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Der Buck Moon erreicht am Mittwoch, 29. Juli, um 16.35 Uhr Schweizer Zeit seine exakte Vollmondphase und wird am selben Abend über Zürich und weiten Teilen der Schweiz nahezu vollständig beleuchtet am Himmel stehen. Der astronomische Höhepunkt findet noch bei Tageslicht statt; die beste Gelegenheit zur Beobachtung beginnt deshalb erst gegen 21.16 Uhr, wenn der Mond in Zürich im Südosten aufgeht und nach Einbruch der Dunkelheit tief über dem Horizont sichtbar wird. Entscheidend sind ein freier Blick, möglichst wenig tiefe Bewölkung und ein Standort ohne Berge oder Gebäude direkt in südöstlicher Richtung, berichtet NUME.CH auf Grundlage astronomischer Berechnungen für Zürich.

Der Juli-Vollmond wird in englischsprachigen Kalendern Buck Moon genannt, weil bei männlichen Hirschen zu dieser Jahreszeit das neue Geweih deutlich wächst. In der Schweiz ist die Bezeichnung weniger traditionell verankert als im angelsächsischen Raum, hat sich aber auch hier in astronomischen Vorschauen etabliert. Obwohl der Mond kurz nach seinem Aufgang besonders gross und möglicherweise gelblich oder orange wirken kann, handelt es sich nicht um einen Supermond. Der starke optische Eindruck entsteht vor allem durch seine tiefe Position über Landschaft, Alpenrand, Gebäuden oder dem Zürichsee.

Wann erreicht der Buck Moon über Zürich seinen Höhepunkt

Die exakte Vollmondphase tritt am Mittwoch, 29. Juli 2026, um 16.35 Uhr ein. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne noch hoch genug, dass der Mond am hellen Nachmittagshimmel kaum auffällt. Für Beobachterinnen und Beobachter in Zürich ist deshalb nicht die mathematisch genaue Vollmondminute entscheidend, sondern der spätere Mondaufgang. Dieser erfolgt am 29. Juli gegen 21.16 Uhr bei etwa 120 Grad, also im ostsüdöstlichen Bereich des Horizonts.

Der Mond ist an diesem Tag bereits zu rund 99,5 Prozent beleuchtet. Auch am Abend des 28. Juli erscheint er mit blossem Auge praktisch rund. Am 30. Juli liegt die Beleuchtung sogar noch bei rund 99,8 Prozent, obwohl die exakte Vollmondphase dann bereits vorbei ist. Wer am Mittwoch wegen Wolken keine freie Sicht hat, erhält somit am Dienstagabend oder am Donnerstagabend eine fast gleichwertige Ausweichmöglichkeit.

Wichtigste Daten für ZürichZeitpunkt und Wert
Exakter Vollmond29. Juli 2026, 16.35 Uhr
Mondaufgang in Zürichetwa 21.16 Uhr
Richtung beim AufgangOstsüdost, rund 120 Grad
Beleuchtung am 29. Julirund 99,5 Prozent
Höchster Stand in der Nachtetwa 01.04 Uhr
Maximale Höherund 18,7 Grad
Monduntergang30. Juli, etwa 05.25 Uhr

Wo lässt sich der Juli-Vollmond in Zürich am besten sehen

In Zürich ist ein Standort mit freier Sicht über den östlichen und südöstlichen Horizont besonders wichtig. Da der Mond relativ tief bleibt, können Häuserzeilen, Hügel und Bäume die Sicht über längere Zeit blockieren. Geeignet sind erhöhte Punkte, offene Seeufer und breite Aussichtslagen.

Gute Bedingungen bieten beispielsweise Bereiche am Zürichsee, sofern der Blick in Richtung Südosten offen ist. Auch der Uetliberg, der Zürichberg, der Bereich beim Waidbad, offene Stellen am Käferberg oder Aussichtspunkte oberhalb des Seebeckens kommen infrage. Am See wirken Mondaufgang und Spiegelung besonders eindrucksvoll, während erhöhte Standorte helfen, Dunst und lokale Hindernisse in Bodennähe zu umgehen.Entscheidend ist nicht vollständige Dunkelheit. Der Vollmond ist hell genug, um auch innerhalb der Stadt sichtbar zu bleiben. Für klare Konturen, Fotografien und eine möglichst frühe Sichtung direkt nach dem Aufgang sind jedoch weniger Strassenbeleuchtung und ein unverstellter Horizont von Vorteil.

Wie ist der Buck Moon in der übrigen Schweiz zu beobachten

Auch in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Lausanne, Genf, Lugano und in den meisten anderen Regionen der Schweiz wird der Mond am Abend des 29. Juli sichtbar sein, sofern Wolken und Gelände den Blick nicht verdecken. Die exakte Vollmondphase ist landesweit praktisch identisch, während sich Aufgangs- und Untergangszeiten je nach Standort um mehrere Minuten unterscheiden können. Im Mittelland bieten Felder, Seeufer, Flussufer und offene Anhöhen gute Voraussetzungen. In den Voralpen und Alpen ist die Wahl des Standortes anspruchsvoller: Ein Bergkamm im Südosten kann den Mondaufgang deutlich verzögern. Dafür entstehen später besonders markante Ansichten, wenn der helle Mond über Gipfeln, Pässen oder Bergseen steht.

