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Montreux, 12. Juli 2026 – Das Montreux Jazz Festival feiert noch bis zum 18. Juli seine 60. Ausgabe und verbindet das Jubiläum mit einer Rückkehr, die für den Anlass weit mehr bedeutet als einen blossen Wechsel des Spielorts. Nach zwei Festivaljahren ohne seine traditionsreichen Hauptsäle ist das Musikereignis wieder vollständig im modernisierten Kongresszentrum 2m2c angekommen. Damit stehen das Auditorium Stravinski und das Montreux Jazz Lab erneut im Zentrum eines 16-tägigen Programms, das internationale Weltstars, Jazzlegenden und prägende Stimmen aus Rock, Pop, Soul, Hip-Hop, R&B und elektronischer Musik zusammenführt, berichtet Nume.ch Redaktion.

Zu den wichtigsten Namen der Jubiläumsausgabe gehören Sting, John Legend, Nick Cave & The Bad Seeds, Deep Purple, Lewis Capaldi, Moby, Gregory Porter, Marcus Miller, Vulfpeck, Van Morrison und James Taylor. Die Liste zeigt, wie weit sich das Festival seit seiner Gründung 1967 über den klassischen Jazz hinaus geöffnet hat, ohne seinen musikalischen Kern aufzugeben. Historische Grössen stehen neben jüngeren Künstlerinnen und Künstlern, intime Konzerte neben grossen Produktionen, traditionsreiche Formate neben aktuellen Sounds.

Die Rückkehr ins erneuerte 2m2c bildet dabei den symbolischen Mittelpunkt des Jubiläums. Das Auditorium Stravinski und das Montreux Jazz Lab haben über Jahrzehnte den unverwechselbaren Charakter des Festivals geprägt. Nach den Übergangsausgaben mit alternativen Spielorten erhält Montreux damit wieder jene räumliche Struktur zurück, die international mit dem Namen des Festivals verbunden wird.

Gleichzeitig bleibt das Montreux Jazz Festival ein offener Grossanlass für ein breites Publikum. Mehr als 700 kostenlose Veranstaltungen machen rund 90 Prozent des gesamten Programms aus. Sie verteilen sich auf zwölf Bühnen und neun Festivalorte. Rund 55 Prozent der auftretenden Acts im Gratisprogramm stammen aus der Schweiz, während Künstlerinnen und Künstler aus mehr als 50 Nationen vertreten sind. So wird Montreux während zweier Wochen nicht nur zum Konzertort, sondern zu einer ganzen Musikstadt am Genfersee.

Das Wichtigste zum Montreux Jazz Festival 2026

PunktAngaben
Festivaldaten3. bis 18. Juli 2026
Ausgabe60. Montreux Jazz Festival
OrtMontreux VD, Ufer des Genfersees
Bezahlte HauptbühnenAuditorium Stravinski und Montreux Jazz Lab
Kostenlose VeranstaltungenMehr als 700
Kostenlose Bühnen und BereicheZwölf Bühnen an neun Orten
Schweizer Anteil55 Prozent der Acts im Gratisprogramm
Vertretene NationalitätenMehr als 50
Verpflegung63 Bars und Foodstände
TicketpreiseJe nach Konzert ab CHF 92
FestivalendeSamstag, 18. Juli 2026

Warum die Ausgabe 2026 für Montreux besonders wichtig ist

Das Montreux Jazz Festival ist längst mehr als ein jährlich wiederkehrendes Musikprogramm. Die Veranstaltung gehört zu jenen Schweizer Kulturinstitutionen, deren Name international stärker wahrgenommen wird als manche nationale Marke. Wer von Montreux spricht, denkt nicht nur an Jazz, sondern an legendäre Liveaufnahmen, spontane Begegnungen, lange Nächte am See und Auftritte, die später Teil der Musikgeschichte wurden.

Die 60. Ausgabe besitzt deshalb eine Bedeutung, die über einzelne Headliner hinausgeht. Sie markiert den Abschluss einer Übergangsphase und die Rückkehr zu jener räumlichen Struktur, mit der das Festival über Jahrzehnte gewachsen ist. In den Jahren 2024 und 2025 musste Montreux wegen der Arbeiten am Kongresszentrum andere Lösungen finden. Die Lake Stage, das Casino und verschiedene temporäre Orte übernahmen zentrale Funktionen. Diese Ausgaben hatten ihren eigenen Charakter, doch das Auditorium Stravinski und das Montreux Jazz Lab blieben als akustische und emotionale Zentren unersetzt.

2026 kann das Festival sein historisches Herz wieder nutzen. Das Publikum erhält erneut Zugang zu zwei Sälen, die für sehr unterschiedliche Konzerterlebnisse stehen. Das Auditorium Stravinski bietet die Dimension für internationale Stars und grosse Produktionen. Das Montreux Jazz Lab ist kompakter, direkter und häufig stärker auf aktuelle Entwicklungen, junge Künstlerinnen und Künstler sowie stilistische Experimente ausgerichtet.

Die Festivalleitung bezeichnet die Ausgabe als Rückkehr in ein erneuertes Kongresszentrum. Offiziell ist von einem zweijährigen Unterbruch die Rede. Die im ursprünglichen Text enthaltene Formulierung, das Festival kehre nach fünf Jahren zurück, ist deshalb nicht korrekt.

Das renovierte 2m2c wird wieder zum Zentrum des Festivals

Das 2m2c, heute als Montreux Music & Convention Centre positioniert, steht direkt am Genfersee und bildet seit Jahrzehnten einen wesentlichen Teil der Festivalidentität. Die Modernisierung betraf nicht nur sichtbare Bereiche, sondern die gesamte Funktionsfähigkeit eines Gebäudes, das gleichzeitig Konzertsaal, Kongresszentrum, Begegnungsort und logistische Drehscheibe ist. Für Festivalbesucherinnen und Festivalbesucher ist vor allem entscheidend, dass die bekannten Säle wieder verfügbar sind. Das Auditorium Stravinski verbindet ein grosses Fassungsvermögen mit einer für Livekonzerte ungewöhnlich unmittelbaren Atmosphäre. Trotz der Dimension bleibt die Distanz zwischen Bühne und Publikum vergleichsweise gering. Dies erklärt, weshalb viele Künstlerinnen und Künstler Montreux nicht als gewöhnlichen Tourneestopp betrachten, sondern als besonderen Termin.

