Der Weltranglistenerste Jannik Sinner hat sich unter außergewöhnlichen Umständen für das Viertelfinale von Wimbledon 2025 qualifiziert – nach dem verletzungsbedingten Rückzug von Grigor Dimitrov. Der Bulgare musste beim Stand von 6:3, 7:5, 2:2 aus seiner Sicht in Tränen aufgeben, nachdem er sich während des Spiels am rechten Brustmuskel verletzt hatte. Darüber berichtet NUME.ch unter Berufung auf BBC.
Dimitrov, an Nummer 19 gesetzt, war bis dahin auf dem besten Weg, den Favoriten zu überraschen. Der 34-Jährige, der bereits bei seinen letzten vier Grand-Slam-Teilnahmen verletzungsbedingt aufgeben musste, sackte nach einem Punkt zu Boden und konnte trotz einer medizinischen Pause nicht weiterspielen.
Sinner zeigte sich im Anschluss tief betroffen: „Ich kann das nicht als Sieg annehmen. Das ist ein trauriger Moment für uns alle“, erklärte der 23-jährige Italiener im Interview auf dem Centre Court. Er hatte Dimitrov zuvor persönlich vom Platz begleitet. „Er hat in den letzten Grand Slams oft mit Verletzungen gekämpft. Ihn wieder so zu sehen, tut weh. Man spürt, wie sehr er diesen Sport liebt.“
Der dreifache Grand-Slam-Sieger, der nun als erst neunter Spieler der Open Era zum siebten Mal in Folge das Viertelfinale eines Majors erreicht hat, verzichtete bewusst auf jede Form von Jubel: „Das ist nicht das Ende, das wir uns gewünscht haben. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute.“
Auch Sinner selbst war während des Matches gestürzt und klagte über Beschwerden im Ellenbogen. „Ich werde mich morgen einem MRT unterziehen, um zu sehen, ob etwas Ernstes vorliegt“, sagte er in der Pressekonferenz.
Dimitrov hatte Sinner lange Zeit dominiert. Der Italiener war nach einem rekordverdächtigen Turnierstart – er hatte in den ersten drei Runden lediglich 17 Spiele abgegeben – klar in Rückstand geraten. Der Bulgare spielte stark und lag verdient vorne, bevor ihn erneut eine Verletzung stoppte – nur ein Jahr nach seinem verletzungsbedingten Rückzug gegen Daniil Medwedew in Wimbledon 2024.
Im Viertelfinale trifft Sinner nun auf den US-Amerikaner Ben Shelton, der an Position zehn gesetzt ist.
Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht: Wimbledon 2025: Djokovic erneut unter Verdacht – Kniebandage sorgt für Kritik und Spekulationen
Bild von Getty Images