der Plattform Х veröffentlicht. Dies berichtet Nume.ch unter Berufung auf den Beitrag des Papstes. In seiner Erklärung bezog sich Leo XIV ausdrücklich auf die Auswirkungen der Angriffe auf die Bevölkerung in der kalten Jahreszeit.

Er schrieb:

„In der Ukraine verursachen neue schwere Angriffe auf die Energieinfrastruktur bei zunehmender Kälte erheblichen Schaden für die Zivilbevölkerung. Ich bete für die Leidenden und rufe erneut dazu auf, die Gewalt zu beenden und die Bemühungen um Frieden zu erneuern.“

Der Vatikan machte keine weiteren Angaben zu den einzelnen Angriffen. Die Erklärung fügt sich jedoch in die anhaltende Linie des Heiligen Stuhls ein, der seit Beginn des Krieges immer wieder auf die humanitären Folgen der Zerstörung ziviler Infrastruktur hingewiesen hat.

Papst Leo XIV hat wiederholt betont, dass Schäden an Strom-, Wärme- und Wasserversorgung vor allem die schwächsten Teile der Bevölkerung treffen – darunter Kinder, ältere Menschen und Patienten in Krankenhäusern.

Papst Leo XIV fordert Russland auf, Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur zu stoppen

Bereits in seiner ersten Weihnachtsansprache auf dem Petersplatz in Rom hatte der Papst dazu aufgerufen, dass „der Lärm der Waffen verstummen“ müsse. Er forderte beide Seiten auf, den Mut zu einem „aufrichtigen, direkten und respektvollen Dialog“ mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zu finden.

Der Vatikan bestätigte zudem, dass drei Lastwagen mit humanitärer Hilfe von Papst Leo XIV in die Ukraine geschickt werden. Die Lieferung umfasst 100.000 Portionen Instant-Suppe für Zivilisten in den am stärksten von Kämpfen sowie von Strom-, Wasser- und Heizungsausfällen betroffenen Regionen.

Papst Leo XIV erklärte ausserdem seine Bereitschaft, die Ukraine zu besuchen. Sicherheitsbedenken gelten weiterhin als das grösste Hindernis, jedoch hat der Vatikan bereits einen organisatorischen Plan für einen möglichen Besuch ausgearbeitet.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht: Papst Leo XIV offen für Ukraine-Besuch – Vatikan hat bereits einen Plan–ANSA