Im Montreux Jazz Lab ist die Nähe noch ausgeprägter. Das Publikum steht grösstenteils, die musikalische Energie wird unmittelbarer übertragen, und die Programme können stilistisch riskanter zusammengestellt werden. 2026 reicht das Spektrum dort von Indie-Folk und Kammerpop über Rap, Latin und Reggaeton bis zu Jazz-Fusion, elektronischer Musik und Disco. Das erneuerte Zentrum bringt gleichzeitig mehr Komfort und modernisierte technische Voraussetzungen. Die Rückkehr ist damit keine nostalgische Rekonstruktion früherer Ausgaben, sondern eine Verbindung aus Tradition und zeitgemässer Infrastruktur.

Die 60. Ausgabe begann mit Raye und einem ausverkauften Eröffnungsabend

Eröffnet wurde das Festival am Freitag, 3. Juli, mit Raye im Auditorium Stravinski. Der Abend trug den Titel «This Stage May Contain Moments in Time» und wurde als Opening Night by Audemars Piguet angekündigt. Die britische Sängerin bewegte sich dabei zwischen Alternative Pop, R&B, Jazz und Soul. Die Tickets kosteten ursprünglich ab CHF 147, der Abend war bereits vor Festivalbeginn nicht mehr regulär verfügbar. Im Montreux Jazz Lab standen am selben Abend Sekou sowie das gemeinsame Projekt von Eddy de Pretto und der Choreografin Maud Le Pladec auf dem Programm. Für diesen Lab-Abend lagen die Preise ab CHF 97. Die Kombination zeigte bereits zum Auftakt das Prinzip der Jubiläumsausgabe: Im grossen Saal ein international etablierter Name mit einer eigens positionierten Show, im Lab ein Programm zwischen R&B, französischem Rap, Pop, Tanz und Performance.

Sting kehrte am 4. Juli ins Auditorium Stravinski zurück

Sting gehörte zu den prominentesten Künstlern der ersten Festivalwoche. Der britische Musiker trat am Samstag, 4. Juli, gemeinsam mit der portugiesischen Sängerin und Songwriterin Maro im Auditorium Stravinski auf. Maro eröffnete den Abend mit einer Mischung aus Folk und Indie-Pop. Danach übernahm Sting die Bühne. Sein Auftritt verband Material aus seiner Solokarriere mit Liedern, die er als Sänger und Bassist von The Police geprägt hatte. Die günstigsten regulären Tickets waren ursprünglich ab CHF 167 erhältlich. Bereits vor dem Konzert war das Kontingent ausgeschöpft; Interessierte konnten sich nur noch auf eine Warteliste setzen lassen.

Parallel spielten Dove Ellis sowie Angus & Julia Stone im Montreux Jazz Lab. Dieser Abend kostete ab CHF 117 und bot eine ruhigere, vom Indie-Folk geprägte Alternative zum grossen Pop- und Rockkonzert im Auditorium.

Nick Cave & The Bad Seeds setzten einen düsteren Höhepunkt

Am Sonntag, 5. Juli, standen Aldous Harding und Nick Cave & The Bad Seeds im Auditorium Stravinski. Die Kombination war dramaturgisch präzise gewählt. Aldous Harding eröffnete mit zurückhaltendem, eigenwilligem Indie-Folk, bevor Nick Cave und seine Band den Saal mit einer deutlich intensiveren, theatralischen Rockshow übernahmen. Konzerte von Nick Cave leben weniger von einer starren Abfolge bekannter Lieder als von der Spannung zwischen Bühne und Publikum. Leise Klavierpassagen können innerhalb weniger Minuten in wuchtige Bandmomente übergehen. Gerade in einem Saal wie dem Auditorium Stravinski, der sowohl Intimität als auch grosse Dynamik zulässt, erhält diese Musik eine besondere Wirkung.

Die Tickets kosteten ab CHF 157. Anders als im ursprünglichen Artikel behauptet, war der Abend zum Zeitpunkt der späteren Programmabfrage nicht grundsätzlich ausverkauft, sondern weiterhin über den offiziellen Verkauf erreichbar.

Im Lab standen Danny L Harle, Ascendant Vierge und der japanische Experimental-DJ ¥ØU$UK€ ¥UK1MAT$U auf dem Programm. Damit trafen Hyperpop, Gabberpop, Dance und experimenteller Techno aufeinander. Der Eintritt begann bei CHF 97.

PinkPantheress, Conan Gray und Tyla prägten die jüngere Popwoche

Die Tage vom 6. bis 8. Juli zeigten, dass sich Montreux nicht auf etablierte Legenden verlässt. Das Festival setzte gezielt auf Künstlerinnen und Künstler, die jüngere Formen von Pop, R&B, UK Garage, Amapiano und digital geprägter Musikkultur vertreten.

Am Montag, 6. Juli, eröffneten Hemlocke Springs und PinkPantheress die neue Woche im Auditorium Stravinski. PinkPantheress verbindet kurze Popstrukturen mit UK Garage, Drum & Bass und einer bewusst reduzierten Ästhetik. Die Tickets kosteten ab CHF 127.

Im Lab spielten KWN und Sienna Spiro. Dieser Abend bewegte sich zwischen R&B, Alternative Pop, Soul und Jazz. Die Karten kosteten ab CHF 97, waren aber nicht mehr regulär verfügbar.

Am Dienstag, 7. Juli, traf der spanische Musiker Guitarricadelafuente auf den US-Popsänger Conan Gray. Der Abend im Auditorium kombinierte Indie-Pop, Folk, Flamenco-Elemente und global ausgerichteten Mainstream-Pop. Die Preise begannen bei CHF 107.

