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Die Sonnenfinsternis 2026 beginnt in der Schweiz am Mittwoch, 12. August, je nach Standort zwischen etwa 19.24 und 19.26 Uhr. In Zürich, Basel, Bern und Genf schiebt sich der Mond am frühen Abend immer weiter vor die Sonne, bis gegen 20.18 bis 20.20 Uhr nur noch eine schmale, extrem helle Sonnensichel übrig bleibt. Die Schweiz liegt ausserhalb des Totalitätsstreifens, erlebt aber eine tiefe partielle Sonnenfinsternis, bei der ein sehr grosser Teil der Sonnenscheibe verdeckt wird. Entscheidend sind ein wolkenfreier Himmel, ein möglichst hoher Standort und vollständig freie Sicht nach Westen, berichtet NUME.CH.

Das astronomische Maximum fällt unmittelbar in die Zeit vor dem Sonnenuntergang. Dadurch wird die Beobachtung anspruchsvoller als bei einer Finsternis hoch am Tageshimmel: Gebäude, Bäume, Bergrücken oder eine nur dünne Wolkenschicht am Westhorizont können die entscheidenden Minuten verdecken. In Genf beginnt das Ereignis gegen 19.26 Uhr und erreicht ungefähr um 20.20 Uhr sein Maximum; in Zürich, Basel und Bern setzt die partielle Phase ein bis zwei Minuten früher ein. Für alle Orte gilt jedoch dieselbe Regel: Ohne geprüfte Sonnenfinsternisbrille oder professionellen Sonnenfilter darf niemand direkt in die Sonne sehen.

Wann findet die Sonnenfinsternis 2026 in der Schweiz statt

Die Sonnenfinsternis findet am Mittwoch, 12. August 2026, am frühen Abend statt. Der erste Kontakt, bei dem der Mond den äusseren Rand der Sonne erreicht, erfolgt in der Schweiz ungefähr zwischen 19.23 und 19.26 Uhr. Zu Beginn ist lediglich eine kleine dunkle Einbuchtung an der Sonnenscheibe zu erkennen. Danach wächst die vom Mond bedeckte Fläche fast eine Stunde lang kontinuierlich an. Das Maximum wird in den grossen Schweizer Städten zwischen etwa 20.18 und 20.20 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne nur noch wenige Grad über dem westlichen Horizont. Sie erscheint nicht vollständig schwarz, sondern als sehr schmale, intensiv leuchtende Sichel. Eine totale Phase, bei der auch der letzte Teil der hellen Sonnenoberfläche verschwindet und die Sonnenkorona sichtbar wird, gibt es in der Schweiz nicht.

Das rechnerische Ende der partiellen Phase liegt je nach Ort ungefähr zwischen 20.42 und 20.50 Uhr. In der Praxis kann die Beobachtung bereits früher enden, weil die Sonne hinter dem natürlichen oder bebauten Horizont verschwindet. Die landesweite Übersicht von Timeanddate nennt für die Schweiz einen Beginn gegen 19.23 Uhr und ein Ende gegen 20.50 Uhr, wobei die exakten Werte von den Koordinaten abhängen.

Sonnenfinsternis 2026: Zeiten für Zürich, Basel, Bern und Genf

StadtBeginn der partiellen PhaseMaximumRechnerisches EndeMagnitude beim Maximum
Zürich19.24 Uhr20.18 Uhretwa 20.42 Uhrrund 0,919
Basel19.24 Uhr20.18 Uhretwa 20.47 Uhrrund 0,921
Bern19.25 Uhr20.18 Uhretwa 20.46 Uhrrund 0,926
Genf19.26 Uhr20.20 Uhretwa 20.49 Uhrrund 0,936

Alle Angaben beziehen sich auf die Schweizer Ortszeit, also die Mitteleuropäische Sommerzeit. Innerhalb einer Stadt oder eines Kantons können sich Beginn, Maximum und sichtbares Ende um Sekunden oder einzelne Minuten unterscheiden. Entscheidend ist ausserdem nicht nur das astronomisch berechnete Ende, sondern der tatsächliche Horizont des gewählten Beobachtungsortes.

Wichtig zur Einordnung: Die Magnitude beschreibt den Anteil des Sonnendurchmessers, der beim Maximum vom Mond bedeckt wird. Sie ist nicht identisch mit dem prozentual verdeckten Flächenanteil der Sonnenscheibe. Eine Magnitude von 0,936 bedeutet deshalb nicht automatisch, dass exakt 93,6 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche bedeckt sind.

Wo kann man die Sonnenfinsternis 2026 in Zürich beobachten

In Zürich beginnt die Sonnenfinsternis am 12. August gegen 19.24 Uhr. Das Maximum wird ungefähr um 20.18 Uhrerreicht. Die lokale Magnitude liegt bei rund 0,919. Das rechnerische Ende wird für etwa 20.42 Uhr angegeben, wobei die Sonne aufgrund des sehr niedrigen Standes bereits vorher hinter Bäumen, Häusern oder dem Gelände verschwinden kann.

Der grösste Fehler wäre, sich ausschliesslich auf die Höhe eines Standorts zu verlassen. Ein erhöhter Platz hilft nur, wenn er tatsächlich eine freie Sicht in Richtung Westen bis Westnordwesten bietet. Ein Aussichtspunkt auf einem Hügel kann ungeeignet sein, wenn unmittelbar vor dem Horizont ein Waldstreifen oder ein weiterer Höhenzug liegt.

