Das Oktoberfest Zürich 2026 beginnt am 24. September mitten im Zürich Hauptbahnhof: Die Züri-Wiesn feiert dort ihre 20. Ausgabe und bleibt bis zum 17. Oktober. Am 8. Oktober startet mit dem 29. Zürcher Oktoberfest auf dem Bauschänzli am Stadthausquai 2 das zweite grosse Bierfest der Stadt; dort wird bis zum 7. November gefeiert. Zwischen dem 8. und 17. Oktober laufen damit beide Zürcher Wiesn gleichzeitig. Wer einen Abend plant, sollte allerdings nicht nur auf das Datum schauen: Die beiden Veranstaltungen unterscheiden sich bei Lage, Zugang, Reservation, Atmosphäre und Programm deutlich, wie NUME.CH in diesem lokalen Guide zusammenfasst.
Für Zürich ist das Oktoberfest inzwischen mehr als ein einzelnes Festzelt. Die Züri-Wiesn besetzt mit dem Hauptbahnhof einen der meistfrequentierten Orte der Schweiz, während das Bauschänzli zwischen Limmat, Stadthaus, Bürkliplatz und Bahnhofstrasse eine völlig andere Kulisse bietet. Gleichzeitig besitzt Zürich abseits der Wiesn eine eigenständige Bierkultur: In Zürich-West, Aussersihl, Wiedikon, Oerlikon und rund um die Europaallee arbeiten Kleinbrauereien, Tankbierbars und Craft-Beer-Lokale. Wer 2026 nicht nur Mass und Brezn sucht, sondern wissen möchte, welches Bier in Zürich gebraut wird und wo man es trinken kann, findet deshalb auch ausserhalb der beiden Festzelte zahlreiche Adressen.
Wo findet das Oktoberfest Zürich 2026 statt
Zürich bekommt 2026 nicht одно, а два крупных Oktoberfest с совершенно разным характером: Züri-Wiesn проходит прямо в Hauptbahnhof, а Zürcher Oktoberfest занимает Bauschänzli — исторический остров между центром города, Лимматом и Цюрихским озером. Первый фестиваль начинается 24 сентября, второй — 8 октября. С 8 по 17 октября оба работают одновременно.
Oktoberfest Zürich 2026: Adressen und Öffnungszeiten auf einen Blick

Züri-Wiesn
Zürich Hauptbahnhof
Bahnhofplatz 15, 8001 Zürich
24. September bis 17. Oktober 2026
Bierzelt: Dienstag bis Samstag 17.00–23.00 Uhr
Biergarten: Dienstag bis Samstag 11.00–23.30 Uhr
Biergarten Sonntag und Montag: 11.00–22.00 Uhr
Live-Musik im Bierzelt: ab 17.30 Uhr bis 23.00 Uhr
Bierzelt Sonntag und Montag: geschlossen
Zutritt zum Bierzelt: ab 18 Jahren
Zürcher Oktoberfest auf dem Bauschänzli
Bauschänzli
Stadthausquai 2, 8001 Zürich
8. Oktober bis 7. November 2026
Dienstag bis Samstag: 17.00–23.00 Uhr
Küche: bis 22.00 Uhr
Live-Musik: 17.00–22.45 Uhr
Sonntag: 11.00–18.00 Uhr
Küche Sonntag: bis 17.00 Uhr
Live-Musik Sonntag: 11.00–17.30 Uhr
Montag: geschlossen
Am Sonntag, 25. Oktober, endet die Live-Musik bereits um 14.30 Uhr. Nach dem Brunch wird das Zelt an diesem Tag geschlossen.
Züri-Wiesn: vom Zug direkt ins Bierzelt
Die 20. Züri-Wiesn findet vom 24. September bis 17. Oktober mitten im Zürich Hauptbahnhof statt. Genau diese Lage bestimmt ihren Charakter. Wer aus Winterthur, Baden, Zug, Luzern, Bern oder Basel anreist, muss nach der Zugfahrt nicht erst durch Zürich fahren: Das Fest beginnt praktisch dort, wo die Reise endet. Dabei sollte man zwischen Biergarten und Bierzelt unterscheiden. Der Biergarten öffnet bereits um 11.00 Uhr und funktioniert tagsüber eher als zentraler Treffpunkt für Mittagessen, Brezn oder ein Bier. Das eigentliche Bierzelt startet Dienstag bis Samstag erst um 17.00 Uhr. Ab 17.30 Uhr kommt die Live-Musik dazu, und aus dem Tagesbetrieb wird eine klassische Wiesn mit langen Tischen, Masskrügen, Trachten, Gruppen und Mitsingen.