Im Lab standen Liniker und Naïka auf der Bühne. Liniker verbindet brasilianischen Soul, Samba, Pop und Música Popular Brasileira. Naïka bewegt sich zwischen Pop, Neo-Soul und R&B. Auch dieser Abend war nicht mehr regulär erhältlich.

Am Mittwoch, 8. Juli, folgten Sasha Keable und Tyla. Tyla brachte ihren international erfolgreichen Mix aus Pop, R&B und südafrikanischem Amapiano nach Montreux. Der Ticketpreis begann bei CHF 127.

Im Jazz Lab spielten Nectar Woode und Dermot Kennedy. Das Programm verband Soul, Pop und Folk. Karten waren ab CHF 117 erhältlich.

John Legend präsentierte Songs und persönliche Geschichten

John Legend trat am Donnerstag, 9. Juli, im Auditorium Stravinski auf. Seine Show trug den Titel «An Evening of Songs & Stories». Damit unterschied sich der Abend von einer gewöhnlichen Tourneeproduktion. Legend stand nicht nur als Sänger im Mittelpunkt, sondern auch als Pianist und Erzähler. Das Konzept verbindet bekannte Lieder mit persönlichen Erinnerungen, Hintergründen zu seiner Karriere und Erklärungen zur Entstehung einzelner Songs. Dadurch entstand ein Rahmen, der besonders gut zur Tradition von Montreux passt: Musik wird nicht nur aufgeführt, sondern in einen biografischen und kulturellen Zusammenhang gestellt.

Eröffnet wurde der Abend von Joy Crookes, deren Musik Neo-Soul und R&B mit Einflüssen aus Jazz und britischer Songwritertradition verbindet. Die Tickets kosteten ursprünglich ab CHF 147. Der Abend war ausverkauft beziehungsweise nicht mehr regulär verfügbar.

Im Montreux Jazz Lab spielten Ben Böhmer und das Schweizer Duo Adriatique. Der elektronische Abend zwischen Melodic House und Deep House war ebenfalls ausverkauft; für einzelne Interessierte bestand eine Warteliste. Die ursprünglichen Preise begannen bei CHF 117.

Giveon trat nach der Absage von Yebba mit Mari Froes auf

Das Programm vom Freitag, 10. Juli, musste kurzfristig angepasst werden. Ursprünglich waren Mari Froes, Yebba und Giveon für das Auditorium Stravinski angekündigt. Yebbas Auftritt wurde jedoch abgesagt. Im aktualisierten offiziellen Programm blieben Mari Froes und Giveon aufgeführt. Mari Froes verbindet brasilianische Populärmusik, Bossa Nova, Samba und Jazz. Giveon steht für einen modernen R&B-Stil, der stark von seiner tiefen Baritonstimme geprägt wird. Die Tickets kosteten ab CHF 127.

Im Montreux Jazz Lab trafen Selah Sue and the Gallands auf Agnes Obel. Der Abend verband Soul und Pop mit dem kammermusikalisch geprägten Stil der dänischen Sängerin und Pianistin. Die Preise begannen bei CHF 117. Die Absage von Yebba ist für die journalistische Einordnung wichtig. Programmlisten, die vor Festivalbeginn veröffentlicht wurden, können inzwischen überholt sein. Bei konkreten Konzertplanungen ist deshalb immer das laufend aktualisierte Programm des Festivals entscheidend.

The Roots ersetzten die abgesagten Isley Brothers

Auch am Samstag, 11. Juli, wurde das ursprüngliche Programm verändert. Vorgesehen waren Ezra Collective, The Isley Brothers und The Roots. Im offiziellen Programm ist der Auftritt der Isley Brothers inzwischen als abgesagt markiert. Damit standen Ezra Collective und The Roots im Zentrum des Abends. Ezra Collective verbindet zeitgenössischen Londoner Jazz mit Afrobeat, Hip-Hop und Clubkultur. The Roots gehören zu den einflussreichsten Livebands des amerikanischen Hip-Hop. Ihr Auftritt setzte auf echte Banddynamik, komplexe Rhythmen und die Verbindung von Rap, Soul, Funk und Jazz.

Die Tickets kosteten ab CHF 147. Die ursprüngliche Formulierung im Ausgangstext, wonach The Isley Brothers und The Roots gemeinsam aufgetreten seien, ist daher nicht mehr aktuell.

Im Lab spielten Pale Jay und die Dabeull Live Band. Mit Soul und Funk bot dieser Abend eine tanzbare Alternative. Die Preise begannen bei CHF 97.

Zara Larsson übernimmt den Sonntagabend am 12. Juli

Am Sonntag, 12. Juli, stehen Faouzia und Zara Larsson im Auditorium Stravinski. Die Türen öffnen um 19.30 Uhr, Konzertbeginn ist um 20.30 Uhr. Karten wurden ab CHF 127 angeboten.

Faouzia ist für eine kraftvolle Stimme und dramatisch arrangierten Pop bekannt. Zara Larsson bringt eine deutlich stärker auf Dance-Pop und grosse Refrains ausgerichtete Show nach Montreux. Der Abend richtet sich damit klar an ein breites Pop-Publikum und gehört zu den kommerziell zugänglichsten Programmen der Jubiläumsausgabe.

Im Montreux Jazz Lab treten R2, Makala, RNBOI und Bekar auf. Das Programm beginnt um 20 Uhr und ist auf französischsprachigen Rap sowie R&B ausgerichtet. Tickets kosten ab CHF 92. Damit gehört dieser Abend zu den günstigsten bezahlten Programmpunkten der Ausgabe.

