Teilen Sie dies:

Am Sonntag, 21. Juni 2026, hat sich beim Schwarzsee-Schwinget schon vor der Mittagspause eine klare sportliche Linie abgezeichnet: Adrian Walther steht nach drei Gängen mit 30,00 Punkten allein an der Spitze, nachdem er auch die Spitzenpaarung gegen Romain Collaud mit der Maximalnote für sich entschied. Der Berner Mittelländer ist damit der einzige Schwinger, der am Vormittag alle drei Gänge mit dem Punktemaximum gewann, während Curdin Orlik mit 29,75 Punkten und Etienne Burger mit 29,50 Punkten unmittelbar dahinter lauern. Besonders brisant war der Vormittag, weil Collaud im ersten Gang Topfavorit Michael Moser auf den Rücken legte und damit dessen erste Niederlage der Saison 2026 verursachte. Genau daraus entstand die Spannung des dritten Gangs: Walther musste gegen jenen Mann antreten, der Moser zuvor gestoppt hatte — und entschied das Duell nach kurzer Gangdauer deutlich für sich, berichtet NUME.CH unter Berufung auf Schweizer Medienberichte.

Der Schwarzsee-Schwinget 2026 ist das zweite Bergkranzfest der Saison und brachte Schwinger aus der Südwestschweiz, dem Bernbiet und der Innerschweiz zusammen. Bereits die Anschwinget-Paarungen zeigten, dass das Fest sportlich nicht vorsichtig eröffnet wurde: Romain Collaud gegen Michael Moser, Matthias Aeschbacher gegen Lukas Bissig, Matthieu Burger gegen Lario Kramer, Marc Lustenberger gegen Adrian Walther und Curdin Orlik gegen Sven Lang standen früh im Fokus. Die offizielle Schwingerliste führte unter anderem Michael Moser, Matthias Aeschbacher, Romain Collaud, Adrian Walther, Curdin Orlik, Lukas Bissig, Lario Kramer, Etienne und Matthieu Burger sowie mehrere weitere Eidgenossen auf.

Schwarzsee-Schwinget 2026: Walther setzt das erste klare Zeichen

Adrian Walther begann den Tag mit einem Sieg gegen Marc Lustenberger und legte danach gegen Ueli Rohrer blitzschnell nach. Im dritten Gang wartete mit Romain Collaud ein Gegner, der zuvor bereits Michael Moser und Sandro Galli bezwungen hatte. Gerade deshalb war dieses Duell mehr als nur eine Spitzenpaarung: Es war der direkte Test, ob Collauds explosiver Start den ganzen Vormittag tragen würde oder ob Walther die Berner Linie an die Ranglistenspitze bringen kann. Walther entschied die Frage schnell und deutlich, bodigte Collaud und sicherte sich damit den dritten Sieg mit der Maximalnote. Nach drei Gängen steht er mit 30,00 Punkten vorne und geht als klarer Mann des Vormittags in die Mittagspause.

Rang nach 3 GängenSchwingerPunkteLage
1Adrian Walther30,00Drei Siege, dreimal Maximalnote
2Curdin Orlik29,75Ebenfalls drei Siege, knapp dahinter
3Etienne Burger29,50Starker Berner Vormittag
4Matthieu Burger29,00Sieg gegen Lukas Bissig im dritten Gang
5Matthias Aeschbacher / Lukas Bissig u. a.28,75Noch im Rennen, aber mit Rückstand
6Michael Moser / Romain Collaud u. a.28,50Nach Niederlagen unter Druck

Die Zwischenrangliste bestätigt, dass der Vormittag nicht nur von einem Einzelduell geprägt war, sondern von einer breiten Berner Präsenz an der Spitze. Neben Walther stehen auch Curdin Orlik, Etienne Burger, Matthieu Burger, Matthias Aeschbacher, Lars Zaugg und weitere Berner im erweiterten Spitzenfeld. Für die Nicht-Berner war der dritte Gang dagegen ein Einschnitt: Collaud verlor gegen Walther, Lukas Bissig verlor gegen Matthieu Burger, Roger Bürli musste Etienne Burger ziehen lassen. Damit wurde die Ausgangslage für die Gänge vier, fünf und sechs deutlich schärfer.

