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Sonntagsverkauf Dezember 2026: In den grossen Deutschschweizer Städten öffnen die Läden im Advent an zwei oder drei Sonntagen. In der Stadt Zürich sind es der 6. und der 20. Dezember, jeweils von 11 bis 18 Uhr, dazu kommt schon am Abstimmungssonntag, 29. November, ein erster Einkaufssonntag. Basel-Stadt öffnet am 13. und 20. Dezember von 13 bis 18 Uhr, Luzern ebenfalls am 13. und 20. Dezember, Winterthur am 13. und 20. Dezember. Im Kanton Bern sind in der Regel der 6., 13. und 20. Dezember freigegeben, in der Stadt Zug der 13. und 20. Dezember, im Tessin sogar drei Sonntage inklusive 27. Dezember. Der 20. Dezember ist damit fast überall der grosse Einkaufssonntag vor Weihnachten, denn Heiligabend fällt 2026 auf einen Donnerstag. Welche Gemeinde welchen Sonntag gewählt hat und was an den Festtagen gilt, berichtet die Redaktion von nume.ch.

Die Grundlage ist im ganzen Land dieselbe: Das eidgenössische Arbeitsgesetz erlaubt den Kantonen, pro Jahr höchstens vier Sonntage oder Feiertage zu bestimmen, an denen das Verkaufspersonal ohne Bewilligung arbeiten darf. Wie viele davon in den Dezember fallen, entscheiden Kantone und Gemeinden selbst. Im Kanton Zürich wählt jede Gemeinde ihre Daten, höchstens zwei Sonntage dürfen aufeinander folgen. Deshalb unterscheiden sich schon Zürich, Winterthur, Uster oder Bülach. Für Kundinnen und Kunden heisst das: Ein Blick auf die eigene Gemeinde lohnt sich, bevor man am Sonntag in die Stadt fährt. Nicht jeder Laden macht mit, die Sonntagsöffnung ist freiwillig, und die Öffnungszeiten variieren. Ganzjährig offen sind dagegen die meisten Geschäfte in grossen Bahnhöfen, am Flughafen Zürich und in Tankstellenshops. Wer die Festtage plant, sollte zudem wissen, dass der Stephanstag 2026 auf einen Samstag fällt und in den meisten Deutschschweizer Kantonen ein Feiertag ist. Der letzte normale Einkaufstag vor Weihnachten ist damit Mittwoch, 23. Dezember, am 24. Dezember schliessen viele Läden früher. Eine Erhöhung auf zwölf Verkaufssonntage pro Jahr ist im Juni im Ständerat knapp gescheitert.

Sonntagsverkauf Dezember 2026 auf einen Blick

Die folgende Übersicht fasst die Daten der wichtigsten Städte zusammen. Sie stützt sich auf die Publikationen der Kantone und Städte, gesammelt vom Vergleichsportal rappn.ch, und auf Zürich Tourismus. Einzelne Gemeinden können abweichen.

Die grossen Städte

StadtSonntage im Dezember 2026Zeiten
Zürich6. und 20. Dezember, zusätzlich 29. November11 bis 18 Uhr
Winterthur13. und 20. Dezember, zusätzlich 29. Novemberje nach Geschäft
Bern6., 13. und 20. Dezemberhöchstens 10 bis 18 Uhr
Biel und Thun13. und 20. Dezemberhöchstens 10 bis 18 Uhr
Basel-Stadt13. und 20. Dezember13 bis 18 Uhr
Luzern13. und 20. Dezemberje nach Geschäft
Zug13. und 20. Dezember10 bis 17 Uhr
Chur13. und 20. Dezember12 bis 18 Uhr
Aarau und Baden13. und 20. Dezemberje nach Geschäft
Solothurn und Olten13. und 20. Dezemberje nach Geschäft
Tessin, ganzer Kanton13., 20. und 27. Dezember10 bis 18 Uhr
Kanton Neuenburg20. Dezember9 bis 18 Uhr, höchstens 7 Stunden
Quellen: Kanton Zürich, Zürich Tourismus, Kantone Bern, Basel-Stadt, Zug, Aargau, Solothurn, Tessin, Neuenburg, Stadt Chur, Stadt Luzern, zusammengestellt via rappn.ch. Stand November 2026.