Deep Purple spielen am 13. Juli ohne Rival Sons

Der Montag, 13. Juli, ist einer der historisch am stärksten aufgeladenen Festivaltage. Deep Purple kehren ins Auditorium Stravinski zurück. Die Verbindung der Band mit Montreux ist untrennbar mit «Smoke on the Water» verbunden. Das Lied erinnert an den Brand des Casinos von Montreux im Dezember 1971. Während eines Konzerts von Frank Zappa and the Mothers of Invention wurde das Gebäude durch eine Leuchtpistole in Brand gesetzt. Mitglieder von Deep Purple beobachteten das Feuer und den Rauch über dem Genfersee. Aus diesem Erlebnis entstand einer der bekanntesten Gitarrenriffs der Rockgeschichte.

Ursprünglich waren Danko Jones, Rival Sons und Deep Purple angekündigt. Der Auftritt von Rival Sons ist im offiziellen Programm inzwischen als abgesagt markiert. Der aktuelle Abend besteht deshalb aus Danko Jones und Deep Purple.

Die Türen öffnen um 19.30 Uhr, Konzertbeginn ist um 20.30 Uhr. Tickets kosten ab CHF 157. Im Lab treten Erin LeCount, Paris Paloma und Iliona auf. Dort treffen Gothic Pop, Indie-Folk, Dark Pop und französischsprachiger Pop aufeinander. Karten kosten ab CHF 92.

Lewis Capaldi gehört zu den wichtigsten Konzerten der zweiten Woche

Am Dienstag, 14. Juli, spielen Sofia Camara und Lewis Capaldi im Auditorium Stravinski. Der Abend beginnt um 20.30 Uhr, die Türen öffnen eine Stunde früher. Tickets wurden ab CHF 147 angeboten. Lewis Capaldi steht für emotional direkte Popballaden und eine Stimme, die auch ohne aufwendige Arrangements funktioniert. In Montreux dürfte gerade die Kombination aus grossem Saal und vergleichsweise konzentrierter Atmosphäre seine Wirkung entfalten. Sofia Camara eröffnet den Abend.

Im Jazz Lab treten Don West und Charlotte Cardin auf. Charlotte Cardin verbindet Pop mit elektronischen Elementen und einer stark von Stimme und Songwriting getragenen Bühnenpräsenz. Der Preis beginnt bei CHF 107.

Moby bringt elektronische Musik ins Auditorium Stravinski

Am Mittwoch, 15. Juli, stehen Noga Erez und Moby im Auditorium Stravinski. Moby gehört zu den Künstlern, die elektronische Musik in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren einem weltweiten Pop-Publikum zugänglich machten. Seine Musik verbindet Ambient, Dance, Gospel-Samples, Rock und melancholische Songstrukturen.

Noga Erez eröffnet den Abend mit einer Mischung aus Alternative Pop, Indie und elektronischer Produktion. Die Tickets kosten ab CHF 137. Das Lab präsentiert am selben Abend Danny Ocean und Young Miko. Die Kombination aus Latin Pop, Reggaeton, Latin Trap und Rap richtet sich an ein Publikum, das eher cluborientierte und aktuelle urbane Musik sucht. Karten sind ab CHF 92 erhältlich.

Marcus Miller würdigt Miles Davis

Am Donnerstag, 16. Juli, teilen sich Billy Cobham’s Time Machine und Marcus Miller das Programm im Montreux Jazz Lab. Der Abend gehört zu den wichtigsten Terminen für das klassische Jazz- und Fusionpublikum. Billy Cobham zählt zu den bedeutendsten Schlagzeugern der Jazz-Fusion. Marcus Miller ist Bassist, Komponist und Produzent und war eng mit Miles Davis verbunden. Sein Programm trägt den Titel «We Want Miles!» und verweist damit direkt auf dieses musikalische Erbe.

Montreux bietet dafür einen besonders glaubwürdigen Rahmen. Miles Davis war eng mit der Festivalgeschichte verbunden, und Marcus Miller trat über die Jahrzehnte wiederholt in Montreux auf. Der Abend beginnt um 20 Uhr, die Tickets kosten ab CHF 137.

Im Auditorium Stravinski stehen Fresh Mula und Jovanotti auf dem Programm. Die stilistische Bandbreite reicht von Hip-Hop und Jazz-Rap bis zu italienischem Pop, Rap und World Music. Karten kosten ab CHF 147.

Vulfpeck und Gregory Porter prägen den vorletzten Abend

Am Freitag, 17. Juli, bietet das Festival zwei besonders starke Programme.

Im Auditorium Stravinski treten Loyle Carner und Vulfpeck auf. Loyle Carner gehört zu den profiliertesten britischen Rappern seiner Generation. Seine Musik ist persönlich, textorientiert und stark von Jazz und Soul beeinflusst. Vulfpeck steht dagegen für hochpräzisen, humorvollen und äusserst tanzbaren Funk.

Die Kombination funktioniert, weil beide Acts unterschiedliche Formen von Groove und musikalischer Handarbeit vertreten. Die Tickets kosten ab CHF 137.

Im Montreux Jazz Lab treffen Charles Lloyd und Gregory Porter aufeinander. Charles Lloyd gehört zu den grossen amerikanischen Jazzsaxofonisten. Gregory Porter verbindet Jazz und Soul mit einer Stimme, die auch ausserhalb des klassischen Jazzpublikums bekannt ist. Der Eintritt beginnt ebenfalls bei CHF 137.Gerade dieses Doppelprogramm zeigt, weshalb das Festival trotz seiner Öffnung zu Pop, Rap und elektronischer Musik weiterhin den Begriff Jazz im Namen glaubwürdig trägt. Tradition wird nicht als museale Wiederholung verstanden, sondern mit aktuellen Formen verbunden.

Van Morrison und James Taylor beschliessen das Festival

Das bezahlte Hauptprogramm endet am Samstag, 18. Juli, mit Van Morrison und James Taylor im Auditorium Stravinski. Die Türen öffnen um 19.30 Uhr, das Programm beginnt um 20.30 Uhr. Tickets kosten ab CHF 157.Van Morrison bewegt sich seit Jahrzehnten zwischen Folk, Jazz, Blues, Soul und rhythmischem R&B. James Taylor steht für amerikanisches Songwriting, Folk, Soft Rock und eine zurückhaltende, erzählerische Konzertform. Beide Künstler repräsentieren eine Generation, die das Verständnis von Singer-Songwriter-Musik und populärer Livekultur nachhaltig geprägt hat.