Warum Collauds Sieg gegen Moser den ganzen Vormittag veränderte

Der erste sportliche Schock des Tages kam früh: Romain Collaud bezwang Michael Moser im ersten Gang. Moser war vor dem Fest als grosser Favorit gehandelt worden, unter anderem weil er in der Saison 2026 bis dahin keinen Gang verloren hatte. SRF hatte vor dem Fest die Ausgangslage mit dem Tenor beschrieben, dass am Schwarzsee vieles gegen Moser laufen werde, weil der 20-jährige Berner nach seinem starken Auftritt am Oberländischen Schwingfest im Zentrum stand. Dort hatte Moser mit 59,75 Punkten nur knapp den perfekten Wettkampf verpasst.

Collauds Erfolg war deshalb mehr als ein gewöhnlicher Auftaktsieg. Er zeigte, dass der Schwarzsee-Schwinget 2026 nicht nach dem erwarteten Favoriten-Drehbuch laufen würde. Im zweiten Gang bestätigte Collaud seine Form mit einem weiteren Sieg gegen Sandro Galli. Doch genau dieser Start machte das Duell mit Walther im dritten Gang so wertvoll: Wer Collaud stoppte, stoppte den Mann, der Moser die erste Saisonniederlage zugefügt hatte. Walther löste diese Aufgabe ohne langes Abtasten und setzte damit das stärkste Zeichen des Vormittags.

Die wichtigsten Folgen des Collaud-Moser-Duells:

  • Michael Moser musste sofort in die Aufholjagd gehen.
  • Romain Collaud wurde nach dem ersten Gang zum gefährlichsten Nicht-Berner im Spitzenfeld.
  • Adrian Walther bekam im dritten Gang eine echte Bewährungsprobe.
  • Die Rangliste wurde früh auseinandergezogen.
  • Der Nachmittag bleibt offen, aber Walther hat den saubersten Start aller Favoriten.

Moser reagierte allerdings schnell. Nach der Niederlage gegen Collaud gewann er im zweiten Gang gegen Roland Reichmuth und legte im dritten Gang gegen Remo Rutsch nach. Damit ist Moser nicht aus dem Rennen, aber er hat nicht mehr die Kontrolle über das Fest wie vor dem Anschwingen erwartet. Für ihn zählt am Nachmittag nicht nur jeder Sieg, sondern auch jede Note. Am Schwarzsee kann ein Viertelpunkt im Schlussbild entscheidend werden.

Orlik, Burger, Aeschbacher: Wer bleibt Walther auf den Fersen?

Curdin Orlik steht nach drei Gängen mit 29,75 Punkten auf Zwischenrang zwei. Er gewann gegen Sven Lang, Thomas Stoll und im dritten Gang gegen Jonas Burch. Besonders wichtig war der Sieg gegen Burch, weil es ein Eidgenossen-Duell war und Orlik damit seine Position im Rennen um den Festsieg festigte. Zwar liegt er einen Viertelpunkt hinter Walther, doch dieser Abstand ist im Schwingen nicht unüberwindbar. Wenn Walther am Nachmittag nur gestellt wird oder eine tiefere Sieg-Note erhält, kann Orlik sofort wieder aufschliessen.

Etienne Burger folgt mit 29,50 Punkten. Sein Sieg gegen Roger Bürli im dritten Gang war wichtig, weil Bürli ebenfalls mit zwei Siegen in diesen Gang gegangen war. Burger gehört damit zu den Schwingern, die nicht nur profitieren, sondern selbst Druck erzeugen. Sein Bruder Matthieu Burger liegt mit 29,00 Punkten auf Rang vier und sorgte mit dem Sieg gegen Lukas Bissig ebenfalls für einen entscheidenden Berner Moment. Bissig hatte zuvor Matthias Aeschbacher bezwungen, wurde dann aber von Matthieu Burger zurückgebunden.

Matthias Aeschbacher bleibt trotz der Auftaktniederlage gegen Lukas Bissig im erweiterten Rennen. Der Vorjahressieger reagierte mit Siegen gegen Patrick Betschart und Laurent Tornare. Seine 28,75 Punkte bedeuten aber, dass er am Nachmittag fast fehlerfrei bleiben muss. Michael Moser steht mit 28,50 Punkten noch etwas weiter zurück. Für den Topfavoriten ist der Weg zum Festsieg damit schwieriger geworden, aber nicht geschlossen.

