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Black Friday 2026 fällt in der Schweiz auf Freitag, 27. November, die sogenannte Black Week beginnt bei vielen Händlern bereits am Montag, 23. November, und endet mit dem Cyber Monday am 30. November. Schon vorher, am Mittwoch, 11. November, lockt der Singles Day mit ersten Rabatten. Das Portal blackfridaydeals.ch listet über 600 Schweizer Shops mit Prognosen. Wie stark die Schweiz einkauft, zeigen die Zahlen der Universität St. Gallen: Am Black Friday 2025 lag der Umsatz im Non-Food-Detailhandel fast doppelt so hoch wie am Freitag der Vorwoche, der Onlineanteil stieg auf 24 Prozent. Der grösste Onlinehändler Digitec Galaxus startet seine Angebote 2026 bereits am 16. November und dehnt die Aktion damit auf zwei Wochen aus. Die Post stellte rund um den Black Friday 2025 in neun Tagen 7,9 Millionen Pakete zu, so viele wie nie zuvor. Gleichzeitig fiel der Umsatz am Black Friday selbst um 5 Prozent tiefer aus als 2024. Wer mitmachen will, sollte die Regeln kennen: In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Rückgaberecht für Onlinekäufe, Streichpreise sind dagegen streng geregelt. Was Käuferinnen und Käufer wissen müssen, berichtet die Redaktion von nume.ch.

Der wichtigste Punkt für Schnäppchenjäger: Ein Rabatt von 50 Prozent ist nur so viel wert wie der Vergleichspreis, auf den er sich bezieht. Die Preisbekanntgabeverordnung erlaubt einen Vergleich mit dem eigenen früheren Preis nur unter klaren Bedingungen, seit 1. Januar 2025 gelten dafür neue, teils lockerere Regeln. Kontrollen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO haben gezeigt, dass Vergleiche mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller besonders oft beanstandet werden. Ebenso wichtig ist das Kleingedruckte beim Umtausch: Ob ein Black-Friday-Kauf zurückgegeben werden kann, entscheidet in der Schweiz der Händler mit seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen, nicht das Gesetz. Bei Bestellungen aus dem Ausland kommen Mehrwertsteuer und Gebühren des Paketdienstes dazu. Wer Preise über mehrere Wochen beobachtet, einen Preisvergleich nutzt, Rückgabe- und Garantiebedingungen vor dem Kauf liest und nur bei bekannten Shops bestellt, holt aus der Black Week tatsächlich etwas heraus. Alle anderen zahlen oft mehr, als sie denken. Hinzu kommt die Stimmung: In einer Umfrage von YouGov im Auftrag von Salesforce gaben 35 Prozent der Vorjahreskäufer an, weniger ausgeben zu wollen, meist weil sie die Waren nicht brauchen oder weil Fixkosten gestiegen sind. Am gefragtesten bleiben Elektronik und Mode. Der Konsumentenschutz rät, die Wunschliste rund einen Monat im Voraus festzulegen und Preise ebenso früh zu beobachten.

Black Friday 2026: Alle Termine der Rabattwochen

Black Friday 2026 ist der Freitag nach dem amerikanischen Thanksgiving, das jeweils am vierten Donnerstag im November gefeiert wird. In der Schweiz hat sich daraus eine ganze Rabattsaison entwickelt. Viele Händler starten ihre Aktionen schon Tage oder Wochen vorher, um sich vom Ansturm abzuheben.

Der Kalender im Überblick

AktionDatum 2026Typische Angebote
Singles DayMittwoch, 11. NovemberMode, Elektronik, Onlineshops
Black Weekab Montag, 23. NovemberTagesangebote und Wochenrabatte
Black FridayFreitag, 27. NovemberHauptaktionstag online und im Laden
Black WeekendSamstag und Sonntag, 28. und 29. NovemberVerlängerungen der Freitagsangebote
Cyber MondayMontag, 30. Novembervor allem Elektronik und Onlinehandel
Quelle: blackfridaydeals.ch. Einzelne Händler weichen von diesen Terminen ab.

