Schweiz, 30. August 2026: Bei Schüssen auf dem Gelände der Pferderennbahn im Aarauer Schachen ist in der Nacht auf Sonntag eine 22-jährige Frau getötet worden. Fünf weitere Personen wurden verletzt, teilweise schwer. Die ersten Meldungen gingen kurz nach 2.30 Uhr bei der Kantonspolizei Aargau ein. Zu diesem Zeitpunkt fand auf dem Gelände die «Aarau Rave VOL. 7» statt. Die Täterschaft war auch am Sonntag weiterhin flüchtig, ein Motiv ist bislang nicht bekannt. Polizei, Rettungsdienste und weitere Einsatzkräfte rückten zu einem Grosseinsatz aus, während das Gebiet weiträumig abgesperrt wurde.
Die Fahndung beschränkt sich nicht auf den unmittelbaren Veranstaltungsort. Bewaffnete Polizisten waren am Sonntag auch in der Aarauer Innenstadt zu sehen, Fahrzeuge wurden im Umfeld der Pferderennbahn kontrolliert. Die Polizei fordert Personen, die während oder unmittelbar nach den Schüssen Videos oder Fotos aufgenommen haben, auf, das Material zur Verfügung zu stellen. Das Freibad und die Sportanlagen im Schachen blieben wegen des Einsatzes gesperrt. Die Stadt Aarau bestätigte die Sperrung ihrer Anlagen am Sonntag, berichtet NUME.CH.
Schüsse fallen kurz nach 2.30 Uhr am Aarauer Rave
Die Schüsse in Aarau fielen in den letzten Stunden einer Veranstaltung, die auf der Pferderennbahn im Schachen durchgeführt wurde. Kantonspolizei-Sprecher Pascal Wenzel sagte gegenüber SRF, die Meldung über die Schüsse sei kurz nach 2.30 Uhr eingegangen. Wenig später begann ein Einsatz, der sich über grosse Teile des Schachen und schliesslich auch über weitere Bereiche von Aarau erstreckte. Auf dem Gelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Die Organisatoren hatten für den Anlass mit rund 2500 Personen gerechnet. Wie viele Menschen noch anwesend waren, als geschossen wurde, ist bisher nicht bekannt.
Fest steht inzwischen, dass eine 22-jährige Frau starb und fünf weitere Personen verletzt wurden.
Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Identität des Todesopfers. Im Verlauf des Vormittags wurde bekannt, dass es sich um eine junge Frau im Alter von 22 Jahren handelt. Zu den fünf Verletzten liegen weiterhin nur begrenzte Angaben vor; mehrere von ihnen erlitten laut Polizei schwere Verletzungen. Die wichtigsten bestätigten Angaben:
- eine 22-jährige Frau wurde getötet;
- fünf Personen wurden verletzt, teilweise schwer;
- die ersten Meldungen gingen kurz nach 2.30 Uhr ein;
- Tatort ist die Pferderennbahn im Aarauer Schachen;
- dort fand die «Aarau Rave VOL. 7» statt;
- die Täterschaft ist weiterhin flüchtig;
- Motiv und genauer Ablauf sind noch nicht geklärt.
Grossfahndung läuft in Aarau weiter
Nach der Schiesserei in Aarau setzte die Kantonspolizei ein grosses Aufgebot ein. Am Sonntagmorgen waren bewaffnete Einsatzkräfte rund um das Gelände und auch in der Innenstadt unterwegs. Fotos vom Einsatz zeigen Polizeifahrzeuge, schwer ausgerüstete Beamte sowie Kontrollen von Fahrzeugen in der Umgebung der Rennbahn. Auch die Sondereinheit Argus wurde aufgeboten. Neben der Kantonspolizei standen mehrere Rettungsdienste, die Feuerwehr und das Kantonale Katastrophen Einsatzelement KKE im Einsatz. Zusätzlich war ein Super-Puma-Helikopter der Schweizer Armee über dem Gebiet unterwegs. Welche konkrete Aufgabe der Helikopter erfüllte, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
«Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat sind noch unklar», teilte die Kantonspolizei zum Stand der Ermittlungen mit.
Das Gebiet rund um die Pferderennbahn wurde grossräumig abgesperrt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Schachen zu meiden. Die Einschränkungen betrafen nicht nur den eigentlichen Veranstaltungsort, sondern auch benachbarte Freizeit- und Sportanlagen.
| Stand am Sonntag | Bestätigte Angaben |
|---|---|
| Todesopfer | 22-jährige Frau |
| Verletzte | fünf Personen, teilweise schwer |
| Zeitpunkt | kurz nach 2.30 Uhr |
| Tatort | Pferderennbahn Aarauer Schachen |
| Veranstaltung | Aarau Rave VOL. 7 |
| Täterschaft | flüchtig |
| Motiv | unbekannt |
| Einsatz | Grossfahndung und weiträumige Absperrung |
Polizei sucht Bilder und Videos vom Tatort
Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf Aufnahmen von Besucherinnen und Besuchern des Aarauer Rave. Die Kantonspolizei bittet ausdrücklich um Videos und Bilder, die während des Ereignisses oder in der unmittelbaren Zeit davor und danach entstanden sind. Bei einer Veranstaltung mit mehreren Tausend erwarteten Gästen können solche Aufnahmen entscheidende Details enthalten. Relevant sind insbesondere Personenbewegungen rund um den Zeitpunkt der Schüsse, mögliche Fluchtwege und Aufnahmen aus dem Umfeld der Pferderennbahn.