Die Wahl als Abschlussabend ist deshalb bewusst traditionsorientiert. Nach Tagen mit Hyperpop, Reggaeton, Rap, Amapiano und elektronischer Musik endet die 60. Ausgabe mit zwei Musikern, deren Karrieren weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Im Montreux Jazz Lab sorgen Mind Enterprises und Cerrone Disco Symphonic für ein deutlich tanzbareres Finale. Elektro, Italo Disco und orchestrale Disco treffen dort aufeinander. Tickets kosten ab CHF 117.

Vollständige Übersicht der bezahlten Hauptkonzerte 2026

DatumAuditorium StravinskiPreis abMontreux Jazz LabPreis ab
3. JuliRaye & Special GuestsCHF 147Sekou; Eddy de Pretto × Maud Le PladecCHF 97
4. JuliMaro; StingCHF 167Dove Ellis; Angus & Julia StoneCHF 117
5. JuliAldous Harding; Nick Cave & The Bad SeedsCHF 157Danny L Harle; Ascendant Vierge; ¥ØU$UK€ ¥UK1MAT$UCHF 97
6. JuliHemlocke Springs; PinkPantheressCHF 127KWN; Sienna SpiroCHF 97
7. JuliGuitarricadelafuente; Conan GrayCHF 107Liniker; NaïkaCHF 97
8. JuliSasha Keable; TylaCHF 127Nectar Woode; Dermot KennedyCHF 117
9. JuliJoy Crookes; John LegendCHF 147Ben Böhmer; AdriatiqueCHF 117
10. JuliMari Froes; GiveonCHF 127Selah Sue and the Gallands; Agnes ObelCHF 117
11. JuliEzra Collective; The RootsCHF 147Pale Jay; Dabeull Live BandCHF 97
12. JuliFaouzia; Zara LarssonCHF 127R2; Makala; RNBOI; BekarCHF 92
13. JuliDanko Jones; Deep PurpleCHF 157Erin LeCount; Paris Paloma; IlionaCHF 92
14. JuliSofia Camara; Lewis CapaldiCHF 147Don West; Charlotte CardinCHF 107
15. JuliNoga Erez; MobyCHF 137Danny Ocean; Young MikoCHF 92
16. JuliFresh Mula; JovanottiCHF 147Billy Cobham’s Time Machine; Marcus MillerCHF 137
17. JuliLoyle Carner; VulfpeckCHF 137Charles Lloyd; Gregory PorterCHF 137
18. JuliVan Morrison; James TaylorCHF 157Mind Enterprises; Cerrone Disco SymphonicCHF 117

Wichtige Programmänderungen: Yebba, The Isley Brothers und Rival Sons sind im aktualisierten offiziellen Programm als abgesagt vermerkt.

Mehr als 700 kostenlose Veranstaltungen machen Montreux zum offenen Stadtfestival

Wer beim Montreux Jazz Festival nur auf die Abendkonzerte im Auditorium Stravinski und im Jazz Lab schaut, sieht lediglich einen kleinen Teil des gesamten Anlasses. Das Gratisprogramm umfasst 2026 mehr als 700 Veranstaltungen und macht nach Angaben des Festivals rund 90 Prozent des Programms aus. Diese Zahl beinhaltet nicht nur klassische Konzerte. Zum Angebot gehören DJ-Sets, Jam-Sessions, Workshops, Tanzveranstaltungen, Filmvorführungen, Listening Sessions und weitere kulturelle Formate. Das Programm verteilt sich auf zwölf Bühnen und neun Orte.

Besonders bemerkenswert ist der hohe Schweizer Anteil. 55 Prozent der Künstlerinnen und Künstler des kostenlosen Programms kommen aus der Schweiz. Gleichzeitig sind mehr als 50 Nationalitäten vertreten. Damit verbindet das Festival lokale Förderung mit internationaler Vielfalt. Das Gratisprogramm hat auch eine soziale Funktion. Ein Konzertabend im Auditorium kann mehr als CHF 150 kosten. Durch die frei zugänglichen Bühnen bleibt das Festival dennoch für Menschen offen, die keine bezahlte Veranstaltung besuchen möchten oder können.

Viele Gäste kommen deshalb ohne konkretes Ticket nach Montreux. Sie bewegen sich entlang der Seepromenade, entdecken kleinere Acts, besuchen eine Jam-Session und erleben das Festival als zusammenhängenden öffentlichen Raum. Genau diese Mischung unterscheidet Montreux von Veranstaltungen, die vollständig hinter Eingangskontrollen und abgesperrten Geländegrenzen stattfinden.

Zwölf Bühnen, neun Orte und 63 Gastronomiestände

Die kostenlose Ausgabe 2026 umfasst zwölf Bühnen an neun verschiedenen Orten. Nicht jede Bühne folgt demselben Konzept. Einige sind auf Livebands ausgerichtet, andere auf elektronische Musik, DJ-Sets, Jazz oder spontane Sessions. Zu den wichtigen Bereichen gehören unter anderem La Coupole sowie weitere Festivalorte rund um das 2m2c, die Seepromenade und den erweiterten Festivalperimeter. Ergänzt wird das Musikangebot durch 63 Bars und Foodstände.

Damit ist das Festival zugleich ein temporäres Gastronomie- und Nachtlebenviertel. Der Betrieb beginnt je nach Ort bereits am Nachmittag und dauert teilweise bis in die frühen Morgenstunden. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet dies, dass sie den Anlass nicht ausschliesslich nach Konzertbeginn planen sollten. Wer früh anreist, erlebt einen anderen Festivalcharakter als jemand, der erst kurz vor dem Hauptkonzert zum 2m2c kommt.

