Ende März 2025 endete für Credit Suisse Aarau der Kundenbetrieb an der Bahnhofstrasse 49: Die bisherige CS-Kundschaft wurde zur kombinierten UBS-Geschäftsstelle an der Bahnhofstrasse 61 verlegt, während das 1912 errichtete Bankhaus zur Neuvermietung vorgesehen war. Die Veränderung war eine direkte Folge der Integration der Credit Suisse in UBS, die ihr paralleles Schweizer Filialnetz zusammenführte. Für Aarau bedeutete der Schritt mehr als einen Adresswechsel, denn an der Bahnhofstrasse 49 endete nach mehr als 110 Jahren die kontinuierliche Nutzung eines eigens als Bank errichteten Gebäudes. Zugleich kamen mitten im Zentrum Büro-, Gewerbe- und Lagerflächen auf den Markt, berichtet NUME.CH.
Der Vorgang lässt sich inzwischen bis 2026 weiterverfolgen. Anfang Februar 2025 waren zunächst 1620 Quadratmeter im ehemaligen Bankhaus zur Vermietung ausgeschrieben, verfügbar ab 1. August 2025; vorgesehen waren Büros, Praxen, Retailflächen, Lager und mögliche Zwischennutzungen. Später erschien noch ein Angebot über 409 Quadratmeter im dritten Obergeschoss zu CHF 300 pro Quadratmeter und Jahr. Am 18. März 2026 meldete UBS schliesslich den Abschluss der Migration der in der Schweiz gebuchten früheren Credit-Suisse-Kundschaft auf ihre Infrastruktur. Damit ist der Fall Aarau heute Teil einer abgeschlossenen Filialkonsolidierung, während die konkrete Nachnutzung einzelner Flächen des historischen Hauses eine separate Immobilienfrage bleibt.
Für Aarau ist der entscheidende Zeitpunkt Ende März 2025: Seither werden ehemalige CS-Kunden nicht mehr an der Bahnhofstrasse 49 betreut.
Warum Credit Suisse Aarau Ende März 2025 umzog
Die Entscheidung entstand aus der Übernahme der Credit Suisse durch UBS. UBS Group AG hatte Credit Suisse Group AG am 12. Juni 2023 übernommen. Im Mai 2024 folgte die Fusion von UBS AG und Credit Suisse AG, am 1. Juli 2024 wurden auch UBS Switzerland AG und Credit Suisse (Schweiz) AG rechtlich zusammengeführt.
Danach konnte UBS Doppelstandorte in Schweizer Städten zusammenlegen. Aarau war ein typischer Fall: An der Bahnhofstrasse existierten eine frühere Credit-Suisse-Geschäftsstelle an Nummer 49 und eine UBS-Geschäftsstelle an Nummer 61. Frühere CS-Kunden erhielten in der zweiten Januarhälfte 2025 die Information, dass ihre neue Anlaufstelle ab Ende März an der Bahnhofstrasse 61 liege.
UBS erklärte damals gegenüber der Aargauer Zeitung, sämtliche Mitarbeitenden der Credit Suisse würden in die UBS-Geschäftsstelle wechseln. Für die Kunden sollte sich durch die Zusammenlegung zunächst wenig ändern; die bisherigen Ansprechpartner sollten erhalten bleiben. Eine konkrete Schliessung wegen fehlender Nachfrage stand damit nicht im Mittelpunkt. Es handelte sich um die Konsolidierung zweier Standorte derselben Bankengruppe in derselben Stadt.
Die wichtigsten Daten der Entwicklung:
- Am 12. Juni 2023 schloss UBS die Übernahme der Credit Suisse Group ab.
- Am 1. Juli 2024 wurde Credit Suisse (Schweiz) AG mit UBS Switzerland AG fusioniert.
- In der zweiten Januarhälfte 2025 wurden frühere CS-Kunden in Aarau über den bevorstehenden Standortwechsel informiert.
- Ende März 2025 endete der Kundenbetrieb an der Bahnhofstrasse 49; Anlaufstelle wurde die Bahnhofstrasse 61.
- Im ersten Quartal 2025 schloss UBS die Konsolidierung ihres Schweizer Filialnetzes ab.
- Am 18. März 2026 erklärte UBS die Migration der in der Schweiz gebuchten früheren Credit-Suisse-Kunden auf ihre Systeme für abgeschlossen.
«Alle Mitarbeitenden der Credit Suisse werden in die UBS-Geschäftsstelle wechseln», erklärte ein UBS-Sprecher im Februar 2025 gegenüber der Aargauer Zeitung.