Achtung am Abstimmungssonntag

Das Black Weekend fällt 2026 mit dem eidgenössischen Abstimmungssonntag vom 29. November zusammen. Für den Handel hat das keine direkten Folgen, Läden bleiben am Sonntag in den meisten Kantonen ohnehin geschlossen, sofern kein bewilligter Sonntagsverkauf stattfindet. Wer am Black Weekend einkaufen will, ist am Sonntag deshalb meist auf Onlineshops und auf Läden in Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellenshops angewiesen. Die ersten Adventssonntagsverkäufe folgen in vielen Städten erst im Dezember.

Welche Händler beim Black Friday 2026 früher starten

Beim Black Friday 2026 gibt es keinen einheitlichen Startschuss. Einige Händler beginnen schon Anfang oder Mitte November, andere konzentrieren ihre Angebote auf wenige Tage rund um den Freitag. Wer ein bestimmtes Produkt sucht, sollte die Ankündigungen der wichtigsten Shops deshalb früh verfolgen.

Digitec Galaxus mit zwei Wochen

Der umsatzstärkste Onlinehändler der Schweiz verlängert seine Aktion 2026 auf rund zwei Wochen. Laut Digitec Galaxus starten die Black-Friday-Angebote am Montag, 16. November, und laufen bis spätestens Montag, 30. November. Im Vorjahr dauerte die Aktion etwa eine Woche.

Neu ist das Prinzip: Alle Angebote gehen am 16. November gleichzeitig online, später kommen keine neuen Deals dazu. Für den Schweizer Shop sind mehr als 1000 Produkte reduziert. Die Mengen sind begrenzt, weil die Einkäufer feste Kontingente bei den Herstellern gesichert haben.

Wer ein Gerät im Auge hat, sollte also nicht bis zum 27. November warten. Bei jedem Produkt ist der Preisverlauf sichtbar. So lässt sich prüfen, ob der Aktionspreis tatsächlich tief ist.

Vom Pionier Manor bis zum Elektronikhandel

In die Schweiz kam der Black Friday vergleichsweise spät. Als erster grosser Schweizer Händler lancierte Manor 2015 Black-Friday-Angebote, wie das Vergleichsportal moneyland.ch festhält. Heute machen fast alle Händler mit, vor allem online. Nur eine kleine Minderheit lehnt das Konzept ab.

Die meisten Angebote gibt es traditionell bei Elektronik, grosse Rabatte auch bei Mode. 2025 meldeten mehrere Händler gegenüber der Nachrichtenagentur AWP gute Geschäfte: Digitec Galaxus sprach von Umsätzen deutlich über dem Vorjahr, Brack von einem Erfolg trotz gedämpfter Konsumstimmung. Fust verzeichnete hohen Onlineverkehr und volle Läden, Conforama stellte fest, dass Kundinnen und Kunden mehr Schnäppchen suchen, zunehmend online.

Gefragt waren laut den Händlern Notebooks, Monitore, Smartphones und Fernseher, aber auch Spielwaren, Leuchten, Sofas, Boxspringbetten, Saugroboter und Babypflegeprodukte. Der Trend: mehr Artikel pro Einkauf, dafür günstigere.

So viel kauft die Schweiz am Black Friday

Wie viel am Black Friday 2026 ausgegeben wird, zeigt sich erst danach. Verlässliche Zahlen zu den Vorjahren liefert das Projekt Monitoring Consumption Switzerland der Universität St. Gallen, das anonymisierte Karten- und Mobile-Zahlungen im Non-Food-Detailhandel auswertet. Die Daten zeigen, dass der Black Friday zwar weiterhin einer der umsatzstärksten Tage des Jahres im Non-Food-Bereich ist, der Effekt sich aber abschwächt.

Die Zahlen von 2025

  • Umsatz am Black Friday, 28. November 2025: plus 98 Prozent gegenüber dem Freitag der Vorwoche.
  • Ganze Black-Friday-Woche: plus 49 Prozent gegenüber der Vorwoche, der stärkste Wochenanstieg des Jahres.
  • Vergleich mit 2024: Der Umsatz am Black Friday lag 5 Prozent tiefer.
  • Gesamte Woche: Umsatz gegenüber 2024 nahezu unverändert, mehr Einkäufe an anderen Tagen glichen den Rückgang am Freitag aus.
  • Onlineanteil: 24 Prozent am Black Friday, nach 15 Prozent in der Vorwoche.

