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Die Schweiz hat weltweit das höchste durchschnittliche Familieneinkommen im Jahr 2024 erzielt – und führt damit nicht nur Europa, sondern auch den internationalen Vergleich an. Mit einem Bruttojahreseinkommen von 208.755 Euro und einer außergewöhnlich hohen Nettoquote von 86 Prozent bleibt Schweizer Haushalten ein Rekordbetrag von 178.553 Euro zur freien Verfügung.
Darüber berichtet NUME.ch, das sich dabei auf eine neue Visualisierung von Visual Capitalist über die Datenplattform Voronoi bezieht.

Die Analyse basiert auf Eurostat-Daten für 30 europäische Länder und berücksichtigt Haushalte mit zwei Einkommen und zwei Kindern. Bewertet wurden sowohl das Bruttoeinkommen als auch die tatsächliche Kaufkraft nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben im Jahr 2024.

Das Schweizer Modell: Viel verdienen, viel behalten

Während in vielen europäischen Ländern hohe Einkommen mit hohen Abgaben einhergehen, gelingt der Schweiz eine seltene Balance: Spitzengehälter – gepaart mit einem effizienten, föderalen Steuersystem. Familien in der Schweiz behalten mehr als 178.000 Euro jährlich – ein Wert, von dem die meisten EU-Staaten weit entfernt sind.

Was macht das Schweizer Modell so effizient

  • Progressive Steuerabzüge für Familien mit Kindern
  • Attraktive Kinderzulagen und steuerlich begünstigte Betreuungskosten
  • Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge, die steuerlich entlastend wirken
  • Dezentrales Steuersystem, das an regionale Lebenshaltungskosten angepasst ist

Europäisches Ranking: Wer folgt hinter der Schweiz

In der EU ist vor allem ein Land bemerkenswert: Die Niederlande belegen Platz 5 beim Bruttoeinkommen (131.563 €) – behalten aber über 101.000 € netto, was einer Quote von 77 % entspricht. Auch Deutschland liegt mit einer Nettoquote von ca. 73 % im oberen Mittelfeld, obwohl die Steuerlast vergleichsweise hoch ist.

Die Kehrseite: Osteuropäische Familien unter Druck

Am anderen Ende des Rankings stehen Rumänien, Litauen und Bulgarien. Trotz niedriger Löhne bleiben nach Abzügen oft nur rund 67–74 % übrig. In Rumänien verdienen Familien im Schnitt 40.116 Euro, behalten aber nur 26.766 Euro netto.

Ein Hauptproblem: Flat-Tax-Systeme, die alle Einkommen gleich behandeln, benachteiligen ärmere Haushalte, weil ihnen Abzüge und soziale Transfers fehlen.
Laut einer IWF-Analyse tragen solche Steuersysteme nicht zur Armutsbekämpfung bei – im Gegenteil, sie verschärfen sie.

Tabelle: Familieneinkommen in Europa (2024)

*geschätzte Werte basierend auf verfügbaren Quellen (nicht inflationsbereinigt)

Wohlstand ist nicht nur eine Frage des Lohns

Die Daten zeigen: Es geht längst nicht mehr nur um Einkommen, sondern um Effizienz und staatliche Unterstützung. Ein Land, das hohe Einkommen generiert und zugleich Steuern so gestaltet, dass Familien effektiv entlastet werden, kann sozialen Wohlstand schaffen.

Die Schweiz macht vor, wie es geht:

  • Klare Struktur im Steuerwesen
  • Starke Familienpolitik
  • Hohe Transparenz und Eigenverantwortung

Diese Kombination schafft Vertrauen – und finanzielle Stabilität.

Was bedeutet das für die Schweiz und Europa

In einer Zeit, in der Steuerpolitik zunehmend unter Druck steht und soziale Spannungen zunehmen, bietet das Schweizer Modell wertvolle Impulse. Es zeigt, dass Wohlstand nicht durch Umverteilung allein entsteht – sondern durch kluge Anreize, Transparenz und gezielte Entlastung von Familien.

Während viele europäische Länder über Steuererhöhungen debattieren, bietet die Schweiz ein realistisches Gegenmodell: Fairness, Effizienz und Zukunftssicherheit.

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