Damit lässt sich der Grund für die Aufgabe des Standorts klar einordnen: UBS Aarau benötigte nach der Fusion nicht dauerhaft zwei separate Geschäftsstellen nur wenige Hausnummern voneinander entfernt.
Was an der Bahnhofstrasse 49 ursprünglich vermietet wurde
Als die Neuvermietung im Februar 2025 öffentlich bekannt wurde, ging es noch um eine erheblich grössere Fläche als in späteren Inseraten. Damals standen laut Vermarktung insgesamt rund 1620 Quadratmeter zur Verfügung. Als möglicher Bezugstermin wurde der 1. August 2025 genannt.
Für die einzelnen Etagen waren unterschiedliche Nutzungen vorgesehen. Das Erdgeschoss eignete sich laut damaliger Ausschreibung für Retail, Büro oder Praxis. Die oberen Etagen konnten als Büros, Praxen oder Lagerräume verwendet werden. Im Keller waren Lagerflächen vorgesehen.
Auch eine zeitlich begrenzte Nutzung war vorgesehen. Einzelne Flächen konnten nach Vereinbarung im Rahmen einer Zwischenvermietung als Pop-up genutzt werden. Damit musste nicht zwingend ein einziger neuer Mieter sämtliche Flächen des ehemaligen Bankhauses übernehmen.
Die Schlagzeile von 2025, wonach eine «ganze Credit-Suisse-Filiale» gemietet werden könne, beschreibt deshalb den damaligen Vermarktungsstand und nicht automatisch die heutige Verfügbarkeit.
Spätere Immobilieninserate zeigten bereits ein anderes Bild. Noch 2026 war auf Homegate und ImmoScout24 eine bezugsbereite Gewerbefläche von 409 Quadratmetern im dritten Obergeschoss an der Bahnhofstrasse 49 auffindbar. Der ausgewiesene Nettomietzins betrug CHF 300 pro Quadratmeter und Jahr. Wenige Lagerräume wurden zusätzlich angeboten.
| Punkt | Vermarktung 2025 | Späteres Inserat 2026 |
|---|---|---|
| Adresse | Bahnhofstrasse 49, Aarau | Bahnhofstrasse 49, Aarau |
| Angebotene Fläche | rund 1620 m² | 409 m² |
| Bezug | ab 1. August 2025 | nach Vereinbarung |
| Nutzung | Büro, Praxis, Retail, Lager | Gewerbe/Büro |
| Geschoss | mehrere Geschosse | 3. Obergeschoss |
| Nettomietzins | Preis auf Anfrage | CHF 300/m²/Jahr |
| Lager | Kellerflächen | wenige Lagerräume zusätzlich |
| Zwischennutzung | Pop-up möglich | im späteren Inserat nicht zentral ausgewiesen |
Die 409 Quadratmeter waren laut Inserat mit Beleuchtung, Bodenbelägen sowie Strom- beziehungsweise Wasseranschlüssen ausgebaut. Toiletten, Küchen und allgemeine Räume gehörten zur Infrastruktur. Alle Mietflächen waren mit einem Lift erreichbar.
Für Parkplätze nannte das Inserat CHF 250 pro Monat. Lagerflächen wurden mit CHF 105 bis CHF 185 pro Quadratmeter ausgewiesen; beim Inserat wird die entsprechende Preisstruktur als Jahrespreis geführt. Nebenkosten kamen zusätzlich hinzu.
Ist die 409-Quadratmeter-Fläche im August 2026 noch verfügbar?
Hier ist eine Aktualisierung gegenüber älteren Berichten nötig. Homegate und ImmoScout24 führten die 409 Quadratmeter grosse Fläche noch in ihren zuletzt erfassten Angeboten. Die eigentliche Projektseite des Vermarkters immo+ real estate AG, die in den Inseraten als weiterführende Quelle genannt wurde, zeigt inzwischen jedoch ein anderes Aarauer Objekt am Apfelhausenweg 10.
Deshalb lässt sich die 409-Quadratmeter-Fläche an der Bahnhofstrasse 49 mit Stand 25. August 2026 nicht mehr belastbar als aktuell frei bezeichnen. Sicher belegt ist, dass sie 2026 noch auf den grossen Immobilienplattformen ausgeschrieben war. Eine unverändert aktive Vermarktung direkt beim Anbieter ist anhand der derzeit abrufbaren Projektseite dagegen nicht bestätigt.
Das ist für eine aktuelle Nachricht entscheidend: Die ursprünglichen 1620 Quadratmeter aus Februar 2025 dürfen nicht als heutiges Angebot dargestellt werden, und auch die späteren 409 Quadratmeter müssen zeitlich eingeordnet werden.
Warum das Bankgebäude von 1912 in Aarau besonders ist
Das Gebäude ist deutlich älter als die Marke Credit Suisse an diesem Standort. Der Kanton Aargau führt die Bahnhofstrasse 49 Aarau in seinem Denkmalschutzinventar als Bankgebäude mit Baujahr 1912. Als Architekten sind Robert Curjel und Karl Moser verzeichnet. Die kantonale Unterschutzstellung erfolgte am 25. Oktober 1976.
Der Schutzumfang betrifft die Hauptfront, die Seitenfassaden und das Dach. Das Objekt wird mit Priorität B und regionaler Bedeutung geführt. Diese Einstufung ist bei einer Umnutzung relevant, weil bauliche Veränderungen an geschützten Teilen nicht wie bei einem gewöhnlichen modernen Gewerbehaus vorgenommen werden können.
Das Haus wurde ursprünglich für die Allgemeine Aargauische Ersparniskasse gebaut. Später war dort die Neue Aargauer Bank, kurz NAB, ansässig. Das Eidgenössische Unternehmens-Identifikationsregister führt die frühere Neue Aargauer Bank AG ebenfalls mit der Bahnhofstrasse 49 als Adresse. Ende November 2020 ging die NAB in Credit Suisse (Schweiz) AG auf.
Damit ergibt sich eine klare Abfolge:
- 1912 entstand das Gebäude als Bankhaus;
- ursprüngliche Nutzerin war die Allgemeine Aargauische Ersparniskasse;
- später wurde die Bahnhofstrasse 49 zum Hauptsitz der Neuen Aargauer Bank;
- 2020 wurde die NAB in Credit Suisse integriert;
- nach der UBS-Übernahme folgte 2025 die Zusammenlegung der Aarauer Filialen;
- seit Ende März 2025 dient Nummer 49 nicht mehr als eigenständige Kundenfiliale der Credit Suisse.
Auch der historische Verwaltungsratssaal aus der Bauzeit war in der Vermarktung sichtbar. Frühere Inseratsbilder zeigten Stuck an der Decke und Holzverkleidungen, während andere Teile des Gebäudes wesentlich funktionaler als Grossraumbüros ausgebaut waren. Das kantonale Denkmalschutzinventar bezeichnet das Objekt nüchtern als «Bahnhofstrasse 49, Bankgebäude NAB» und datiert seine Entstehung auf 1912.
Der historische Wert hängt deshalb nicht an der Marke Credit Suisse, sondern an der mehr als hundertjährigen Geschichte des Gebäudes als Aarauer Bankhaus.
Wie weit die Credit-Suisse-Integration heute ist
Für eine aktuelle Einordnung reicht der Stand von Februar 2025 nicht mehr aus. UBS meldete bereits im Geschäftsbericht 2025, dass die Credit Suisse Integration Schweiz beim Filialnetz im ersten Quartal 2025 einen entscheidenden Schritt erreicht hatte. Seit der Fusion der Schweizer Gesellschaften waren 95 Geschäftsstellen mit bestehenden UBS-Standorten zusammengelegt worden. Damit gehört Aarau zu einer grösseren Schweizer Konsolidierung. Das Modell war dort besonders nachvollziehbar, wo UBS und Credit Suisse in derselben Stadt eigene Filialen betrieben. Statt beide Adressen weiterzuführen, wurde das Kundengeschäft an einem Standort konzentriert.
Der nächste grosse Schritt folgte am 18. März 2026. UBS erklärte, die Migration aller in der Schweiz gebuchten ehemaligen Credit-Suisse-Kunden sei abgeschlossen. Weltweit seien damit rund 1,2 Millionen frühere CS-Kunden auf die UBS-Infrastruktur übertragen worden. Die Bank beschrieb dafür einen erheblichen technischen Aufwand. Vor der Schweizer Migration wurden nach UBS-Angaben mehr als 80'000 Tests ausgeführt und über 132'000 Stunden migrationsbezogene Schulungen für Mitarbeitende mit Kundenkontakt absolviert. Auf der UBS-Plattform stieg das Zahlungsvolumen um 25 Prozent auf fast 3,1 Millionen Transaktionen pro Tag. Die offizielle Mitteilung von UBS zum Abschluss der Schweizer Kundenmigration datiert vom 18. März 2026. Für die ehemalige Aarauer Filiale bedeutet das: Der 2025 begonnene physische Standortwechsel ist inzwischen auch technologisch Teil einer weitgehend vollzogenen Integration.