In der Zürcher Innenstadt erschweren hohe Gebäude, enge Strassenschluchten, Baukräne und Baumreihen den Blick auf die tief stehende Sonne. Offene Flächen am Stadtrand oder ausserhalb des dicht bebauten Gebiets bieten häufig bessere Chancen als bekannte innerstädtische Aussichtspunkte. Der Standort sollte möglichst schon einige Tage vor der Finsternis ungefähr zur gleichen Uhrzeit kontrolliert werden.

Mögliche Beobachtungsbereiche in Zürich

Für die Beobachtung kommen grundsätzlich folgende Gebiete infrage:

  • erhöhte und nach Westen offene Bereiche am Uetliberg;
  • freie Abschnitte auf dem Hönggerberg;
  • offene Felder im Zürcher Unterland;
  • westlich ausgerichtete Aussichtspunkte ausserhalb dichter Bebauung;
  • Anhöhen mit unverbautem Blick über das Limmattal;
  • öffentlich zugängliche Freiflächen ohne Baumreihe am Horizont.

Der Uetliberg ist wegen seiner Höhe naheliegend, aber nicht jede Stelle eignet sich gleich gut. Wer dort beobachten möchte, sollte einen Platz wählen, von dem aus der Westhorizont tatsächlich sichtbar ist. Wegen des möglichen Andrangs empfiehlt sich eine frühe Anreise. Schmale Wege, Aussichtstürme und stark besuchte Plattformen können kurz vor dem Maximum überfüllt sein. Auch der Zürichsee ist nicht automatisch die beste Lösung. Von vielen Uferabschnitten verläuft die notwendige Blickrichtung nicht über die offene Wasserfläche, sondern über Stadtgebiet, Hügel oder Bebauung. Entscheidend ist daher nicht die Nähe zum See, sondern die konkrete Ausrichtung des Standorts.

Sternwarte Bülach: öffentliches Programm nahe Zürich

Eine der wichtigsten bestätigten Veranstaltungen im Raum Zürich findet in der Schul- und Volkssternwarte Bülach statt. Die Sternwarte öffnet am 12. August bereits um 19 Uhr, damit Besucherinnen und Besucher den Verlauf der partiellen Sonnenfinsternis unter fachkundiger Begleitung verfolgen können. Nach Angaben der Veranstalter wird die Sonne dort zu mehr als 90 Prozent vom Mond verdeckt. Die Beobachtung erfolgt mit speziell ausgestatteten Instrumenten und geeigneten Sonnenfiltern. Der Standort gilt wegen seiner relativ freien Sicht nach Westen als günstig. Zusätzlich ist eine Übertragung aus dem Gebiet der Totalität vorgesehen, sodass Besucher auch verfolgen können, wie die Sonne in Spanien vollständig hinter dem Mond verschwindet.

Termin: Mittwoch, 12. August 2026
Öffnung: ab 19.00 Uhr
Eintritt: nach bisheriger Ankündigung kostenlos
Adresse: Sternwarteweg 7, 8180 Bülach
Besonderheit: Livebeobachtung, fachliche Begleitung und Bilder aus dem Totalitätsgebiet

Da in derselben Nacht auch die Perseiden aktiv sind, bleibt die Sternwarte nach der Sonnenfinsternis für weitere Himmelsbeobachtungen geöffnet. Besucher sollen nach Angaben der Sternwarte eine Decke oder einen Klappstuhl mitbringen können. Das tatsächliche Aussenprogramm hängt vom Wetter ab.

Was Besucher aus Zürich beachten sollten

Wer aus Zürich nach Bülach fährt, sollte nicht erst kurz vor 20 Uhr eintreffen. Die sichtbare Phase beginnt bereits um etwa 19.24 Uhr, und der Andrang kann hoch sein. Sinnvoll ist eine Ankunft spätestens zur offiziellen Öffnung um 19 Uhr.

Auch bei einer Veranstaltung mit Teleskopen sollte eine eigene geprüfte Sonnenfinsternisbrille mitgebracht werden. Ob und in welcher Zahl Schutzbrillen vor Ort ausgegeben werden, muss unmittelbar vor dem Termin beim Veranstalter geprüft werden. Normale Sonnenbrillen ersetzen den notwendigen Schutz nicht.

Wo ist die Sonnenfinsternis 2026 in Basel sichtbar

In Basel beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19.24 Uhr. Ihr Maximum wird ungefähr um 20.18 Uhr erreicht. Die Magnitude beträgt rund 0,921, das rechnerische Ende liegt gegen 20.47 Uhr. Damit dauert die partielle Phase in Basel ungefähr eine Stunde und 23 Minuten.

Basel liegt für die Beobachtung grundsätzlich günstig, doch auch hier steht die Sonne beim Maximum sehr tief. Ein Standort direkt am Rhein kann geeignet sein, wenn die Blickrichtung stimmt und keine Gebäude, Brücken, Bäume oder Hafenanlagen im Weg stehen. Ein Platz am Wasser garantiert jedoch keine freie Westsicht. Die dicht bebaute Altstadt ist vielerorts problematisch. Besonders enge Strassen, Innenhöfe und Plätze mit hohen Fassaden blockieren den Horizont. Bessere Bedingungen bieten erhöhte oder offene Gebiete am Rand der Stadt sowie Standorte im Baselbiet.