Warum der 20. Dezember der wichtigste Termin ist

Der 20. Dezember 2026 ist in fast allen Kantonen als Verkaufssonntag freigegeben. Weil Heiligabend auf einen Donnerstag fällt, ist er der letzte Sonntag vor Weihnachten. Entsprechend voll dürften Innenstädte, Parkhäuser und Züge an diesem Tag werden.

Wer es ruhiger mag, nutzt die früheren Termine. In Zürich ist das der 6. Dezember, in Bern ebenfalls, in Basel und Luzern der 13. Dezember. Noch entspannter sind oft die Abende unter der Woche, an denen viele Geschäfte im Advent länger offen haben.

Zürich und Winterthur: Daten pro Gemeinde

Im Kanton Zürich bestimmt jede Gemeinde bis zu vier Sonntage pro Jahr, an denen in Läden ohne Bewilligung gearbeitet werden darf. Der Kanton Zürich führt dazu eine öffentliche Liste. Höchstens zwei der Sonntage dürfen direkt aufeinander folgen, und die Daten gelten einheitlich für das ganze Gemeindegebiet.

Stadt Zürich mit Night Shopping und New Year Shopping

  • Sonntag, 29. November 2026: erster Einkaufssonntag, zugleich eidgenössischer Abstimmungssonntag.
  • Sonntag, 6. Dezember 2026: 11 bis 18 Uhr in der Innenstadt.
  • Sonntag, 20. Dezember 2026: 11 bis 18 Uhr, letzter Sonntag vor Weihnachten.
  • Donnerstag, 19. November 2026: Night Shopping von 18 bis 21 Uhr zum Start der Weihnachtsbeleuchtung.
  • Samstag, 2. Januar 2027: New Year Shopping von 9 bis 20 Uhr in der Innenstadt.
  • Der vierte Sonntag 2026 in der Stadt Zürich war bereits der 31. Mai.

Winterthur und die Agglomeration

GemeindeSonntage im Dezember 2026
Winterthur13. und 20. Dezember
Bülach6., 20. und 27. Dezember
Opfikon-Glattbrugg6., 20. und 27. Dezember
Uster20. und 27. Dezember
Adliswil20. und 27. Dezember
Schlieren6. und 20. Dezember
Wallisellen13. und 20. Dezember
Volketswil13. und 20. Dezember
Kloten13. und 20. Dezember
Horgen und Thalwil13. und 20. Dezember
Hinwil13. und 20. Dezember
Dietikon, Wädenswil, Wetzikon20. Dezember
Quelle: Kanton Zürich, Liste Sonntagsverkäufe 2026, via rappn.ch. Ob ein Geschäft öffnet, entscheidet es selbst.

Für die grossen Einkaufszentren in der Agglomeration sind die Gemeindedaten entscheidend. Wer etwa ins Glattzentrum in Wallisellen oder ins Volkiland in Volketswil will, hat am 13. und 20. Dezember die Möglichkeit, in Bülach und Opfikon kommt sogar der 27. Dezember dazu.

Bern, Basel und die Nordwestschweiz

In der Nordwestschweiz und im Kanton Bern legen die Kantone die Sonntage fest, die Gemeinden können teilweise abweichen. Auch hier ist der 20. Dezember fast überall dabei.

Kanton Bern

Laut Verfügung des Amts für Wirtschaft des Kantons Bern sind im Regelfall der 6., 13. und 20. Dezember 2026 als Verkaufssonntage vorgesehen. In der Stadt Bern gelten alle drei Termine, in Biel und Thun der 13. und der 20. Dezember. Einzelne Gemeinden wie Laupen und Huttwil haben eigene Daten.

Die Läden dürfen an diesen Sonntagen höchstens von 10 bis 18 Uhr öffnen. In der Berner Altstadt verbinden viele Besucherinnen und Besucher den Einkauf mit den Weihnachtsmärkten auf dem Waisenhausplatz und dem Münsterplatz.

Basel, Baselland, Aargau und Solothurn

  • Basel-Stadt: 13. und 20. Dezember, jeweils 13 bis 18 Uhr, festgelegt vom Amt für Wirtschaft und Arbeit am 11. Februar 2026 nach Anhörung der Sozialpartner.
  • Basel-Landschaft: in der Regel 6. und 20. Dezember, Gemeinden können abweichen.
  • Aargau: in den meisten Gemeinden wie Aarau und Baden 13. und 20. Dezember, in Aarau laut Myswitzerland von 11 bis 17 Uhr.
  • Aargau, Ausnahmen: Bremgarten, Lenzburg, Zofingen und Zurzach am 6. und 20. Dezember, Rothrist am 13., 20. und 27. Dezember.
  • Solothurn: im ganzen Kanton inklusive Stadt Solothurn und Olten am 13. und 20. Dezember.