Was die Rangliste zur Halbzeit über den Nachmittag sagt

Die Mittagspause am Schwarzsee beginnt mit einer klaren, aber nicht endgültigen Hierarchie. Walther ist vorne, Orlik ist in Schlagdistanz, Etienne Burger bleibt gefährlich, Matthieu Burger hat sich in eine starke Position gebracht. Dahinter warten Namen, die an einem Bergkranzfest nie abgeschrieben werden dürfen: Matthias Aeschbacher, Lukas Bissig, Michael Moser und Romain Collaud. Die ersten drei Gänge haben aber gezeigt, dass der Nachmittag nicht nur über Namen entschieden wird, sondern über Paarungen, Noten und die Fähigkeit, nach Rückschlägen sofort zu reagieren.

Für Walther ist die Ausgangslage komfortabel, aber anspruchsvoll. Wer mit drei Maximalnoten startet, trägt ab dem vierten Gang die Last der Führung. Jeder Gegner wird gegen ihn mit maximaler Konzentration antreten, weil ein Sieg gegen den Leader das Fest neu öffnen würde. Für Orlik ist die Situation taktisch günstiger: Er ist nahe genug dran, ohne die volle Aufmerksamkeit allein zu tragen. Für Moser und Aeschbacher zählt dagegen nur noch Angriff.

So sieht die sportliche Ausgangslage aus:

  • Adrian Walther: führt mit 30,00 Punkten und hat die beste Ausgangslage.
  • Curdin Orlik: bleibt mit 29,75 Punkten direkter Verfolger.
  • Etienne Burger: bestätigt den starken Berner Vormittag.
  • Matthieu Burger: profitiert vom Sieg gegen Lukas Bissig.
  • Romain Collaud: begann spektakulär, wurde aber durch Walther gestoppt.
  • Michael Moser: nach Auftaktniederlage wieder im Rennen, aber unter Druck.
  • Matthias Aeschbacher: braucht am Nachmittag hohe Noten und Siege.

Das macht den vierten Gang besonders wichtig. Dort entscheidet sich, ob Walther seine Führung stabilisiert oder ob die Verfolger die Rangliste wieder enger machen. Bei einem Bergkranzfest kann ein Gestellter an der Spitze sofort mehrere Schwinger zurück ins Rennen bringen. Genau deshalb ist die Halbzeitführung stark, aber noch kein Vorentscheid.

Stimmen, Kontext und Bedeutung des Bergkranzfests

Der Schwarzsee-Schwinget gehört zu den Bergkranzfesten, bei denen nicht nur der Tagessieg zählt. Es geht um den Bergkranz, Prestige und um die Formkurve im Hinblick auf die grossen Saisonziele. Für die Berner Schwinger ist das Fest besonders wichtig, weil sie dort gegen Südwestschweizer und Innerschweizer Konkurrenz antreten und ihre Breite unter Beweis stellen können. Die ersten drei Gänge zeigten genau diese Stärke: Mehrere Berner standen zur Halbzeit ganz vorne oder nahe an der Spitze.

Die offiziellen Paarungen vor dem Fest hatten bereits deutlich gemacht, dass es keine Schonfrist geben würde. Collaud gegen Moser und Aeschbacher gegen Bissig waren Paarungen, die normalerweise sofort die Richtung eines Festes prägen. Genau das passierte: Collaud brachte Moser in Rücklage, Bissig stoppte Aeschbacher, Walther und Orlik blieben makellos. Der Vormittag wurde damit nicht von einem Favoriten kontrolliert, sondern von mehreren parallelen Geschichten.

Besonders auffällig ist die Rolle der jungen und formstarken Schwinger. Michael Moser bleibt trotz Rückstand ein Thema, weil er nach seiner Niederlage sofort wieder gewann. Etienne und Matthieu Burger nutzten ihre Chancen konsequent. Lukas Bissig zeigte gegen Aeschbacher Stärke, verlor aber später gegen Matthieu Burger. Das Feld ist damit sportlich enger, als es die klare Führung Walthers auf den ersten Blick vermuten lässt.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht – in der Schweiz und der Welt: ASML im Krisenmodus: USA prüfen Hinweis auf EUV-Maschine in China, Konzern dementiert

Teilen Sie dies: