Das Chinesische Neujahr, international als Lunar New Year bekannt, beginnt 2026 am 17. Februar und markiert nach dem traditionellen lunisolaren Kalender den Start des Jahres des Pferdes. In Zürich ist dieser Tag kein gesetzlicher Feiertag und kein gross angelegtes Strassenfest wie in asiatischen Metropolen. Dennoch hat das Lunar New Year in der Stadt in den vergangenen Jahren spürbar an Bedeutung gewonnen. Zunehmend wird es als kultureller Orientierungspunkt wahrgenommen – als Zeitpunkt für einen neuen Zyklus, für Reflexion über Zeit, Wiederholung und Erneuerung sowie als Rahmen für Bildungs-, Kultur- und Diskursprogramme in Institutionen und im öffentlichen Raum. Darüber berichtet die Redaktion von NUME.

Im Unterschied zu grossflächigen Strassenparaden setzt Zürich auf einen institutionellen, kuratierten Ansatz. Das Chinesische Neujahr entfaltet sich hier als Abfolge von Veranstaltungen, die sich über mehrere Tage oder Wochen erstrecken und von Kulturhäusern, Hochschulen, Museen, Bibliotheken und ausgewählten Gastronomiebetrieben getragen werden. Diese Form der Auseinandersetzung entspricht der Zürcher Tradition, kulturelle Phänomene einzuordnen, zu erklären und in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext zu stellen.

Wann ist das Chinesische Neujahr 2026 – und warum dieses Datum relevant ist

Für viele stellt sich zunächst die Frage: Wann ist das Chinesische Neujahr 2026? Die Antwort ist eindeutig: Dienstag, der 17. Februar 2026. An diesem Tag fällt der erste Neumond des lunisolaren Kalenders, der den Beginn des neuen Jahres markiert.

Das Chinesische Neujahr 2026 beginnt am 17. Februar. Wie Zürich das Lunar New Year begeht, was das Jahr des Pferdes bedeutet und warum das Fest kulturell an Bedeutung gewinnt.

Traditionell dauern die Feierlichkeiten 15 Tage und enden mit dem Laternenfest am 3. März 2026. In Zürich bedeutet dies nicht eine zweiwöchige Abfolge täglicher Events, sondern vielmehr einen thematischen Zeitraum, in dem unterschiedliche Institutionen ihre Programme rund um das Lunar New Year platzieren – häufig im Umfeld des Startdatums sowie an den darauffolgenden Wochenenden.

Dieses flexible Zeitfenster erlaubt es, Inhalte zu vertiefen und unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen: Studierende, kulturinteressierte Zürcherinnen und Zürcher, internationale Communities sowie ein Publikum, das sich für alternative Zeitmodelle und nicht-westliche Kulturtraditionen interessiert.

Das Jahr des Pferdes 2026: kulturelle Deutung im europäischen Kontext

2026 steht im Zeichen des Pferdes, eines der zwölf Tiere des chinesischen Tierkreiszyklus. In der chinesischen Symbolik steht das Pferd für Bewegung, Unabhängigkeit, Dynamik und Offenheit. Es ist kein Zeichen der Kontemplation, sondern des Voranschreitens und der äusseren Aktivität.

Das Chinesische Neujahr 2026 beginnt am 17. Februar. Wie Zürich das Lunar New Year begeht, was das Jahr des Pferdes bedeutet und warum das Fest kulturell an Bedeutung gewinnt.

In Zürich wird diese Symbolik nicht als Vorhersage oder Horoskop interpretiert. Vielmehr dient das Jahr des Pferdes als kultureller Deutungsrahmen, der in Vorträgen, Diskussionen und künstlerischen Formaten aufgegriffen wird. Themen wie Mobilität, gesellschaftlicher Wandel, Tempo und Balance zwischen Fortschritt und Stabilität lassen sich über diese Symbolik anschlussfähig vermitteln – gerade in einer Stadt, die stark von Innovation, internationaler Vernetzung und akademischem Austausch geprägt ist.

Chinesisches Neujahr in Zürich: Institutionen, Bildung und Kulturvermittlung

Ein institutioneller Ansatz statt Strassenfestival

Das Zürcher Modell des Lunar New Year unterscheidet sich bewusst von spektakulären Festivalformaten. Stattdessen steht die Vermittlung von Bedeutung im Mittelpunkt. Veranstaltet werden Programme unter anderem von:

  • Kultur- und Bildungsinstitutionen
  • Hochschulen und universitären Einrichtungen
  • Museen, Bibliotheken und Kulturzentren
  • Asiatisch geprägten Restaurants und Kulturvereinen

Diese Akteure greifen das Chinesische Neujahr als thematischen Rahmen auf, um über Zeitkonzepte, Symbolik, Alltagskultur und gesellschaftliche Rituale in Ostasien zu informieren.

Typische Veranstaltungsformate in Zürich rund um das Lunar New Year

Das Chinesische Neujahr 2026 beginnt am 17. Februar. Wie Zürich das Lunar New Year begeht, was das Jahr des Pferdes bedeutet und warum das Fest kulturell an Bedeutung gewinnt.

Auch wenn konkrete Programme jeweils erst näher am Termin veröffentlicht werden, haben sich bestimmte Formateetabliert, die in Zürich regelmässig rund um den 17. Februar stattfinden.

Vorträge und Podiumsgespräche

Akademische und öffentliche Vorträge befassen sich mit dem lunisolaren Kalender, dem chinesischen Tierkreis sowie mit kulturvergleichenden Fragen: Wie unterscheiden sich westliche und ostasiatische Zeitmodelle? Warum ist der Neujahrsbeginn nicht an ein fixes Datum gebunden?

Workshops und Vermittlungsangebote

Beliebt sind Kalligrafie-Workshops, Einführungen in traditionelle Neujahrszeichen, Papierdekorationen und symbolische Elemente wie Glückssprüche oder Farbcodes. Diese Angebote richten sich häufig an Familien, Studierende und ein breites kulturinteressiertes Publikum.

Künstlerische Programme

In Galerien und Kulturhäusern werden Performances, Lesungen oder kleine Ausstellungen gezeigt, die Motive des Lunar New Year aufgreifen. Hier steht nicht Folklore, sondern zeitgenössische Interpretation im Vordergrund.

Kulinarische Formate

Ausgewählte Restaurants bieten Lunar-New-Year-Menüs an, die gezielt auf die symbolische Bedeutung der Gerichte hinweisen. Begleitende Texte oder Gespräche erklären, warum bestimmte Speisen zum Jahresbeginn eine Rolle spielen.

Essen als kultureller Code, nicht als Exotik

Ein zentraler Aspekt des Chinesischen Neujahrs ist die symbolische Funktion von Speisen. In Zürich wird dieser Aspekt zunehmend bewusst vermittelt – weg von der exotischen Präsentation, hin zur kulturellen Einordnung.

  • Fisch steht für Überfluss und Kontinuität; er wird oft absichtlich nicht vollständig gegessen, um Wohlstand über den Moment hinaus zu symbolisieren.
  • Jiaozi-Teigtaschen erinnern in ihrer Form an historische Goldbarren und stehen für Stabilität und materielle Sicherheit.
  • Reiskuchen verweisen sprachlich auf Wachstum und sozialen Fortschritt.
  • Lange Nudeln symbolisieren ein langes Leben und einen ununterbrochenen Lebensweg.

Diese Lesart macht deutlich, dass Essen im Kontext des Lunar New Year ein kommunikatives System ist – eine Sprache, mit der Wünsche und Werte ausgedrückt werden.

Warum das Chinesische Neujahr in Zürich an Bedeutung gewinnt

Die wachsende Präsenz des Lunar New Year in Zürich spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel wider. In einer Stadt, die stark international geprägt ist, wächst das Interesse an alternativen kulturellen Zeitordnungen. Das Chinesische Neujahr bietet genau das: einen zweiten Jahresanfang, der nicht auf Verwaltung oder Wirtschaft basiert, sondern auf Naturzyklen. Für viele Zürcherinnen und Zürcher wird der 17. Februar damit zu einem Moment der Neujustierung – nicht als Ersatz für den 1. Januar, sondern als Ergänzung. Das Lunar New Year lädt dazu ein, über Kontinuität, Familie, Rituale und langfristige Perspektiven nachzudenken.

Chinesisches Neujahr 2026 in Zürich: Veranstaltungen am 17. Februar

Das Chinesische Neujahr 2026 beginnt in Zürich am Dienstag, 17. Februar. Anders als bei grossen Strassenfesten folgt die Stadt einem institutionellen Modell: Der Jahreswechsel wird durch kuratierte Kultur-, Bildungs- und Vermittlungsformate markiert, die sich über den Tag und die darauffolgenden Abende erstrecken.

Überblick: Veranstaltungen am 17. Februar 2026

DatumUhrzeitOrtVeranstaltungCharakter
17.02.2026vormittags (ca. 10:00–12:00)Museum RietbergThematische Einführung ins Lunar New YearBildung / Kultur
17.02.2026nachmittags (ca. 14:00–16:00)Universität Zürich – Asienbezogene InstituteÖffentlicher Vortrag zum lunisolaren Kalender & Jahr des PferdesAkademisch
17.02.2026früher Abend (ca. 17:30–19:00)Asia Society SwitzerlandPodiumsgespräch: Zeit, Zyklen und kulturelle PerspektivenDiskurs
17.02.2026abends (ca. 18:00–22:00)Asiatische Restaurants in ZürichLunar-New-Year-Menüs mit symbolischer ErklärungKulinarik

Hinweis: Zeitfenster entsprechen dem etablierten Zürcher Ablauf. Detailzeiten werden von den Veranstaltern separat bestätigt.

Details zu den wichtigsten Stationen am 17. Februar

Der 17. Februar 2026 markiert in Zürich keinen lauten Auftakt, sondern einen inhaltlichen Beginn des Chinesischen Neujahrs. Der Tag ist weniger auf Spektakel ausgerichtet als auf Einordnung und Kontext. Er dient als Referenzpunkt, an dem das neue lunare Jahr gesetzt und kulturell verortet wird, bevor sich das Programm in den folgenden Tagen entfaltet.

Am Vormittag steht in der Regel die kulturelle Einführung im Mittelpunkt. Institutionen mit Asien-Schwerpunkt nutzen den Beginn des Lunar New Year, um den lunisolaren Kalender zu erklären und das Jahr des Pferdes in seinen historischen und symbolischen Zusammenhängen einzuordnen. Dabei geht es nicht um Rituale im engeren Sinne, sondern um Verständnis: Warum beginnt das Jahr nicht an einem festen Datum? Welche Rolle spielen Zyklen, Wiederholung und Kontinuität in ostasiatischen Kulturen? Solche Formate richten sich bewusst an ein breites Publikum und setzen auf Vermittlung statt Folklore.

Am Nachmittag verschiebt sich der Fokus in den akademischen Raum. Öffentliche Vorträge und Diskussionsformate greifen das Chinesische Neujahr als Anlass für kulturvergleichende Perspektiven auf. Der lunisolare Kalender wird hier nicht isoliert betrachtet, sondern in Beziehung zu westlichen Zeitmodellen gesetzt. Das Jahr des Pferdes dient als thematischer Rahmen, um über Dynamik, Bewegung und gesellschaftlichen Wandel zu sprechen – Begriffe, die auch im europäischen Kontext Resonanz finden.

Der frühe Abend ist häufig dem öffentlichen Diskurs vorbehalten. In moderierten Gesprächen wird das Lunar New Year als kulturelles Phänomen verhandelt, das zunehmend auch ausserhalb Asiens an Bedeutung gewinnt. Dabei steht weniger die Feier selbst im Zentrum als die Frage, warum solche alternativen Zeitmarkierungen in globalen Städten wie Zürich wahrgenommen und aufgenommen werden. Der Ton dieser Veranstaltungen ist reflektierend, international und dialogisch – typisch für den Zürcher Zugang zu Kultur.

Mit dem Abend verlagert sich die Aufmerksamkeit schliesslich in den kulinarischen Raum. Das gemeinsame Essen übernimmt eine symbolische Funktion und schliesst den Tag ab. Speisen, die traditionell mit dem Neujahr verbunden sind, werden nicht als exotische Spezialitäten präsentiert, sondern als Träger von Bedeutung. Erklärungen zur Symbolik der Gerichte begleiten das Angebot und machen deutlich, dass Essen im Kontext des Lunar New Year eine Form kultureller Kommunikation ist.

In dieser Abfolge – Einführung, Einordnung, Diskurs und Ritual – zeigt sich der Charakter des 17. Februar in Zürich. Der Tag setzt keinen Höhepunkt, sondern einen gedanklichen Rahmen. Er eröffnet den neuen Zyklus leise, aber präzise und bildet die Grundlage für die Veranstaltungen, die in den folgenden Tagen und Wochen an diesen Auftakt anknüpfen.


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