Tickets: Was Besucherinnen und Besucher beachten müssen

Tickets für das bezahlte Programm sind über die offiziellen Verkaufskanäle des Festivals und den Partner Ticketcorner erhältlich. Je nach Konzert, Bühne und Platzkategorie liegen die Einstiegspreise 2026 zwischen CHF 92 und CHF 167.

Hospitality-Angebote sind deutlich teurer. Ein Standing Hospitality Experience beginnt laut Festival bei CHF 500. Podium-Angebote mit privilegierter Sicht und zusätzlichen Leistungen kosten ab CHF 800. Diese Pakete richten sich an Firmenkunden, Gäste mit erhöhtem Komfortanspruch und Besucherinnen oder Besucher, die das Konzert mit Gastronomie und VIP-Betreuung verbinden möchten.

Ausverkauft bedeutet in Montreux nicht immer, dass jede Chance auf ein Ticket verloren ist. Während des Festivals öffnet die Abendkasse im Hauptfoyer des 2m2c täglich um 16 Uhr und bleibt bis zum Ende der Konzerte geöffnet.

Für ausverkaufte Veranstaltungen kann am jeweiligen Konzerttag ein begrenztes Restkontingent freigegeben werden. Dabei gelten besondere Regeln:

  • Pro Person wird höchstens ein Ticket verkauft.
  • Die Person muss selbst vor Ort sein.
  • Das Kontrollarmband wird direkt beim Kauf am Handgelenk befestigt.
  • Es ist nicht möglich, an der Abendkasse mehrere Resttickets für andere Personen mitzunehmen.

Diese Regel soll den Weiterverkauf erschweren und sicherstellen, dass kurzfristig freigegebene Plätze tatsächlich von anwesenden Konzertgästen genutzt werden.

Offizielle Vorverkaufsstellen sind unter anderem Ticketcorner, Fnac und Coop City. In Deutschland werden offizielle Verkaufsstellen von Eventim genutzt. Während des Festivals erfolgt der Verkauf vor Ort ausschliesslich über die Abendkasse.

Vorsicht vor überteuerten Zweitmarktangeboten

Bei besonders gefragten Konzerten erscheinen auf Wiederverkaufsplattformen häufig Angebote, die deutlich über dem ursprünglichen Preis liegen. Dies betrifft 2026 insbesondere Abende mit Sting, John Legend, Raye und weiteren stark nachgefragten Acts.

Besucherinnen und Besucher sollten prüfen, ob ein Angebot aus einem offiziellen Verkaufskanal stammt. Das Festival verweist für reguläre Tickets auf seine eigene Plattform und auf autorisierte Partner.

Wer ein ausverkauftes Konzert besuchen möchte, sollte zunächst die offizielle Warteliste nutzen und am Veranstaltungstag die Informationen zur Abendkasse prüfen. Gerade weil Resttickets direkt mit einem Armband verbunden werden, bietet die Abendkasse eine kontrolliertere Alternative zum unübersichtlichen Zweitmarkt.

Was bedeutet «ab CHF» bei den Ticketpreisen?

Die auf dem Programm angegebenen Beträge sind Einstiegspreise. Im Auditorium Stravinski können je nach Abend unterschiedliche Kategorien für Steh- und Sitzplätze angeboten werden. Ein Preis «ab CHF 147» bedeutet deshalb nicht, dass sämtliche Plätze CHF 147 kosten.

Hinzu können Verkaufsgebühren oder Unterschiede nach Platzkategorie kommen. Im Montreux Jazz Lab handelt es sich grundsätzlich um Stehplätze. Die Türen öffnen dort meist um 19 Uhr, das erste Konzert beginnt in der Regel um 20 Uhr.

Im Auditorium Stravinski öffnen die Türen normalerweise um 19.30 Uhr. Der Beginn ist meist auf 20.30 Uhr angesetzt. Besucherinnen und Besucher sollten dennoch den jeweiligen Konzerttag prüfen, da Änderungen möglich sind.

Warum Montreux weiterhin «Jazz Festival» heisst

Ein häufiger Einwand lautet, dass ein Festival mit Sting, Zara Larsson, Lewis Capaldi, Young Miko oder PinkPantheress kaum noch als Jazzfestival bezeichnet werden könne. Dieser Einwand übersieht jedoch die historische Entwicklung der Veranstaltung.

Montreux wurde 1967 von Claude Nobs gegründet. Jazz war der Ausgangspunkt, doch das Festival öffnete sich früh für Blues, Soul, Rock, Funk und später für Hip-Hop, elektronische Musik und Pop. Diese Offenheit war kein Bruch mit der ursprünglichen Idee, sondern wurde zu einem wesentlichen Bestandteil der Identität.

Jazz steht in Montreux deshalb nicht nur für eine eng definierte Stilrichtung. Der Begriff beschreibt auch eine Haltung: musikalische Offenheit, Livequalität, Improvisation, Begegnung zwischen Generationen und die Bereitschaft, etablierte Namen neben neue Stimmen zu stellen.

2026 wird dieser Ansatz besonders sichtbar. Im selben Programm finden sich Charles Lloyd, Marcus Miller, Billy Cobham und Gregory Porter, aber auch PinkPantheress, Tyla, Young Miko, Zara Larsson und Conan Gray.

Die Geschichte des Festivals begann 1967

Claude Nobs gründete das Montreux Jazz Festival gemeinsam mit weiteren Partnern im Jahr 1967. Die erste Ausgabe war deutlich kleiner und stärker auf Jazz ausgerichtet als das heutige Festival. Über die Jahrzehnte wuchs Montreux jedoch zu einer international bekannten Plattform.

Nobs verstand früh, dass die besondere Lage am Genfersee, hochwertige Konzerttechnik und persönliche Betreuung von Künstlerinnen und Künstlern eine eigene Festivalmarke schaffen konnten. Musiker kamen nicht nur für einen Auftritt, sondern blieben teilweise mehrere Tage, trafen andere Künstler oder spielten spontan in Jam-Sessions.

