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Los Angeles / Zürich, 2. Januar 2026 – Der US-Schauspieler Will Smith ist mit einer Zivilklage konfrontiert, die schwere Vorwürfe gegen ihn und seine Produktionsfirma erhebt. Der Violinist Brian King Joseph reichte am 30. Dezember 2025 beim Superior Court of California (Los Angeles County) Klage gegen Smith sowie Treyball Studios Management, Inc. ein. Gegenstand der Klage sind sexuelle Belästigung, Vergeltungsmassnahmen (Retaliation) und unrechtmässige Kündigung im Zusammenhang mit Smiths Konzert- und Albumtour „Based on a True Story: 2025“. Darüber berichtet die Redaktion von NUME.ch, unter Berufung auf Gerichtsunterlagen sowie Berichte von People und Entertainment Weekly.

Joseph, Finalist der 13. Staffel von „America’s Got Talent“, war seit November 2024 als Musiker für Smith engagiert. In der Klageschrift beschreibt er eine Zusammenarbeit, die sich aus seiner Sicht von einer professionellen Beziehung in eine persönlich aufgeladene Dynamik mit Machtgefälle zwischen Star und angestelltem Künstler verschoben habe. Smith habe ihm wiederholt eine besondere emotionale Nähe signalisiert. Wörtlich wird Smith in den Gerichtsunterlagen mit den Worten zitiert:

„You and I have such a special connection that I don’t have with anyone else.“

Joseph sieht darin den Beginn einer unerwünschten Annäherung.

Hotelereignis in Las Vegas

Der zentrale Sachverhalt betrifft einen Vorfall während eines Tourstopps in Las Vegas im März 2025. Joseph erklärt, sein Koffer mit der Hotel-Schlüsselkarte sei vorübergehend verschwunden gewesen und später wieder aufgetaucht. Beim Betreten seines Hotelzimmers habe er mehrere Gegenstände vorgefunden, die er nicht dort zurückgelassen habe, darunter medizinische Unterlagen, Medikamente sowie eine handschriftliche Notiz.

Diese Notiz trug die Botschaft:

„Brian, I’ll be back no later 5:30, just us“,
versehen mit einem Herzsymbol und der Signatur „Stone F.“

Joseph wertet dies als Eindringen in seine Privatsphäre und als bedrohliche Situation. Laut Klageschrift informierte er unmittelbar die Hotel-Security, eine nicht dringliche Polizeistelle sowie das Tour-Management von Will Smith.

Will Smith erneut in Rechtsstreit verwickelt: Klage wegen sexueller Belästigung und Vergeltung vor Gericht

Entlassung nach der Meldung

Nur wenige Tage nach dieser Meldung wurde Joseph aus der laufenden Tour entfernt. Die offizielle Begründung habe gelautet, die Produktion gehe „einen anderen Weg“. Sein Platz wurde umgehend durch einen anderen Violinisten ersetzt.

Joseph bezeichnet diese Entlassung als Vergeltungsmassnahme, weil er den Vorfall gemeldet hatte. Nach kalifornischem Arbeitsrecht sind Arbeitnehmer ausdrücklich vor Kündigungen geschützt, die als Reaktion auf Beschwerden über sexuelle Belästigung oder Grenzverletzungen erfolgen.

Geforderter Schadenersatz

In der Klage macht Joseph geltend, die Ereignisse hätten bei ihm schwere psychische Belastungen, wirtschaftliche Verluste und Reputationsschäden ausgelöst. Er spricht von Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und fordert Schadenersatz wegen unrechtmässiger Kündigung sowie der erlittenen emotionalen und finanziellen Schäden.

Smith weist Vorwürfe zurück

Will Smiths Anwalt Allen B. Grodsky reagierte mit einer scharfen Zurückweisung. Die Anschuldigungen seien:

„false, baseless and reckless“
(falsch, haltlos und verantwortungslos).

Man werde die Vorwürfe vor Gericht umfassend bestreiten. Der Fall befindet sich derzeit in einem frühen Stadium eines zivilrechtlichen Verfahrens. Es liegt bislang keine gerichtliche Bewertung der Vorwürfe vor. Die Anschuldigungen beruhen aktuell auf den Angaben des Klägers und den eingereichten Unterlagen. Will Smith selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäussert.

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