Mögliche Beobachtungsorte in und um Basel

Als Ausgangspunkt für die Standortsuche eignen sich:

  • offene Bereiche auf dem Bruderholz;
  • westlich ausgerichtete Anhöhen im Baselbiet;
  • freie Flächen bei Oberwil oder Ettingen;
  • erhöhte Standorte ausserhalb dichter Wohnquartiere;
  • Jurahöhen mit freiem Blick Richtung Westen;
  • die Sternwarte Schafmatt mit öffentlichem Programm.

Auf dem Bruderholz sollte vorab geprüft werden, ob eine Baumreihe oder Bebauung den tiefen Horizont verdeckt. Viele Grünflächen wirken tagsüber offen, bieten bei einem Sonnenstand von nur wenigen Grad aber keine ausreichende Sicht.

Wer in Richtung Basel-Landschaft ausweicht, sollte ausserdem die Rückfahrt planen. Nach dem astronomischen Ereignis setzt rasch die Dämmerung ein. Auf abgelegenen Wegen sind Taschenlampe, feste Schuhe und ein vollständig geladenes Mobiltelefon sinnvoll.

Sternwarte Schafmatt: Sonnenfinsternis und Perseiden

Die Sternwarte Schafmatt auf der Jurahöhe zwischen Rohr/Stüsslingen im Kanton Solothurn und Oltingen im Kanton Basel-Landschaft gehört zu den bestätigten Schweizer Beobachtungsorten. Eine Übersicht astronomischer Veranstaltungen nennt den Beginn des öffentlichen Programms am 12. August um 19 Uhr. Der Standort wird aufgrund der freien Sicht als besonders geeignet eingestuft.

Andere veröffentlichte Angaben nennen bereits Sonnenbeobachtungen ab 18 Uhr und Verpflegung im nahe gelegenen Naturfreundehaus ab 17 Uhr. Besucher sollten deshalb kurz vor der Veranstaltung die endgültigen Zeiten direkt beim Veranstalter kontrollieren. Änderungen aufgrund von Wetter, Organisation oder Besucherzahl sind möglich.

Ort: Sternwarte Schafmatt
Lage: westlich der Geissflueh nahe dem Grenzgebiet von Solothurn, Basel-Landschaft und Aargau
Koordinaten: ungefähr 47°25'12" N, 7°57'03" E
Programm: Sonnenbeobachtung mit geeigneten Instrumenten, anschliessend Beobachtung der Perseiden
Anreise: vorab prüfen, da der Standort nicht im Zentrum einer grösseren Stadt liegt

Die Schafmatt ist vor allem für Personen aus Basel, Liestal, Aarau und Teilen des Kantons Solothurn interessant. Ihre erhöhte Lage kann den Blick über lokale Hindernisse verbessern. Sie schützt jedoch nicht vor Wolken am Westhorizont.

Basel oder Schafmatt: Welcher Standort ist besser?

Ein Platz in Basel ist einfacher erreichbar und ermöglicht eine kurzfristige Entscheidung. Die Schafmatt bietet dagegen fachliche Begleitung, Teleskope mit passenden Filtern und einen erhöhten Standort. Welche Option besser ist, hängt vom Wetter, der persönlichen Mobilität und der erwarteten Besucherzahl ab.

Bei einer stabilen Schönwetterlage kann die Sternwarte das umfassendere Erlebnis bieten. Bei lokalen Wolkenfeldern kann es dagegen sinnvoll sein, flexibel zu bleiben und erst am Nachmittag einen Standort anhand der aktuellen Bewölkung auszuwählen.

Wann sieht man die Sonnenfinsternis 2026 in Bern

In Bern setzt die partielle Phase gegen 19.25 Uhr ein. Das Maximum wird nach den lokalen Berechnungen ungefähr um 20.18 Uhr erreicht. Die Magnitude beträgt rund 0,926, und die Finsternis endet rechnerisch gegen 20.46 Uhr. Die sichtbare Dauer liegt bei ungefähr einer Stunde und 21 Minuten.

Die Bedingungen in Bern werden stark vom lokalen Gelände bestimmt. Die Stadt liegt in einer Landschaft mit Hügeln, Waldstücken und Blickachsen in Richtung Voralpen und Jura. Ein hoher Standort kann deshalb nützlich sein, garantiert aber keine freie Sicht auf die tief stehende Sonne.

Das Maximum erfolgt nur kurze Zeit vor dem Sonnenuntergang. Wer einen Platz im Stadtgebiet wählt, sollte daher besonders sorgfältig prüfen, ob Gebäude oder Bäume im Westen den Blick blockieren. Der Anfang der Finsternis kann von vielen Orten sichtbar sein, während die besonders eindrucksvolle Phase um 20.18 Uhr bereits hinter einem Hindernis verschwindet.

Mögliche Beobachtungsbereiche in Bern

Grundsätzlich kommen infrage:

  • offene und westlich ausgerichtete Bereiche auf dem Gurten;
  • freie Flächen im Raum Köniz;
  • Anhöhen westlich der Berner Innenstadt;
  • offene Landwirtschaftsflächen im Berner Mittelland;
  • Standorte mit freiem Blick Richtung Westnordwesten;
  • das Space Eye in Niedermuhlern mit organisiertem Programm.

Der Gurten ist ein bekannter Aussichtspunkt, doch auch dort muss die konkrete Blickrichtung geprüft werden. Wald, Geländekanten oder Infrastruktur können einzelne Sichtachsen einschränken. Ein Platz auf einer offenen Wiese ist möglicherweise besser geeignet als eine Plattform, deren Blick vor allem nach Süden oder Osten ausgerichtet ist.