UBS will die Integration nach eigenen Angaben bis Ende 2026 substanziell abschliessen. Dazu gehört unter anderem die Stilllegung früherer Credit-Suisse-IT-Infrastruktur.
Was bei Credit Suisse Aarau aktuell wichtig ist

Wann wurde die Credit-Suisse-Filiale in Aarau geschlossen?
Der bisherige Standort an der Bahnhofstrasse 49 wurde Ende März 2025 geräumt. Die frühere CS-Kundschaft wurde darüber im Januar 2025 informiert. Als neue Anlaufstelle wurde die kombinierte UBS-Geschäftsstelle an der Bahnhofstrasse 61 genannt. Ein genauer einzelner Schliessungstag ist in den vorliegenden Unterlagen nicht ausgewiesen; belegt ist «Ende März».
Warum wurde die Filiale geschlossen?
Grund war die Zusammenlegung der Filialnetze von UBS und Credit Suisse nach der Übernahme. In Aarau bestanden zwei Standorte in unmittelbarer Nähe. Die frühere Credit-Suisse-Geschäftsstelle wurde deshalb in den UBS-Standort integriert.
Wo befindet sich UBS in Aarau nach der Zusammenlegung?
Für die bisherige Kundschaft der Credit Suisse wurde die Bahnhofstrasse 61 als neue Anlaufstelle bezeichnet. Dieser Standort sollte als kombinierte Geschäftsstelle dienen.
Ist die ganze ehemalige Credit-Suisse-Filiale noch zu mieten?
Das kann für August 2026 nicht mehr so formuliert werden. Im Februar 2025 waren rund 1620 Quadratmeter zur Neuvermietung vorgesehen. Später wurde noch eine Fläche von 409 Quadratmetern im dritten Obergeschoss angeboten. Die aktuelle Projektseite des damaligen Vermarkters zeigt inzwischen ein anderes Objekt, weshalb die ursprünglichen Flächen nicht als weiterhin frei dargestellt werden sollten.
Was kostete die später angebotene Bürofläche?
Für die 409 Quadratmeter grosse Fläche wurde ein Nettomietzins von CHF 300 pro Quadratmeter und Jahr angegeben. Parkplätze kosteten laut Inserat CHF 250 pro Monat, Lagerflächen wurden je nach Ausführung mit CHF 105 bis CHF 185 pro Quadratmeter angeboten.
Steht das Gebäude unter Denkmalschutz?
Ja. Der Kanton Aargau führt das 1912 errichtete Bankgebäude im Denkmalschutzinventar. Es steht seit dem 25. Oktober 1976 unter kantonalem Schutz; geschützt sind Hauptfront, Seitenfassaden und Dach.
Was ist seit der ursprünglichen Nachricht von 2025 neu?
Die wichtigste Aktualisierung betrifft zwei Punkte. Erstens ist die damals angebotene Gesamtfläche von 1620 Quadratmetern nicht mehr als heutiger Vermietungsstand zu behandeln. Zweitens hat UBS am 18. März 2026 die Migration der in der Schweiz gebuchten ehemaligen Credit-Suisse-Kunden abgeschlossen, womit der organisatorische Übergang deutlich weiter fortgeschritten ist als zum Zeitpunkt des Aarauer Filialumzugs.
Für Bankgebäude Aarau steht damit heute nicht mehr die angekündigte Schliessung im Vordergrund. Der entscheidende Stand lautet: Die Credit-Suisse-Filiale an der Bahnhofstrasse 49 ist seit Ende März 2025 Geschichte, das Schweizer Filialnetz wurde im ersten Quartal 2025 konsolidiert, die Schweizer CS-Kundenmigration endete am 18. März 2026, und die ursprünglich publizierte Vermietung muss bei aktuellen Angaben nach einzelnen Flächen und Zeitständen unterschieden werden.
Verwendete Materialien: UBS Medienmitteilung vom 18. März 2026, UBS Geschäftsbericht 2025, Denkmalschutzinventar Kanton Aargau, Eidgenössisches UID-Register, Aargauer Zeitung vom 6. Februar 2025, damalige Vermietungsunterlagen Bahnhofstrasse 49, Homegate, ImmoScout24, immo+ real estate AG
