Der Schweizer Ski-Star Marco Odermatt hat am Samstag, 17. Januar 2026, erneut Geschichte am Lauberhorn geschrieben. Der 28-jährige Nidwaldner gewann die traditionsreiche Abfahrt in Wengen zum vierten Mal in Folge und bestätigte damit seine Ausnahmestellung im alpinen Ski-Weltcup. Aufgrund starker Windböen wurde das Rennen verkürzt, gestartet wurde am Hundschopf, der oberste Streckenabschnitt entfiel. Unter diesen Bedingungen setzte sich Odermatt souverän gegen die internationale Konkurrenz durch und fuhr mit einer Zeit von 1:33.14 Minuten zum Sieg. Darüber berichtet NUME unter Berufung auf die offizielle Website der Watson.
Der Rennverlauf entwickelte sich zunächst offen. Direkt vor Odermatt übernahm der Österreicher Vincent Kriechmayr, zweifacher Sieger der Lauberhorn-Abfahrt, mit einer starken Fahrt die Führung. Doch der Schweizer nutzte die verkürzte Strecke konsequent aus, baute seinen Vorsprung Sektor für Sektor aus und ließ der Konkurrenz keine Chance. Am Ende lag Odermatt 79 Hundertstel vor Kriechmayr, der sich mit Rang zwei begnügen musste.
Wichtige Fakten zum Rennen:
- Austragungsort: Wengen, Lauberhorn
- Disziplin: Abfahrt der Männer
- Datum: 17. Januar 2026
- Streckenverkürzung wegen Wind, Start am Hundschopf
- Siegerzeit Marco Odermatt: 1:33.14 Minuten
- Vorsprung auf Vincent Kriechmayr: 0,79 Sekunden

Nach der Zieldurchfahrt zeigte sich Odermatt hochzufrieden mit seinem Lauf. Im Interview mit SRF erklärte er:
„Ich fuhr ins Ziel und wusste, dass ich nirgends schneller fahren könnte. Mein Plan ging perfekt auf.“
Auch Kriechmayr zollte dem Sieger Respekt und sprach offen über die Kräfteverhältnisse an diesem Tag.
„Zwei, drei Zehntel wären vielleicht noch drin gewesen, aber niemals acht. Unglaublich von Odi. Zweiter hinter ihm zu werden, ist keine Schande.“
Lob kam ebenfalls von SRF-Experte Beat Feuz, selbst ehemaliger Abfahrts-Sieger am Lauberhorn.
„Es gibt nichts auszusetzen an dieser Fahrt. Ich wüsste wirklich nicht, wo Marco etwas besser hätte machen können.“
Spannend blieb das Rennen vor allem im Kampf um die Podestplätze. Alexis Monney war im unteren Streckenabschnitt sogar sieben Hundertstel schneller als Odermatt, verlor jedoch zuvor entscheidende Zeit und belegte am Ende Rang fünf. Franjo von Allmen hätte dem Sieger gefährlich werden können, machte jedoch im Kernen-S einen Fehler und verlor dort rund sieben Zehntel. Trotz dieses Patzers verpasste der Weltmeister das Podest nur knapp.
Entscheidende Momente im Kampf um das Podest:
- Fehler von Franjo von Allmen im Kernen-S
- Alexis Monney im Zielabschnitt minimal schneller als Odermatt
- Giovanni Franzoni nutzt hohe Startnummer und starke Trainingsform
Giovanni Franzoni sorgte schließlich für eine der Überraschungen des Tages. Der Italiener, mit Startnummer 28 unterwegs, setzte sich hauchdünn gegen von Allmen durch und sicherte sich den dritten Platz. Franzoni hatte bereits im Training überzeugt und am Freitag im Super-G seinen ersten Weltcupsieg gefeiert.
Das Rennen bestätigte einmal mehr, wie entscheidend Hundertstelsekunden auf der verkürzten Lauberhorn-Strecke waren. Für fast alle Athleten – mit Ausnahme des überlegenen Siegers – entschied jede kleinste Zeitabweichung über Podest oder Enttäuschung.
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