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Israel und Syrien haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt. Die Vereinbarung wurde von der Türkei, Jordanien und weiteren Nachbarländern unterstützt, berichtet NUME.ch unter Berufung auf eine Erklärung des US-Botschafters in der Türkei, Thomas Barrack.

Der US-Diplomat rief in seiner Erklärung Freunde, Drusen, Sunniten und andere Minderheiten dazu auf, die Waffen niederzulegen und gemeinsam eine „neue und vereinte syrische Identität in Frieden und Wohlstand mit ihren Nachbarn“aufzubauen.

Kurz darauf veröffentlichte Thomas Barrack einen Beitrag über sein Treffen mit Jordaniens Außenminister Ayman Safadi und Syriens Interims-Außenminister Asaad Hassan Al-Shaibani.

In der Mitteilung hieß es, dass man sich auf Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung, zur Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit in Syrien sowie zur Wahrung von Souveränität und Rechtsstaatlichkeit geeinigt habe.

Konkret sollen syrische Regierungstruppen in der Provinz as-Suwaida stationiert, Versöhnung zwischen den Gemeinschaften gefördert und humanitäre Hilfe sichergestellt werden.

Hintergrund: Eskalation in as-Suwaida

Seit dem 13. Juli kam es in der südsyrischen Provinz as-Suwaida, wo hauptsächlich Drusen leben, zu heftigen Kämpfen zwischen drusischen Kämpfern und Beduinenstämmen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am 17. Juli von über 500 Toten.

Am 15. Juli rückten Regierungstruppen in die Provinz ein, angeblich um das Blutvergießen zu stoppen. Augenzeugen berichteten jedoch, dass sich Teile der Armee den Beduinen anschlossen und Drusen angriffen.

Als Reaktion führte Israel Luftangriffe auf syrische Einheiten in as-Suwaida sowie auf Ziele in Damaskus und Umgebung durch, darunter ein Militärhauptquartier. Israel drohte mit weiteren Angriffen, sollte sich das syrische Militär nicht aus der Region zurückziehen – was es letztlich tat.

Syriens Interimspräsident Ahmed al-Sharaa versprach der drusischen Bevölkerung Schutz.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht: USA und Iran führen direkte Gespräche vor dem Hintergrund der Eskalation mit Israel – Reuters

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