Wer die Schüsse abgegeben hat und wie die Täterschaft das Gelände verliess, ist öffentlich weiterhin nicht geklärt.
Die Polizei hat bisher weder einen Namen noch eine Beschreibung einer gesuchten Person veröffentlicht. Ebenso gibt es keine bestätigten Angaben dazu, ob eine oder mehrere Personen an der Tat beteiligt waren. Damit bleibt auch offen, ob die getötete Frau gezielt angegriffen wurde oder ob sie sich in einer Gruppe befand, in die geschossen wurde. Die Behörden haben sich zu diesem Punkt nicht festgelegt.
Rave im Schachen sollte Tausende Besucher anziehen
Die Pferderennbahn im Aarauer Schachen war am Samstag Schauplatz der «Aarau Rave VOL. 7». Nach Angaben, auf die SRF verweist, rechneten die Veranstalter mit rund 2500 Gästen. Die Veranstaltung dauerte bis in die Nacht auf Sonntag. Zum Zeitpunkt der Schüsse befand sich damit eine grössere Zahl von Menschen auf oder rund um das Gelände. Wie viele Besucherinnen und Besucher konkret noch anwesend waren, hat die Polizei nicht beziffert. Der am Anlass aufgetretene Techno-DJ Tekibo äusserte sich am Sonntagmorgen auf Instagram. Er bezeichnete das Geschehen als «absolut herzzerreissend» und schrieb, Techno und Raves sollten Orte von Freiheit und Sicherheit sein. Zudem erklärte er, einen wichtigen Freund verloren zu haben. Wen er damit meinte, war zunächst nicht geklärt.
«Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein», schrieb Tekibo nach dem Ereignis auf Instagram.
Die Äusserung des DJs liefert keine zusätzlichen Informationen zum Tathergang. Sie zeigt jedoch, dass sich die Folgen der Schüsse unmittelbar innerhalb der Veranstaltungsszene bemerkbar machten.
Schachen bleibt wegen Polizeieinsatz teilweise gesperrt
Der laufende Polizeieinsatz hat auch Auswirkungen auf den Sonntag in Aarau. Die Stadt meldete am 30. August, dass Freibad und Sportanlagen im Schachen gesperrt sind. Die offizielle Mitteilung ist auf der Website der Stadt Aarauaufgeführt. Die Sperrung hält Personen vom Einsatzgebiet fern und ermöglicht der Polizei, den Bereich rund um die Pferderennbahn zu kontrollieren. Gleichzeitig können Ermittler den Tatort untersuchen, ohne dass grosse Besucherströme durch die unmittelbar angrenzenden Anlagen führen.
Die Grossfahndung läuft weiter, während der Schachen zugleich Tatort, Ermittlungsgebiet und abgesperrter Einsatzraum bleibt.
Auch ausserhalb des Geländes blieb die Polizeipräsenz sichtbar. Aufnahmen vom Sonntag zeigen Kontrollen von Fahrzeugen nahe der Rennbahn und Patrouillen in der Aarauer Innenstadt. Aktuelle behördliche Informationen veröffentlicht die Kantonspolizei Aargau über ihre offiziellen Kanäle.
Motiv und Täterschaft bleiben ungeklärt
Am Sonntag konzentriert sich die Kantonspolizei Aargau auf die Fahndung und die Rekonstruktion des Tathergangs. Bislang gibt es keine öffentlich bestätigte Erklärung dafür, weshalb auf dem Veranstaltungsgelände geschossen wurde. Die Polizei hat kein Motiv genannt. Es liegen auch keine bestätigten Angaben darüber vor, ob zwischen der Täterschaft und einem oder mehreren Opfern eine Verbindung bestand. Spekulationen über den Hintergrund der Tat werden von den bisher veröffentlichten Informationen nicht gestützt.
Offen ist zudem, wie viele Schüsse fielen und welche Waffe verwendet wurde. Auch zu einem möglichen Fluchtfahrzeug oder einer konkreten Fluchtrichtung wurden bislang keine gesicherten Angaben veröffentlicht. Für die Ermittler sind deshalb mehrere Punkte zentral:
- die Identifikation der Täterschaft;
- die Rekonstruktion der Minuten unmittelbar vor den Schüssen;
- die Auswertung von Videos und Bildern aus dem Publikum;
- die Befragung von Augenzeugen;
- die Klärung eines möglichen Motivs;
- die genaue Einordnung der fünf Verletzten und des Todesopfers in den Tatablauf.
Der Stand am Sonntag bleibt damit klar abgegrenzt: Eine 22-jährige Frau ist tot, fünf Menschen wurden teilweise schwer verletzt und die Täterschaft befindet sich weiterhin auf der Flucht. Die Ermittlungen und die Grossfahndung in Aarau dauern an.
Verwendete Quellen: Kantonspolizei Aargau, Stadt Aarau, SRF, Keystone-SDA, EPA/Keystone, spowo.ch.
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