Warum sich der Effekt abschwächt

Die Studienautoren Winfried Koeniger und Matthias Fengler stellten fest, dass der Rückgang gegenüber dem Vorjahr in den Städten stärker ausfällt, also dort, wo der Black-Friday-Effekt dank der vielen Einkaufsmöglichkeiten am grössten ist. Ein Grund liegt in der Ausdehnung der Aktionen: Wer schon in der Black Week oder am Singles Day Rabatte bekommt, muss nicht mehr am Freitag selbst einkaufen. Die Kaufkraft verteilt sich auf mehr Tage. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist das eine gute Nachricht, denn sie können in Ruhe vergleichen, statt unter Zeitdruck zu entscheiden.

«Der Rückgang ist in den Städten ausgeprägter, also dort, wo der Black-Friday-Effekt grösser ist.»

(Winfried Koeniger und Matthias Fengler, Universität St. Gallen, Monitoring Consumption Switzerland, Mitteilung vom 2. Dezember 2025, übersetzt)
Black Friday 2026: Pakete vor einer Wohnungstür im Abendlicht
Onlinebestellungen: In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Rückgaberecht für Onlinekäufe (Bild: KI-generiert)

Was die Schweiz am Black Friday kaufen will

Wie die Stimmung vor dem Black Friday 2026 ist, zeigt sich erst in den Umfragen der kommenden Wochen. Die jüngste grosse Befragung stammt aus dem Vorjahr: YouGov Schweiz befragte im Auftrag von Salesforce 1255 Personen aus allen Sprachregionen, die Ergebnisse veröffentlichte die Fachzeitschrift Netzwoche im November 2025.

Elektronik vor Mode

RegionElektronikMode
Ganze Schweiz60 Prozent36 Prozent
Deutschschweiz63 Prozentkeine Angabe
Romandie52 Prozent51 Prozent
Tessinkeine Angabean erster Stelle
Beliebteste Kategorien an den Rabatttagen. Quelle: YouGov Schweiz im Auftrag von Salesforce, via Netzwoche, November 2025.

Auffällig ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz: 27 Prozent der Befragten hatten bereits Tools wie ChatGPT genutzt, um Angebote zu recherchieren. In der Romandie waren es 36 Prozent, im Tessin 30 und in der Deutschschweiz 24 Prozent.

Automatische Käufe durch eine KI lehnt die grosse Mehrheit dagegen ab, insgesamt 92 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer. Wer KI für die Schnäppchensuche nutzt, sollte Preise und Shops trotzdem selbst prüfen, denn auch Chatbots können veraltete Angaben liefern.

Mehr Zurückhaltung beim Budget

  • 35 Prozent der Vorjahreskäufer wollten 2025 weniger ausgeben, nur die Generation Z zeigte sich etwas kauffreudiger.
  • 40 Prozent erwarteten besonders gute Angebote, 33 Prozent nutzten die Tage gezielt für Weihnachtseinkäufe.
  • 38 Prozent der Zurückhaltenden gaben an, die Waren schlicht nicht zu brauchen.
  • 31 Prozent hatten wegen gestiegener Fixkosten ein knapperes Budget.
  • Ebenfalls 31 Prozent wollten grundsätzlich weniger konsumieren.

Für den Black Friday 2026 heisst das: Händler kämpfen um ein vorsichtigeres Publikum. Das kann zu höheren Rabatten führen, aber auch zu mehr Druck mit Countdown-Uhren und Lockangeboten.

Streichpreise: Was beim Rabatt erlaubt ist

Auch am Black Friday 2026 regelt in der Schweiz die Preisbekanntgabeverordnung, wann ein Händler einen tieferen Preis einem höheren gegenüberstellen darf. Der Vergleichspreis muss echt sein, also tatsächlich verlangt worden sein oder auf dem Markt existieren. Das SECO und die kantonalen Behörden kontrollieren die Einhaltung, bei Verstössen drohen Strafanzeigen.