Wer lediglich etwas essen und die Atmosphäre ansehen möchte, kann deshalb bereits am Nachmittag kommen. Für den eigentlichen Festzelt-Abend ist die Zeit ab 17.30 Uhr interessanter. Auch preislich ist das Konzept relativ klar. Das reservierbare Arrangement kostet CHF 66 pro Person. Darin enthalten sind eine Mass Bier, die Garderobe und ein Hauptgericht nach Wahl: Haxn, Hendl oder Käsespätzle mit Bergkäse und Röstzwiebeln. Reservierte Tische müssen spätestens um 19.00 Uhr bezogen werden; danach können sie anderweitig vergeben werden. Der Zutritt zum Bierzelt ist ab 18 Jahren erlaubt.
Bauschänzli: Oktoberfest auf einer historischen Insel
Beim Bauschänzli ist bereits die Adresse Teil des Erlebnisses. Das 29. Zürcher Oktoberfest findet vom 8. Oktober bis 7. November am Stadthausquai 2 statt, auf der kleinen Insel am Übergang vom Zürichsee in die Limmat. Bürkliplatz, Bahnhofstrasse, Paradeplatz und die Altstadt liegen nur wenige Gehminuten entfernt.
Das Bauschänzli selbst gehört zur Zürcher Stadtgeschichte: Die Anlage entstand um 1660 als Teil der damaligen Stadtbefestigung. Im Sommer kennt man den Ort als Biergarten unter Kastanienbäumen; für das Oktoberfest entsteht hier ein beheiztes, weiss-blau dekoriertes Festzelt für rund 800 Gäste.
Dienstag bis Samstag beginnt der Betrieb um 17.00 Uhr. Die Musik läuft fast ohne Unterbrechung bis 22.45 Uhr, das Zelt schliesst um 23.00 Uhr. Entsprechend sollte man den Besuch nicht wie eine kurze Restaurantreservation planen. Das Bauschänzli ist am Abend ein vollständiges Festprogramm: Bühne, lange Gemeinschaftstische, Essen, Massbier, Schunkeln und Musik bestimmen mehrere Stunden.
Sonntags sieht der Ort anders aus. Dann öffnet das Zelt bereits um 11.00 Uhr und schliesst um 18.00 Uhr. Der Betrieb ist stärker auf Frühschoppen, Mittagessen, Familien und den bayerischen Brunch ausgerichtet.
Was kostet das Bauschänzli 2026?
Wer einen ganzen Tisch reserviert, kauft ein Paket aus Sitzplätzen, Eintritt und Gastronomie. 2026 gibt es mehrere Kategorien:
- Charivari-Tisch, 10 Personen: CHF 1'200
- Janker-Tisch, 10 Personen: CHF 1'100
- Fetzngaudi-Tisch, 10 Personen: CHF 1'000
- Schuoplattler-Tisch, 8 Personen: CHF 850
Zum Paket gehören je nach Kategorie Eintritt, Garderobe und Festbetrieb sowie pro Person eine Mass Bier, Weisswurst mit Brezn und eine weitere Speise. Hinzu kommt ein Konsumationsgutschein: CHF 350 beim Charivari-Tisch, CHF 250 beim Janker-Tisch, CHF 150 bei Fetzngaudi und CHF 120 beim Schuoplattler.
Einzelbesucher müssen nicht zwangsläufig einen Tisch buchen. Ab 17.00 Uhr werden am Eingang in begrenzter Zahl Walk-in-Tickets verkauft. Eine Vorreservation dieser Einzeltickets ist nicht möglich. Der reguläre Eintritt kostet CHF 80 pro Person und umfasst Eintritt und Garderobe; Essen und Getränke werden separat bezahlt.
Eine Besonderheit betrifft die Tracht: Wer in Dirndl oder Lederhose erscheint, erhält laut Veranstalter zusätzlich einen Gutschein für eine Mass Bier und eine Speise. Am 15. Oktober zur Hanselmann Wiesn und am 19. Oktober zum Pink Monday gibt es keine regulären Walk-in-Tickets.
Was gibt es beim Oktoberfest Zürich zu essen?
Kulinarisch bleibt das Bauschänzli nah an der klassischen Festzeltküche. Auf der veröffentlichten Karte stehen Weisswürste mit Brezn und süssem Senf, Hendl vom Spiess, Schweinshaxe, Nürnberger Würstchen, Fleischkäse und Schnitzel. Als fleischlose Alternative gibt es unter anderem Spinat-Käsespätzleauflauf mit Bergkäse und Röstzwiebeln. Zum Dessert folgen Apfelstrudel und Kaiserschmarrn. Nach Angaben des Veranstalters stammt das verwendete Fleisch aus der Schweiz.
Die zuletzt veröffentlichte Karte liefert eine Orientierung für das Preisniveau:
- kleine Wiesn-Brezn: CHF 4.90
- grosse Wiesn-Brezn: CHF 9.90
- Weisswürste mit Brezn und süssem Senf: CHF 14
- Obazda: CHF 15
- Nürnberger Würstchen: CHF 21
- Spinat-Käsespätzleauflauf: CHF 21
- halbes Hendl mit Kartoffelsalat: CHF 23
- Fleischkäse mit Kartoffelsalat: CHF 23
- Schweinshaxe: CHF 27 beziehungsweise CHF 32, abhängig von der Beilage
- Schweinsschnitzel: CHF 32
- Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn: jeweils CHF 13
Dabei handelt es sich um Preise einer früher veröffentlichten Karte, nicht um eine bereits bestätigte vollständige Preisliste für 2026. Für die Planung sind sie dennoch nützlich, weil sie zeigen, in welcher Grössenordnung sich Essen und Getränke bewegen. Vor dem Besuch sollte die aktuelle Karte geprüft werden.
Welches Bier gibt es – und was kostet eine Mass?
Auf einer veröffentlichten Getränkekarte wurde Haldengut Oktoberfest-Bier vom Fass ausgeschenkt. Die Marke besitzt einen regionalen Bezug: Haldengut stammt aus Winterthur. Eine Mass bezeichnet zunächst die Menge und entspricht einem Liter Bier.
Auf der früheren Getränkekarte kostete die Mass CHF 17. Auch dieser Preis ist deshalb als Orientierung und nicht als bereits bestätigter 2026er Preis zu verstehen.
Die Rechnung zeigt trotzdem, warum der Eintritt allein wenig über die tatsächlichen Kosten eines Abends aussagt: Bei den zuletzt veröffentlichten Preisen kämen ein halbes Hendl für CHF 23, eine Mass für CHF 17 und ein Kaiserschmarrn für CHF 13 bereits auf CHF 53. Beim regulären Walk-in auf dem Bauschänzli kämen dazu CHF 80 Eintritt. Ohne Trachtenbonus und weitere Getränke läge ein solcher Abend damit rechnerisch bei CHF 133.
Bayerischer Brunch: die günstigere Sonntagsvariante
Eine deutlich andere Möglichkeit bieten die Sonntage 11., 18. und 25. Oktober sowie 1. November. Von 11.00 bis 15.00 Uhr wird auf dem Bauschänzli ein bayerischer Brunch angeboten. Das Buffet umfasst Frühstücksklassiker und bayerische Gerichte, darunter verschiedene Brote, Weisswürste, Brezn, warmen Fleischkäse, Käsespätzli, Desserts und Gebäck.
Für Erwachsene kostet das Buffet CHF 49 inklusive Heissgetränken. Kinder von neun bis 13 Jahren zahlen CHF 29. Für Kinder von drei bis acht Jahren werden CHF 10 für die Kinderbetreuung berechnet.
Interessant ist der Sonntag auch für Besucher, die den Brunch nicht buchen möchten: Ab 11.00 Uhr ist der Eintritt nach Veranstalterangaben auch für diese Gäste frei. Damit lässt sich das Bauschänzli wesentlich unkomplizierter kennenlernen als beim regulären Abendbetrieb mit CHF 80 Walk-in-Eintritt.
Züri-Wiesn oder Bauschänzli: Was ist der Unterschied?
Die Züri-Wiesn ist stärker auf ihre zentrale Lage ausgerichtet. Sie liegt direkt im Hauptbahnhof, der Biergarten öffnet bereits vormittags, und mit dem CHF-66-Arrangement lassen sich Essen, eine Mass und Garderobe relativ klar kalkulieren. Für Besucher, die mit dem Zug anreisen oder den Wiesn-Besuch mit Europaallee, Langstrasse oder Kreis 5 verbinden möchten, ist die Lage besonders praktisch.
Das Bauschänzli funktioniert stärker als eigenständiges Abendprogramm. Die historische Insel, das Zelt für rund 800 Gäste, fast durchgehende Live-Musik und die grossen Tischpakete schaffen einen ausgeprägteren Festzeltcharakter. Dafür ist der spontane Abendbesuch mit CHF 80 Eintritt deutlich teurer. Wer vor allem den Ort und die Atmosphäre erleben möchte, ohne einen kompletten Wiesn-Abend daraus zu machen, findet sonntags die wesentlich niedrigere Einstiegsschwelle.
Wohin nach der Wiesn: Zürcher Bier statt Festbier
Nach Hendl und Mass muss der Abend nicht zwangsläufig enden. Rund um den Hauptbahnhof, Kreis 4, Kreis 5 und Wiedikon gibt es eine zweite, deutlich lokalere Bierwelt.
Bierwerk Züri liegt am Gustav-Gull-Platz 10, 8004 Zürich, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Dort wird Bier vor Ort produziert und direkt aus Lagertanks ausgeschenkt. Im Kreis 5 folgen Eldorado an der Limmatstrasse 109 und die International Beer Bar an der Luisenstrasse 7. In Wiedikon befindet sich Mikkeller Zürich an der Zweierstrasse 124, 8003 Zürich. Damit lässt sich gerade die Züri-Wiesn gut mit einem zweiten Teil des Abends verbinden: zuerst klassische Festzeltkultur mit Mass und Hendl am Hauptbahnhof, danach kleinere Bierbars und modernere Zürcher Bierkultur in den angrenzenden Quartieren.
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