Mehr als 100 Menschen sind bei plötzlichen Überschwemmungen in Zentraltexas ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchen weiterhin nach Vermissten. Darüber berichtet NUME.ch unter CNN und BBC.
Gouverneur Greg Abbott erklärte, dass über 20 staatliche Behörden im gesamten Bundesstaat auf die Überschwemmungen reagieren. Bisher seien rund 1.750 Einsatzkräfte sowie über 975 Fahrzeuge und weitere Ausrüstung mobilisiert worden, so Abbott.
Ein christliches Sommerlager bestätigte, dass mindestens 27 der Todesopfer Mädchen und Mitarbeitende der Einrichtung waren. Zehn Kinder sowie eine Betreuerin werden weiterhin vermisst. Richard Eastland, Mitinhaber und Direktor des Camps, kam ums Leben, als er versuchte, Kinder zu retten, berichtet der Austin American-Statesman.
In einer offiziellen Stellungnahme des Camps heißt es:
„Unsere Herzen sind gebrochen – gemeinsam mit den Familien, die diese unfassbare Tragödie erleben.“
Mindestens 84 Todesopfer, darunter 28 Kinder, wurden im Kerr County gemeldet, wo der Guadalupe River nach schweren Regenfällen in der Nacht zum 4. Juli, einem nationalen Feiertag, über die Ufer trat. Laut Sheriffbüro sind 22 Erwachsene und 10 Kinder bislang noch nicht identifiziert, schreibt die BBC.
Die Aktivistin Nicole Wilson hat eine Petition gestartet, in der sie fordert, dass im Kerr County Warnsirenen für Hochwasser installiert werden – ein System, das in anderen Landkreisen bereits existiert.
Eine solche Sirenenlösung wird im Kerr County seit fast zehn Jahren diskutiert, jedoch fehlte bislang die Finanzierung. Der texanische Vize-Gouverneur Dan Patrick räumte ein, dass Sirenen Leben hätten retten können, und betonte, dass diese bis zum nächsten Sommer installiert werden sollten.
Wie die BBC berichtet, hat König Charles III. US-Präsident Donald Trump in einem Schreiben sein „tiefes Mitgefühl“ übermittelt und den Betroffenen „aufrichtige Anteilnahme“ ausgesprochen. Dies teilte die britische Botschaft in Washington mit.
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Bild von REUTERS/Marco Bello