In der Berner Altstadt sind die Chancen wegen der dichten Bebauung und der erhöhten Fassaden geringer. Offene Brücken oder Aussichtspunkte können für den Beginn geeignet sein, aber nicht unbedingt für das Maximum am tiefen Horizont.

Space Eye bei Bern: Programm mit Planetarium und Beobachtung

Das Space Eye in Niedermuhlern bietet am 12. August ein eigenes Programm zur partiellen Sonnenfinsternis an. Schweiz Tourismus nennt als Veranstaltungszeit 17.00 bis 20.15 Uhr. Das Angebot umfasst eine Live-Show im Planetarium, eine gemeinsame Beobachtung und kulinarische Elemente. Eine Reservation ist erforderlich. Der Veranstalter nennt einen Preis von 62 Franken pro Person. Darin enthalten sind nach den veröffentlichten Angaben Shuttle, Verpflegung und eine Sonnenfinsternisbrille.

Datum: Mittwoch, 12. August 2026
Zeit: 17.00 bis 20.15 Uhr
Ort: Space Eye, Niedermuhlern
Preis: 62 Franken pro Person
Enthalten: Shuttle, Verpflegung und Sonnenfinsternisbrille
Reservierung: erforderlich

Da das astronomische Maximum in der Region Bern ungefähr um 20.18 Uhr erreicht wird, liegt das veröffentlichte Veranstaltungsende wenige Minuten davor. Besucher sollten deshalb vor der Buchung prüfen, wie der Übergang zur maximalen Phase organisiert ist und ob die Beobachtung über 20.15 Uhr hinaus möglich bleibt. Die Zeitangaben können vom Veranstalter noch angepasst werden.

Für wen eignet sich das Space Eye

Das Programm richtet sich an Besucherinnen und Besucher, die das Ereignis nicht allein auf einer Wiese verfolgen möchten. Planetariumsinhalte, fachliche Erklärungen und bereitgestellter Augenschutz machen das Angebot insbesondere für Familien und Personen ohne eigene astronomische Ausrüstung interessant.

Der Preis liegt deutlich über dem Eintritt bei kostenlosen Sternwartenveranstaltungen. Dafür umfasst das Paket zusätzliche Leistungen. Entscheidend bleibt auch hier das Wetter: Eine Planetariumsshow kann das Ereignis erklären und simulieren, die reale Sonnensichel ist jedoch nur bei ausreichend freiem Himmel sichtbar.

Wo kann man die Sonnenfinsternis 2026 in Genf beobachten

Genf bietet unter den vier grossen untersuchten Schweizer Städten den höchsten lokalen Magnitudenwert. Die partielle Sonnenfinsternis beginnt dort ungefähr um 19.26 Uhr, erreicht ihr Maximum gegen 20.20 Uhr und endet rechnerisch um 20.49 Uhr. Die Magnitude liegt bei rund 0,936.

Der Unterschied zu Bern, Basel oder Zürich ist zwar astronomisch messbar, wird für ungeübte Beobachter aber weniger deutlich sein, als die Zahlen vermuten lassen. An allen vier Orten bleibt beim Maximum nur eine schmale, sehr helle Sonnensichel sichtbar.

Genf hat den Vorteil, weiter im Südwesten der Schweiz und näher am Totalitätsstreifen zu liegen. Gleichzeitig steht die Sonne während des Maximums extrem tief. Ein vollständig freier Westhorizont ist daher besonders wichtig.

Geeignete Beobachtungsbereiche in Genf

Als mögliche Gebiete kommen infrage:

  • westlich ausgerichtete Uferbereiche mit freiem Horizont;
  • offene Flächen bei Bernex;
  • erhöhte Standorte westlich der Stadt;
  • freie Gebiete in Richtung französische Grenze;
  • Aussichtspunkte ohne Bäume oder Gebäude im Westen;
  • ländliche Flächen ausserhalb des Genfer Stadtzentrums.

Der Genfersee kann eine gute freie Sicht ermöglichen, aber nur dann, wenn die untergehende Sonne aus dem konkreten Blickwinkel tatsächlich über dem Wasser steht. Je nach Uferseite und Standort können die Stadt, der Jura, Bäume oder Hafenanlagen die Sicht blockieren.

Das dicht bebaute Zentrum rund um hohe Fassaden und enge Strassen ist ungeeignet. Wer innerhalb der Stadt bleiben möchte, sollte eine breite, offene Fläche oder einen erhöhten Standort wählen und die Sichtachse vorher prüfen.

Warum ist Genf besonders interessant

Die Magnitude ist in Genf etwas höher als in den grossen Städten der Deutschschweiz. Zudem liegt die Region näher an Südwestfrankreich und Nordspanien, wo die Finsternis noch tiefer ausfällt beziehungsweise in Teilen Spaniens total wird.

Trotzdem entsteht in Genf keine vollständige Dunkelheit. Selbst ein sehr kleiner unbedeckter Teil der Sonnenoberfläche ist noch so hell, dass die Korona nicht sichtbar wird und ein direkter Blick ohne Schutz gefährlich bleibt.

Wo kann man die Sonnenfinsternis ausserhalb der vier grossen Städte sehen

Neben Zürich, Basel, Bern und Genf gibt es in der Schweiz mehrere bestätigte Veranstaltungen. Eine landesweite Übersicht nennt unter anderem Bülach, Schaffhausen, Schafmatt, Rümlang und Luzern. Die Qualität der Sicht hängt jeweils vom Westhorizont und vom Wetter ab.