Geeignete Beobachtungsorte sind:

  • offene Abschnitte am Zürichsee, Vierwaldstättersee oder Bodensee;
  • Anhöhen mit freier Sicht nach Südosten;
  • Aussichtspunkte ausserhalb dichter Siedlungsgebiete;
  • breite Uferpromenaden und Felder im Mittelland;
  • Bergterrassen ohne nahen Gebirgszug in Blickrichtung;
  • ruhige Standorte mit sicherem Zugang nach Einbruch der Dunkelheit.

In welche Richtung muss man schauen?

Beim Mondaufgang in Zürich sollte der Blick gegen Ostsüdost gerichtet sein. Danach bewegt sich der Mond über den südlichen Teil des Himmels und erreicht seinen höchsten Punkt erst nach Mitternacht. Selbst dann steigt er nur auf etwa 18,7 Grad über den Horizont. Er bleibt damit deutlich tiefer als viele Vollmonde im Winter.

Die tiefe Bahn ist typisch für einen Vollmond im Sommer. Weil die Sonne im Juli tagsüber einen hohen Weg über den Himmel nimmt, verläuft die gegenüberliegende Bahn des Vollmonds nachts vergleichsweise tief. Genau diese Position sorgt dafür, dass der Mond neben Häusern, Kirchtürmen, Bergen oder Bäumen besonders gross wirkt.

Wird der Buck Moon über Zürich orange erscheinen?

Der Mond kann kurz nach dem Aufgang gelblich, golden oder orange wirken. Sein Licht legt in Horizontnähe einen längeren Weg durch die Erdatmosphäre zurück. Dabei wird ein grösserer Anteil des blauen Lichts gestreut, während wärmere Farbtöne stärker sichtbar bleiben.

Wie intensiv dieser Effekt ausfällt, hängt von Luftfeuchtigkeit, Dunst, Staub, dünnen Wolken und der Sichtweite ab. Ein kräftig oranger Mond ist deshalb möglich, aber nicht garantiert. Mit zunehmender Höhe verliert die Scheibe normalerweise einen Teil dieser warmen Färbung und erscheint heller oder weisslicher.

Ist der Juli-Vollmond 2026 ein Supermond?

Nein. Der Buck Moon vom 29. Juli ist kein Supermond. Der Begriff bezeichnet einen Vollmond, der vergleichsweise nahe am erdnächsten Punkt seiner Umlaufbahn stattfindet. Der Juli-Vollmond erfüllt die üblichen Kriterien dafür nicht.

Dass er über Zürich oder den Schweizer Alpen trotzdem auffallend gross erscheinen kann, liegt an der sogenannten Mondillusion. Nahe am Horizont vergleicht das Gehirn die Mondscheibe automatisch mit bekannten Objekten wie Häusern, Bergen oder Bäumen. Dadurch erscheint sie grösser, obwohl sich ihr tatsächlicher Winkeldurchmesser kaum verändert.

Wie fotografiert man den Buck Moon in Zürich?

Für ein gutes Bild ist kein professionelles Teleskop nötig. Ein Smartphone genügt für eine stimmungsvolle Aufnahme, wenn die Belichtung reduziert und das Gerät stabil gehalten wird. Wer nur auf den hellen Mond tippt, erhält sonst häufig eine weisse Fläche ohne sichtbare Struktur.

Für bessere Resultate:

  1. Kamera oder Smartphone auf einem Stativ, Geländer oder festen Untergrund stabilisieren.
  2. Blitz deaktivieren.
  3. Auf den Mond fokussieren und die Belichtung deutlich reduzieren.
  4. Übermässigen digitalen Zoom vermeiden.
  5. Häuser, Berge, Bäume oder den Zürichsee als Vordergrund einbeziehen.
  6. Mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen aufnehmen.
  7. Bereits vor 21.16 Uhr am Standort sein und die Bildkomposition vorbereiten.

Ein Teleobjektiv lässt den Mond im Verhältnis zur Landschaft deutlich grösser erscheinen. Besonders wirkungsvoll sind Aufnahmen mit dem Mond über dem See, hinter einer Bergsilhouette oder neben einem klar erkennbaren Zürcher Bauwerk.

Der Buck Moon erreicht seinen astronomischen Höhepunkt am 29. Juli 2026 um 16.35 Uhr. In Zürich geht er gegen 21.16 Uhr im Ostsüdosten auf und bleibt während der Nacht relativ tief. Die besten Chancen bestehen an offenen Standorten mit freiem Horizont, besonders an Seeufern und auf erhöhten Aussichtspunkten. Ein Teleskop ist nicht erforderlich. Wichtig sind vielmehr ein rechtzeitiger Standortwechsel, eine aktuelle Prüfung der lokalen Bewölkung und ein sicherer Platz ohne direkte Sichtbarrieren. Sollte der Himmel am Mittwochabend bedeckt sein, erscheint der Mond auch am 28. und 30. Juli noch nahezu vollständig rund.

Verwendete Materialien: Time and Date Zürich, astronomischer Mondphasenkalender 2026, NASA Moon Science, Space Weather Live.

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