Zentralschweiz, Graubünden, Tessin und Romandie

Auch in den übrigen Landesteilen konzentrieren sich die Sonntagsverkäufe auf die zweite Dezemberhälfte. Am grosszügigsten ist das Tessin, am zurückhaltendsten die Romandie.

Luzern, Zug und Chur

In der Stadt Luzern sind der 13. und der 20. Dezember freigegeben, gestützt auf die städtische Verordnung über die Schliessungszeiten. Im Kanton Zug öffnen die Läden in der Stadt Zug am 13. und 20. Dezember von 10 bis 17 Uhr, in Baar, Cham und Steinhausen nur am 20. Dezember.

In Hünenberg und Risch-Rotkreuz ist neben dem 20. Dezember auch Dienstag, 8. Dezember, Mariä Empfängnis, ein Verkaufstag. In Chur gelten der 13. und der 20. Dezember von 12 bis 18 Uhr, wie die Stadt im Amtsblatt publiziert hat.

Tessin, Neuenburg und Genf

Im Tessin dürfen die Geschäfte im ganzen Kanton am 13., 20. und 27. Dezember von 10 bis 18 Uhr öffnen. Der Kanton Neuenburg hat nur den 20. Dezember freigegeben, mit Öffnungszeiten zwischen 9 und 18 Uhr und einer Höchstdauer von sieben Stunden.

In Genf sind Sonntagsöffnungen seit Jahren politisch umstritten. Das Kantonsparlament hat 2025 zwei zusätzliche Sonntage pro Jahr beschlossen, die Linke kündigte dagegen das Referendum an, und gegen frühere Öffnungen wurden Rekurse eingelegt. Wer in Genf am Sonntag einkaufen will, sollte die kurzfristigen Mitteilungen des Kantons abwarten.

Welche Regeln für Sonntagsverkäufe gelten

Sonntagsarbeit ist in der Schweiz grundsätzlich verboten. Die Ausnahmen für den Detailhandel sind im Arbeitsgesetz des Bundes und in den kantonalen Ruhetags- und Ladenöffnungsgesetzen geregelt.

Was das Arbeitsgesetz erlaubt

  • Die Kantone dürfen höchstens vier Sonntage oder Feiertage pro Jahr bezeichnen, an denen Verkaufspersonal ohne Bewilligung arbeiten darf.
  • Die Ausnahme gilt nur für das Verkaufspersonal im Detailhandel, nicht für andere Angestellte.
  • Für vorübergehende Sonntagsarbeit schreibt das Arbeitsgesetz einen Lohnzuschlag von 50 Prozent vor.
  • Die Öffnung ist für die Läden freiwillig, viele kleinere Geschäfte bleiben geschlossen.
  • Öffnungszeiten werden kantonal oder kommunal begrenzt, etwa in Basel-Stadt auf 13 bis 18 Uhr.

Wo sonntags immer eingekauft werden kann

Unabhängig von den Sonntagsverkäufen dürfen Geschäfte in grossen Bahnhöfen und an Flughäfen auch sonntags öffnen, wenn sie vor allem auf die Bedürfnisse von Reisenden ausgerichtet sind. Dazu gehören etwa die Ladenpassagen im Zürcher Hauptbahnhof, im Bahnhof Bern und am Flughafen Zürich.

Auch Tankstellenshops und kleine Läden von Familienbetrieben haben je nach Kanton längere Öffnungszeiten. Das Sortiment ist dort aber begrenzt. Wer gezielt Weihnachtsgeschenke sucht, ist an den Verkaufssonntagen in der Innenstadt besser bedient.

«Es dürfen höchstens zwei Sonntage nacheinander bezeichnet werden.»