Bestätigte oder angekündigte Standorte

OrtBeginn des ProgrammsAngebotHinweise
Sternwarte Bülachab 19.00 UhrTeleskope, fachliche Begleitung, ÜbertragungEintritt laut Ankündigung kostenlos
Sternwarte Schafmattetwa 18.00/19.00 UhrSonnenbeobachtung, Perseidengenaue Startzeit vorab prüfen
Sternwarte Schaffhausenab 18.30 Uhröffentliche Beobachtungfreie Westsicht angekündigt
Sternwarte Rümlangab 15.00 Uhrastronomisches ProgrammSicht laut Übersicht teilweise eingeschränkt
Sternwarte Hubelmatt Luzernab 19.00 UhrBeobachtungSicht möglicherweise eingeschränkt
Verkehrshaus Luzernmehrere AngebotePlanetarium, Aussenbeobachtung, LivestreamTicket erforderlich
Space Eye Niedermuhlern17.00–20.15 UhrPlanetarium, Beobachtung, VerpflegungReservation und Ticket erforderlich

Veranstaltungszeiten können geändert werden. Interessierte sollten deshalb am Veranstaltungstag nochmals die Angaben des jeweiligen Veranstalters prüfen.

Sonnenfinsternis im Verkehrshaus Luzern

Das Verkehrshaus der Schweiz organisiert am 12. August mehrere Angebote rund um die Sonnenfinsternis. Bei geeignetem Wetter ist eine gemeinsame Beobachtung auf der Lidowiese vorgesehen. Im Planetarium werden ausserdem Sondershows angeboten, die den Ablauf und die astronomischen Hintergründe erklären.

Für schlechtes Wetter gibt es ein Ersatzprogramm. Ab 19 Uhr soll die Sonnenfinsternis über Luzern in der Planetariumskuppel simuliert werden. Zusätzlich ist eine Liveverbindung nach Spanien geplant, wo die totale Sonnenfinsternis sichtbar sein wird.

Adresse: Haldenstrasse 44, 6006 Luzern
Aussenbeobachtung: bei geeigneter Witterung auf der Lidowiese
Schlechtwetterprogramm: Simulation im Planetarium und Übertragung aus Spanien
Zugang: je nach Angebot mit Ticket

Das Verkehrshaus ist damit eine der verlässlichsten Optionen für Personen, die auch bei Wolken ein inhaltliches Programm erleben möchten. Ein Planetarium kann die reale Beobachtung zwar nicht ersetzen, bietet aber eine kontrollierte Darstellung des Ablaufs.

Wie findet man einen guten Beobachtungsort

Der beste Platz ist nicht zwingend der bekannteste Aussichtspunkt. Für diese Finsternis zählt vor allem die Sicht auf einen sehr niedrigen Westhorizont. Eine unspektakuläre offene Wiese kann daher besser geeignet sein als eine touristische Plattform mit Bäumen oder Bergen im Blickfeld. Ein Standort sollte fünf zentrale Voraussetzungen erfüllen:

  1. Freier Blick nach Westen oder Westnordwesten
    Der Horizont muss möglichst tief und ohne hohe Hindernisse sichtbar sein.
  2. Keine Gebäude oder Baumreihen in der Sichtachse
    Schon ein entferntes Hindernis kann die Sonne beim Maximum verdecken.
  3. Sicherer und legal zugänglicher Platz
    Private Grundstücke, Bahnanlagen, Strassenränder und steile Hänge sind ungeeignet.
  4. Möglichkeit zur frühen Anreise
    Der Platz sollte spätestens gegen 19 Uhr erreicht werden.
  5. Ausweichstandort in der Nähe
    Lokale Wolken können einen kurzfristigen Wechsel notwendig machen.

So lässt sich der Standort vorher testen

Der gewünschte Platz kann einige Tage vor dem 12. August ungefähr um 20.15 Uhr besucht werden. Ist die Sonne dann noch vollständig und tief über dem Horizont zu sehen, sind die grundlegenden Bedingungen günstig. Der genaue Untergangspunkt verschiebt sich zwar von Tag zu Tag leicht, grosse Hindernisse wie Gebäude, Berge und Wälder lassen sich so aber zuverlässig erkennen.

Zusätzlich kann eine Karten- oder Sonnenstands-App helfen, die Richtung des Sonnenuntergangs zu bestimmen. Die App ersetzt jedoch nicht die Kontrolle vor Ort. Digitale Höhenprofile berücksichtigen einzelne Bäume, neue Gebäude oder lokale Geländekanten nicht immer korrekt.

Wie früh sollte man am Beobachtungsort sein

Für eine individuelle Beobachtung empfiehlt sich die Ankunft zwischen 18.30 und 19 Uhr. So bleibt genügend Zeit, den Standort zu prüfen, die Ausrüstung vorzubereiten und notfalls einige hundert Meter auszuweichen. Bei öffentlichen Veranstaltungen kann eine noch frühere Anreise sinnvoll sein. Sternwarten verfügen häufig nur über begrenzte Parkplätze und Beobachtungsflächen. Wer erst zum Maximum um 20.18 Uhr erscheint, verpasst nicht nur den langsamen Beginn, sondern findet möglicherweise keinen geeigneten Platz mehr.