Die Regeln für den Selbstvergleich seit 2025

VarianteBedingung
Halbierungs- und ZweimonatsregelDer Rabatt darf halb so lange angezeigt werden, wie der frühere Preis tatsächlich galt, höchstens aber zwei Monate.
Unbefristeter Selbstvergleich, neu seit 2025Der frühere Preis muss mindestens 30 aufeinanderfolgende Tage tatsächlich verlangt worden sein, dann darf er unbefristet als Vergleich dienen.
Wiederaufnahme ins Sortiment, neu seit 2025Wird ein Produkt vorübergehend entfernt und später wieder angeboten, darf der letzte Vergleichspreis weiter angegeben werden.
KonkurrenzvergleichErlaubt, wenn Konkurrenten den Grossteil derselben Ware auf dem relevanten Markt zu diesem Preis anbieten, online meist schweizweit.
Unverbindliche PreisempfehlungNur zulässig, wenn sie einem tatsächlichen Marktpreis entspricht. Sogenannte Mondpreise sind verboten.
Quellen: Handelsverband.swiss, SECO via moneycab. Die Regeln gelten online und im Laden.

Was die Kontrollen gezeigt haben

Bei einer schweizweiten Kontrolle von 644 Artikeln in Onlineshops, etwa bei Möbeln, Sportartikeln und Unterhaltungselektronik, waren laut SECO rund 60 Prozent der Selbst- und Konkurrenzvergleiche korrekt oder glaubhaft belegt. Bei Vergleichen mit unverbindlichen Preisempfehlungen wurden dagegen rund 70 Prozent beanstandet, das SECO bewertete diese Kategorie als eher mangelhaft. Über die kantonalen Vollzugsbehörden wurden 13 Strafanzeigen eingereicht, meist weil Anbieter ihre Preise nach einer Verwarnung nicht korrigierten. Der Beobachter dokumentierte zudem Fälle, in denen Produkte vor dem Black Friday kurzfristig teurer wurden. Wer einen Rabatt auf eine Preisempfehlung des Herstellers sieht, sollte deshalb besonders genau vergleichen.

Rückgaberecht und Garantie am Black Friday

Viele Kundinnen und Kunden gehen auch am Black Friday 2026 davon aus, dass sie online gekaufte Ware innerhalb von 14 Tagen zurückgeben können. Das gilt in der EU, nicht aber in der Schweiz. Das Obligationenrecht kennt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen nur bei Haustürgeschäften und telefonischen Verkäufen. Für Onlinekäufe gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Rückgabe.

Was für Umtausch und Rückgabe gilt

  • Ob und wie lange eine Rückgabe möglich ist, legen die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Händlers fest.
  • Viele grosse Schweizer Onlinehändler gewähren freiwillig 14 bis 30 Tage, oft aber nur für ungeöffnete Ware.
  • Bei Aktionsware schliessen manche Shops Umtausch oder Rückgabe ganz aus. Das ist zulässig, muss aber transparent kommuniziert werden.
  • Im Laden gibt es ohne Mangel ebenfalls keinen Anspruch auf Umtausch, viele Geschäfte bieten ihn freiwillig an.
  • Kaufbelege und Bestellbestätigungen unbedingt aufbewahren.

Gewährleistung bei Mängeln

Ist ein gekauftes Produkt mangelhaft, haftet der Verkäufer nach Obligationenrecht grundsätzlich zwei Jahre lang. Allerdings darf diese Gewährleistung in der Schweiz vertraglich eingeschränkt oder durch eine Herstellergarantie ersetzt werden, was im Handel verbreitet ist. Wer ein teures Gerät kauft, sollte vor dem Klick auf «Bestellen» deshalb lesen, ob Reparatur, Ersatz oder Rückerstattung vorgesehen ist und wer dafür zuständig ist. Ein Mangel sollte sofort nach Entdeckung schriftlich gemeldet werden. Rabatte ändern an diesen Rechten nichts: Auch reduzierte Ware muss funktionieren.

Einkaufen im Ausland, Zoll und Fake-Shops

Am Black Friday 2026 locken auch ausländische Händler mit tiefen Preisen. Bei Bestellungen aus dem Ausland kommen aber Abgaben dazu, die den Preisvorteil schnell aufheben können. Zudem nutzen Betrüger die Rabattsaison für gefälschte Onlineshops.

Mehrwertsteuer und Gebühren

  • Auf Sendungen aus dem Ausland wird die Schweizer Mehrwertsteuer fällig, der Normalsatz beträgt 8,1 Prozent.
  • Beträgt die Mehrwertsteuer weniger als 5 Franken, wird sie nicht erhoben. Das entspricht beim Normalsatz einem Warenwert von rund 62 Franken inklusive Versand.
  • Paketdienste verlangen für die Verzollung eigene Gebühren, die je nach Anbieter deutlich über der Steuer liegen können.
  • Grosse ausländische Versandhändler erheben die Schweizer Mehrwertsteuer teilweise bereits beim Kauf, dann entfällt sie an der Grenze.
  • Wer selbst im Ausland einkauft, darf seit 1. Januar 2025 Waren nur noch bis 150 Franken pro Person und Tag mehrwertsteuerfrei einführen.

So erkennt man Fake-Shops

Betrügerische Onlineshops kopieren oft das Design bekannter Marken und werben mit unrealistisch hohen Rabatten. Warnsignale sind ein fehlendes oder unvollständiges Impressum, Zahlung nur per Vorauskasse oder Überweisung, auffällige Fehler in der Sprache, eine erst kürzlich registrierte Internetadresse und ausschliesslich überschwängliche Bewertungen. Wer unsicher ist, sucht den Shopnamen zusammen mit dem Wort Erfahrungen oder Betrug und zahlt nur mit Methoden, die einen Käuferschutz bieten, etwa Kreditkarte. Bestellungen über Links aus unaufgeforderten Mails oder Social-Media-Anzeigen sollten besonders kritisch geprüft werden. Ist bereits Geld geflossen, sollten Betroffene sofort ihre Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Tipps für echte Schnäppchen

Wer am Black Friday 2026 sparen will, braucht vor allem Vorbereitung. Spontankäufe unter Zeitdruck sind genau das, was Countdown-Uhren und Tagesangebote auslösen sollen. Mit einigen einfachen Schritten lässt sich das vermeiden.

Vorbereitung vor der Black Week

  • Eine Liste mit Produkten anlegen, die ohnehin gebraucht werden, und ein Budget festlegen.
  • Preise bereits jetzt beobachten, etwa mit dem Preisverlauf auf Vergleichsportalen wie Toppreise.
  • Kundenkonten bei den wichtigsten Shops vorbereiten und Lieferadresse prüfen.
  • Newsletter nur bei Shops abonnieren, bei denen man wirklich kaufen will.
  • Geschenke für Weihnachten gezielt in der Black Week kaufen, das spart Zeit im Dezember.

Am Aktionstag selbst

Am Black Friday 2026 zählt der Endpreis inklusive Versand, nicht der Rabatt in Prozent. Wer den Preis eines Produkts in mehreren Shops vergleicht, findet oft heraus, dass ein angeblicher Spezialpreis dem normalen Marktpreis entspricht. Bei Elektronik lohnt ein Blick auf das Modelljahr, denn Auslaufmodelle werden gerne als Schnäppchen vermarktet. Kreditkarten mit Cashback oder Bonuspunkten können den Preis zusätzlich drücken, wer aber Raten- oder Kauf-auf-Rechnung-Angebote nutzt, sollte die Zahlungsfristen genau im Blick behalten. Und schliesslich: Ein Produkt, das man nicht gebraucht hätte, ist auch mit 70 Prozent Rabatt kein Gewinn.

Preisfallen erkennen am Black Friday 2026

Die Mechanismen der Rabatttage sind darauf angelegt, schnelle Entscheide auszulösen. Wer sie kennt, kauft gelassener. Die Stiftung für Konsumentenschutz warnt seit Jahren, dass einzelne Preise kurz vor dem Black Friday erhöht und danach als grosser Rabatt beworben werden.

Künstliche Verknappung und Countdowns

  • Hinweise wie «nur noch 2 Stück» oder «Angebot endet in 30 Minuten» sollen Zeitdruck erzeugen.
  • Rabatte auf Elektronik sind laut Konsumentenschutz oft ohnehin geplante Preissenkungen, weil Fernseher, Smartphones und Laptops schnell an Wert verlieren.
  • Bundles aus Gerät und Zubehör sind schwer zu vergleichen und verschleiern den Einzelpreis.
  • Gratisversand ab einem Mindestbetrag verleitet zu Zusatzkäufen.
  • Gutscheine mit Ablaufdatum binden an einen Shop und verfallen oft ungenutzt.

Preisverlauf richtig lesen

Das wichtigste Werkzeug ist der Preisverlauf. Vergleichsportale wie Toppreise zeigen, wie sich der Preis eines Produkts über Monate entwickelt hat. War der Preis lange stabil, ist eine Aktion ein guter Moment zum Kaufen. Sinkt er seit Wochen kontinuierlich, lohnt es sich oft zu warten.

Neue Technik verliert laut Beobachter innerhalb von ein bis zwei Jahren etwa die Hälfte ihres Preises. Vorjahresmodelle bieten deshalb oft die grössten Ersparnisse. Bei Smartphones kommen neue Modelle meist einige Monate vor dem Black Friday auf den Markt, die älteren Generationen werden dann stark reduziert.

Gleichzeitig zeigt moneyland.ch, dass einzelne Black-Friday-Angebote zuvor schon günstiger zu haben waren. Ein Blick in den Verlauf der letzten drei Monate gehört deshalb vor jeden grösseren Kauf.

Black Friday 2026 im Laden und Fehlkäufe

Der Black Friday 2026 ist in der Schweiz ein normaler Arbeitstag, kein Feiertag. Die meisten Angebote gelten auch online, wer trotzdem lieber im Laden einkauft, sollte die Tageszeiten kennen.

Andrang und Öffnungszeiten

Szenen wie in den USA gibt es in der Schweiz kaum. Vereinzelt bilden sich vor der Öffnung Schlangen, grosse Menschenmengen blieben bisher aus. Weil viele Menschen am Freitag arbeiten, wird es in den Läden vor allem am Abend voll.

Wer gezielt ein Angebot im Laden kaufen will, kommt am besten am Vormittag oder über Mittag. Die genauen Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Kanton und Geschäft und sollten vorab online geprüft werden.

Wie man Fehlkäufe vermeidet

Eine Demoscope-Umfrage von 2020 ergab, dass ein Drittel der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten mindestens einen Black-Friday-Kauf bereut hatte. Bei den 15- bis 34-Jährigen waren es zwei Drittel.

Der Konsumentenschutz rät, die Wunschliste rund einen Monat im Voraus festzulegen und die Preise ebenso früh zu beobachten. Eine Woche vorher sei zu spät. Hilfreich ist zudem ein kleines Budget für Spontankäufe, das nicht überschritten wird.

Vor jedem Klick lohnt eine einfache Prüfung: Wäre das Produkt auch ohne Rabatt gekauft worden. Wer das verneint, spart am meisten, indem er nicht kauft.

Zahlung und Lieferung am Black Friday 2026

Am Black Friday 2026 entscheidet nicht nur der Preis, sondern auch die Zahlungsart darüber, wie gut man bei Problemen geschützt ist. In den Tagen der Black Week steigen die Paketmengen stark, Lieferungen können sich verzögern.

Kreditkarte, Twint und Kauf auf Rechnung

Mit der Kreditkarte lässt sich eine Zahlung über den Kartenherausgeber beanstanden, wenn bestellte Ware nie ankommt oder ein Shop sich als Betrug entpuppt. Diese Rückbuchung ist kein Gesetz, sondern Teil der Regeln der Kartenorganisationen, und sie hat Fristen.

Bei Twint und bei Banküberweisungen ist das Geld sofort beim Empfänger, eine vergleichbare Rückbuchung gibt es in der Regel nicht. Der Kauf auf Rechnung schützt am besten, weil erst nach Erhalt der Ware bezahlt wird. Wer die Zahlungsfrist verpasst, riskiert aber Mahngebühren.

Ratenzahlungen und Angebote nach dem Prinzip «jetzt kaufen, später zahlen» wirken am Black Friday 2026 verlockend, machen einen Rabatt aber schnell zunichte, wenn Zinsen oder Gebühren anfallen. Die Budgetberatung Schweiz rät generell, Konsum nicht auf Kredit zu finanzieren.

Wenn die Lieferung ausbleibt

Liefert ein Händler nicht zum vereinbarten Termin, gerät er nach Obligationenrecht in Verzug. Ist kein fester Termin vereinbart, braucht es zuerst eine Mahnung. Danach kann die Kundin oder der Kunde eine angemessene Nachfrist setzen.

Verstreicht auch diese Frist, darf man vom Vertrag zurücktreten und eine bereits geleistete Zahlung zurückfordern. Mahnung und Fristansetzung sollten schriftlich erfolgen, etwa per E-Mail mit Bestellnummer. Bei Streit ist in der Regel zuerst die kantonale Schlichtungsbehörde zuständig.

Singles Day und Cyber Monday 2026

Der Black Friday 2026 ist eingebettet in eine Reihe weiterer Aktionstage. Zwei davon haben sich auch in der Schweiz fest etabliert und setzen eigene Schwerpunkte.

Singles Day am 11. November

Der Singles Day stammt aus China, wo der 11.11. ursprünglich als Tag der Alleinstehenden galt. Der Onlinekonzern Alibaba machte daraus ab 2009 den umsatzstärksten Einkaufstag der Welt. In der Schweiz nutzen vor allem Onlineshops und Modehändler das Datum für erste Rabatte.

2026 fällt der Singles Day auf einen Mittwoch. Wer an diesem Tag ein gutes Angebot findet, sollte es mit dem Preisverlauf abgleichen. Oft kehren dieselben Rabatte zwei Wochen später am Black Friday wieder.

Cyber Monday am 30. November

Der Cyber Monday ist der Montag nach dem Black Friday und wurde von Onlinehändlern als eigener Aktionstag geschaffen. Die Angebote konzentrieren sich auf Elektronik und Onlineshops. Viele Händler fassen die Tage vom Montag vor dem Black Friday bis zum Cyber Monday zur Cyber Week zusammen.

Für Kundinnen und Kunden ist der Cyber Monday die letzte Chance der Saison. Restposten werden teilweise nochmals reduziert, beliebte Produkte sind aber oft schon ausverkauft.

Pakete und Weihnachtsgeschäft nach dem Black Friday

Der Black Friday 2026 ist für Post, Paketdienste und Handel der Auftakt zur intensivsten Zeit des Jahres. Die Zahlen aus dem Vorjahr zeigen, was auf die Logistik zukommt.

Rekordmengen bei der Post

  • Vom 24. November bis 2. Dezember 2025 stellte die Post 7,9 Millionen Pakete zu, fast 400 000 mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord.
  • Zwischen Black Friday und Weihnachten 2025 waren es insgesamt 23 Millionen Pakete, 3,1 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr.
  • Der Spitzentag war der 2. Dezember 2025 mit 1,3 Millionen verarbeiteten Paketen.
  • Twint verzeichnete 2025 über 900 Millionen Transaktionen und rund 6 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

Wer Weihnachtsgeschenke in der Black Week bestellt, sollte deshalb mit längeren Lieferzeiten rechnen und die Bestellung nicht auf die letzten Tage vor dem Fest schieben.

Was der Black Friday dem Weihnachtsgeschäft bringt

Eine Auswertung der Universität St. Gallen vom Januar 2026 zeigt, dass die realen Konsumausgaben in der Weihnachtszeit 2025 um rund 1 Prozent stiegen, das erste leichte Wachstum nach mehreren schwächeren Jahren. Die Ausgaben im Onlinehandel legten um etwa 7 Prozent zu.

Im stationären Handel stoppte der Rückgang der Vorjahre, ein Wachstum gab es aber nicht. Die Black-Friday-Periode vom 20. November bis 3. Dezember lag leicht über dem Vorjahr und half, die gesamte Saison ins Plus zu bringen. Das Niveau von 2020 wurde insgesamt nicht erreicht.