(Kanton Zürich, Amt für Wirtschaft, Merkblatt zu den Sonntagsverkäufen, zh.ch)
Sonntagsverkauf im Dezember 2026: Ladentür mit Adventskranz am Abend
Höchstens vier Verkaufssonntage pro Jahr erlaubt das Arbeitsgesetz (Bild: KI-generiert)

Weihnachtsmärkte und Sonntagsverkauf verbinden

Viele Städte legen den Sonntagsverkauf im Dezember 2026 so, dass er mit den Weihnachtsmärkten zusammenfällt. Wer beides verbindet, hat mehr vom Ausflug und kann die Pause zwischen zwei Geschäften am Glühweinstand einplanen.

Zürich und Bern

In Zürich öffnen die grossen Märkte am Donnerstag, 19. November, also am selben Abend wie das Night Shopping zur Weihnachtsbeleuchtung. Dazu gehören der Markt im Hauptbahnhof und Bellevue Noël auf dem Sechseläutenplatz. An den Verkaufssonntagen am 6. und 20. Dezember lassen sich Bahnhofstrasse, Altstadt und Märkte gut zu Fuss kombinieren.

In Bern startet der Sternenmarkt ebenfalls am 19. November. Mit drei Verkaufssonntagen am 6., 13. und 20. Dezember bietet die Bundesstadt im Advent besonders viele Gelegenheiten für den Einkauf am Wochenende.

Basel, Luzern und Winterthur

  • Basel: Die Weihnachtsmärkte öffnen am 26. November, das neue Wienachtsdorf auf dem Theaterplatz bleibt bis 3. Januar 2027. Verkaufssonntage am 13. und 20. Dezember ab 13 Uhr.
  • Winterthur: Märkte ab 26. November, Verkaufssonntage am 13. und 20. Dezember.
  • Luzern: Der Weihnachtsmarkt startet erst am 3. Dezember, die Verkaufssonntage folgen am 13. und 20. Dezember.
  • Einsiedeln: Der bekannte Markt vor dem Kloster beginnt am 27. November.

Was Angestellte am Verkaufssonntag wissen müssen

Für das Verkaufspersonal ist der Sonntagsverkauf im Dezember 2026 ein zusätzlicher Arbeitstag in der ohnehin intensivsten Zeit des Jahres. Das Arbeitsgesetz schützt die Angestellten mit klaren Regeln.

Lohnzuschlag und Ersatzruhe

  • Als Sonntagsarbeit gilt die Zeit von Samstag, 23 Uhr, bis Sonntag, 23 Uhr.
  • Wer vorübergehend am Sonntag arbeitet, erhält einen Lohnzuschlag von 50 Prozent. Laut Beobachter gilt das im Detailhandel für bis zu sechs Sonntage pro Jahr.
  • Dauert der Einsatz bis zu fünf Stunden, wird er mit gleich viel Freizeit kompensiert.
  • Bei mehr als fünf Stunden besteht Anspruch auf einen Ersatzruhetag von 24 Stunden in der Woche davor oder danach.
  • Gesamtarbeitsverträge grosser Detailhändler können zusätzliche Regeln enthalten.

Einverständnis und Planung

Arbeitgeber dürfen Angestellte nach dem Arbeitsgesetz nicht ohne deren Einverständnis zur Sonntagsarbeit heranziehen. In der Praxis werden die Einsätze im Advent oft früh geplant und freiwillig verteilt.

Wer im Detailhandel arbeitet und unsicher ist, ob Zuschlag und Ersatzruhe korrekt gewährt werden, kann sich an das kantonale Arbeitsinspektorat oder an die Gewerkschaft wenden. Die Arbeitszeiten sollten selbst notiert werden.

Streit um mehr Sonntagsverkäufe

Ob es künftig mehr Sonntagsverkäufe gibt, wird seit Jahren diskutiert. 2026 stand eine Erhöhung von vier auf zwölf Sonntage pro Jahr im Bundesparlament zur Debatte.

Ständerat sagt knapp Nein

Die Vorlage ging auf eine Standesinitiative des Kantons Zürich zurück. Die Kantone hätten bis zu zwölf Verkaufssonntage pro Jahr bewilligen dürfen. Die Wirtschaftskommissionen beider Räte und der Bundesrat unterstützten die Idee als massvolle Flexibilisierung.

Am 9. Juni 2026 lehnte der Ständerat die Vorlage mit 22 zu 21 Stimmen ab. Damit bleibt es vorerst bei höchstens vier Sonntagen pro Jahr. Auch in den Kantonen hatten längere Öffnungszeiten zuletzt einen schweren Stand: In St. Gallen und im Wallis lehnte das Stimmvolk längere Ladenöffnungszeiten ab.