Diese Atmosphäre führte zu Aufnahmen und Begegnungen, die später legendär wurden. Montreux war Gastgeber für Künstler wie Nina Simone, Miles Davis, Ella Fitzgerald, B.B. King, Aretha Franklin, Prince, David Bowie, Leonard Cohen, Quincy Jones und viele weitere.

Ein wichtiges Erbe ist das umfangreiche audiovisuelle Archiv des Festivals. Es dokumentiert mehrere Jahrzehnte Livegeschichte und besitzt dadurch nicht nur Unterhaltungswert, sondern kulturhistorische Bedeutung.

«Smoke on the Water» machte Montreux weltweit unsterblich

Kaum eine Stadt ist so direkt mit einem einzelnen Rocksong verbunden wie Montreux mit «Smoke on the Water». Der Titel bezieht sich auf den Rauch, der nach dem Casinobrand von 1971 über dem Genfersee lag.

Deep Purple waren damals in Montreux, um ein Album aufzunehmen. Das Casino, das als Aufnahmeort vorgesehen war, brannte während eines Frank-Zappa-Konzerts ab. Die Band verarbeitete die Ereignisse in einem Song, dessen Gitarrenriff zu den bekanntesten der Musikgeschichte gehört.

Wenn Deep Purple am 13. Juli 2026 im Auditorium Stravinski auftreten, ist dies deshalb mehr als ein gewöhnlicher Tourneetermin. Die Band kehrt an jenen Ort zurück, dessen Geschichte zu einem festen Bestandteil ihres eigenen Mythos wurde.

Das Festival ist auch für die Region wirtschaftlich bedeutend

Während der 16 Festivaltage verändert sich Montreux deutlich. Hotels, Restaurants, Bars, Transportunternehmen und Geschäfte profitieren von den Besucherströmen. Gleichzeitig steigt die Belastung für Verkehr, öffentlichen Raum und lokale Infrastruktur.

Montreux ist räumlich begrenzt. Zwischen See, Bahnlinie, Hauptstrasse und steilen Hängen gibt es nur wenig Platz. Bei stark besuchten Konzerten können deshalb Bahnhöfe, Fusswege und Zufahrten besonders belastet sein.

Für die Region ist das Festival dennoch ein internationaler Sichtbarkeitsfaktor. Bilder von Konzerten, dem See und der Alpenkulisse werden weltweit verbreitet. Montreux wird dadurch über zwei Wochen zu einem global wahrgenommenen Kulturort.

Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ist meist die beste Lösung

Die Anreise mit dem Zug ist für die meisten Besucherinnen und Besucher die praktischste Variante. Der Bahnhof Montreux liegt nur wenige Gehminuten vom 2m2c und von der Seepromenade entfernt.

Aus Lausanne bestehen regelmässige direkte Verbindungen. Auch aus Genf, Bern, Basel und Zürich ist Montreux mit einem oder mehreren Zügen erreichbar. Bei Abendkonzerten sollte die letzte Rückverbindung bereits vor der Anreise geprüft werden.

Wer bis zum Ende eines Konzerts oder noch länger im Gratisprogramm bleiben möchte, muss besonders auf Nachtverbindungen achten. Nicht jede Schweizer Region ist nach Mitternacht noch ohne längeren Aufenthalt erreichbar.

Die Fahrt mit dem Auto ist möglich, kann aber wegen begrenzter Parkflächen, hohem Verkehrsaufkommen und temporären Einschränkungen mühsam sein. Besonders an Freitagen und Samstagen sollten zusätzliche Zeitreserven eingeplant werden.

Praktische Planung für einen Festivalabend

Ein realistischer Ablauf für ein bezahltes Abendkonzert kann so aussehen:

16.00 bis 17.00 Uhr: Ankunft in Montreux und Orientierung auf dem Festivalgelände.

17.00 bis 18.30 Uhr: Besuch einer kostenlosen Bühne, Spaziergang entlang der Seepromenade oder frühes Abendessen.

Ab 19.00 Uhr: Einlass ins Montreux Jazz Lab.

Ab 19.30 Uhr: Einlass ins Auditorium Stravinski.

20.00 beziehungsweise 20.30 Uhr: Beginn des bezahlten Hauptprogramms.

Nach dem Konzert: Gratisprogramm, DJ-Sets oder direkte Rückreise.

Wer ein Restticket an der Abendkasse kaufen möchte, sollte deutlich vor 16 Uhr vor Ort sein. Ein Ticket ist nicht garantiert, und jede Person muss beim Kauf selbst anwesend sein.

Welche Konzerte lohnen sich in der Schlusswoche besonders?

Für Rockfans ist Deep Purple am 13. Juli der offensichtlichste Termin. Der historische Bezug zu Montreux macht den Abend auch für Besucher interessant, die die Band bereits mehrfach gesehen haben.

Lewis Capaldi am 14. Juli richtet sich an ein grosses Pop-Publikum und dürfte zu den emotionalsten Shows der zweiten Festivalhälfte gehören.

Moby am 15. Juli ist für Fans elektronischer Musik und atmosphärischer Liveproduktionen relevant. Der Abend mit Marcus Miller und Billy Cobham am 16. Juli gehört zu den musikalisch wichtigsten Terminen für Jazz- und Fusionfans.

Am 17. Juli bietet die Wahl zwischen Loyle Carner und Vulfpeck im Auditorium sowie Charles Lloyd und Gregory Porter im Lab zwei aussergewöhnlich starke Programme.

Das Finale mit Van Morrison und James Taylor am 18. Juli richtet sich vor allem an ein Publikum, das traditionsreiches Songwriting, Folk, Blues und Jazz schätzt. Wer einen tanzbaren Abschluss sucht, findet mit Cerrone Disco Symphonic im Lab die passende Alternative.