Die Entwicklung der Finsternis ist Teil des Erlebnisses. In den ersten Minuten erscheint nur eine kleine Kerbe an der Sonne. Danach wird die Sonnensichel allmählich schmaler, das Licht verändert sich, und die Umgebung kann spürbar an Helligkeit verlieren.

Welche Sonnenfinsternisbrille ist sicher

Für die Beobachtung wird eine speziell geprüfte Sonnenfinsternisbrille benötigt. Das Bundesamt für Gesundheit warnt davor, die Sonne mit ungeschützten Augen anzusehen. Das gilt während der gesamten partiellen Phase, auch beim Maximum. Die Tatsache, dass der Mond fast die ganze Sonne bedeckt, macht den verbleibenden sichtbaren Teil nicht ungefährlich.

Vor der Verwendung muss die Brille auf Kratzer, Löcher, Risse oder gelöste Filterfolie kontrolliert werden. Beschädigte Produkte dürfen nicht benutzt werden. Die Brille wird aufgesetzt, bevor der Kopf zur Sonne gedreht wird. Vor dem Abnehmen muss man sich wieder von der Sonne abwenden. Nicht geeignet sind:

  • gewöhnliche Sonnenbrillen;
  • mehrere Sonnenbrillen übereinander;
  • Rauchglas oder geschwärztes Glas;
  • CDs oder DVDs;
  • Röntgenbilder;
  • Rettungsdecken;
  • Kamera-ND-Filter ohne ausdrückliche Sonnenfreigabe;
  • selbst gebastelte Folien unbekannter Herkunft.

Kinder sollten nur unter unmittelbarer Aufsicht beobachten. Erwachsene müssen kontrollieren, dass die Brille richtig sitzt und nicht während des Blicks zur Sonne abgenommen wird.

Darf man die Sonnenfinsternis durch Fernglas oder Teleskop ansehen

Ein Fernglas, Teleskop oder Kameraobjektiv darf niemals ohne professionellen Sonnenfilter direkt auf die Sonne gerichtet werden. Die Optik bündelt das Licht und kann innerhalb kürzester Zeit schwere Augenverletzungen oder Schäden am Gerät verursachen. Eine Sonnenfinsternisbrille vor den Augen macht den Blick durch ein ungefiltertes Fernglas nicht sicher. Der Filter muss dafür ausgelegt sein und vor der Eintrittsöffnung des optischen Instruments angebracht werden. Filter am Okular können durch die konzentrierte Hitze beschädigt werden.

Wer keine Erfahrung mit Sonnenbeobachtung hat, sollte entweder nur mit einer geprüften Finsternisbrille beobachten oder eine fachlich betreute Veranstaltung besuchen. Sternwarten verwenden speziell ausgerüstete Instrumente und kontrollieren deren sicheren Betrieb.

Wie fotografiert man die Sonnenfinsternis sicher

Auch eine Kamera benötigt einen geeigneten Sonnenfilter vor dem Objektiv. Ohne Filter kann das gebündelte Sonnenlicht den Sensor, die Blende oder andere Teile beschädigen. Bei Spiegelreflexkameras besteht zusätzlich Gefahr für die Augen, wenn durch den optischen Sucher geblickt wird.

Für Smartphones gilt: Kurzes Fotografieren der ungefilterten Sonne ist nicht automatisch sicher für Gerät oder Augen. Beim Ausrichten schaut die Person häufig wiederholt in Richtung Sonne. Ein geeigneter Filter vor der Kamera und eine sichere Arbeitsweise sind daher auch bei Mobiltelefonen sinnvoll. Praktische Grundregeln:

  • Sonnenfilter vor dem Objektiv befestigen;
  • Filter vor jeder Aufnahme auf Schäden prüfen;
  • keinen optischen Sucher ohne Schutz verwenden;
  • Kamera auf einem stabilen Stativ montieren;
  • Fokus und Belichtung vor dem Maximum testen;
  • keine improvisierten Filter benutzen;
  • das Ereignis nicht ausschliesslich durch das Display verfolgen.

Da die Sonne sehr tief steht, können Landschaftselemente Teil der Aufnahme werden. Gleichzeitig erhöhen Dunst und Wolken am Horizont das Risiko, dass die Sonnensichel nicht klar erkennbar ist.

Was passiert während der Sonnenfinsternis

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond bei Neumond zwischen Erde und Sonne steht und sein Schatten auf die Erde fällt. Weil die Mondbahn gegenüber der Erdbahn geneigt ist, geschieht dies nicht bei jedem Neumond. Am 12. August 2026 verläuft der Totalitätsstreifen über Teile der Arktis, Grönlands, Islands, Spaniens und einen kleinen Teil Nordostportugals. In diesen Regionen bedeckt der Mond die Sonne vollständig. Die Schweiz liegt ausserhalb dieses schmalen Streifens und wird nur vom Halbschatten des Mondes getroffen. Daher ist hier ausschliesslich eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar.

Die vollständige Totalität ist nur in einem begrenzten Gebiet zu sehen. Schon wenige Dutzend oder hundert Kilometer ausserhalb des Totalitätsstreifens bleibt ein Teil der hellen Sonnenoberfläche sichtbar. Das verändert das Erlebnis grundlegend: In der Schweiz wird es deutlich dunkler, aber nicht vollständig nachtähnlich.