Argumente von Handel und Gewerkschaften

Patrick Erny, Direktor des Detailhandelsverbands Swiss Retail Federation, argumentierte gegenüber SRF mit veränderten Bedürfnissen von Familien und mit der Konkurrenz durch den Onlinehandel, der rund um die Uhr offen ist und am Sonntag besonders stark genutzt wird.

Serge Gnos, Co-Geschäftsleiter der Unia Zürich, hielt dagegen, dass vor allem grosse Unternehmen profitieren würden. Kleine Geschäfte hätten oft nicht genug Personal, und die Angestellten im Detailhandel arbeiteten bereits flexibel und zu eher tiefen Löhnen.

Öffnungszeiten an Weihnachten und Neujahr 2026

Die Festtage fallen 2026 ungewöhnlich: Heiligabend und Silvester sind Donnerstage, Weihnachten und Neujahr Freitage, Stephanstag und Berchtoldstag Samstage. Für den Einkauf hat das Folgen, denn an mehreren Samstagen bleiben die Läden zu.

Die Festtage im Kalender

DatumTagWas in der Regel gilt
Mittwoch, 23. DezemberWerktagletzter normaler Einkaufstag vor Weihnachten
Donnerstag, 24. DezemberHeiligabendviele Läden schliessen früher, oft um 16 Uhr
Freitag, 25. DezemberWeihnachtenFeiertag, Läden geschlossen
Samstag, 26. DezemberStephanstagin den meisten Deutschschweizer Kantonen Feiertag
Sonntag, 27. DezemberSonntagVerkaufssonntag nur im Tessin und in einzelnen Gemeinden
Donnerstag, 31. DezemberSilvesterviele Läden schliessen früher
Freitag, 1. Januar 2027NeujahrFeiertag, Läden geschlossen
Samstag, 2. Januar 2027Berchtoldstagje nach Kanton Feiertag, in Zürich New Year Shopping von 9 bis 20 Uhr
Die genauen Zeiten legen die Geschäfte und Kantone fest. Angaben ohne Gewähr.

Einkaufen zwischen den Jahren

Zwischen dem 28. und dem 31. Dezember haben die meisten Läden normal geöffnet. In diese Tage fallen auch Umtausch und Rückgabe von Geschenken. Wer etwas zurückbringen will, sollte den Kaufbeleg aufbewahren und die Bedingungen des Händlers kennen, denn ein gesetzliches Umtauschrecht gibt es in der Schweiz nicht.

Für den Grosseinkauf vor den Feiertagen gilt: Weil vom 24. Dezember bis 27. Dezember vielerorts drei Tage am Stück geschlossen ist, sind die Lebensmittelgeschäfte am 23. und 24. Dezember besonders voll. Frühmorgens oder am Mittwochvormittag ist es meist ruhiger.

Gutscheine, Umtausch und Garantie bei Geschenken

Am Sonntagsverkauf im Dezember 2026 werden viele Geschenke gekauft, die später umgetauscht oder reklamiert werden. Die Rechtslage in der Schweiz ist dabei weniger kundenfreundlich, als viele annehmen.

Umtausch ist Kulanz

Ein gesetzliches Recht, einwandfreie Ware im Laden umzutauschen, gibt es nicht. Ob ein Geschenk zurückgenommen wird, entscheidet der Händler. Viele Geschäfte bieten im Dezember verlängerte Umtauschfristen bis in den Januar an, oft gegen Gutschein statt Geld.

Wer sicher gehen will, lässt sich die Umtauschbedingungen beim Kauf auf dem Beleg bestätigen und legt einen Geschenkbon bei. Ist ein Produkt dagegen defekt, haftet der Verkäufer grundsätzlich zwei Jahre, sofern die Gewährleistung nicht vertraglich eingeschränkt wurde.

Was bei Gutscheinen gilt

  • Gutscheine sind beliebte Last-Minute-Geschenke, auch am Verkaufssonntag vor Weihnachten.
  • Ohne Vereinbarung gilt für Forderungen nach Obligationenrecht eine Verjährungsfrist von zehn Jahren, viele Händler drucken aber kürzere Fristen auf ihre Gutscheine.
  • Ob solche kürzeren Fristen gültig sind, ist umstritten, Konsumentenschutzorganisationen raten, abgelaufene Gutscheine trotzdem vorzulegen.
  • Geht ein Geschäft Konkurs, ist der Wert eines Gutscheins meist verloren.
  • Gutscheine deshalb bei etablierten Geschäften kaufen und zeitnah einlösen.

