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Das Gebäude der Apostolischen Nuntiatur (Botschaft des Vatikans) in Kiew wurde in der Nacht zum 10. Juli bei einem massiven Angriff Russlands beschädigt. Das berichtet NUME.ch unter Berufung auf Vatican News und den Pressedienst der Botschaft des Vatikans.

„Während eines weiteren Angriffs auf Kiew in den Morgenstunden des 10. Juli, bei dem Raketen und Drohnen eingesetzt wurden, wurden das Hauptgebäude und die Dienstbereiche dieser Apostolischen Nuntiatur durch Trümmerteile beschädigt. Diese Trümmer fielen auf zwei Wohnhäuser, die sich in unmittelbarer Nähe der diplomatischen Vertretung befinden“, teilte die Botschaft mit.

Nach Angaben des Botschafters, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, wurden das Dach des Hauptgebäudes sowie der Parkplatzbereich beschädigt. Er selbst sah mit eigenen Augen Drohnen, die über dem Botschaftsgelände kreisten, und hörte zahlreiche Explosionen.

„Wir haben etwa zehn recht große Fragmente gesammelt, und ich bin überzeugt, dass es sich um eine Drohne und nicht um eine Rakete handelte. Zum Glück wurde niemand von uns verletzt. Aber es ist erschütternd, Explosionen so nah mitzuerleben“, sagte Kulbokas.

Der Vatikan bot Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland an

Es sei darauf hingewiesen, dass sich der Vorfall nur einen Tag nach dem Treffen ereignete, bei dem Papst Leo XIV. am 9. Juli den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, in seiner Residenz empfing und den Vatikan als Ort für Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine vorschlug.

Zuvor hatte Selenskyj erklärt, dass Papst Leo XIV. seine Bereitschaft bekundet habe, eine Rolle in den Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu übernehmen.

Der ranghöchste Diplomat des Heiligen Stuhls, Kardinal Pietro Parolin, sagte damals, Papst Leo plane, den Vatikan als Ort für Friedensgespräche zwischen den beiden kriegführenden Ländern vorzuschlagen.

Gleichzeitig äußerte US-Außenminister Marco Rubio, der Vatikan könne ein Ort für direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland werden. Er betonte jedoch, dass er den Vatikan nicht als Vermittler in diesen Gesprächen bezeichnen würde.

Angriff auf Kiew am 10. Juli

Zur Erinnerung: In der Nacht zum 10. Juli führte Russland erneut einen massiven Angriff auf die Ukraine durch, wobei Kiew das Hauptziel war. Auf die Hauptstadt wurden Kamikaze-Drohnen sowie ballistische und Marschflugkörper abgefeuert.

Infolge des Angriffs wurden in sechs Stadtbezirken Schäden registriert. Mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt, es kam zu Bränden. Am stärksten betroffen war der Schewtschenko-Bezirk. Nach aktuellen Informationen wurden in Kiew mehr als 20 Personen verletzt, zwei kamen ums Leben.

Insgesamt feuerte Russland in jener Nacht 415 Drohnen und Raketen auf die Ukraine ab. Die Luftverteidigungskräfte konnten über 90 Prozent der feindlichen Ziele neutralisieren.

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Fotos von Vatican News

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