Der Kanton Bern hat seine polizeilichen Kapazitäten durch die offizielle Aufnahme von 96 neuen Korpsangehörigen signifikant verstärkt, die im Rahmen eines feierlichen Festakts im Berner Münster ihren Dienst angetreten haben. Die feierliche Zeremonie markiert den formellen Abschluss der Ausbildung für die Absolventen sowie den Dienstbeginn für erfahrene Rückkehrer und Fachkräfte, die nun symbolisch in die Reihen der Kantonspolizei Bern integriert wurden. Vor den Augen zahlreicher Gäste legten insgesamt 32 Frauen und 64 Männer, sowohl in Uniform als auch in ziviler Funktion, den vorgeschriebenen Schwur oder das Gelübde ab, berichtet NUME.ch unter Berufung auf plattformj.

Struktur und Herkunft des neuen Personals

Die Zusammensetzung des neuen Jahrgangs spiegelt die zweisprachige Ausrichtung des Kantons sowie die strategische Personalplanung der Sicherheitsdirektion wider. Den Kern der neu vereidigten Kräfte bilden 49 Polizistinnen und Polizisten, die ihre zweijährige Grundausbildung erfolgreich mit der eidgenössischen Berufsprüfung abgeschlossen haben. Diese Gruppe unterteilt sich in 41 deutschsprachige Absolventen, welche die Interkantonale Polizeischule in Hitzkirch besucht haben, sowie acht französischsprachige Kräfte, die ihre Ausbildung an der Polizeischule in Ittigen absolvierten. Das Ausbildungssystem sah dabei eine strikte Trennung vor: Während das erste Jahr rein schulisch geprägt war, diente das zweite Jahr im sogenannten Lehrverband der praktischen Anwendung des Erlernten im direkten Polizeidienst.

Neben den frischen Absolventen der Polizeischulen umfasst die Verstärkung des Korps auch erfahrene Fachkräfte. Insgesamt zehn Polizistinnen und Polizisten wechselten von anderen Schweizer Polizeikorps nach Bern, um ihre Karriere dort fortzusetzen. Hinzu kommen Rückkehrer, die nach einer Unterbrechung wieder in den Dienst der Berner Kantonspolizei getreten sind, sowie vier spezialisierte Mitarbeitende der Fachstelle Transportdienst. Dieser Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Kräften soll die Einsatzbereitschaft und die fachliche Expertise der Behörde langfristig sichern.

Zeremonieller Akt und staatspolitische Bedeutung

Die Vereidigung im Berner Münster gilt als ein zentraler symbolischer Akt, der die Bindung der Ordnungshüter an das Gesetz und die Bevölkerung festigt. Regierungsrat Philippe Müller, Vorsteher der Sicherheitsdirektion, sowie Polizeikommandant Christian Brenzikofer vollzogen die Aufnahme traditionell per Handschlag. In ihren Ansprachen betonten die Verantwortlichen die Verantwortung, die mit dem Tragen der Uniform und der Ausübung hoheitlicher Aufgaben verbunden ist. Die neuen Korpsmitglieder verpflichteten sich damit offiziell zur Einhaltung der verfassungsmässigen Ordnung und zum Schutz der öffentlichen Sicherheit im gesamten Kantonsgebiet.

Für die Kantonspolizei Bern stellt diese personelle Aufstockung einen wichtigen Schritt dar, um den wachsenden Herausforderungen im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu begegnen. Die Integration von Fachkräften aus anderen Kantonen und die Ausbildung in modernen Polizeischulen gewährleisten dabei, dass das Korps über zeitgemässe Kompetenzen verfügt. Die Feierlichkeit unterstreicht zudem die Wertschätzung des Kantons gegenüber seinen Sicherheitsorganen und bietet den Angehörigen der neuen Polizisten die Möglichkeit, den offiziellen Start in den Berufsalltag ihrer Familienmitglieder mitzuverfolgen.

Statistische Übersicht der Vereidigung im Berner Münster

Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Verteilung und die Ausbildungshintergründe der 96 neuen Korpsangehörigen, die ihren Dienst im Kanton Bern aufgenommen haben:

KategorieAnzahl PersonenAusbildungsort / Herkunft
Absolventen (Deutsch)41Polizeischule Hitzkirch
Absolventen (Französisch)8Polizeischule Ittigen
Interkantonale Wechsler10Andere Schweizer Polizeikorps
Fachstelle Transportdienst4Spezialisierte Zivilfunktionen
Rückkehrer & Zivilpersonal33Wiedereinsteiger und internes Personal
Gesamtanzahl9632 Frauen / 64 Männer

Ausbildungsweg und berufliche Qualifikation

Der Weg zur eidgenössischen Berufsprüfung, den ein Grossteil der Vereidigten beschritten hat, gilt als anspruchsvoll und praxisnah. Durch die Kombination aus theoretischem Wissen in Hitzkirch oder Ittigen und dem anschliessenden Lehrverband wird sichergestellt, dass die jungen Beamten bereits vor ihrer Vereidigung über fundierte Erfahrungen im Umgang mit der Bevölkerung und polizeilichen Einsatzmitteln verfügen. Die erfolgreiche Zertifizierung erlaubt es ihnen nun, eigenständig polizeiliche Massnahmen zu ergreifen und zur Sicherheit des Kantons beizutragen.

Durch die Aufnahme der Fachkräfte des Transportdienstes und der zivilen Mitarbeitenden wird zudem deutlich, dass die Sicherheit im Kanton Bern nicht allein auf uniformierten Kräften fusst, sondern auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Exekutive und spezialisierten Fachbereichen basiert. Mit diesem personellen Zuwachs ist die Kantonspolizei Bern für die kommenden Aufgaben gerüstet, wobei der Fokus weiterhin auf einer bürgernahen und professionellen Polizeiarbeit liegt. Die 96 neuen Mitglieder werden in den kommenden Wochen ihre jeweiligen Posten im gesamten Kanton beziehen und dort die bestehenden Teams unterstützen.

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