Wird es in der Schweiz wirklich dunkel

Die Helligkeit wird während des Maximums deutlich abnehmen. Dennoch entsteht nicht die völlige Dunkelheit einer totalen Sonnenfinsternis. Die schmale verbleibende Sonnensichel sendet noch immer sehr viel Licht aus.

Die Umgebung kann ungewöhnlich wirken. Farben erscheinen möglicherweise gedämpfter, Schatten werden schärfer, und die Temperatur kann leicht sinken. Unter Bäumen können kleine Zwischenräume zwischen den Blättern wie Lochkameras wirken und zahlreiche sichelförmige Sonnenbilder auf den Boden projizieren.

Tiere reagieren bei einer partiellen Finsternis nicht zwingend auffällig. Veränderungen hängen vom Bedeckungsgrad, der Dauer, der Witterung und der Umgebung ab. Dramatische Reaktionen sollten deshalb nicht versprochen werden.

Was geschieht bei Wolken oder Regen

Eine geschlossene Wolkendecke kann die Sonnenfinsternis vollständig unsichtbar machen. Besonders kritisch sind Wolken tief im Westen, weil die Sonne beim Maximum nur wenige Grad über dem Horizont steht. Selbst wenn der übrige Himmel klar ist, kann ein schmales Wolkenband den entscheidenden Abschnitt blockieren.

Dünne Wolken sind kein sicherer Sonnenfilter. Die Sonne darf auch durch Dunst oder leichte Bewölkung nur mit geeignetem Augenschutz betrachtet werden. Am 12. August sollte die Wetterentwicklung ab dem Vormittag verfolgt werden. Relevant sind:

  • Gesamtbewölkung;
  • tiefe Wolken am Westhorizont;
  • Gewitterentwicklung;
  • Nebel oder Dunst;
  • Niederschlagszellen;
  • lokale Unterschiede zwischen Stadt, Mittelland und Jurahöhen.

Bei wechselhaftem Wetter kann ein mobiler Beobachtungsplan sinnvoll sein. Zwischen Zürich und Bülach, Basel und dem Baselbiet oder Bern und dem Umland können sich die Bedingungen deutlich unterscheiden.

Wo gibt es einen Livestream

Mehrere Einrichtungen planen Livebilder aus Spanien, wo die Sonnenfinsternis total sein wird. Die Sternwarte Bülach kündigt eine Übertragung aus dem Totalitätsgebiet an. Auch das Verkehrshaus Luzern will bei seinem Schlechtwetterprogramm live nach Spanien schalten. Internationale Astronomieportale werden ebenfalls Übertragungen anbieten. Ein Livestream ist besonders wertvoll, wenn Wolken die Beobachtung in der Schweiz verhindern. Er zeigt ausserdem den Unterschied zwischen der partiellen Finsternis in der Schweiz und der vollständigen Totalität in Spanien.

Wer die Schweizer Finsternis draussen verfolgt, kann den Stream parallel auf einem Mobilgerät öffnen. Dabei sollte die Bildschirmnutzung jedoch nicht dazu führen, dass die Umgebung, andere Besucher oder sichere Wege vernachlässigt werden.

Sonnenfinsternis und Perseiden am selben Abend

Nach der Sonnenfinsternis folgt in der Nacht auf den 13. August ein weiteres astronomisches Ereignis. Die Perseiden erreichen in diesem Zeitraum ihren jährlichen Höhepunkt. Da die Sonnenfinsternis bei Neumond stattfindet, stört helles Mondlicht die Meteorenbeobachtung kaum.

Mehrere Sternwarten verbinden deshalb die Sonnenfinsternis mit einem anschliessenden Perseidenprogramm. In Bülach und auf der Schafmatt soll die Beobachtung nach Sonnenuntergang fortgesetzt werden. Für die Perseiden gelten andere Beobachtungsbedingungen als für die Sonnenfinsternis:

  • möglichst dunkler Ort ausserhalb der Stadt;
  • freie Sicht auf einen grossen Teil des Himmels;
  • keine Finsternisbrille erforderlich;
  • mindestens 20 Minuten für die Anpassung der Augen an die Dunkelheit;
  • warme Kleidung und eine Decke oder Liege;
  • Geduld, da Meteore unregelmässig auftreten.

Die Perseiden sind nicht nur exakt in einer Richtung sichtbar. Sie können in verschiedenen Teilen des Himmels erscheinen. Teleskope sind für Sternschnuppen kaum geeignet, weil sie nur einen kleinen Himmelsausschnitt zeigen.

Lohnt sich eine Reise nach Spanien oder Island

Wer eine totale Sonnenfinsternis erleben möchte, muss die Schweiz verlassen und in den Totalitätsstreifen reisen. Dieser verläuft unter anderem über Grönland, Island und Teile Spaniens. Spanien bietet grundsätzlich bessere Chancen auf trockenes Wetter als Island. Die Totalität findet dort jedoch ebenfalls kurz vor Sonnenuntergang statt. Deshalb braucht es auch in Spanien eine freie Sicht zum westlichen Horizont. Berge, Gebäude und Küstenformationen müssen bei der Reiseplanung berücksichtigt werden.

Island erlebt die Totalität früher und bei höherem Sonnenstand, hat aber ein deutlich höheres Risiko für Bewölkung. Eine Reise allein wegen der Finsternis sollte deshalb immer einen flexiblen Standort und einen Plan für wetterbedingte Änderungen enthalten.