Tipps für entspanntes Einkaufen am Sonntag

Ein Sonntagsverkauf im Dezember 2026 ist für viele Familien ein Ausflug. Mit etwas Planung bleibt er das auch, statt im Gedränge zu enden.

Anreise und Timing

  • Mit Bahn, Tram oder Bus anreisen, die Parkhäuser in den Innenstädten sind an Verkaufssonntagen oft schon am frühen Nachmittag voll.
  • Gleich zur Öffnung kommen, in Zürich um 11 Uhr, in Basel um 13 Uhr.
  • Die frühen Termine wie den 6. oder 13. Dezember nutzen, der 20. Dezember ist erfahrungsgemäss am vollsten.
  • Den Einkauf mit einem Weihnachtsmarkt verbinden und die Pause dort einplanen.
  • Öffnungszeiten der Wunschgeschäfte vorab online prüfen, nicht alle machen mit.

Geschenke clever kaufen

Wer Elektronik oder grössere Geschenke sucht, findet die tiefsten Preise oft schon rund um den Black Friday am 27. November. Am Sonntagsverkauf lohnt sich vor allem der Kauf von Dingen, die man anfassen und ausprobieren möchte, etwa Kleider, Spielwaren oder Bücher.

Eine Liste mit Budget hilft gegen Spontankäufe. Und wer Geschenke verschicken muss, bestellt besser vor den Sonntagsverkäufen, denn die Post rechnet im Dezember mit Rekordmengen und längeren Laufzeiten.

Häufige Fragen zum Sonntagsverkauf im Dezember 2026

Wann ist Sonntagsverkauf in Zürich im Dezember 2026

In der Stadt Zürich am 6. und 20. Dezember von 11 bis 18 Uhr. Ein weiterer Einkaufssonntag ist der 29. November.

Wann haben die Läden in Basel am Sonntag offen

Am 13. und 20. Dezember 2026, jeweils von 13 bis 18 Uhr.

Wann ist Sonntagsverkauf in Bern

In der Stadt Bern am 6., 13. und 20. Dezember 2026, höchstens von 10 bis 18 Uhr.

Wie viele Sonntagsverkäufe sind pro Jahr erlaubt

Das Arbeitsgesetz erlaubt höchstens vier Sonntage oder Feiertage pro Jahr, an denen das Verkaufspersonal ohne Bewilligung arbeiten darf. Die Kantone und Gemeinden wählen die Daten.

Sind die Läden am Stephanstag 2026 offen

Der Stephanstag fällt auf Samstag, 26. Dezember, und ist in den meisten Deutschschweizer Kantonen ein Feiertag. Die meisten Läden bleiben geschlossen, ausser in Bahnhöfen und am Flughafen.

Der Sonntagsverkauf im Dezember 2026 konzentriert sich auf den 6., 13. und 20. Dezember. Wer die Daten der eigenen Gemeinde kennt, früh kommt und mit dem öffentlichen Verkehr anreist, erledigt die Weihnachtseinkäufe ohne Stress. Weil die Festtage auf Donnerstag bis Samstag fallen, sollte der Grosseinkauf spätestens am 23. Dezember erledigt sein.

Mehr Ratgeber zum Alltag finden sich in der Rubrik Leben. Lesen Sie auch: Feiertage im Dezember 2026 in Zürich, Basel, Bern und Luzern, Weihnachtsmärkte 2026 in der Schweiz, Black Friday 2026 in der Schweiz und Sonntag in der Schweiz: Was offen ist.

Verwendete Materialien: Kanton Zürich, Amt für Wirtschaft, Zürich Tourismus, rappn.ch, Amt für Wirtschaft Kanton Bern, Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt, Kanton Basel-Landschaft, Kanton Aargau, Kanton Solothurn, Stadt Luzern, Kanton Zug, Stadt Chur, Kanton Tessin, Kanton Neuenburg, Radio Lac, Myswitzerland, Arbeitsgesetz, Beobachter, SRF, Schweizer Parlament, Swiss Retail Federation, Unia

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