Black Friday 2026 und die Gegenbewegungen

Rund um den Black Friday 2026 wächst auch die Kritik an der Rabattschlacht. Umweltorganisationen verweisen auf Retouren, Verpackung und Spontankäufe, die kaum genutzt werden.

Kauf-nix-Tag und Green Friday

Am selben Tag wie der Black Friday findet seit Jahren der internationale Kauf-nix-Tag statt, der zum bewussten Verzicht aufruft. Einige Schweizer Händler machen beim Black Friday 2026 bewusst nicht mit, schliessen ihren Onlineshop für einen Tag oder spenden einen Teil des Umsatzes unter Labels wie Green Friday.

Für Kundinnen und Kunden heisst das: Wer ein bestimmtes Geschäft unterstützen will, findet dort an diesem Tag womöglich keine Rabatte, dafür aber andere Aktionen.

Reparieren und gebraucht kaufen

Eine Alternative zum Neukauf ist die Reparatur. Die Stiftung für Konsumentenschutz koordiniert in der Deutschschweiz ein Netz von Repair Cafés, in denen Freiwillige defekte Geräte, Kleider oder Velos gemeinsam mit den Besitzern instand stellen.

Auch Plattformen für Gebrauchtwaren wie Ricardo oder Tutti sowie aufbereitete Elektronik mit Garantie können günstiger sein als ein Black-Friday-2026-Angebot für ein Neugerät. Wer vergleicht, sollte dabei Garantie und Zustand gleich gewichten wie den Preis.

Häufige Fragen zum Black Friday 2026

Wann ist Black Friday 2026 in der Schweiz

Am Freitag, 27. November 2026. Die Black Week beginnt bei vielen Händlern am 23. November, der Cyber Monday folgt am 30. November.

Gibt es in der Schweiz ein Rückgaberecht für Onlinekäufe

Nein, ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es nur bei Haustür- und Telefongeschäften. Bei Onlinekäufen gelten die Bedingungen des Händlers.

Wann ist ein Streichpreis erlaubt

Wenn der Vergleichspreis tatsächlich verlangt wurde. Seit 2025 genügt dafür auch ein Zeitraum von mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen. Mondpreise sind verboten.

Ab welchem Betrag kostet eine Auslandbestellung Mehrwertsteuer

Wenn die Mehrwertsteuer mindestens 5 Franken beträgt, beim Normalsatz von 8,1 Prozent also ab einem Warenwert von rund 62 Franken inklusive Versand. Dazu kommen Gebühren des Paketdienstes.

Wann ist Singles Day 2026

Am Mittwoch, 11. November 2026. Viele Onlineshops starten damit die Rabattsaison.

Wann beginnt Black Friday bei Digitec Galaxus 2026

Am Montag, 16. November 2026. Alle Angebote gehen gleichzeitig online und gelten bis spätestens 30. November oder solange der Vorrat reicht.

Der Black Friday 2026 bietet echte Sparmöglichkeiten, aber nur für jene, die vergleichen. Die Rabattsaison zieht sich vom Singles Day bis zum Cyber Monday über fast drei Wochen, die Rechte beim Umtausch sind in der Schweiz schwächer als in der EU, und bei Streichpreisen lohnt ein kritischer Blick. Wer mit Liste, Budget und Preisverlauf einkauft, kann Weihnachtsgeschenke günstiger besorgen.

Mehr Ratgeber zum Alltag finden sich in der Rubrik Leben. Lesen Sie auch: Weihnachten und Neujahr 2026/2027 in der Schweiz, Weihnachtsmärkte 2026 in der Schweiz, Neuerungen 2027 in der Schweiz und Feuerwerksinitiative: Das Wichtigste zur Abstimmung.

Verwendete Materialien: Universität St. Gallen, Die Post, Twint, Digitec Galaxus, YouGov Schweiz, Salesforce, Netzwoche, moneyland.ch, AWP, Demoscope, Toppreise, Stiftung für Konsumentenschutz, Budgetberatung Schweiz, Monitoring Consumption Switzerland, blackfridaydeals.ch, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Handelsverband.swiss, moneycab, Beobachter, Obligationenrecht, Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit

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