Für die meisten Menschen in der Schweiz ist die lokale partielle Finsternis dennoch ein aussergewöhnliches Ereignis. Der hohe Bedeckungsgrad und der Untergang der schmalen Sonnensichel machen sie auch ohne Totalität sehenswert.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in der Schweiz

Nach dem Ereignis vom 12. August 2026 folgt am 2. August 2027 eine weitere Sonnenfinsternis, die in der Schweiz partiell sichtbar sein wird. Sie fällt hier weniger tief aus als die Finsternis von 2026. Eine totale Sonnenfinsternis über der Schweiz ist ein wesentlich selteneres Ereignis. Nach den verbreiteten astronomischen Berechnungen wird die nächste Totalität über Teilen des Landes erst am 3. September 2081 erwartet.

Das Ereignis von 2026 ist deshalb besonders: Die Sonne wird in der gesamten Schweiz sehr stark bedeckt, das Maximum fällt in die Abendstunden, und unmittelbar danach bieten die Perseiden ein zweites Himmelsphänomen.

Die wichtigsten Angaben zur Sonnenfinsternis 2026

  • Datum: Mittwoch, 12. August 2026
  • Art in der Schweiz: tiefe partielle Sonnenfinsternis
  • Beginn: ungefähr 19.24 bis 19.26 Uhr
  • Maximum: ungefähr 20.18 bis 20.20 Uhr
  • Ende: je nach Standort etwa 20.42 bis 20.50 Uhr
  • Beste Blickrichtung: Westen bis Westnordwesten
  • Wichtigster Standortfaktor: freier, sehr tiefer Horizont
  • Augenschutz: geprüfte Sonnenfinsternisbrille
  • Öffentliche Programme: unter anderem Bülach, Schafmatt, Luzern und Niedermuhlern
  • Weiteres Ereignis: Perseiden in der Nacht auf den 13. August

FAQ zur Sonnenfinsternis 2026 in der Schweiz

Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in der Schweiz?

Die Sonnenfinsternis findet am Mittwoch, 12. August 2026, am frühen Abend statt. Sie beginnt je nach Ort ungefähr zwischen 19.24 und 19.26 Uhr.

Um wie viel Uhr ist das Maximum?

In Zürich, Basel und Bern liegt das Maximum ungefähr um 20.18 Uhr. In Genf wird es gegen 20.20 Uhr erreicht.

Ist die Sonnenfinsternis in der Schweiz total?

Nein. In der Schweiz ist nur eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar. Die Sonne wird sehr stark, aber nicht vollständig vom Mond bedeckt.

Wo ist die Finsternis in der Schweiz am stärksten?

Innerhalb der vier grossen Städte Zürich, Basel, Bern und Genf weist Genf den höchsten Magnitudenwert auf. Der Unterschied zu den anderen Städten ist jedoch relativ klein.

Wo sieht man die Sonnenfinsternis in Zürich?

Geeignet sind erhöhte oder offene Standorte mit freier Sicht nach Westen. Eine organisierte Beobachtung findet ab 19 Uhr in der Sternwarte Bülach statt.

Wo kann man sie in Basel beobachten?

Offene Gebiete auf dem Bruderholz oder im Baselbiet können geeignet sein. Die Sternwarte Schafmatt bietet ein öffentliches Programm mit anschliessender Perseidenbeobachtung.

Wo ist ein guter Platz in Bern?

Offene Bereiche auf dem Gurten oder im Raum Köniz kommen infrage, sofern der Westhorizont frei ist. Das Space Eye in Niedermuhlern organisiert ein kostenpflichtiges Programm.

Wo sieht man die Sonnenfinsternis in Genf?

Geeignet sind westlich ausgerichtete Uferbereiche, offene Flächen bei Bernex und erhöhte Standorte ausserhalb dichter Bebauung.

Reicht eine normale Sonnenbrille?

Nein. Normale Sonnenbrillen schützen nicht ausreichend. Erforderlich ist eine geprüfte Sonnenfinsternisbrille oder ein professioneller Sonnenfilter.

Darf man durch ein Fernglas schauen?

Nur wenn das Fernglas vor seinen Objektivöffnungen mit dafür vorgesehenen Sonnenfiltern ausgestattet ist. Ein ungefiltertes Fernglas ist extrem gefährlich.

Kann man die Sonnenfinsternis bei Wolken sehen?

Nur wenn ausreichend grosse Wolkenlücken vorhanden sind. Dünne Wolken ersetzen keinen Augenschutz. Bei geschlossener Bewölkung bleiben Livestreams und Planetariumsangebote.

Wann sollte man am Standort sein?

Eine Ankunft zwischen 18.30 und 19 Uhr ist sinnvoll. Bei öffentlichen Veranstaltungen sollte wegen des erwarteten Andrangs noch mehr Zeit eingeplant werden.

Sind die Zeiten überall in der Schweiz gleich?

Nein. Beginn, Maximum und Ende unterscheiden sich je nach Standort um Sekunden oder einzelne Minuten. Auch der tatsächliche Sonnenuntergang hängt vom lokalen Horizont ab.

Kann man danach die Perseiden sehen?

Ja. In derselben Nacht erreichen die Perseiden ihre besonders aktive Phase. Gute Bedingungen bestehen an dunklen Orten ausserhalb beleuchteter Städte.

Was ist bei Kindern zu beachten?

Kinder dürfen nur unter unmittelbarer Aufsicht beobachten. Erwachsene müssen die Schutzbrille vorab auf Schäden prüfen und darauf achten, dass sie während des Blicks zur Sonne nicht abgenommen wird.

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