Fazit

Das Montreux Jazz Festival 2026 ist nicht nur wegen seines 60-Jahr-Jubiläums eine besondere Ausgabe. Entscheidend ist die Rückkehr in das erneuerte 2m2c nach zwei Jahren ausserhalb der angestammten Hauptsäle. Das Auditorium Stravinski und das Montreux Jazz Lab sind wieder das Zentrum eines Programms, das historische Namen, aktuelle Popstars, Jazzlegenden, Rap, R&B, elektronische Musik und neue internationale Stimmen zusammenführt.

Sting, John Legend, Nick Cave & The Bad Seeds und weitere Stars haben die erste Festivalhälfte geprägt. In der Schlusswoche folgen Deep Purple, Lewis Capaldi, Moby, Marcus Miller, Vulfpeck, Gregory Porter, Van Morrison und James Taylor.

Ebenso wichtig ist jedoch das kostenlose Programm. Mehr als 700 Veranstaltungen auf zwölf Bühnen und an neun Orten machen Montreux zu einem offenen Stadtfestival, das nicht erst hinter den Türen der bezahlten Konzertsäle beginnt. 55 Prozent der Acts dieses Programms kommen aus der Schweiz, mehr als 50 Nationalitäten sind vertreten.

Wer noch ein Konzert besuchen möchte, sollte ausschliesslich die aktuellsten Angaben des offiziellen Programms nutzen. Die Absagen von Yebba, The Isley Brothers und Rival Sons zeigen, dass ältere Line-up-Listen inzwischen unvollständig sein können. Für ausverkaufte Abende bleiben Wartelisten und ein begrenztes Restkontingent an der Abendkasse.

Damit verbindet die 60. Ausgabe jene Eigenschaften, die Montreux seit 1967 prägen: grosse Namen, musikalische Entdeckungen, eine aussergewöhnliche Lage und die Möglichkeit, dass ein geplanter Konzertabend plötzlich zu einem historischen Festivalmoment wird.

Häufige Fragen zum Montreux Jazz Festival 2026

Wann findet das Montreux Jazz Festival 2026 statt?

Die 60. Ausgabe läuft vom Freitag, 3. Juli, bis Samstag, 18. Juli 2026. Das Festival dauert 16 Tage.

Ist das Festival 2026 ins 2m2c zurückgekehrt?

Ja. Nach zwei Jahren ausserhalb der traditionellen Hauptsäle finden die bezahlten Konzerte wieder im Auditorium Stravinski und im Montreux Jazz Lab statt.

Stimmt es, dass das Festival nach fünf Jahren zurückkehrt?

Nein. Die offizielle Festivalinformation spricht von einem zweijährigen Unterbruch. Die Angabe von fünf Jahren im ursprünglichen Text war falsch.

Welche grossen Künstler treten 2026 auf?

Zum Programm gehören unter anderem Sting, John Legend, Nick Cave & The Bad Seeds, Deep Purple, Lewis Capaldi, Moby, Marcus Miller, Gregory Porter, Vulfpeck, Van Morrison und James Taylor.

Wann spielt Deep Purple?

Deep Purple treten am Montag, 13. Juli 2026, im Auditorium Stravinski auf. Danko Jones eröffnet den Abend. Rival Sons wurden abgesagt.

Wann spielt Lewis Capaldi?

Lewis Capaldi tritt am Dienstag, 14. Juli 2026, gemeinsam mit Sofia Camara im Auditorium Stravinski auf.

Wann spielt Moby?

Moby spielt am Mittwoch, 15. Juli 2026, nach Noga Erez im Auditorium Stravinski.

Wer spielt am letzten Festivaltag?

Am 18. Juli treten Van Morrison und James Taylor im Auditorium Stravinski auf. Im Montreux Jazz Lab spielen Mind Enterprises und Cerrone Disco Symphonic.

Welche Künstler wurden abgesagt?

Im aktualisierten offiziellen Hauptprogramm sind Yebba, The Isley Brothers und Rival Sons als abgesagt markiert.

Wie viel kosten die Tickets?

Die günstigsten bezahlten Konzertabende beginnen bei CHF 92. Je nach Act, Saal und Kategorie reichen die Einstiegspreise bis mindestens CHF 167.

Gibt es kostenlose Konzerte?

Ja. Das Gratisprogramm umfasst mehr als 700 Veranstaltungen und macht rund 90 Prozent des gesamten Festivalprogramms aus.

Wie viele kostenlose Bühnen gibt es?

Das Gratisprogramm verteilt sich 2026 auf zwölf Bühnen und neun Festivalorte.

Kann man am selben Tag noch Tickets kaufen?

Ja, sofern Tickets verfügbar sind. Die Abendkasse im Hauptfoyer des 2m2c öffnet täglich um 16 Uhr. Für ausverkaufte Konzerte kann ein begrenztes Restkontingent freigegeben werden.

Kann eine Person mehrere Resttickets kaufen?

Nein. Bei kurzfristig freigegebenen Tickets wird nur ein Ticket pro anwesende Person verkauft. Das Armband wird direkt beim Kauf befestigt.

Wann öffnen die Türen?

Im Auditorium Stravinski öffnen die Türen gewöhnlich um 19.30 Uhr, im Montreux Jazz Lab um 19 Uhr. Die genauen Angaben des jeweiligen Abends sind massgebend.

Was ist die beste Anreise?

Die Anreise mit dem Zug ist meist am einfachsten. Der Bahnhof Montreux liegt wenige Gehminuten vom Festivalzentrum und vom 2m2c entfernt.

Ist Montreux 2026 noch ein Jazzfestival?

Ja, auch wenn das Programm viele weitere Genres umfasst. Jazz bleibt im Haupt- und Gratisprogramm präsent, etwa mit Charles Lloyd, Gregory Porter, Marcus Miller, Billy Cobham und Ezra Collective.

Verwendete Quellen:
Montreux Jazz Festival, Montreux Music & Convention Centre 2m2c, Ticketcorner, offizielle Festival-Ticketinformationen

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